Fernstudium Industriefachwirt

Wer per Fernstudium Industriefachwirt/in werden möchte, sollte vor allem wissen, dass es sich um keinen akademischen Grad, sondern lediglich um einen Fortbildungsabschluss handelt. Die Bezeichnung als Fernstudium kann somit als irreführend aufgefasst werden und soll lediglich über die betreffende Lehrgangsform Auskunft geben.

So ist man im Zuge dessen zeitlich und örtlich unabhängig und kann beispielsweise neben dem Job in der Industrie den Grundstein für einen nachhaltigen Aufstieg legen, indem man sich als Industriefachwirt/in qualifiziert.

Die Freiheiten des Fernstudiums sowie das Ansehen des Abschlusses als Fachwirt/in sprechen für einen Fernlehrgang zum Industriefachwirt. Bevor man sich allerdings auf dieses Unterfangen einlässt, sollte man einen gewissen Rechercheaufwand betreiben und ergründen, ob man damit die richtige Wahl trifft. Hier auf Fernstudium.com finden sich anbieterunabhängige Informationen, die ein solides Grundwissen vermitteln.

Berufliche Chancen als Industriefachwirt/in

All diejenigen, die von einer Laufbahn als Industriefachwirt/in träumen, sollten wissen, was diese ausmacht. Wissenswert ist zunächst, dass Industriefachwirtinnen und Industriefachwirte eigentlich in allen Wirtschaftsbereichen zum Einsatz kommen können, aber natürlich für die Industrie prädestiniert sind. Dort übernehmen sie verantwortungsvolle Aufgaben und kümmern sich um die Steuerung und Kontrolle verschiedener Prozesse. Insbesondere die folgenden Aufgabenbereiche sind dabei hervorzuheben:

  • Rechnungswesen
  • Produktion
  • Einkauf
  • Personal
  • Marketing
  • Vertrieb
  • Finanzwesen

Einige Branchen sind allerdings besonders für eine Karriere als Industriefachwirt/in geeignet. Folglich haben Absolventen dieser Weiterbildung in den folgenden Bereichen besonders gute Aussichten auf eine erfolgreiche Berufslaufbahn:

  • Chemie-Industrie
  • Keramik-Industrie
  • Elektroindustrie
  • Medizintechnik
  • Maschinenbau
  • Pharma-Industrie
  • Nahrungsmittelindustrie
  • Metall-Industrie

So viel kannst du als Industriefachwirt/in verdienen

Als Industriefachwirt/in kann man sich selbst im mittleren bis gehobenen Management eines Industriebetriebs ausleben und hier Karriere machen. Selbstverständlich sollten dabei auch die Verdienstmöglichkeiten stimmen. Dass das durchschnittliche Gehalt zwischen rund 30.000 Euro und 42.000 Euro brutto im Jahr liegt, ist somit ein nicht zu unterschätzendes Kriterium, wenn es darum geht, den Karriereweg als Industriefachwirt/in einzuschlagen oder nicht.

Das berufsbegleitende Fernstudium Industriefachwirt

Dass das berufsbegleitende Fernstudium Industriefachwirt eigentlich ein flexibler Fernkurs ist, sollte Interessenten immer klar sein. Einen akademischen Hochschulabschluss darf man also nicht erwarten. Stattdessen winkt der öffentlich-rechtlich anerkannte IHK-Abschluss auf Meisterebene. Wer diese branchenbezogene Aufstiegsfortbildung erfolgreich absolviert, kann also einen entsprechenden IHK-Abschluss vorweisen und sich dadurch der allgemeinen Anerkennung der Qualifizierung sicher sein. Dass das Ganze per Fernunterricht stattgefunden hat, ist kein Problem, schließlich steht am Ende stets die Prüfung vor einer Industrie- und Handelskammer an.

Zuvor ist man jedoch sehr flexibel und kann die Qualifizierung wunderbar mit dem Beruf und/oder der Familie vereinbaren. Während die Industrie- und Handelskammern zumeist Präsenzlehrgänge veranstalten, gibt es einige Fernschulen, die eine umfassende Vorbereitung auf die IHK-Prüfung als Industriefachwirt/in per Fernunterricht bieten. Grundsätzlich sollte man dabei besonderen Wert auf die ZFU-Zertifizierung legen, die anhand der staatlichen Zulassungsnummer ersichtlich ist und Auskunft darüber gibt, dass der Fernlehrgang von der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht anerkannt wird.

Welche Voraussetzungen gibt es für das Industriefachwirt Studium?

Wer per Fernstudium Industriefachwirt/in werden möchte, muss mit den Freiheiten umgehen können und daher diszipliniert, gut strukturiert, belastbar und ehrgeizig sein. Außerdem darf man die formalen Voraussetzungen für die Teilnahme an der IHK-Prüfung nicht außer Acht lassen. Hier gelten die folgenden Bedingungen:

  • Die Zulassung zur Teilprüfung „Wirtschaftsbezogene Qualifikationen“ erfordert eine mindestens dreijährige abgeschlossene kaufmännische oder verwaltende Berufsausbildung. Alternativ dazu kann auch eine andere Ausbildung von mindestens drei Jahren Dauer in Verbindung mit einer einjährigen Berufspraxis oder auch eine andere Ausbildung plus zwei Jahre Berufspraxis als Basis dienen. Wer keinen anerkannten Ausbildungsberuf erlernt hat, muss mindestens drei Jahre Berufspraxis nachweisen können.
  • Die Teilprüfung „Handlungsspezifische Qualifikationen“ setzt eine erfolgreiche Prüfung im Bereich „Wirtschaftsbezogene Qualifikationen“ sowie mindestens ein weiteres Jahr Berufspraxis voraus.

Dauer und Kosten

Allein schon die Voraussetzungen für die Aufstiegsfortbildung zum Industriefachwirt zeigen, dass es sich um ein forderndes Unterfangen handeln kann. Hinsichtlich der Dauer kann sich dies bestätigen, denn man braucht einen langen Atem, um die Weiterbildung erfolgreich zu absolvieren. Dies gilt ganz besonders dann, wenn das Ganze per Fernunterricht stattfindet.

Die freie Zeiteinteilung sowie der Umstand, dass die Qualifizierung in Teilzeit neben dem Beruf und/oder der Familie stattfindet, sind maßgebende Faktoren. Trotz aller Individualität kann man von durchschnittlich 18 Monaten ausgehen.

Angehende Industriefachwirte müssen nicht nur Zeit und Kraft in ihr Fernstudium investieren, sondern auch bares Geld. Die privaten Anbieter finanzieren sich über die Gebühren der Lernenden, so dass diesen teils erhebliche Kosten entstehen. Zwischen 1.500 Euro und 4.000 Euro sind hier üblich.

Welche Inhalte erwarten zukünftige Industriefachwirte/innen?

Die Inhalte des Fernstudium Industriefachwirt/in ergeben sich logischerweise aus den Themen, die die IHK im Zuge der Prüfung abfragt. Folglich sollten unabhängig vom jeweiligen Anbieter die folgenden Inhalte ausführlich behandelt werden:

  • Betriebswirtschaftslehre
  • Volkswirtschaftslehre
  • Rechnungswesen
  • Steuerwesen
  • Recht
  • Unternehmensführung
  • Produktion
  • Marketing
  • Vertrieb
  • IT
  • Finanzwirtschaft
  • Personalwesen

Warum sollte man Industriefachwirt/in werden?

Dass der Industriefachwirt ein erstrebenswertes Qualifikationsziel ist, steht eigentlich außer Frage, schließlich kann der Abschluss folgendermaßen punkten:

  • IHK-Abschluss
  • branchenbezogen
  • offiziell anerkannt
  • Fortsetzung der kaufmännischen oder verwaltenden Ausbildung

Der Fernlehrgang zeichnet sich zudem durch seine Flexibilität aus, so dass die Lernenden weiterhin ihrem Beruf nachgehen können. Dadurch sind sie berufserfahren und hochqualifiziert, wenn sie das Industriefachwirt-Fernstudium abgeschlossen haben.

Gibt es Alternativen zum Fernstudium Industriefachwirt?

Das Fernstudium zum/zur Industriefachwirt/in ist ohne Frage reizvoll, kann aber auch durch einen Präsenzlehrgang ersetzt werden. Damit dieser trotz beruflicher und/oder privater Verpflichtungen realisierbar ist, kann man auf die folgenden Lehrgangsformen ausweichen:

  • Abendkurs
  • Wochenendlehrgang
  • Teilzeitkurs

Abgesehen davon, dass es noch viele andere Fachwirte gibt, die ebenfalls erstrebenswerte Qualifikationsziele sein können, darf man die zunehmende Akademisierung nicht außer Acht lassen. So liegt es mitunter nahe, ein vollwertiges Fernstudium mit dem Ziel Bachelor oder Master zu absolvieren. Die Fernstudienangebote der Hochschulen halten unter anderem die folgenden Fächer bereit:

  • Wirtschaftswissenschaften
  • Betriebswirtschaftslehre
  • Industriebetriebswirtschaft
  • Management
  • Wirtschaftsingenieurwesen

Gut zu wissen

All diejenigen, die in der Qualifizierung als Industriefachwirt/in den nächsten Karriereschritt sehen, sollten nichts überstürzen und erst einmal recherchieren. Anbieterunabhängige Portale wie Fernstudium.com können hier helfen. Zudem lohnt es sich, das kostenlose Informationsmaterial unverbindlich anzufordern. Darüber hinaus kann man an einigen Fernschulen ein kostenloses Probestudium absolvieren und den Fernlehrgang zum Industriefachwirt erst einmal ausprobieren.


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