Tipps für das Fernstudium – Teil 5: Goldene Tipps 3/3


Heute beenden wir unsere kleine Ratgeberserie mit den letzten vier Hinweisen unserer “Zehn Goldenen Tipps für das Fernstudium”. Wir hoffen, dass wir Ihnen ein klein wenig helfen konnten. Im letzten Teil der Reihe geht es um ganz pragmatische Lerntipps wie etwazum schnelleren Lesen, zu Lerngruppen oder auch dem Gang in die Bibliothek.

7. Lernen Sie, schneller zu lesen

Das schnelle Lesen – auch Speed Reading genannt – hat seit einigen Jahren Hochkonjunktur. Ständig gibt es neue Ratgeber und Workshops zu diesem Thema und nachweislich kann jeder seine Lesegeschwindigkeit ohne Verständnisverlust steigern. Doch dazu braucht es nicht einmal unbedingt einen oft doch recht teuren Kurs. Mit einigen einfachen Grundregeln sollte jeder in der Lage sein, komplexe Inhalte schnell und effizient zu erfassen. Zunächst einmal sind die äußeren Umstände wichtig. Sorgen Sie für angenehmes Licht, eine bequeme Sitzposition und schauen Sie im 90 Grad Winkel aus etwa einem halben Meter Abstand auf das Blatt. Günstig sind Texte in unkomplizierter Schriftart mit regelmäßigen Absätzen und gutem Farbkontrast. Versuchen Sie nun, nicht jedes Wort einzeln zu erfassen, sondern überfliegen Sie den Satz und erkennen Sie die wichtigsten Wörter für den Sinnzusammenhang. Vermeiden Sie das Vokalisieren der Wörter im Kopf und ordnen Sie stattdessen Bilder zu, denn diese sind die Sprache des Unterbewußten. Springen Sie außerdem nicht im Text umher, sondern sorgen Sie buchstäblich für Lesefluss. Das wichtigste ist aber: Lesen Sie viel und lesen Sie bewusst schnell. Außerdem liest man am besten Texte, die einen auch wirklich interessieren, doch das sollte ja generell bei Ihrem gewählten Fach so sein. Das schnelle Lesen ist besonders für Fernstudenten wichtig, denn sie müssen viel Stoff in wenig Zeit abarbeiten und trotzdem konzentriert bleiben. Wer da schneller lesen kann und trotzdem das Meiste auch im Kopf behält, hat einen klaren strategischen Vorteil beim Lernen.

8. Nutzen Sie alte und neue Medien

Es gibt vielleicht Kommilitonen, die Ihnen raten werden, sich ganz auf das Internet bei Ihren Recherchen und Lernaufgaben zu verlassen. Doch wie so oft macht es auch im Studium die gesunde Mischung. Zwar sind die neuen Medien längst nicht mehr so verpönt wie vor einigen Jahren noch und selbst traditionsbewußte Professoren haben sich für Google und Co. geöffnet, doch das heißt nicht, dass Sie völlig auf den Gang in die Bibliothek verzichten sollten. Komprimiertes Expertenwissen findet sich in allen Fächern nur in Lehrbüchern, Monographien und Sammelbänden. Außerdem ist die Bibliothek gerade in den Abendstunden ein idealer Ort für das Studium. Hier haben Sie Ruhe und kaum Ablenkung. Darüber hinaus bestehen die meisten Dozenten auf korrekte Quellenangaben und die sollten nicht nur aus URLs bestehen. Bedenken Sie: Auch Ihr Dozent versteht sich als Teil der wissenschaftlichen Gemeinschaft und die publiziert und debattiert nach wie vor in Büchern.

9. Suchen Sie den Kontakt zu anderen

Der typische Alltag eines Fernstudenten besteht aus einem anstrengenden Arbeitstag, an dessen Ende nicht etwa der Feierabend steht, sondern einige Stunden intensiven Lernens im stillen Kämmerlein. Doch das muss gar nicht sein. Viel interessanter und abwechslungsreicher ist das Studium in der Gruppe. In größeren Städten ist es oft gar nicht schwer, Lerngruppen zu organisieren, die sich regelmäßig treffen, Inhalte besprechen und den Abend auch mal gemütlich ausklingen lassen. Eine andere Möglichkeit sind Internetforen oder die Lernplattformen, die manche Fernhochschulen online anbieten. Per Text-, Sprach- oder sogar Videochat kann man auch im virtuellen Raum zusammen lernen. Suchen Sie unbedingt auch den regelmäßigen Kontakt zu den Dozenten und Betreuern. Fragen Sie nach, geben Sie Anregungen und fordern Sie Feedback. Keine falsche Scheu, die Dozenten mögen fachliche Experten sein, doch Sie sind auch Teil der Dienstleistung, für die Sie bezahlt haben. Es ist deren Job, Ihnen zu helfen.

10. Bleiben Sie willensstark

Wenn Sie nicht gerade einen ganz kurzen Kompaktlehrgang machen, dann dürfte irgendwann der Zeitpunkt kommen, an dem Sie keine Lust mehr an Ihrem Fernstudium verspüren. Sie zweifeln am Sinn der Unternehmung, Sie fühlen sich ausgelaugt und lernen immer langsamer oder vergessen das Gelernte schnell wieder. Sie sind an einem Knackpunkt angelangt. Wenn Sie jetzt willensstark bleiben, schaffen Sie den Rest des Programms im Handumdrehen. Nehmen Sie sich eine kurze bewußte Auszeit, sammeln Sie neue Kräfte und geben Sie dem inneren Schweinehund nicht nach. Es wird sich für Sie lohnen, versprochen!

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