Die Gesprächsphasen im Vorstellungsgespräch

Veröffentlicht am
5. April 2016
Fernstudium.com

Ein Vorstellungs- oder Bewerbungsgespräch verläuft im Grunde genommen ähnlich, wie eine schriftliche Bewerbung: Es gibt eine Einleitung, einen Hauptteil und einen Schluss. Oftmals ist das dem Bewerber vor dem Gespräch nicht bewusst, es wird viel improvisiert und man ist zumeist nicht adäquat vorbereitet. Und: Diese überaus wichtige beginnt, wie es endet: Mit einem Händedruck. Insgesamt gibt es tatsächlich fünf Phasen im Bewerbungsgespräch, auf die ich im folgenden Artikel gern näher eingehen möchte, damit sich Bewerber womöglich etwas besser auf diesen Tag vorbereiten können.

Das Ziel

Das Ziel sollte ganz klar sein: Der Bewerber möchte einen maximal positiven Eindruck hinterlassen, dennoch nicht nur sympathisch, sondern auch souverän und somit kompetent wirken.

Es gilt hier also, ein kleines Zeitfenster zu nutzen, um sich selbst möglichst positiv vorzustellen.

Dass sich jeder Bewerber hoffentlich ausreichend Gedanken um das passende Outfit macht, setze ich voraus. Doch auch hier gibt es inzwischen wertvolle Erkenntnisse: Je mehr man dem Personaler ähnelt, beispielsweise im Kleidungsstil, desto sympathischer wirkt man auf ihn.

Die erste Gesprächsphase

Die Zeit für Vorstellungstermine mit Bewerbern ist für die Personaler recht knapp bemessen, sie haben Routine und bestimmte Eckpunkte, die sie beachten. Daher wird die erste Gesprächsphase auf etwa 5 Minuten begrenzt.

Zuvor jedoch sollte der Bewerber ausdrücklich darauf warten, einen Sitzplatz angeboten zu bekommen oder fragt bitte höflich, aber einfach hinsetzen, wo es einem passt, ist unschicklich. Zur Begrüßung zuvor schüttelt man einander die möglichst nicht verschwitzte Hand kräftig aber nicht brutal.
Und genau dieser so trivial erscheinende Gesprächsteil ist tatsächlich erwiesenermaßen ausschlaggeben dafür, ob sich ein Arbeitgeber für den sich vorstellendenden Bewerber entscheidet oder nicht.

Denn: So objektiv Personaler auch sein mögen, sie sind dennoch auch nur Menschen. Sympathie entscheidet hier also viel mit, ob man will oder nicht. In der ersten Gesprächsphase darf also Smalltalk stattfinden, Arroganz jedoch sollte keinen Platz finden. Doch Mimik und Gestik darf von Selbstbewusstsein geprägt sein, so überzeugt man.

Die zweite Gesprächsphase

In dieser Gesprächsphase wird es ernst, könnte man sagen. Der erste Eindruck ist geschehen, das eigentliche Gespräch kann nun starten. Offene Fragen werden nun gern gestellt, was den meisten Bewerbern schwer fällt.

Meist wird der Bewerber aufgefordert, frei heraus etwas über sich selbst zu erzählen und selbstverständlich auch zu begründen, warum er oder sie sich gerade dort beworben hat, wo er nun sitzt. Erklärt werden soll die Notwendigkeit der Einstellung des Bewerbers für das Unternehmen.

Die dritte Gesprächsphase

Für die dritte Phase des Gespräches werden ebenfalls maximal 15 Minuten eingeplant, meist kann das auch etwas schnell vonstatten gehen. Es geht hierbei darum, bereits erworbenes Wissen zu zeigen. Was weiß der Bewerber bereits über den potentiellen Arbeitgeber und hat er sich überhaupt schon mit dem Unternehmen befasst?

Hier dürfen und sollen ausdrücklich auch Fragen gestellt werden. Das bekundet Interesse und auch, dass der Bewerber mitdenkt und daher mutig hinterfragt. Das soll außerdem zeigen, ob der Bewerber konzentrationsfähig ist, denn einige Bewerber schalten hier schon ein Stück weit gedanklich ab.

Die vierte Gesprächsphase

Am Ende ist es so, dass der Bewerber nochmals ausdrücklich gefragt wird, ob er selbst noch Rückfragen habe. Sollte es noch offene Themen geben, sollte der Bewerber diese hiermit ansprechen. Unbedingt.

Wenn es dazu kommt, wären Ja/Nein-Fragen sinnhaft. Beispielsweise danach, ob das Betriebsklima gut ist oder es Weiterbildungsmöglichkeiten gibt.

Die letzte Gesprächsphase

Die letzten fünf Minuten sind dafür gedacht, sich abschließend und höflich voneinander zu verabschieden jedoch nicht, ohne beispielsweise Kündigungs- oder Einstellungsfristen zu besprechen. Auch darf der Bewerber erfragen, wann er etwa mit einer Rückmeldung rechnen darf.

Ein selbstbewusster Händedruck sollte das Gespräch abrunden mit dem Dank für die wertvolle Zeit, die investiert worden ist. Auch eine Bekundung von Vorfreude darf stattfinden.

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