ACQUIN – Akkreditierungs-, Certifizierungs- und Qualitätssicherungs-Institut

Das Akkreditierungs-, Certifizierungs- und Qualitätssicherungs-Institut (ACQUIN) ist ein eingetragener gemeinnützer Verein. Er wird von rund 160 Mitgliedern getragen, von denen die meisten Hochschulen in Deutschland, der Schweiz und Österreich aber auch den USA oder Ungarn sind. Darüber hinaus zählen auch diverse Berufs- und Fachverbände zu den Mitgliedern.

Der Verein ist eine von insgesamt sechs Akkreditierungsorganisationen, die in Deutschland vom Akkreditierungsrat zur Akkreditierung von Bachelor- und Masterstudiengängen zugelassen sind. Unter diesen sechs Agenturen ist ACQUIN die größte. Akkreditiert werden Studiengänge aus allen Fachrichtungen, die an Hochschulen gelehrt werden.

Ziele und Selbstverständnis der Agentur

ACQUIN verfolgt mit seiner Tätigkeit mehrere Ziele. Die wichtigsten Ziele sind dabei die Internationalisierung und Flexibilisierung der Hochschulausbildung in Deutschland. Ein weiteres wichtiges Ziel ist die Effizienzsteigerung in der Ausbildung. Alle Akkreditierungen werden überregional und hochschulübergreifend durchgeführt. Das Ziel aller Maßnahmen ist es, eine möglichst hohe Qualität der Studienangebote zu erreichen und für Markttransparenz zu sorgen. Außerdem sollen die internationale Vergleichbarkeit akademischer Abschlüsse gesteigert und deutsche Hochschulen damit auch für ausländische Studierende attraktiver werden.

Was macht ACQUIN?

Um die selbsterklärten Ziele zu erreichen, sollen die begutachteten Hochschulen in die Lage versetzt werden, ihre Maßnahmen zur Qualitätssicherung selbständig zu organisieren und zu koordinieren. Dazu prüft ACQUIN wiederum, inwiefern bereits vorhandene oder geplante Mittel der Hochschulen zur Qualitätssicherung der Lehre und des Studiums geeignet und ausreichend sind.

Verfahrensablauf

Zu Beginn des Verfahrens reicht die Hochschule, die sich akkreditieren lassen möchte, unterschiedliche Unterlagen bei der Akkreditierungsagentur ein. Zusätzlich begutachtet eine Expertenkommission die Hochschule vor Ort. Dabei achten die Experten insbesondere darauf, ob die Zielsetzungen, Konzepte und Maßnahmen zur Umsetzung eines Studienprogramms ausreichend sind. Bei der zweitägigen Vor-Ort-Begehung werden dazu Angehörige der Hochschule befragt und die Räumlichkeiten und Einrichtungen der Hochschule begutachtet.

Die Expertenkommissionen setzen sich dabei immer aus drei Professoren, einem Vertreter aus der Berufspraxis und einem Studierenden zusammen. Außerdem begleitet ein ACQUIN-Mitarbeiter eine solche Gruppe. Er hat dabei jedoch nur eine koordinierende und organisierende und keine begutachtende Rolle. Im Anschluss an die Vor-Ort-Begehung erstellt die Kommission ein Gutachten. Anhand dieses Gutachtens und der eingereichten Unterlagen der Hochschule entscheidet die Akkreditierungskommission über eine Akkreditierung.

Auf diese Weise wurden von ACQUIN bislang bereits über 2.000 Hochschulen akkreditiert.

 

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