Fernstudium Tierheilpraktiker
Redaktionell geprüft von der Arbeitsamt.info-Redaktion | Aktualisiert: Mai 2026 | Lesezeit: ca. 8 Minuten
Inhaltsverzeichnis
Das Wichtigste auf einen Blick
Viele Menschen träumen davon, per Fernstudium Tierheilpraktiker zu werden. Einerseits haben sie großes Interesse an Naturheilverfahren und andererseits wollen sie Tieren helfen. Wer seine Leidenschaft für Vierbeiner ausleben und diesen dabei zu einem besseren Wohlbefinden verhelfen will, landet ganz schnell bei der Ausbildung zur Tierheilpraktikerin.
Eine bestehende Berufstätigkeit ist dabei kein Hinderungsgrund, denn die meisten Anbieter halten spezielle Konzepte für Berufstätige bereit. Dazu gehört unter anderem auch das Tierheilpraktiker-Fernstudium, das als Fernlehrgang daherkommt und eine flexible Qualifizierung neben dem Beruf erlaubt. Allerdings darf man in diesem Zusammenhang nicht vergessen, dass es keinen offiziellen Berufsabschluss als Tierheilpraktiker gibt.
Eine geregelte Ausbildung existiert aus diesem Grund ebenfalls nicht. Dies beeinträchtigt zwar die Anerkennung, sorgt im Gegenzug aber dafür, dass die Ausbildung in unterschiedlichsten Varianten angeboten wird.
Die Vielfalt macht eine anfängliche Recherche unabdingbar, weshalb angehende Tierheilpraktiker gut daran tun, zunächst das kostenlose Informationsmaterial der Anbieter unverbindlich anzufordern und mithilfe der Unterlagen verschiedene Fernkurse zu vergleichen.
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Berufliche Chancen als Tierheilpraktiker/-in
All diejenigen, die von einer beruflichen Zukunft als Tierheilpraktiker träumen, sollten zunächst wissen, dass ein Angestelltenverhältnis in diesem Bereich eine absolute Seltenheit ist. In der Regel steht nach der Ausbildung zum Tierheilpraktiker die Existenzgründung an, sofern man den Fernkurs nicht bloß aus persönlichem Interesse absolviert hat.
Kennzeichnend für den Beruf des Tierheilpraktikers ist die Fokussierung auf alternative Heilmethoden, wie zum Beispiel die Pflanzenheilkunde, Akupunktur oder Homöopathie. Viele Tierhalter wenden sich an einen Tiereilpraktiker, wenn der Tierarzt nicht mehr weiterweiß oder die schulmedizinische Behandlung ganzheitlich ergänzt werden soll. Tierheilpraktiker bieten oftmals auch Hausbesuche an und führen neben präventiven und therapeutischen Maßnahmen auch Haltungsberatungen durch.
So viel kannst du als Tierheilpraktiker/-in verdienen
Da Tierheilpraktiker üblicherweise nicht angestellt sind, sondern selbständig tätig sind, ist ein festes Monatseinkommen hier nicht an der Tagesordnung. Stattdessen gibt die Auftragslage in der eigenen Tierheilpraxis vor, wie hoch der Verdienst ausfällt.
Nach einem durchschnittlichen Gehalt suchen angehende Tierheilpraktiker somit vergebens. Sie sollten stattdessen die Gebührenordnungen praktizierender Tierheilpraktiker beachten und ihre Praxis vielleicht erst einmal neben dem Beruf in Teilzeit betreiben, um sich einen ersten Eindruck von den Verdienstmöglichkeiten verschaffen zu können.
Die berufsbegleitende Tierheilpraktiker-Ausbildung
Die meisten Menschen, die von einer Tätigkeit als Tierheilpraktiker/in träumen, wollen sich zunächst ein zweites Standbein aufbauen und ihren Job behalten, um eine Sicherheit zu haben. Die Berufung zur Naturheilkunde speziell für Vierbeiner allein reicht schließlich nicht aus, um den Lebensunterhalt zu sichern.
Folglich ist es nachvollziehbar und verständlich, dass angehende Tierheilpraktiker eine Qualifizierung neben dem Beruf beispielsweise per Fernstudium oftmals bevorzugen. Dies trifft auf interessierte Laien ebenso wie auf Fachkräfte aus dem veterinärmedizinischen Bereich zu, die eine Anpassungsqualifizierung planen.
Die Anbieter von Ausbildungen zum Tierheilpraktiker sind sich dessen bewusst und setzen aus diesem Grund vielfach auf berufsbegleitende Lehrgänge. Neben Fernkursen, die oftmals als Fernstudium zum Tierheilpraktiker beworben werden, gibt es noch Wochenendlehrgänge sowie Abendkurse, die neben dem Beruf absolviert werden können.
Zuweilen entscheiden sich Berufstätige auch für ein komplettes Selbststudium und verzichten ganz bewusst auf eine Betreuung durch den Lehrgangsanbieter.
Da der Ablauf eines Tierheilpraktiker-Fernstudiums nicht selten Fragen aufwirft, gibt es nachfolgend eine kurze Übersicht über die einzelnen Schritte, die zum richtigen Fernstudium führen:
- Recherche nach geeigneten Anbietern
- kostenloses Informationsmaterial unverbindlich anfordern
- Anmeldung
- Erhalt der Unterlagen sowie Online-Zugangsdaten
- Lernphase mit etwaigen Präsenzen
- institutsinterne Prüfung
Welche Voraussetzungen gibt es für das Tierheilpraktikerstudium?
Formale Voraussetzungen für die Teilnahme an einem Fernstudium zum Tierheilpraktiker existieren nicht, schließlich wird dabei keine offizielle Prüfung absolviert. Stattdessen sind die Maßgaben der Anbieter ausschlaggebend. In der Regel sind die Fernkurse für jedermann offen, so dass alle Interessierten die Möglichkeit haben, daran teilzunehmen.
Abschließend findet dann eine interne Prüfung statt. Üblicherweise sollten angehende Tierheilpraktiker aber schon einige persönliche Voraussetzungen erfüllen. Interesse an medizinischen Themen sollte ebenso wie Erfahrung im Umgang mit Tieren vorhanden sein. Eine gewisse Kommunikationsstärke schadet ebenfalls nicht.
Handelt es sich um eine Tierheilpraktiker-Ausbildung per Fernstudium, sind zudem Disziplin, Motivation, Ehrgeiz und ein gutes Zeitmanagement erforderlich.
Kosten und Dauer
Die Ausbildung zum Tierheilpraktiker findet stets über private Anbieter statt und geht dementsprechend auch mit gewissen Gebühren einher. Wie hoch die Kosten ausfallen, ist sehr variabel und lässt sich nur herausfinden, indem man das kostenlose Informationsmaterial unverbindlich anfordert.
Anhand dieser Unterlagen kann man sich einen Überblick verschaffen und stellt fest, dass die Kosten beispielsweise zwischen rund 1.000 Euro und 5.000 Euro liegen. Besonders günstig kommt dahingegen zumeist ein Selbststudium daher, dessen Gebühren im niedrigen bis mittleren dreistelligen Bereich anzusiedeln sind.
Der niedrige Preis kommt vor allem dadurch zustande, dass dabei keine individuelle Betreuung erfolgt und der Lernende lediglich mit Skripten und anderen Materialien versorgt wird, die er dann eigenständig durcharbeiten muss.
Wie lange dies dauert, schwankt stark und lässt sich pauschal nicht beantworten. Handelt es sich jedoch um ein Fernstudium zum Tierheilpraktiker können die Anbieter durchaus Auskünfte über die übliche Dauer des Fernkurses geben. Der Fernlehrgang ist dann beispielsweise mit 12 bis 36 Monaten zu veranschlagen.
Diese Inhalte erwarten zukünftige Tierheilpraktiker
Die Rahmenbedingungen für das Fernstudium zur Tierheilpraktikerin werden im Informationsmaterial der jeweiligen Fernschule stets ausführlich beschrieben. Dies gilt ebenfalls für die Inhalte der Tierheilpraktiker-Ausbildung, auf die Interessenten besonderes Augenmerk legen sollten.
Da es keine verbindlichen Vorgaben zur inhaltlichen Gestaltung der Ausbildung zum Tierheilpraktiker gibt, haben die Anbieter hier freie Hand. Wer großen Wert auf eine fundierte Qualifizierung legt, sollte aus diesem Grund einen ausführlichen Vergleich der Inhalte durchführen, um festzustellen, welcher Fernlehrgang die beste Wahl ist.
Vielfach bietet sich die Möglichkeit, sich auf einzelne Tierarten wie Hunde, Katzen oder Pferde zu spezialisieren. Auch eine Schwerpunktsetzung in Sachen Homöopathie, Physiotherapie, Verhalten oder Pflanzenheilkunde ist durchaus möglich. Zunächst muss allerdings die Basis geschaffen werden, weshalb die Ausbildung zum Tierheilpraktiker per Fernlehrgang auf die folgenden Grundlagenfächer setzt:
- Anatomie
- Pathologie
- Physiologie
- Anamnese
- Untersuchung
- Diagnostik
- Injektionstechniken
- Labor
- Bachblüten
- Phytotherapie
- Akupunktur
- Wundversorgung
- Erste Hilfe
- Hygiene
- Arzneimittelgesetze
- Tierschutz
- Existenzgründung
- Kommunikation
Ist die Ausbildung als Tierheilpraktiker/in anerkannt?
Viele Menschen, die eine berufsbegleitende Qualifizierung in Erwägung ziehen, wollen sicherstellen, dass diese auch anerkannt ist. Wenn es jedoch um eine Ausbildung als Tierheilpraktiker/in geht, muss man ohne eine solche Anerkennung zurechtkommen. Es existiert schlichtweg kein offizielles Berufsbild Tierheilpraktiker.
Im humanen Bereich gibt es immerhin die amtsärztliche Überprüfung durch das örtliche Gesundheitsamt, die zur Erlaubniserteilung führt. Ein veterinärmedizinisches Pendant gibt es in der Bundespublik Deutschland nicht. Die Anerkennung des Tierheilpraktiker-Fernstudiums ist aus diesem Grund ein mehr oder weniger heikles Thema.
Wer diesbezüglich auf der sicheren Seite sein will, sollte zunächst darauf achten, dass der betreffende Fernlehrgang staatlich zugelassen und somit durch die Staatliche Zentralstelle für Fernunterricht geprüft ist. Weiterhin ist es ratsam, einen Fernkurs zu bevorzugen, der durch einen Tierheilpraktiker-Verband anerkannt ist.
Wo kann man ein Tierheilpraktiker-Fernstudium berufsbegleitend absolvieren?
Menschen, die eine berufsbegleitende Qualifizierung als Tierheilpraktiker/in anstreben, sind nicht zwingend auf ein Fernstudium angewiesen. Die Ausbildung lässt sich auch in Form eines Vollzeitlehrgangs oder an einer Abendschule bewältigen.
Wochenendkurse sind eine weitere Option, die vor allem Berufstätigen sehr entgegenkommt. Unterschiedlichste Anbieter sind in diesem Bereich tätig und unterliegen auch keinen offiziellen Vorgaben, so dass man mehr oder weniger die Qual der Wahl hat.
Für Interessenten ist es aus diesem Grund ratsam, zunächst einmal das kostenlose Informationsmaterial mehrerer Anbieter unverbindlich anzufordern und so erst einmal zu vergleichen.
Welche Alternativen zum Tierheilpraktiker-Fernstudium gibt es?
Das Fernstudium zum Tierheilpraktiker ist selbstverständlich nicht alternativlos. Berufstätige, die gerne mit Tieren arbeiten und sich zu diesem Zweck per Fernkurs qualifizieren lassen möchten, sollten unter anderem die folgenden Fernlehrgänge ebenfalls in Betracht ziehen:
- Tierphysiotherapeut
- Hundegesundheitsberater
- Tierpsychologe
Dabei handelt es sich allerdings nie um anerkannte Berufsabschlüsse. Auch eine Qualifizierung als Heilpraktiker/in für den humanen Bereich kann eine Option sein und geht immerhin mit der Erlaubniserteilung nach dem Heilpraktikergesetz einher.
Weiterhin besteht zuweilen die Möglichkeit, einen anerkannten Ausbildungsberuf im Zuge einer Umschulung zu erlernen. Besonders interessant dürfte dabei der Beruf Tiermedizinische/r Fachangestellte/r sein.
Zu guter Letzt kommt vielleicht auch ein akademisches Studium der Tiermedizin oder Biologie infrage. Über mangelnde Alternativen kann man sich folglich nicht beschweren.
Voraussetzungen und Ablauf des Tierheilpraktiker-Fernstudiums
Kurz gesagt: Für das Fernstudium benötigen Sie mindestens einen Hauptschulabschluss und müssen 18 Jahre alt sein. Die staatliche Prüfung erfolgt nach § 4 Heilpraktikergesetz beim örtlichen Gesundheitsamt.
Der Tierheilpraktiker ist kein geschützter Beruf in Deutschland, weshalb die Ausbildung privat erfolgt und auf die Heilpraktikerprüfung für Tiere nach § 4 Heilpraktikergesetz vorbereitet. Als formale Voraussetzungen gelten ein abgeschlossener Schulabschluss, wobei mindestens ein Hauptschulabschluss erforderlich ist und die Mittlere Reife oft empfohlen wird. Für die spätere Prüfung müssen Sie mindestens 18 Jahre alt sein und einen Nachweis über Ihre Ausbildung erbringen, der je nach Anbieter zwischen 800 und 1.200 Stunden Theorie und Praxis umfasst.
Der Ablauf gliedert sich in vier wesentliche Schritte: Zunächst absolvieren Sie das Fernstudium mit Selbststudium anhand von Skripten, Online-Modulen und Übungsaufgaben. Anschließend folgen Präsenzpraktika von 80 bis 160 Stunden, beispielsweise in Tierkliniken oder ähnlichen Einrichtungen. Nach Abschluss der Ausbildung legen Sie die staatliche Prüfung beim Gesundheitsamt ab, die mit Kosten von 200 bis 500 Euro verbunden ist. Bei erfolgreichem Bestehen können Sie sich ins Heilpraktikerregister eintragen lassen und als freiberuflicher Tierheilpraktiker tätig werden.
Die staatliche Prüfung zum Tierheilpraktiker
Kurz gesagt: Die Prüfung nach § 4 Heilpraktikergesetz umfasst schriftliche, mündliche und praktische Teile mit einer bundesweiten Bestehensquote von 70-80 Prozent.
Die staatliche Prüfung wird bei den Gesundheitsämtern der Bundesländer gemäß § 4 Heilpraktikergesetz abgelegt und prüft umfassende Kenntnisse in Anatomie, Physiologie, Pathologie und Therapie von Tieren. Die Prüfung gliedert sich in drei Bereiche: einen schriftlichen, einen mündlichen und einen praktischen Prüfungsteil. Bundesweit liegt die Bestehensquote bei etwa 70 bis 80 Prozent, wobei die Erfolgsrate je nach Vorbereitung und Anbieter variieren kann.
Zur Prüfungsanmeldung benötigen Sie neben dem Nachweis über Ihre abgeschlossene Ausbildung auch ein ärztliches Attest über Ihre gesundheitliche Eignung, falls dies vom zuständigen Gesundheitsamt gefordert wird. Die Prüfungskosten betragen je nach Bundesland zwischen 200 und 500 Euro. Nach erfolgreichem Bestehen erhalten Sie eine Bescheinigung, die Sie zur Ausübung der Heilkunde bei Tieren berechtigt. Das Gesetzesportal des Bundes bietet detaillierte Informationen zu den rechtlichen Grundlagen der Heilpraktikerprüfung.
Förderung durch Bildungsgutschein der Arbeitsagentur
Kurz gesagt: Nach § 81 SGB III können Arbeitslose einen Bildungsgutschein für die komplette Kostenübernahme beantragen. Die Erfolgsquote liegt bei 60-80 Prozent der Anträge.
Arbeitslose und Arbeitssuchende können eine Förderung nach § 81 SGB III beantragen, wenn das Tierheilpraktiker-Fernstudium ihre berufliche Eingliederung maßgeblich fördert. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn Sie bereits Erfahrungen in Tierarztpraxen oder Tierheimen haben oder eine konkrete Jobzusage vorliegt. Der Bildungsgutschein übernimmt die vollständigen Kosten inklusive Praktika und Prüfungsgebühren, wobei der maximale Förderbetrag bei 10.000 Euro pro Maßnahme liegt. Die Erfolgsquote für Tierheilpraktiker-Anträge beträgt derzeit etwa 60 bis 80 Prozent.
Für ALG-II-Bezieher besteht eine ähnliche Fördermöglichkeit über das Jobcenter nach § 16b SGB II. Voraussetzung ist in beiden Fällen eine vorherige Arbeitslosmeldung, ein Beratungstermin bei der zuständigen Stelle und der Nachweis der persönlichen Eignung für den Beruf. Der Kurs muss bei einem AZAV-zugelassenen Anbieter absolviert werden, um förderfähig zu sein. Weitere Informationen zur Förderung beruflicher Weiterbildung erhalten Sie bei der Bundesagentur für Arbeit, die auch eine umfassende Datenbank zertifizierter Bildungsanbieter bereitstellt.
Anbieter und Auswahlkriterien für das Fernstudium
Kurz gesagt: Etwa 15 AZAV-zertifizierte Anbieter bieten Tierheilpraktiker-Fernkurse an. Wichtigste Kriterien sind AZAV-Zertifizierung, Praxisanteil und Prüfungsvorbereitung.
In Deutschland bieten rund 15 Anbieter AZAV-zertifizierte Tierheilpraktiker-Fernkurse an, die für eine Förderung durch die Arbeitsagentur geeignet sind. Zu den etablierten Anbietern gehören die Dreiheit Akademie aus München mit Online-Unterricht und Präsenzwochenenden, die Paracelsus Heilpraktikerschulen mit bundesweiten Standorten sowie die Karl Mayer Schulen mit vollständigem Fernunterricht und Online-Prüfungen. Die Alpha Akademie bietet ebenfalls 24-monatige Programme mit bundesweiter Betreuung an.
Bei der Anbieterauswahl sollten Sie auf mehrere Kriterien achten: Die AZAV-Zertifizierung ist für eine mögliche Förderung unerlässlich, ebenso wie ein ausreichender Praxisanteil von mindestens 80 bis 160 Stunden. Wichtig ist auch eine umfassende Prüfungsvorbereitung auf die staatliche Prüfung nach § 1 und § 4 des Heilpraktikergesetzes. Die Flexibilität der Studienzeiten, die Qualität der Lehrmaterialien und die Betreuungsqualität sind weitere entscheidende Faktoren. Das Bundesinstitut für Berufsbildung stellt umfassende Informationen zu Qualitätsstandards in der beruflichen Weiterbildung zur Verfügung.
Konkrete Verdienstmöglichkeiten nach dem Fernstudium
Kurz gesagt: Als freiberuflicher Tierheilpraktiker verdienen Sie 30-80 Euro pro Stunde, im Angestelltenverhältnis 2.200-3.500 Euro brutto monatlich. Der Durchschnittsverdienst liegt bei 38.000 Euro jährlich.
Als freiberuflicher Tierheilpraktiker können Sie Stundensätze zwischen 30 und 80 Euro für Kundenberatung und Therapie verlangen, was zu einem Jahresumsatz von 25.000 bis 60.000 Euro netto nach Abzug von Steuern und Kosten führt. Im Angestelltenverhältnis, beispielsweise in Tierkliniken oder Zoos, liegt das Gehalt zwischen 2.200 und 3.500 Euro brutto monatlich und orientiert sich oft an den Tarifstufen TVöD E9 bis E11. Nach aktuellen Daten von StepStone und Jobvector beträgt der durchschnittliche Jahresverdienst 38.000 Euro brutto.
Die Verdienstmöglichkeiten variieren erheblich je nach Region, wobei in Westdeutschland tendenziell höhere Honorare erzielt werden können. Eine Spezialisierung, beispielsweise auf Pferde, kann das Einkommen um etwa 20 Prozent steigern. Viele Tierheilpraktiker starten nebenberuflich und erzielen zunächst 10.000 bis 25.000 Euro jährlich, bevor sie sich vollständig selbstständig machen. Nach § 82 SGB III können auch Gründungszuschüsse für den Aufbau einer eigenen Praxis beantragt werden, um die Anlaufphase finanziell zu überbrücken.
Weiterführende Informationen
Die Bundesagentur für Arbeit informiert umfassend über Fördermöglichkeiten durch den Bildungsgutschein und führt eine aktuelle Datenbank AZAV-zertifizierter Tierheilpraktiker-Fernkurse.
Im Gesetzesportal des Bundes finden Sie den vollständigen Wortlaut des Heilpraktikergesetzes sowie der relevanten Paragraphen des SGB III zur beruflichen Förderung.
Das Bundesinstitut für Berufsbildung stellt detaillierte Informationen zu Qualitätsstandards in der beruflichen Weiterbildung und aktuelle Entwicklungen im Bereich alternativer Heilberufe bereit.
Wie lange dauert das Tierheilpraktiker-Fernstudium?
Das Fernstudium dauert regulär 18 bis 36 Monate und kann bei Bedarf auf bis zu 48 Monate verlängert werden.
Was kostet die Ausbildung zum Tierheilpraktiker?
Die Kosten liegen zwischen 3.500 und 7.500 Euro inklusive Lehrmaterial, Praktika und Prüfungsvorbereitung.
Kann ich einen Bildungsgutschein für das Fernstudium erhalten?
Ja, nach § 81 SGB III ist eine vollständige Kostenübernahme durch die Arbeitsagentur möglich. Die Erfolgsquote liegt bei 60-80 Prozent.
Welche Voraussetzungen brauche ich für das Fernstudium?
Sie benötigen mindestens einen Hauptschulabschluss und müssen für die Prüfung 18 Jahre alt sein.
Wie hoch ist die Bestehensquote bei der staatlichen Prüfung?
Die bundesweite Bestehensquote liegt bei etwa 70 bis 80 Prozent der Prüfungsteilnehmer.
Was verdient man als Tierheilpraktiker?
Freiberuflich 30-80 Euro pro Stunde, angestellt 2.200-3.500 Euro brutto monatlich. Durchschnitt: 38.000 Euro jährlich.
Welche Praktika sind im Fernstudium enthalten?
Präsenzpraktika umfassen 80 bis 160 Stunden, meist in Tierkliniken oder ähnlichen Einrichtungen.
Gut zu wissen
Einen Fernlehrgang zum Tierheilpraktiker zu finden, ist angesichts des großen Angebots nicht weiter schwierig. Unabhängig von der vorhandenen Vorbildung kann man sich so berufsbegleitend qualifizieren. Wer aber nicht gerade Tierarzthelfer ist, sollte bedenken, dass ihm die Praxis komplett fehlt. Um später als Tierheilpraktiker Vierbeiner behandeln zu können, sind jedoch nicht nur theoretische Kenntnisse gefragt.
Viele Fernschulen gehen darauf ein und offerieren ihren Schülern ergänzende Praxisseminare. Zuweilen kann man sich aber auch auf eigene Faust um praktische Workshops kümmern und sich so seine Tierheilpraktiker-Ausbildung mehr oder weniger selbst zusammenstellen.
So kann man jeden Fernlehrgang aufpeppen und durch zusätzliche Seminare für eine praktische Qualifizierung sorgen. Obgleich der wesentliche Vorteil eines Tierheilpraktiker-Fernstudiums in dessen zeitlicher und örtlicher Unabhängigkeit besteht, sollten Interessenten Präsenzen nicht vollends ablehnen.
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