Friedrich Naumann Stiftung für die Freiheit
Die Friedrich Naumann Stiftung für die Freiheit (FNF) ist eines der zwölf Begabtenförderungswerke, die auf Bundesebene im Auftrag des Ministeriums für Bildung und Forschung Studenten und Promovierende finanziell und ideell unterstützt. Die FNF repräsentiert dabei die liberale politische Strömung und steht der FDP nahe. Benannt wurde sie nach Friedrich Naumann (1860-1919), einem in der Geschichtswissenschaft nicht unumstrittenen demokratischen Politiker des Kaiserreiches. Gegründet wurde die Stiftung 1958, im Foglejahr nahm sie ihre Arbeit von ihrem Sitz in Bonn aus auf. Heute residiert die Zentrale der FNF in der Truman-Villa in Potsdam-Babelsberg. Vorstandsvorsitzender ist der ehemalige Bundes- und Fraktionsvorsitzende Wolfgang Gerhardt.
Neben der Begabtenföderung engagiert sich die Friedrich Naumann Stiftung für die Freiheit auch in regionaler politischer Forschung und Bildung sowie auf internationaler Ebene in den Bereichen Politikberatung und politischer Dialog. Zu diesen Zwecken unterhält die Stiftung zahlreiche Büros in Deutschland sowie in Europa, Lateinamerika, Asien und Afrika. Bekanntestes Beispiel ist die Theodor Heuss Akademie in Gummersbach, in der pro Jahr mehr als 30.000 Gäste bei Seminaren und Vorträgen zugegen sind. Jährlich bietet die FNF mehr als Tausend Veranstaltungen an, um ihre liberalen Werte zu kommunizieren und zu transportieren.
Seit 1973 betreibt die FNF Begabtenförderung im Sinne der finanziellen und ideellen Unterstützung hochbegabter Studenten und Doktoranten. Finanziert werden diese Maßnahmen vorrangig aus Steuermitteln des Bundeshaushaltes, weswegen die Höhe der Förderungen in allen Begabtenförderungswerken gleich ist. Für ein Regelstudium erhalten die Teilnehmer am Stiftungsprogramm monatlich höchstens 585,- Euro – abhängig vom Einkommen des Elternhaushaltes – sowie 80,- Euro Büchergeld und im Bedarfsfall Unterstützung für Kinderbetreuung. Promovierende erhalten einheitlich 1.050,- Euro pro Monat plus diverse mögliche Pauschalen für Forschungsreisen und die Versorgung der Familie.
Die FNF legt bei der Auswahl der Teilnehmer nicht nur Wert auf hervorstechendes akademisches Potential, sondern auch auf die Persönlichkeit des Bewerbers und dessen gesellschaftspolitisches Engagement. Alle Aktivitäten und grundsätzlichen Überzeugungen sollten sich mit den Idealen des Liberalismus decken. Eine aktive Tätigkeit in einer liberalen Partei ist willkommen. Bewerben dürfen sich Deutsche oder EU-Bürger sowie Bildungsinländer, die an einer deutschen Universität oder Hochschule immatrikuliert sind und höchstens im fünften Fachsemester studieren. Bei Doktoranten ist ein zügig abgeschlossenes Studium mit einer sehr guten Benotung Voraussetzung. Die FNF bietet außerdem Probestipendien für Studienanfänger an, die vor Aufnahme des Studiums beantragt werden müssen. Dadurch soll vor allem begabten Schülern der Einstieg ins Studentenleben erleichtert werden.






