Fernschulen


Fernschulen (alle Fernschulen) bieten Weiterbildungen und Unterricht in den verschiedensten Fachbereichen und Disziplinen über die anerkannte Fernlehrmethode an, begrenzen sich dabei aber im Unterschied zu Fernhochschulen und Fernuniversitäten auf den nicht-akademischen Bereich. Per gesetzliche Regelung ist jeder Fernlehrgang, der über ein reines Hobby hinausgeht, zulassungspflichtig und die entsprechende Schule wird von der Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) überwacht. Geregelt ist auch, dass die Fernlehrmethode überwiegend aus Lernen mit freier Zeiteinteilung bestehen muss und Lehrer und Lernende meist räumlich getrennt sind.

SGD Fernschule LogoStudiengemeinschaft Darmstadt (SGD)
1948 fand die Gründung der Studiengemeinschaft Darmstadt (SGD) statt. Sie ist Mitglied der Klett-Unternehmensgruppe und bietet heute über 200 Fernlehrgänge an. Insgesamt arbeiten über 700 Personen für die SGD und mehr als 55.000 Teilnehmer machen jährlich ihr Fernstudium.

ILS Fernschule LogoInstitut für Lernsysteme (ILS)
Das Institut für Lernsysteme wurde 1977 gegründet und zog 1997 in die Klett-Gruppe ein. Der Hauptsitz der ILS befindet sich in Hamburg. Wie die SGD, bietet auch die ILS mehr als 200 Fernstudiengänge. 2003 rief die ILS die Euro-FH als Fernhochschule ins Leben.

In Deutschland gibt es eine Vielzahl von Fernschulen, darunter die marktführenden Anbieter ILS (Institut für Lernsysteme) in Hamburg und SGD (Studiengemeinschaft Darmstadt). Besonders die großen Fernschulen bieten oft ein umfangreiches Spektrum an Weiterbildungen an, beginnend mit kompakten Auffrischungskursen von geringer Studiendauer bis hin zu staatlich geprüften Technikerlehrgängen und Ausbildungen zum Betriebswirt. Die kleineren Anbieter beschränken sich hingegen meist auf Spezialgebiete. Das mit Abstand meistgenutzte Fachgebiet stellt die Wirtschaft dar, dahinter folgen die Bereiche EDV, Sprachen, Technik, Kreatives und Gesundheit.

Die entscheidenden Elemente beim Unterricht an einer Fernschule sind die Mittel, mit denen der Stoff den Lernenden nahegebracht wird. Der klassische Weg war und ist hierbei der Lehrbrief, ein gedrucktes Lernheft, das postalisch verschickt wird. Dazu gehören auch die sogenannten Einsendeaufgaben, die bearbeitet und zur Korrektur zurückgeschickt werden müssen. Obligatorisch sind auch einige wenige Präsenzveranstaltungen zur praktischen Übung. In den letzten Jahren hat allerdings der Einsatz der Neuen Medien den Fernunterricht grundlegend verändert. Onlinekurse, Chats und Videotutorials erweitern die Möglichkeiten der Interaktion zwischen Fernschüler und Dozent erheblich und begünstigen auch die Kommunikation zwischen den Lernenden.