Der Anruf nach der Bewerbung

Der Anruf nach der Bewerbung

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Nachdem nun die Bewerbungsunterlagen in einer ordentlichen Bewerbungsmappe in der richtigen Reihenfolge, mit adäquaten Zeilenabständen und einem seriös und doch offen wirkenden Passfoto vom Fotografen bestückt worden sind, ihren Weg zum richtigen Ansprechpartner fanden und die Anstandswartephase vorüber ist, darf endlich zum Hörer gegriffen werden. Es wird ganz sicher Bewerber geben, die sich darauf regelrecht freuen. Vor allem Telekommunikationsfachkräfte erachten genau diese Aufgabe als ein Leichtes. Aber bei vielen anderen ist es so, dass wenn der Moment endlich da ist, wo man anrufen könnte, doch die Nerven flattern. Bei ist es einfach und schmerzfrei und auch schnell erledigt. Am besten legt man sich vor dem anstehenden Telefonat ein paar Worte zurecht, gern auch mit Unterstützung eines Spickzettels. Abgelesen sollte der Text dann jedoch dennoch nicht klingen.

Den Termin klar definieren

Sich mental auf dieses ja sehr wichtige Telefonat vorzubereiten ist wichtig. Sowohl für die Ungeduldigen, als auch für die Bewerber, die bereits echte Angst vor dem Anruf haben.

Gesprächsvorbereitung

Während des Telefonates sollte man sich hinstellen. Und zwar in einer selbstbewussten Haltung. Es ist nämlich nachweislich so, dass man das durchaus am Telefon genau so überträgt. Die Stimme wirkt herzlicher, offener und freundlicher.

Hängende Schultern oder eine Jogginghose gehören in dieses Telefonat nicht. „Man sieht mich doch aber nicht?“ – Richtig, aber man hört. Und zwar alles. Die Grundeinstellung spiegelt sich in der Stimme wieder.

Gerade Leser, die in Richtung Kommunikation und/oder Psychologie studierten werden genau wissen, was ich damit sagen will. Man möchte ja als Bewerber weder als harsch oder unsicher gelten. Der Stimmeinsatz am Telefon vermittelt Persönlichkeit. Dieser Anruf gilt also quasi als weiterer Teil der persönlichen Visitenkarte.

Ein ruhiger Ort für dieses Telefonat wäre angebracht. Also bitte nicht von unterwegs, der Straßenbahn oder der offenen Straße, wo womöglich im Hintergrund auch noch Baumaschinen Krach verursachen.

Ablenkung ist jetzt nicht angebracht. Internet, Fernseher und Radio gehören für diesen Anruf doch bitte abgestellt. Das gewährleistet nicht nur, dass der Anrufer selbst hochkonzentriert in den Hörer spricht sondern auch, dass er umgekehrt auch versteht, was ihm gerade vermittelt wird als Rückinformation.

Was will ich sagen?

Niemand will gehetzt oder ängstlich rüberkommen am Telefon. Schließlich geht es um einen selbstbewussten Bewerber, der einen anspruchsvollen Job WILL und diesem auch gewachsen ist.

Ein triviales „Guten Tag“ heißt eben nicht nur „Guten Tag!“ – sondern bereits hier sind der Tonfall, die Sprechgeschwindigkeit und die eigene Lautstärke einfach wichtig.

Ganz gleich, wer im Unternehmen am anderen Ende der Leitung gerade den Hörer ergriff, um den Bewerberanruf entgegen zu nehmen – er wird, so es geht, bitte auch persönlich angesprochen. Nun wird also als Resultat daraus ein „Guten Tag, Frau Meyer, hier spricht Herr YX…“ – Das allerdings sollte eigentlich sowieso schon eine einfache Höflichkeitsfloskel sein und daher eine Selbstverständlichkeit darstellen.

Dieses eine Telefonat wird recht schnell verlaufen, mit etwas Glück landet man auch direkt beim ersten Anklingeln beim richtigen Gesprächspartner. An wen man sich wendet? Zunächst einmal schenkt man dem ersten Gesprächspartner am Telefon volle Aufmerksamkeit, doch Ziel ist der Ansprechpartner der verantwortlich für die eigene Bewerbung ist und somit für die zu vergebende Stelle.

Nun soll bitte nicht um den heißen Brei herumgeredet werden, einen Subtextgenerator möchte kein Gesprächspartner anwenden müssen um zu verstehen, was der Grund des Anrufes ist. Kurz und knackig, aber dennoch charmant darf der Gesprächsstart sein. Beispielsweise so:

• „Hallo Frau ***, hier ist Herr ***, ich möchte gern Herrn **** sprechen, es geht um meine Bewerbungsunterlagen“ (Hierfür muss der richtige Ansprechpartner bekannt sein) – gut wäre auch die selbstbewusste Variante á la „Guten Morgen Frau ***, ist Herr *** im Haus? Ich müsste ihn sprechen wegen der Bewerbungsmappe, die ich ihm vor 2 Wochen zugeschickt habe“
• „Guten Tag, Herr ***, ich bin Herr *** und melde mich, weil ich Ihnen vor etwa 2 Wochen habe meine Bewerbungsunterlagen zukommen lassen. Nun wollte ich mich erkundigen, ob diese ankamen und Sie eventuell bereits einen Moment Zeit hatten, um einen Blick hineinzuwerfen“

Auf selbstbewusste, aber freundliche Weise wird so der Anrufer sicherlich mindestens eine weiterbringende Information erhalten. Viel Erfolg!

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