Die Sinnkrise nach dem Studium

Die Sinnkrise nach dem Studium

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Die Welt gerät aus den Fugen. Was ist nur los? Da hat man jahrelang geschuftet, unter enormem Einfluss von eklatantem Schlafmangel neben der Arbeit, die man gar nicht so gern mag, noch studiert. Sich stets selbst motivieren müssen. Und immer wieder davon geträumt wie toll es wird, wenn das erstmal geschafft ist. Man sehnte sich nach mehr Gehalt, nach mehr Freiheiten, mehr Freizeit und im Ganzen auf die Früchte, die man dann endlich ernten darf, sobald der Abschluss winkt. Bisher war alles in einer klaren und festen Struktur mehr oder weniger vorgesagt worden. Beim Fernstudium gab es immer einen eindeutigen Fahrplan. Doch jetzt, wo das Studium absolviert ist, gerät die Welt des Absolventen ein bisschen ins Wanken.

Wieso steuert man in eine solche Krise?

Der ganze Stress der vergangenen Wochen, Monate und womöglich sogar Jahre fällt plötzlich von einem ab. Bisher gab es einen straffen Fahrplan: Aufstehen, arbeiten, Haushalt, eventuell die Kinderbespaßung, Fernstudium, schlafen. Und am Folgetag all das wiederrum vor vorn. Echte Freizeit oder gar Urlaub war bisher undenkbar, man hatte ja ein klares Ziel vor Augen: Das erfolgreiche Beenden des Fernstudiums. Und nun ist das geschafft und all diese straffen Tagesplanungen und das Pensum fallen einfach so weg. Da ist es nicht verwunderlich, dass so mancher Absolvent in eine kleine Krise stürzt.

Da dachte man doch so felsenfest, dass man auf alles vorbereitet wäre und das Anstrengendste nun endlich hinter sich hätte. Aber jetzt ist all das anders. So anders, als zuvor. Die Freunde, mit denen man bisher so wenig Zeit verbrachte, sind womöglich schon anderweitig in einem Freundeskreis integriert. Nicht selten hört man „Du hast Dich ja auch ewig nicht gemeldet“.

Wie schafft man Abhilfe?

Gerade dann, wenn sich teilweise der Freundeskreis vernachlässigt gefühlt hat und sich ein Stück weit abwendet, kann es ein schwieriges, emotionales Tief geben. Damit die Absolventen dann nach dem anstrengenden und zeitraubenden Studium nicht total frustriert in ein tiefes Loch fallen, gibt es eine Möglichkeit die erschaffen worden ist, um dem vorzubeugen.

Psychotherapeutische Beratungsstellen gibt es nämlich auch in virtueller Form: In einem anonymen Forum kann man seinem Frust etwas Platz machen und bekommt ein offenes Ohr geschenkt. Manchmal reicht bereits das allein aus, um sich nicht mehr so allein zu fühlen.

Auch gibt es Angebote für Coachings. Im Rahmen dessen wird gern empfohlen, zunächst eine kleine „Pause“ vom Alltag zu machen, indem man sich ehrenamtlich engagiert, was toll im Lebenslauf wirkt und zudem sogar einen Auslandsaufenthalt ermöglicht. Außerdem baut diese Arbeit moralisch auf, weil man nachweislich gebraucht wird. Hier kann man dann in sich gehen um mal Zeit zu haben, in sich hinein zu horchen und sich darauf zu besinnen, wohin man eigentlich möchte.

„Sie haben ihr Ziel erreicht!“

Diese kleine Krise kann man nutzen. Immerhin ist jetzt Schluss mit schwierigen Prüfungen, es ist geschafft!
Und als kleiner Aufmunterer am Rande: Kommt die Sinnkrise nicht jetzt, direkt im Anschluss an das erfolgreich absolvierte Fernstudium, so lauert sie einem später auf. Also besser jetzt da durch als später, wenn man sich im eigentlichen Traumjob doch so wohlfühlen sollte.

Sollte jetzt gerade, direkt im Anschluss an das Studienende, die Krise einziehen, darf der Absolvent sich gern eine Pause gönnen. Es muss niemand sofort nach den stressigen vorangegangenen Monaten ins Berufsleben springen um abermals Höchstleistungen zu vollbringen.

Es gibt ein prädestiniertes Alter für die Krise

Mit Mitte Zwanzig, so sagt man. Dafür gibt es sogar einen Begriff: QLC – Quarterlife Crisis. Hier ist das Fernstudium beendet und die Unsicherheit kommt.
Es gibt also nicht nur eine Midlife Crisis, die vorrangig die Herren betrifft, während des eher reiferen Alters. QLC bezieht sich auf das erste Lebensdrittel und vor allem leiden darunter die Damen.

Frauen fühlen sich hier orientierungslos, werden depressiv und geraten in eine regelrechte Identitätskrise.

Sich freimachen

Man muss sich in keine Krise begeben. Und wenn nur ein Absolvent diesen Artikel hier rechtzeitig gelesen hat und sich selbst reflektiert und dadurch noch einmal die Kurve bekommt um eben nicht in dieses frustrane Loch zu stürzen, bin ich ausgesprochen zufrieden.

Zukunftsangst, finanzielle Sorgen und Einsamkeit kann man sich nämlich auch einreden. Weg, mit der Unsicherheit, her mit dem Selbstbewusstsein! Immerhin hat es nicht jeder geschafft, ein derartiges Alltagspensum zu bewerkstelligen und sein Fernstudium erfolgreich zu absolvieren.

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