Angewandte Informatik Bachelor of Science

Im Unterschied zum generalisierten Ansatz der reinen Informatik richtet sich der Studiengang „Angewandte Informatik“ (Bachelor of Science) auf ein spezifisches Aufgabengebiet. Die Vertiefungsrichtung Medieninformatik bereitet auf eine Tätigkeit im Bereich audio-visueller Medienpräsentation vor, bei der ein Informatiker im Zusammenspiel mit kreativen Kräften die Schnittstelle vom Sender zum Publikum bildet. Die Spezialisierung auf Wirtschaftsinformatik hingegen führt zur Expertise in der Bewältigung wirtschaftswissenschaftlicher Problemstellungen mit der Hilfe von informationstechnischen Anwendungen und Systemen.

Daten & Fakten:

  • staatlich anerkannt
  • Dauer des Studiums: 42-63 Monate
  • Abschluss: Bachelor of Science (B. Sc.)

Zielgruppe:

Der Studiengang „Angewandte Informatik“ richtet sich vornehmlich an Berufstätige mit einem gewissen informationstechnischen Grundinteresse sowie möglicher Vorbildung. Im Hinblick auf die beiden Spezialisierungsrichtungen ist auch eine Vorbildung bzw. Ausbildung in einer kaufmännischen oder kreativen Branche von Vorteil. Das Studium ist sehr zielorientiert und sollte mit klaren Karriereplanungen angegangen werden.

Inhalte des Studiums:

Die Regelstudienzeit für diesen Studiengang umfaßt sieben Semester, die aber ohne Zusatzkosten um weitere 21 Monate verlängert werden dürfen. Alle Module bringen entsprechende Credits, die im Rahmen des ECTS (European Credit Transfer System) international angerechnet werden können.

Das Grundstudium der „Angewandten Informatik“ beinhaltet zunächst mathematische und informationstechnologische Grundlagen sowie Basiswissen in Programmierung, Betriebssystemen und Rechnerarchitektur. Darüber hinaus werden aber auch betriebswirtschaftliche Kenntnisse sowie Fähigkeiten im Projektmanagement vermittelt. Alle erlernten Inhalte sollten dann anhand eines berufspraktischen Seminars in die Praxis umgesetzt werden.

Im Hauptstudium findet eine Vertiefung und Erweiterung der oben genannten Lerninhalte statt. Außerdem werden die Teilnehmer nun je nach Wahl ihrer Spezialisierungsrichtung getrennt. Die Ausbildung zum „Medieninformatiker“ sieht vor, neben medienspezifischen technischen Fertigkeiten wie Computergrafikprogrammierung auch medienpsychologische, ästhetische und kreative Fähigkeiten auf- und auszubauen. Ebenso werden die Teilgebiete E-Commerce und Marketing eine Rolle spielen. Letztendlich soll der Medieninformatiker ein Teamspieler werden, der zusammen mit Grafikern und Designern Medieninhalte erschafft, optimiert und zu Erfolgen verhilft.

Der Vertiefungsbereich „Wirtschaftsinformatik“ zielt auf die Analyse von Problemen und die Entwicklung lösungsorientierter Strategien ab, die sich im Umfeld von Geschäftsprozessen ergeben und die heute mehr und mehr durch informationstechnologische Instrumente vorgenommen werden. Neben den grundsätzlichen betriebs- und volkswirtschaftlichen Inhalten steht dabei das angewandte Informationsmanagement im Vordergrund, mit dessen Hilfe die Teilnehmer lernen, Geschäftsprozessmodelle zu analysieren und zu optimieren. Wirtschaftsinformatiker finden ihr Aufgabengebiet bei Banken, Versicherungen oder im öffentlichen Dienst. Sie können dort auch im Vertrieb, der Schulung oder Beratung eingesetzt werden.

Den Abschluß des Studiums bilden eine Projektarbeit sowie die Bachelorarbeit und ein Kolloquium. Dann erhalten die Studenten den akademischen Grad Bachelor of Science (B. Sc.).

Vorraussetzungen für die Teilnahme:

Der Studiengang „Angewandte Informatik“ an der WBH setzt entweder das Abitur, das Fachabitur oder aber eine entsprechende abgeschlossene Berufsausbildung mit Berufserfahrung voraus. In diesem Fall muß ein Hochschul-Zugangstest absolviert werden, der nach dem zweiten Semester fällig ist.

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Fazit der Redaktion:

Die Arbeitsmarktsituation für spezialisierte Informatiker ist sehr aussichtsreich. Etliche Branchen unterliegen noch immer einem Transformationsprozess, der mit einer stetigen Digitalisierung der Prozesse einhergeht. Die Medienbranche wendet sich beispielsweise mehr und mehr den neuen Medien zu, die verstärkt informationstechnologisches Know-How benötigen. Auch traditionellere Unternehmenssparten wie Banken und Versicherungen sind auf Spezialisten angewiesen, die es schaffen, betriebswirtschaftliche Probleme zu erkennen und sie mit ihren Informatik-Kenntnissen zu lösen. Ein Fernstudium sowohl der Medien- als auch der Wirtschaftsinformatik an der WBH kann ein wichtiger Schritt in Richtung einer Karriere in diesen Branchen sein.

Die Fernstudium.com Redaktion
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