Fernstudium Tierheilpraktiker

Viele Menschen träumen davon, per Fernstudium Tierheilpraktiker zu werden. Einerseits haben sie großes Interesse an Naturheilverfahren und andererseits wollen sie Tieren helfen. Wer seine Leidenschaft für Vierbeiner ausleben und diesen dabei zu einem besseren Wohlbefinden verhelfen will, landet ganz schnell bei der Ausbildung zur Tierheilpraktikerin.

Eine bestehende Berufstätigkeit ist dabei kein Hinderungsgrund, denn die meisten Anbieter halten spezielle Konzepte für Berufstätige bereit. Dazu gehört unter anderem auch das Tierheilpraktiker-Fernstudium, das als Fernlehrgang daherkommt und eine flexible Qualifizierung neben dem Beruf erlaubt. Allerdings darf man in diesem Zusammenhang nicht vergessen, dass es keinen offiziellen Berufsabschluss als Tierheilpraktiker gibt.

Eine geregelte Ausbildung existiert aus diesem Grund ebenfalls nicht. Dies beeinträchtigt zwar die Anerkennung, sorgt im Gegenzug aber dafür, dass die Ausbildung in unterschiedlichsten Varianten angeboten wird.

Die Vielfalt macht eine anfängliche Recherche unabdingbar, weshalb angehende Tierheilpraktiker gut daran tun, zunächst das kostenlose Informationsmaterial der Anbieter unverbindlich anzufordern und mithilfe der Unterlagen verschiedene Fernkurse zu vergleichen.

Berufliche Chancen als Tierheilpraktiker/-in

All diejenigen, die von einer beruflichen Zukunft als Tierheilpraktiker träumen, sollten zunächst wissen, dass ein Angestelltenverhältnis in diesem Bereich eine absolute Seltenheit ist. In der Regel steht nach der Ausbildung zum Tierheilpraktiker die Existenzgründung an, sofern man den Fernkurs nicht bloß aus persönlichem Interesse absolviert hat.

Kennzeichnend für den Beruf des Tierheilpraktikers ist die Fokussierung auf alternative Heilmethoden, wie zum Beispiel die Pflanzenheilkunde, Akupunktur oder Homöopathie. Viele Tierhalter wenden sich an einen Tiereilpraktiker, wenn der Tierarzt nicht mehr weiterweiß oder die schulmedizinische Behandlung ganzheitlich ergänzt werden soll. Tierheilpraktiker bieten oftmals auch Hausbesuche an und führen neben präventiven und therapeutischen Maßnahmen auch Haltungsberatungen durch.

So viel kannst du als Tierheilpraktiker/-in verdienen

Da Tierheilpraktiker üblicherweise nicht angestellt sind, sondern selbständig tätig sind, ist ein festes Monatseinkommen hier nicht an der Tagesordnung. Stattdessen gibt die Auftragslage in der eigenen Tierheilpraxis vor, wie hoch der Verdienst ausfällt.

Nach einem durchschnittlichen Gehalt suchen angehende Tierheilpraktiker somit vergebens. Sie sollten stattdessen die Gebührenordnungen praktizierender Tierheilpraktiker beachten und ihre Praxis vielleicht erst einmal neben dem Beruf in Teilzeit betreiben, um sich einen ersten Eindruck von den Verdienstmöglichkeiten verschaffen zu können.

Die berufsbegleitende Tierheilpraktiker-Ausbildung

Die meisten Menschen, die von einer Tätigkeit als Tierheilpraktiker/in träumen, wollen sich zunächst ein zweites Standbein aufbauen und ihren Job behalten, um eine Sicherheit zu haben. Die Berufung zur Naturheilkunde speziell für Vierbeiner allein reicht schließlich nicht aus, um den Lebensunterhalt zu sichern.

Folglich ist es nachvollziehbar und verständlich, dass angehende Tierheilpraktiker eine Qualifizierung neben dem Beruf beispielsweise per Fernstudium oftmals bevorzugen. Dies trifft auf interessierte Laien ebenso wie auf Fachkräfte aus dem veterinärmedizinischen Bereich zu, die eine Anpassungsqualifizierung planen.

Die Anbieter von Ausbildungen zum Tierheilpraktiker sind sich dessen bewusst und setzen aus diesem Grund vielfach auf berufsbegleitende Lehrgänge. Neben Fernkursen, die oftmals als Fernstudium zum Tierheilpraktiker beworben werden, gibt es noch Wochenendlehrgänge sowie Abendkurse, die neben dem Beruf absolviert werden können.

Zuweilen entscheiden sich Berufstätige auch für ein komplettes Selbststudium und verzichten ganz bewusst auf eine Betreuung durch den Lehrgangsanbieter.

Da der Ablauf eines Tierheilpraktiker-Fernstudiums nicht selten Fragen aufwirft, gibt es nachfolgend eine kurze Übersicht über die einzelnen Schritte, die zum richtigen Fernstudium führen:

  • Recherche nach geeigneten Anbietern
  • kostenloses Informationsmaterial unverbindlich anfordern
  • Anmeldung
  • Erhalt der Unterlagen sowie Online-Zugangsdaten
  • Lernphase mit etwaigen Präsenzen
  • institutsinterne Prüfung

Welche Voraussetzungen gibt es für das Tierheilpraktikerstudium?

Formale Voraussetzungen für die Teilnahme an einem Fernstudium zum Tierheilpraktiker existieren nicht, schließlich wird dabei keine offizielle Prüfung absolviert. Stattdessen sind die Maßgaben der Anbieter ausschlaggebend. In der Regel sind die Fernkurse für jedermann offen, so dass alle Interessierten die Möglichkeit haben, daran teilzunehmen.

Abschließend findet dann eine interne Prüfung statt. Üblicherweise sollten angehende Tierheilpraktiker aber schon einige persönliche Voraussetzungen erfüllen. Interesse an medizinischen Themen sollte ebenso wie Erfahrung im Umgang mit Tieren vorhanden sein. Eine gewisse Kommunikationsstärke schadet ebenfalls nicht.

Handelt es sich um eine Tierheilpraktiker-Ausbildung per Fernstudium, sind zudem Disziplin, Motivation, Ehrgeiz und ein gutes Zeitmanagement erforderlich.

Kosten und Dauer

Die Ausbildung zum Tierheilpraktiker findet stets über private Anbieter statt und geht dementsprechend auch mit gewissen Gebühren einher. Wie hoch die Kosten ausfallen, ist sehr variabel und lässt sich nur herausfinden, indem man das kostenlose Informationsmaterial unverbindlich anfordert.

Anhand dieser Unterlagen kann man sich einen Überblick verschaffen und stellt fest, dass die Kosten beispielsweise zwischen rund 1.000 Euro und 5.000 Euro liegen. Besonders günstig kommt dahingegen zumeist ein Selbststudium daher, dessen Gebühren im niedrigen bis mittleren dreistelligen Bereich anzusiedeln sind.

Der niedrige Preis kommt vor allem dadurch zustande, dass dabei keine individuelle Betreuung erfolgt und der Lernende lediglich mit Skripten und anderen Materialien versorgt wird, die er dann eigenständig durcharbeiten muss.

Wie lange dies dauert, schwankt stark und lässt sich pauschal nicht beantworten. Handelt es sich jedoch um ein Fernstudium zum Tierheilpraktiker können die Anbieter durchaus Auskünfte über die übliche Dauer des Fernkurses geben. Der Fernlehrgang ist dann beispielsweise mit 12 bis 36 Monaten zu veranschlagen.

Diese Inhalte erwarten zukünftige Tierheilpraktiker

Die Rahmenbedingungen für das Fernstudium zur Tierheilpraktikerin werden im Informationsmaterial der jeweiligen Fernschule stets ausführlich beschrieben. Dies gilt ebenfalls für die Inhalte der Tierheilpraktiker-Ausbildung, auf die Interessenten besonderes Augenmerk legen sollten.

Da es keine verbindlichen Vorgaben zur inhaltlichen Gestaltung der Ausbildung zum Tierheilpraktiker gibt, haben die Anbieter hier freie Hand. Wer großen Wert auf eine fundierte Qualifizierung legt, sollte aus diesem Grund einen ausführlichen Vergleich der Inhalte durchführen, um festzustellen, welcher Fernlehrgang die beste Wahl ist.

Vielfach bietet sich die Möglichkeit, sich auf einzelne Tierarten wie Hunde, Katzen oder Pferde zu spezialisieren. Auch eine Schwerpunktsetzung in Sachen Homöopathie, Physiotherapie, Verhalten oder Pflanzenheilkunde ist durchaus möglich. Zunächst muss allerdings die Basis geschaffen werden, weshalb die Ausbildung zum Tierheilpraktiker per Fernlehrgang auf die folgenden Grundlagenfächer setzt:

  • Anatomie
  • Pathologie
  • Physiologie
  • Anamnese
  • Untersuchung
  • Diagnostik
  • Injektionstechniken
  • Labor
  • Bachblüten
  • Phytotherapie
  • Akupunktur
  • Wundversorgung
  • Erste Hilfe
  • Hygiene
  • Arzneimittelgesetze
  • Tierschutz
  • Existenzgründung
  • Kommunikation

Ist die Ausbildung als Tierheilpraktiker/in anerkannt?

Viele Menschen, die eine berufsbegleitende Qualifizierung in Erwägung ziehen, wollen sicherstellen, dass diese auch anerkannt ist. Wenn es jedoch um eine Ausbildung als Tierheilpraktiker/in geht, muss man ohne eine solche Anerkennung zurechtkommen. Es existiert schlichtweg kein offizielles Berufsbild Tierheilpraktiker.

Im humanen Bereich gibt es immerhin die amtsärztliche Überprüfung durch das örtliche Gesundheitsamt, die zur Erlaubniserteilung führt. Ein veterinärmedizinisches Pendant gibt es in der Bundespublik Deutschland nicht. Die Anerkennung des Tierheilpraktiker-Fernstudiums ist aus diesem Grund ein mehr oder weniger heikles Thema.

Wer diesbezüglich auf der sicheren Seite sein will, sollte zunächst darauf achten, dass der betreffende Fernlehrgang staatlich zugelassen und somit durch die Staatliche Zentralstelle für Fernunterricht geprüft ist. Weiterhin ist es ratsam, einen Fernkurs zu bevorzugen, der durch einen Tierheilpraktiker-Verband anerkannt ist.

Wo kann man ein Tierheilpraktiker-Fernstudium berufsbegleitend absolvieren?

Menschen, die eine berufsbegleitende Qualifizierung als Tierheilpraktiker/in anstreben, sind nicht zwingend auf ein Fernstudium angewiesen. Die Ausbildung lässt sich auch in Form eines Vollzeitlehrgangs oder an einer Abendschule bewältigen.

Wochenendkurse sind eine weitere Option, die vor allem Berufstätigen sehr entgegenkommt. Unterschiedlichste Anbieter sind in diesem Bereich tätig und unterliegen auch keinen offiziellen Vorgaben, so dass man mehr oder weniger die Qual der Wahl hat.

Für Interessenten ist es aus diesem Grund ratsam, zunächst einmal das kostenlose Informationsmaterial mehrerer Anbieter unverbindlich anzufordern und so erst einmal zu vergleichen.

Welche Alternativen zum Tierheilpraktiker-Fernstudium gibt es?

Das Fernstudium zum Tierheilpraktiker ist selbstverständlich nicht alternativlos. Berufstätige, die gerne mit Tieren arbeiten und sich zu diesem Zweck per Fernkurs qualifizieren lassen möchten, sollten unter anderem die folgenden Fernlehrgänge ebenfalls in Betracht ziehen:

  • Tierphysiotherapeut
  • Hundegesundheitsberater
  • Tierpsychologe

Dabei handelt es sich allerdings nie um anerkannte Berufsabschlüsse. Auch eine Qualifizierung als Heilpraktiker/in für den humanen Bereich kann eine Option sein und geht immerhin mit der Erlaubniserteilung nach dem Heilpraktikergesetz einher.

Weiterhin besteht zuweilen die Möglichkeit, einen anerkannten Ausbildungsberuf im Zuge einer Umschulung zu erlernen. Besonders interessant dürfte dabei der Beruf Tiermedizinische/r Fachangestellte/r sein.

Zu guter Letzt kommt vielleicht auch ein akademisches Studium der Tiermedizin oder Biologie infrage. Über mangelnde Alternativen kann man sich folglich nicht beschweren.

Gut zu wissen

Einen Fernlehrgang zum Tierheilpraktiker zu finden, ist angesichts des großen Angebots nicht weiter schwierig. Unabhängig von der vorhandenen Vorbildung kann man sich so berufsbegleitend qualifizieren. Wer aber nicht gerade Tierarzthelfer ist, sollte bedenken, dass ihm die Praxis komplett fehlt. Um später als Tierheilpraktiker Vierbeiner behandeln zu können, sind jedoch nicht nur theoretische Kenntnisse gefragt.

Viele Fernschulen gehen darauf ein und offerieren ihren Schülern ergänzende Praxisseminare. Zuweilen kann man sich aber auch auf eigene Faust um praktische Workshops kümmern und sich so seine Tierheilpraktiker-Ausbildung mehr oder weniger selbst zusammenstellen.

So kann man jeden Fernlehrgang aufpeppen und durch zusätzliche Seminare für eine praktische Qualifizierung sorgen. Obgleich der wesentliche Vorteil eines Tierheilpraktiker-Fernstudiums in dessen zeitlicher und örtlicher Unabhängigkeit besteht, sollten Interessenten Präsenzen nicht vollends ablehnen.


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