Prüfungsangst vor Klausuren oder Prüfungen überwinden

Prüfungsangst
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Die Prüfung rückt immer näher und du kommst einfach nicht in die Gänge und verharrst sogar in der Schockstarre. Du schließt dich ein und brichst jeden Kontakt zur Außenwelt ab? Wenn du das so oder in einer ähnlichen Form bereits erlebt hast oder gerade erlebst, dann bist du hier goldrichtig.

So überwindest du deine Prüfungsangst

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BAföG bei Schwangerschaft im Studium

Ob normales Studium oder Fernstudium – wer während des Studiums ein Kind erwartet sollte sich ans BAföG-Amt wenden. Für Schwangerschaften in dieser Zeit gibt es ein paar Sonderregeln die über die man sich informieren sollte. Die Schwangerschaft während dem Fernstudium muss nicht unbedingt zur finanziellen Belastungsprobe werden. Hier kann das BAföG-Amt helfen.

Der Kinderbetreuungszuschlag

Ein Kind im Studium zu erwarten ist kein Problem. Hierfür erhalten die jungen Eltern laut einer Sonderregel einen Kinderbetreuungszuschlag (§ 14b BAföG). Dieser beträgt monatlich mindestens 113 Euro. Eine Rückzahlung dieser Sonderzahlungen ist nicht erforderlich. Für jedes weitere Kinder erhält der Studierende 85 Euro zusätzlich.

Doch keine Sorge vor dem Papierkram. Wenn ein Kind zur Welt kommt wird nicht viel von den studierenden Eltern abverlangt. Es muss kein Nachweis über Betreuungskosten erbracht werden. Bei BAföG beziehenden Paaren muss untereinander entschieden werden wer von den beiden den Zuschlag bezieht.

Verlängerung der BAföG-Förderung

Schwangerschaft und Kindererziehung kostet Kraft und Zeit. Über dies weiß das BAföG-Amt bescheid und hat eine Sonderregelung für die Verlängerung der Förderungen festgesetzt.

Für die Schwangerschaft während des Studiums erhält man eine Verlängerungsmöglichkeit um ein Semester. Bis zum vollendeten 5. Lebensjahr bekommt man pro Lebensjahr des Kindes ein weiteres Semester zugesprochen. Ein weiteres Semester gibt es für das 6. und 7. Lebensjahr zusammen und für die Lebensjahre 8, 9 und 10 gibt es ebenfalls noch ein Semester zusammen gefördert.

Um eine Förderung über den vereinbarten Zeitraum hinaus zu erhalten wird jedoch der Einzelfall entschieden. Es muss die Schwangerschaft und Kindererziehung ursächlich für eine Studienzeitverlängerung sein.

Fazit

Studieren und Kinder kriegen schließt sich nicht gleich aus. Es gibt finanzielle Unterstützung und auch sonst finden sich immer akzeptable Wege um Schwangerschaft und anschließende Erziehung mit dem Studium zu vereinbaren. Weitere Informationen übers BAföG für werdende Eltern gibt es auf bafoeg.bmbf.de zu lesen.

Wann zahlt das Arbeitsamt eine Weiterbildung?

Weiterbildungen können bis zu mehreren tausend Euro kosten. Die berufliche Weiterbildung ist für den Arbeitsmarkt sehr wichtig. Heute sind Weiterbildungen eine hervorragende Chance um aus der Arbeitslosigkeit heraus in ein festes Berufsverhältnis zu kommen. Die Agentur für Arbeit hat ein großes Vermittlungsinteresse in den Beruf. Nun kann man aber nicht spontan zur Agentur für Arbeit gehen und jede beliebige Weiterbildung zugesagt bekommen.

Wann zahlt das Arbeitsamt eine Weiterbildung?

Der wichtigste Grund fürs Arbeitsamt, um eine Weiterbildung zu finanzieren ist der, dass die Maßnahme aktiv dazu beiträgt die Vermittlungschancen zu verbessern. Ist dieser Punkt nicht gegeben, wird eine Weiterbildung vom Amt meistens nicht bewilligt. Hierfür muss im Umkehrschluss als ein klares Qualifikationsdefizit erkennbar sein und dieses wird durch die Weiterbildung abgebaut.

Um festzustellen ob eine Weiterbildung geeignet ist bzw. der Teilnehmer für diese, empfiehlt die Agentur für Arbeit eine rechtzeitige Beratung. Die Agentur wünscht hierfür frühe Termine für ein Beratungsgespräch. Es ist für Arbeitssuchende unbedingt ratsam von sich aus diesen Termin zu suchen. Ergreift die Agentur für Arbeit dagegen die Initiative passen die Weiterbildungsangebote oft nicht zu den eigenen Vorstellungen.

In einzelnen Fällen bedarf es im Anschluss an das Beratungsgespräch zur Eignungsfeststellung, noch eine ärztliche oder psychologische Untersuchung.

Weiterbildungen müssen außerdem von einer fachkundigen Stelle zugelassen sein. Solche Angebote finden Interessenten unter anderem in der agentureigenen Datenbank KURSNET.

Finanzierung mit dem Bildungsgutschein

Erhält man von der Agentur für Arbeit die Bewilligung einer Weiterbildung, wird damit auch der Bildungsgutschein überreicht. Dieser ist sozusagen der „Zahlschein“ für die Maßnahme.

Der Bildungsgutschein ist meistens zeitlich beschränkt. Muss also innerhalb eines definierten Zeitraums eingelöst werden um die neue Qualifikation zu erlangen. Auch eine Einschränkung auf bestimmte Regionen ist möglich. Und natürlich hat der Bildungsgutschein immer ein gewünschtes Bildungsziel. Damit dieses erreicht wird, ist er auf besprochene Maßnahmen beschränkt. Es kann also nicht eine beliebige Weiterbildung gebucht werden.

Welche Kosten werden übernommen?

Jede Weiterbildung kostet Geld. Deshalb übernimmt das Arbeitsamt hier die Lehrgangskosten und auch jene, welche für die Eignungsfeststellung anfallen. Zusätzlich werden Reisekosten (Fahrtkosten) im Rahmen der sinnvollen Fortbewegung finanziert. Kommt es zu einer auswärtigen Unterbringung – etwa weil der Ort der Weiterbildung weit vom Wohnort entfernt ist – übernimmt die Agentur für Arbeit die Kosten für die Unterkunft und Verpflegung. Selbst die Kosten für eine eventuelle Kinderbetreuung im Zeitraum der Weiterbildung wird übernommen.

Die maximalen monatlichen Zuschüsse für Pendelfahrten betragen 476,00 Euro. Mehr Fahrtkosten pro Monat werden nicht vom Arbeitsamt übernommen. Bei Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln werden die niedrigsten Klassen getragen. Wer mit dem eigenen Fahrzeug unterwegs ist bekommt eine Vergütung von 0,20 Euro / km. Bemessen wird dies von der Agentur mit einem gewöhnlichen Routenplaner und der kürzesten Wegstrecke.

Bei der Unterbringung in einer Pension etc. werden maximal 31 Euro pro Tag erstattet. Pro Monat beschränkt sich die Erstattung auf maximal 340,- Euro. Die Verpflegung pro Tag wird mit 18,- Euro übernommen und pro Monat bis zu maximal 136,- Euro.

Der Lebenslauf

Der Lebenslauf wird oftmals unterschätzt von Bewerbern. Offenbar regiert der Mythos, das Anschreiben der Bewerbung wäre das wichtigste Element in der Bewerbungsmappe. Tatsächlich jedoch ranken sich das Anschreiben, die Zeugnisse und das Deckblatt nur um das eigentliche Zentrum: Den Lebenslauf. Das ist das Dokument, das besonders in Augenschein genommen wird und daher als absoluter Schwerpunkt gilt. Damit das Erstellen eines Lebenslaufes sinnhaft ist, sollte man sich als Bewerber und potentieller Mitarbeiter in spe damit vertraut machen, wie ein Personaler so einen Lebenslauf eigentlich begutachtet.

Die optische Struktur

Ganz wichtig ist es, dass der Lebenslauf schlicht wirkt, sodass er übersichtlich ist. Im Grunde genommen sollte auf einen Blick sofort erkennbar sein, um welche Person es sich handelt und welche Referenzen sie nachweisen kann.

Zeit hat niemand mehr übrig, vor allem keine Personaler. Sie sollen oftmals ausgesprochen schnelle Entscheidungen treffen und effizient arbeiten.

Das Passfoto

Das Passfoto des Bewerbers gehört – nach wie vor – oben rechts auf den Lebenslauf. Hier wird geklebt oder qualitativ sehr hochwertig gescannt, wobei das klassische Passfoto deutlich mehr Eindruck hinterlässt.

Die persönlichen Daten auf einen Blick

Bezüglich der persönlichen Daten hat sich binnen des vergangenen Jahrzehntes nichts geändert. Dazu zählen:

  •   Name und Vorname
  •   Geburtsdatum
  •   Adresse samt Ort und PLZ
  •   Aktueller Familienstand
  •   Die Nationalität

Die inhaltliche Struktur

Inhaltlich sollte der Lebenslauf ebenfalls maximal übersichtlich sein. Daher geht der aktuelle Trend zum amerikanischen Lebenslauf:

Hier wird vom Ist-Zustand ausgehend zurückgearbeitet. Das heißt, dass das aktuellste Lebensereignis direkt zu Beginn des Lebenslaufes beschrieben wird um dann im Verlaufe des Überblickes in die Vergangenheit zurück zu gehen. Damit erleichtert der Bewerber es dem Lesenden, sich einen schnellen Überblick zu verschaffen.

Tipps und Tricks

Der Bewerber sollte sich zwingend genau mit dem Stelleninserat beschäftigen. Darin stecken meist alle Informationen, auf die der potentielle Arbeitgeber viel Wert legt. Daher sollten sich diese Schlüsselthemen und Bedürfnisse auch im eigenen Lebenslauf widerspiegeln.

Wird also bereits in der Annonce, auf die der Bewerber reagiert, nach Teamfähigkeit und Kommunikationsfähigkeit gesucht, so sollten auch exakt diese Schlüsselbegriffe sowohl im Lebenslauf, als auch im Bewerbungsanschreiben auftauchen.

Sollte es eine Bewerbungsphase im Lebenslauf gegeben haben, also einen Zeitraum, in dem der Bewerber arbeitssuchend gewesen ist, sollte auch hier das Positive hervorgekehrt werden: Sie haben sich privat, im Freundeskreis oft englisch unterhalten? Geben sie dem Ganzen einen passenden Namen.

Der Aufbau des tabellarischen Lebenslaufes

Wie bereits eingangs erwähnt – die amerikanische Variante des tabellarischen Lebenslaufes ist aktuell sehr beliebt. Das hat den Grund, dass der aktuelle Status des Bewerbers auf den ersten Blick erkennbar gemacht wird und man sich dann, wenn Interesse besteht, rückwärts in der Zeit durcharbeitet. Denn letztendlich ist es zwar nicht unwichtig, wo sich der Bewerber vor einem Jahrzehnt beruflich orientiert hat, aber aktuell eben nicht maßgeblich.

Ganz wichtig ist es, dass der tabellarische Lebenslauf vollständig ist, Lücken darf es hier nicht geben. Im Lebenslauf selbst kommentiert der Bewerber nichts, denn dieser besteht ausschließlich aus knappen, übersichtlichen und punktgenauen Fakten. Hierfür muss der Bewerber in der Lage dazu sein, stichpunktartig alle Schwerpunkte zu komprimieren.

Was tun bei Lücken im Lebenslauf?

Der Bewerber sollte sein Selbstbewusstsein keinesfalls verlieren. Es gibt keine Lücken im Lebenslauf. Es gibt auch bitte keinen Stichpunkt, der lautet „arbeitssuchend/arbeitslos seit 05/2013“ oder ähnliches.

Stattdessen wäre der kurze Stichpunkt „Bewerbungsphase“ absolut angebracht und deutlich weniger negativ behaftet.

Extras

In der Hardwareform des Lebenslaufes wird nach wie vor, recht altmodisch vorgegangen: Der Bewerber hinterlässt hier am Ende seine handschriftliche Unterschrift.
Auch wird es inzwischen immer beliebter, seinen Lebenslauf – vor allem in virtueller Form – grafisch darzustellen. Eine Grafik kann einen tabellarischen Lebenslauf ersetzen, muss allerdings dennoch ebenso übersichtlich und auf das Wesentliche beschränkt bleiben.

Etwa 2 Minuten Zeit nimmt sich ein Personalleiter im Schnitt, um sich über den Bewerber einen Überblick zu verschaffen. Daher: Oben rechts im Lebenslauf gehört ein bitte ordentliches Bewerbungspassbild eingeklebt.

Das Bewerbungsanschreiben

Das Anschreiben liegt recht weit oben auf innerhalb der Bewerbungsmappe und ist daher nicht zu unterschätzen. Es ebnet den Weg zum Lebenslauf und sollte daher ansehnlich strukturiert und nicht überladen sein, darüber hinaus informativ und wortgewandt. Hier sollte auch das Layout passen, denn das Auge des Personalleiters, der stapelweise Bewerbungsmappen sichtet, erfasst hier binnen kürzester Zeit jede Menge Informationen. Vor allem auf Schlüsselworte, die oftmals im Stelleninserat bereits aufgezählt worden sind, werden hier regelrecht gesucht. Ein Bewerbungsanschreiben sollte Selbstbewusstsein ausstrahlen, jedoch keine Arroganz. Aber vor allem keine Unsicherheit.

Das Layout

Das Anschreiben einer Bewerbung wird stets professionell aufgebaut: Schlicht und ordentlich. Hier gehören keine Verschnörkelungen hin, sondern nur Wesentliches.

Begonnen wird natürlich mit dem Adressaten und dem Absender. Um hier die gewünschte Form zu behalten, wie entsprechend typische Zeilenabstände beispielsweise, gibt es mehr als ausreichend Mustervorlagen in den Weiten des Internets.

Doch wirklich notwendig ist das nicht, denn die meisten Regeln sind schnell in ein paar Worten zusammengefasst:

  •   Oben links steht der Absender
  •   Oben rechts gehören Ort und Datum hin
  •   Abermals links, doch zwei Zeilenabstände weiter unten: Der Adressat
  •   Nach zwei weiteren Leerzeilen folgt die Betreff-Zeile

Zum Absender gehören:

  •   Vor- und Zuname
  •   Telefon-/Handynummer
  •   Straße
  •   PLZ und Ort
  •   eMail-Adresse

Die Mail-Adresse des Bewerbers sollte möglichst offiziell und souverän wirken. Sehr beliebt sind Adressen, die die Initialen und das Geburtsjahr des Bewerbers beinhalten.

Beim Adressaten sollte bitte möglichst auch ein Ansprechpartner angegeben werden, begonnen wird selbstverständlich mit dem Firmennamen. Darauf folgt die Straße, dann PLZ und Wohnort. Der Ansprechpartner darf vor der Anschrift und nach der Abteilung genannt werden, aber auch erst zum Schluss.

Die Betreffzeile sollte fett gedruckt sein, aber bitte nicht mehr, wie es einst üblich gewesen ist, auch mit „Betreff:“ beginnen. Sinnvoll wäre hier ein Inhalt, wie zum Beispiel: „Bewerbung auf die Stelle als Arzthelferin“.

Die Einleitung

Ist der Ansprechpartner bekannt, sollte dieses Wissen auch genutzt werden. Verzichtet werden sollte dann auf sehr allgemeine Ansprachen á la „Sehr geehrte Damen und Herren“ – das sollte dann entsprechend ersetzt werden durch „Sehr geehrter Herr Müller“.

Ist es jedoch nicht ganz sicher, wer der Ansprechpartner genau ist, sollte doch im Zweifel besser ganz allgemein angeschrieben werden, statt versehentlich einen verkehrten Namen zu nennen, das wäre peinlich. Eine Variante, um einem solchen Fauxpas aus dem Weg zu gehen wäre, einfach zum Hörer zu greifen: Der Bewerber kann sich innerhalb des Unternehmens einfach nach dem richtigen Ansprechpartner erkundigen. Wichtig hierbei ist dann jedoch auch noch daran zu denken, sich bei fraglichen Namen den Ansprechpartner buchstabieren zu lassen. Meyer ist nicht gleich Mayer.

Eine tolle Einleitung folgt daraus außerdem: „Wie mir Ihre Kollegin, Frau ***, in unserem gestrigen Telefonat mitteilte….“ – dieser Start wäre ein geradezu idealer Einstieg da daraus hervorgeht, dass sich wirklich engagiert worden ist. Und zwar derart, dass sogar zum Telefon gegriffen worden ist.

Kam es auf diesem Wege nicht zu dem Interesse des Bewerbers, sollte von Floskeln, wie sie in jeder Bewerbung stehen, abgesehen werden. Gestrichen gehört „Wie ich Ihrer Annonce in der *** Zeitung entnahm…“ – Das ist unnötig. Aus einem bereits bestehenden Arbeitsverhältnis heraus darf man selbstbewusst in das Anschreiben einsteigen. O-Ton könnte zum Beispiel sein: „Sehr geehrter Herr ***, seit 3 Jahren bereits bin ich erfolgreich tätig in der Bäckerei Mayer…“
Ideal wäre es, wenn es einen geheimen „Joker“ gäbe: Es gab eine explizite Empfehlung eines Bekannten, der dort womöglich bereits im Angestelltenverhältnis tätig ist? Dann sollte so der Einstieg erfolgen. Hier dürfen in Absprache mit dem Tippgeber also auch Namen genannt werden.

Der Hauptteil

Formfehler sind im Anschreiben insgesamt verheerend: Zahlendreher, Flüchtigkeitsfehler und Geschmiere gehört hier nicht hin. Es gibt immer in einem Unternehmen einen Personaler, der darauf dann vermeintliche Rückschlüsse auf die nachlässige Arbeitsweise des Bewerbers zu schließen gedenkt.

Zudem sollte man, so es geht, nicht mehr Content in einer Bewerbung unterbringen, als eine DIN A4-Seite erfasst. Darüber hinaus muss bereits wieder einmal weitergeblättert werden und der Leser wird allmählich den Spaß daran verlieren. Also: Kurz und knackig sollte sie sein.

Optisch sollten klare Absätze erfolgen, eine Leerzeile genügt hier, so wird etwas Platz gespart. Und inhaltlich die eben für die entsprechende Position relevante Fähigkeiten benennen.

Die Schlussformel

Am Ende sollte abschließend einmal deutlich erklärt werden, wieso der Bewerber für eben genau diese Stelle prädestiniert ist.

Die wirkliche Schlussformel sollte sich selbstbewusst auf ein folgendes Vorstellungsgespräch beziehen. Hier wird nicht darum gebeten, einen Termin zu erhalten sondern viel mehr erklärt, dass der Bewerber bereits gespannt ist auf einen Terminvorschlag und sich darauf freut.

Der letzte Satz vor der persönlichen Unterschrift sollte stets standardmäßig wie folgt lauten: Mit freundlichen Grüßen.

Die Unterschrift

Die Unterschrift hebt sich etwas ab, wenn man mit einem Tintenroller oder einem Füller unterschreibt. Zum Einen, weil das Gedruckte in Schwarz gehalten ist und die Tinte in Blau und zum anderen, weil das deutlich souveräner wirkt, also eine Unterschrift mit Kugelschreiber. Kurzum: Füller hat Stil.

Das Motivationsschreiben

Über eine Bewerbung muss man offenbar, wie die vorangegangenen Beiträge und Artikel zeigen, eine ganze Menge wissen. Ist es erst soweit dass das Fernstudium beendet ist und zudem idealerweise auch noch erfolgreich absolviert, so denkt man ja eigentlich, dass man das Schwerste hinter sich hat. Das mag im Rahmen des Inhaltlichen, das Studium betreffend, auch der Fall sein. Aber eine Bewerbung ist nicht mal einfach so schnell nebenher zusammengestellt. Das merkt vor allem der Leser letztendlich, der sich den lieben langen Tag mit nichts anderem beschäftigt und daher ein echtes Auge für das Detail beweist. Und nun ist das Studium beendet und man darf sich endlich auf die Bewerbungen stürzen um sich seinen Traumjob zu sichern. Besonders engagierte Bewerber werden sich bereits Gedanken um ein Motivationsschreiben gemacht haben.

Was ist ein Motivationsschreiben?

Im Grunde genommen ist ein Motivationsschreiben ein anderes Wort für das Anschreiben der Bewerbung. Hierbei geht es also sowohl darum, den potentiellen Arbeitgeber in spe von sich selbst zu überzeugen, also auch darum darzulegen, wieso man selbst genau DIESEN Job will.Exakt dieser Wille sollte hierbei auch deutlich kommuniziert werden.

Darüber hinaus kann man auch anders vorgehen: Das Anschreiben der Bewerbung wird in diesem Falle schlicht, nüchtern und konkret gehalten. Hier kommt man auf den Punkt und beschreibt ausschließlich klare Fakten – und das möglichst kompakt und vor allem übersichtlich. Dann kann zudem das Motiationsschreiben – in bestimmten Berufsgrueppen – eine Art dritte Seite innerhalb der Bewerbungsmappe darstellen, wenngleich auch in besonders kreativer Form. Sogar in Form einer Ode oder eines Gedichtes kann diese Extra-Seite erstellt werden.

Doch unter uns: Bei Berufen, in denen man in sehr seriösen Unternehmen eine Bewerbung abgeben möchte, sollte man auf solche Details besser verzichten.

Ist ein Motivationsschreiben notwendig?

Nicht zwingend. Oftmals wird darauf verzichtet, soetwas wirkt oft verspielt und manchmal sogar störend, weil ein solches Schreiben als Extra in der Mappe nur sinnfreien Platzes bedarf.

Wie baut man ein solches Schreiben auf?

Letztendlich ist und bleibt das Motivationsschreiben ein Anschreiben in einer Bewerbung. Die Ansprache sollte also auch hier maximal persönlich, jedoch dennoch auch seriös sein. Der explizite Ansprechpartner ist bereits bekannt? Dann darf bitte ein Name fallen. Ein “Sehr geehrte Frau Mayer” wirkt stets besser, als ein “Sehr geehrte Damen und Herren”, doch vorranig gilt es zu beachten, dass in jedem Fall der korrekte Ansprechpartner angesprochen wird und dass der entsprechende Name auch zwingend korrekt geschrieben wird.

Insgesamt gehören sie geschriebenen Sätze eher kurz gehalten und vor allem prägnant. Um den heißen Brei zu reden bringt keinem etwas, es raubt Platz und macht das Lesen kompliziert. Halten Sie den Leser bei der Stange, kurz und knackig.

Gerade im Mittelteil darf unbedingt auf die persönlichen Vorzüge eingegangen werden. Es ist wichtig, dass man selbstbewusst wirkt und seine besonders positiven Eigenschaften auch Preis gibt.

Ein einprägsamer Schluss ist ein Muss. Ein “Ich würde mich über einen Vorstellungstermin freuen” kommt in nahezu jedem Anschreiben vor. Hier darf man mutig sein. Wie wäre es zum Beispiel mit einem “Ich freue mich bereits auf einen Terminvorschlag zur Vorstellung”? Das wirkt mutig und selbstbewusst.

Generell darf man sich nicht kleinmachen, weil man noch keine Berufserfahrung im neu auserkorenen Job hat. Sie haben studiert! Das ist eine echte Leistung. Und dann auch noch auf Fernstudienbasis. Das schafft nicht jeder. Hier geht man also nicht auf bereits erworbene praktische Kenntnisse ein, aber auf Vorlieben, Talente und auch die Schwerpunkte des erfolgreich absolvierten Fernstudienganges. Beispielsweise ist ein toller, einprägsamer Start: “Als Absolvent der Betriebswirtschaftsleere begeistere ich mich insbesondere für…” – “Mein Studium schloss ich im Juni 2006 an der Uni YX mit dem Gesamtdurchschnitt sehr gut ab..”

Und: Es gibt selbstverständlich auch ganz persönliche positive Eigenschaften. Diese dürfen nicht nur, sondern sollten sogar unbedingt genannt werden. “Durchhaltevermögen und Sorgfalt zeichnen mich aus…” oder “Mir selbst spreche ich eine sehr gute Kommunikationsfähigkeit zu…”

Wo gehört das Motivationsschreiben innerhalb der Bewerbungsmappe hin?

Entweder gehört das Motivationsschreiben als Anschreiben anerkannt oder aber als besonderes und sehr persönliches Extra, was dann als dritte Seite gilt.

Was sollte man dabei beachten?

Alle Sachverhalte werden innerhalb des Motivationsschreibens als positiv deklariert und kommuniziert. Schließlich möchte man als Bewerber ja herausragen und einen sehr guten Ersteindruck hinterlassen.

Aufdringlichkeit gilt es hier zu vermeiden, ebenso eklatante Übertreibungen. Sollte es eine weniger positive Eigenschaft am Bewerber geben, sollte man diese schlichtweg nicht ansprechen aber keinesfalls separat hervorheben. Unsicherheiten der noch so kleinsten Art werden einem erfahrenen Personaler schnell ins Auge fallen.

Und: Meiden Sie “Ichs”. Das wirkt arrogant und lässt vermuten, dass man sich selbst als Bewerber nicht gut in die Lage des potentiellen Arbeitgebers versetzen kann, was wiederrum mangelnde Sozialkompetenz ausstrahlen könnte. (“Ich habe Ihrer Annonce entnehmen können….” – Besser wäre hier beispielsweise: “Sie inserierten am 1.1.13 in der MZ ….”)

Die Sinnkrise nach dem Studium

Die Welt gerät aus den Fugen. Was ist nur los? Da hat man jahrelang geschuftet, unter enormem Einfluss von eklatantem Schlafmangel neben der Arbeit, die man gar nicht so gern mag, noch studiert. Sich stets selbst motivieren müssen. Und immer wieder davon geträumt wie toll es wird, wenn das erstmal geschafft ist. Man sehnte sich nach mehr Gehalt, nach mehr Freiheiten, mehr Freizeit und im Ganzen auf die Früchte, die man dann endlich ernten darf, sobald der Abschluss winkt. Bisher war alles in einer klaren und festen Struktur mehr oder weniger vorgesagt worden. Beim Fernstudium gab es immer einen eindeutigen Fahrplan. Doch jetzt, wo das Studium absolviert ist, gerät die Welt des Absolventen ein bisschen ins Wanken.

Wieso steuert man in eine solche Krise?

Der ganze Stress der vergangenen Wochen, Monate und womöglich sogar Jahre fällt plötzlich von einem ab. Bisher gab es einen straffen Fahrplan: Aufstehen, arbeiten, Haushalt, eventuell die Kinderbespaßung, Fernstudium, schlafen. Und am Folgetag all das wiederrum vor vorn. Echte Freizeit oder gar Urlaub war bisher undenkbar, man hatte ja ein klares Ziel vor Augen: Das erfolgreiche Beenden des Fernstudiums. Und nun ist das geschafft und all diese straffen Tagesplanungen und das Pensum fallen einfach so weg. Da ist es nicht verwunderlich, dass so mancher Absolvent in eine kleine Krise stürzt.

Da dachte man doch so felsenfest, dass man auf alles vorbereitet wäre und das Anstrengendste nun endlich hinter sich hätte. Aber jetzt ist all das anders. So anders, als zuvor. Die Freunde, mit denen man bisher so wenig Zeit verbrachte, sind womöglich schon anderweitig in einem Freundeskreis integriert. Nicht selten hört man „Du hast Dich ja auch ewig nicht gemeldet“.

Wie schafft man Abhilfe?

Gerade dann, wenn sich teilweise der Freundeskreis vernachlässigt gefühlt hat und sich ein Stück weit abwendet, kann es ein schwieriges, emotionales Tief geben. Damit die Absolventen dann nach dem anstrengenden und zeitraubenden Studium nicht total frustriert in ein tiefes Loch fallen, gibt es eine Möglichkeit die erschaffen worden ist, um dem vorzubeugen.

Psychotherapeutische Beratungsstellen gibt es nämlich auch in virtueller Form: In einem anonymen Forum kann man seinem Frust etwas Platz machen und bekommt ein offenes Ohr geschenkt. Manchmal reicht bereits das allein aus, um sich nicht mehr so allein zu fühlen.

Auch gibt es Angebote für Coachings. Im Rahmen dessen wird gern empfohlen, zunächst eine kleine „Pause“ vom Alltag zu machen, indem man sich ehrenamtlich engagiert, was toll im Lebenslauf wirkt und zudem sogar einen Auslandsaufenthalt ermöglicht. Außerdem baut diese Arbeit moralisch auf, weil man nachweislich gebraucht wird. Hier kann man dann in sich gehen um mal Zeit zu haben, in sich hinein zu horchen und sich darauf zu besinnen, wohin man eigentlich möchte.

„Sie haben ihr Ziel erreicht!“

Diese kleine Krise kann man nutzen. Immerhin ist jetzt Schluss mit schwierigen Prüfungen, es ist geschafft!
Und als kleiner Aufmunterer am Rande: Kommt die Sinnkrise nicht jetzt, direkt im Anschluss an das erfolgreich absolvierte Fernstudium, so lauert sie einem später auf. Also besser jetzt da durch als später, wenn man sich im eigentlichen Traumjob doch so wohlfühlen sollte.

Sollte jetzt gerade, direkt im Anschluss an das Studienende, die Krise einziehen, darf der Absolvent sich gern eine Pause gönnen. Es muss niemand sofort nach den stressigen vorangegangenen Monaten ins Berufsleben springen um abermals Höchstleistungen zu vollbringen.

Es gibt ein prädestiniertes Alter für die Krise

Mit Mitte Zwanzig, so sagt man. Dafür gibt es sogar einen Begriff: QLC – Quarterlife Crisis. Hier ist das Fernstudium beendet und die Unsicherheit kommt.
Es gibt also nicht nur eine Midlife Crisis, die vorrangig die Herren betrifft, während des eher reiferen Alters. QLC bezieht sich auf das erste Lebensdrittel und vor allem leiden darunter die Damen.

Frauen fühlen sich hier orientierungslos, werden depressiv und geraten in eine regelrechte Identitätskrise.

Sich freimachen

Man muss sich in keine Krise begeben. Und wenn nur ein Absolvent diesen Artikel hier rechtzeitig gelesen hat und sich selbst reflektiert und dadurch noch einmal die Kurve bekommt um eben nicht in dieses frustrane Loch zu stürzen, bin ich ausgesprochen zufrieden.

Zukunftsangst, finanzielle Sorgen und Einsamkeit kann man sich nämlich auch einreden. Weg, mit der Unsicherheit, her mit dem Selbstbewusstsein! Immerhin hat es nicht jeder geschafft, ein derartiges Alltagspensum zu bewerkstelligen und sein Fernstudium erfolgreich zu absolvieren.

Körpersprache und deren Deutung

Körpersprache ist wichtig. Jeden Tag und überall. Doch selten wird darauf so sehr geachtet, wie bei einem Bewerbungsgespräch. Um hier auch selbst einen guten und vor allem souveränen Eindruck zu hinterlassen ohne überheblich oder unnahbar zu wirken, kann man an seiner eigenen Körpersprache arbeiten. Zudem funktioniert es auch umgekehrt: Es ist wertvoll, Signale, so klein sie auch sein mögen, richtig deuten zu können. Dazu gehören nicht nur Mimik und Gestik, sogar einen feuchten Händedruck kann man wortwörtlich in den Griff bekommen, um die eigene Nervosität nicht zu verraten.

Worauf der Personaler achtet

Das A und O ist und bleibt: Der offene, direkte Blick. Der Bewerber sollte unbedingt darauf achten, seinem Gegenüber beim Bewerbungsgespräch in die Augen zu schauen. Das signalisiert Offenheit, Selbstbewusstsein und Aufrichtigkeit.

Und gleich zu Anfang des Vorstellungstermins gibt es schon den ersten „Test“, der sicherlich nicht als solcher gilt und dennoch fällt sofort auf, wenn der Bewerber ihn nicht besteht: Der Händedruck. Kraftlos sollte er keinesfalls sein, möglichst auch nicht verschwitzt. Im Zweifel lieber etwas zu fest als gewollt, aber keineswegs schlaff. Der Händedruck geht übrigens vom Personaler aus, nicht vom Bewerber, der schon mit ausgestrecktem Arm loshastet.

Gleiches gilt für die Körperhaltung. Bei einem Bewerbungsgespräch sollte man gerade stehen, die Schultern gestrafft und die Brust selbstbewusst durchgedrückt. Gerade im Sitzen verfallen manche Menschen aus Gewohnheit in eine sehr schlaffe Körperhaltung. Für diese eine Stunde sollte etwas Spannung aber einfach möglich sein ohne, dass man total verkrampft wirkt.

Beachtet werden sollte auch, dass man während dieses wichtigen Termins nicht vor Nervosität unbewusst damit beginnt, mit den Finger zu nesteln, aus Verlegenheit sollte nicht mit den Haaren gespielt oder sie gar gerauft werden.

Ein ganz klar abweisendes Körpersignal sind verschränkte Arme. Lächeln Sie offen, fuchteln Sie nicht mit den Armen herum und seien Sie selbstbewusst!

Auf welche Signale der Bewerber beim Personaler achten sollte

Der Bewerber sollte erst dann Platz nehmen am Tisch des Personalers, wenn er ihm auch einen solchen anbietet.

Wenn der Personaler spricht, schenken Sie ihm volle Aufmerksamkeit: Direkter Augenkontakt und ein gelegentliches, interessiertes Nicken sollte nicht fehlen. Das bezeugt Interesse und Höflichkeit. Am besten ist es, wenn der Bewerber sich dem Personaler direkt gegenüber setzt, Unterlagen und Tasche dürfen abgelegt werden, aber möglichst platzsparend.

Vor allem beim Ende des Bewerbungsgesprächs passiert es oftmals, dass der doch bisher so gute Ersteindruck wieder beeinträchtig wird. Daher gilt es zu beachten: Die ordentliche Körperhaltung sollte nicht mit dem Händedruck beim Abschied erschlaffen, auch der Abschiedshändedruck gehört fest und selbstbewusst. Zusammensacken darf man erst, wenn man ganz sicher außer Sichtweite ist.

Was man wie trainieren kann

Für eine aufrechte Körperhaltung gibt es Trainingsmethoden: Rückentraining muss es nicht immer sein, oft gehört der Bauch gecoached, weil dieser den Protagonisten des Rückens darstellt. Mangelnde Bewegung ist hier für Haltungsschäden oft ursächlich.

Für einen kräftigen Händedruck könnte man manuell mit einem Gripper trainieren, doch meist ist eine schwache Muskulatur für einen schlaffen Händedruck gar nicht der Grund, sondern viel mehr mangelndes Selbstbewusstsein. Gibt es Komplexe? Dann gehören sie ausgemerzt.

Auch personal Trainer bieten Coachings an, gerade auch um den direkten Blickkontakt zu üben. Doch hat der Bewerber mit Lockerheit und Offenheit ein Problem, gibt es ein einfaches Mittel, das auch bei Vertriebspartnern in der Versicherungs- und Finanzbranche an der Tagesordnung ist: Fremde Menschen ansprechen. Einfach so, mitten auf der Straße. Es tut nicht weh und man hat nichts zu verlieren, sondern nur etwas zu gewinnen: Selbstbewusstsein.
Übung macht den Meister.

Fragen nach dem Privatleben im Bewerbungsgespräch

Das im Rahmen eines Vorstellungsgespräches auch schon mal nach dem Privatleben gefragt wird, ist ja ganz normal. Bis zu einer bestimmten Grenze. In einem vorangegangenen Artikel ging es bereits explizit um das Gesetz der Gleichstellung und darum, welche Fragen zulässig sind und welche nicht oder welche Fragen schlicht unverschämt sind und durchaus auch nicht wahrheitsgemäß oder gar nicht beantwortet werden dürfen bzw. müssen. Im Folgenden gehe ich heute explizit auf die Fragen ein, die einen Bewerber bei einem Vorstellungs- bzw. Bewerbungsgespräch erwarten könnten, was sich der Personaler beim Stellen dieser Fragen eigentlich gedacht hat und wie man maximal vorteilhaft darauf antwortet.

Sind Sie verheiratet?

Diese Frage kann durchaus kommen. Aber warum überhaupt? Manche Personaler stellen diese Frage gerne um abschätzen zu können, ob der Bewerber oder die Bewerberin alsbald Nachwuchs planen. Das ist unzulässig bis unverschämt.

Darauf darf man nun reagieren, wie es einem beliebt. Es gibt Bewerber die darauf Wert legen loszuwerden, dass eine Frage unzulässig ist. Aber hier darf auch ausgeschmückt werden: Werden unzulässige Fragen gestellt, darf der Bewerber zur Notlüge greifen. Den Arbeitgeber geht es nichts an, woher der eigene Nachname kommt. Es könnte nämlich, theoretisch, sein dass frisch Verheiratete eher über Familienplanung nachdenken als Mitarbeiter, die Single sind.

Was sind Ihre Hobbies?

Darauf kann man antworten, muss man aber nicht. Sollte es aus gesundheitlichen Gründen für den angestrebten Job an sich wichtig sein, wie man sich sportlich betätigt, sollte der Bewerber antworten, bestenfalls wahrheitsgemäß.

Geht es jedoch um eine Position, in der das gar nicht ins Gewicht fällt muss kein Bewerber zugeben, gern mal einen Fallschirmsprung zu wagen. Extremsportarten werden einfach weniger gern gesehen als Bobbies wie Schach oder Gartenarbeit. Ganz klarer Grund: Die Gefahr, dass ein Krankenschein ins Haus flattern könnte.

Wie viel verdienten Sie bisher?

Das Gehalt ist nichts, worüber gesprochen wird. Dass mit dem neuen Arbeitgeber eine Vergütung besprochen werden muss ist vollkommen logisch, aber es ist nicht zulässig wenn der potentielle neue Arbeitgeber nach dem bisherigen Gehalt fragt.

Ausschließlich dann, wenn der Bewerber selbst sich nicht nur als Angestellter bewirbt, sondern selbstständig tätig werden will und somit an einem Unternehmen teilhaben möchte, muss tatsächlich Einblick in die Vermögensverhältnisse gewährt werden.

Was würden Sie in Ihrem Privatleben ändern, wenn es ginge?

Diese Frage wird meist einhergehend gestellt mit der, was der Bewerber gern im beruflichen und im privaten Bereich verändern würde.
Beruflich sollte man geschickt sein und angeben, dass man selbst gern seine bereits erworbenen Kenntnisse hier und dort einbringen und Abläufe somit verbessern würde. Hier darf man gern etwas ins Detail gehen.

Charmant wiegelt man die Frage nach dem Privaten ab, in dem man angibt, privat genau so zufrieden zu sein wie es ist und sich wünsche, es bleibe auch alles genau so, wie es aktuell ist. Das spricht für Zufriedenheit und Ausgeglichenheit.

Planen Sie Nachwuchs?

Ganz klar: Diese Frage muss kein Bewerber beantworten. Ganz gleich, ob männlich oder weiblich, wobei die Frage selbstverständlich eher den Damen gestellt wird.
Die Familienplanung geht den potentiellen neuen Arbeitgeber schlicht und ergreifend nichts an. Auch verweise ich an dieser Stelle auf das Gleichstellungsgesetz.

Sind Sie gesund?

Diese Frage bekam ich selbst noch nie gestellt. Dabei liegt sie doch eigentlich so nahe. Schließlich möchten sich Arbeitgeber doch an gesunde Mitarbeiter binden, die selten ausfallen und somit folglich deutlich effizienter tätig sind, als bereits leider erkrankte Angestellte.

An sich ist diese Frage unzulässig, allerdings bedingt. Einschränkungen gibt es nämlich je nachdem, um welche Tätigkeit es sich handelt, denn ein jeder hat das Recht auf Unversehrtheit. Somit will selbstverständlich ein Arbeitgeber seine anderen Mitarbeiter nicht gefährden durch zum Beispiel einen Kollegen, der aus gesundheitlichen Gründen eine bestimmte Maschine nicht richtig bedienen kann.

Ansteckende Erkrankungen sollten aus Gründen der schlichten Fairness zugegeben werden.

Generell gilt: Notlügen sind erlaubt. Ausdrücklich. Man darf jedoch auch die Frage unbeantwortet lassen, was ich für keine gute Option halte. Oftmals möchten Personalleiter auch etwas aus den Bewerbern herauskitzeln. Es ist also nicht verkehrt, darauf hinzuweisen wenn eine Frage unzulässig ist. Das geht auch ganz charmant: Der Bewerber könnte zum Beispiel, so es ihm bzw. ihr zu „bunt“ wird knapp hinterfragen ob diese Frage, auf die angestrebte Stelle bezogen, ausschlaggebend ist. Meist genügt dieser Hinweis.

Fragen, die jedoch nicht auf die angestrebte Stelle abzielen, dürfen auch wahrheitsfern beantwortet werden. Unhöflich muss niemand werden, prinzipiell sollte folglich der Bewerber versuchen, alle ihm gestellten Fragen souverän zu beantworten.

Praxisbeispiel

Nach ein paar sehr intimen Fragen in meinem Vorstellungsgespräch kam es dann zu dem Punkt an dem ich die Möglichkeit bekam die Fragen zu stellen. Ohne Umschweife fragte ich danach, ob Bewerbungsgespräche immer so ablaufen würden. Die Antwort: Ja, immer ! Daraufhin konnte ich nur Antworten, dass wenn dies das Credo der Firma ist und bereits im Vorstellungsgespräch so indiskret vorgegangen wird, ich sicherlich der Falsche für diese Stelle sei. Ich habe im Vorstellungsgespräch die Stelle abgelehnt. In 99% der Fälle ist man mit dieser Entscheidung auf der sicheren Seite.

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