Fernstudium Lehramt

Ein Fernstudium Lehramt ist der Wunsch vieler Menschen, die einerseits von einer beruflichen Zukunft als Lehrer/in träumen, andererseits aber kein klassisches Lehramtsstudium in Angriff nehmen wollen oder können. Insbesondere diejenigen, die bereits im Beruf stehen oder Familie haben, können nicht so einfach einen radikalen Wechsel vollziehen und fortan ein Studentenleben führen.

Wer sich dennoch nicht von seinem Traumberuf Lehrer verabschieden möchte, begibt sich auf die Suche nach einem flexiblen Fernstudium oder anderweitigem berufsbegleitenden Studium.

In Anbetracht der Tatsache, dass immer mehr Hochschulen spezielle Studiengänge für Berufstätige bereithalten, erscheint ein Fernstudium auf Lehramt auch gar nicht so abwegig.

Begibt man sich auf die Suche nach einem Lehramtsstudium als Fernstudium, erlebt man allerdings eine Enttäuschung. Entsprechende Fernstudiengänge werden nicht angeboten, so dass man sich notgedrungen nach Alternativen umsehen muss.

Dabei kommt vielleicht ein pädagogisches Fernstudium oder auch ein Präsenzstudium auf Lehramt neben dem Beruf infrage. Wer an einem Fernstudium auf Lehramt interessiert ist, sollte folglich offen sein und seine Augen nicht vor alternativen Optionen verschließen.

Grundsätzlich ist es aber natürlich immer ratsam, mit verschiedenen Hochschulen in Kontakt zu treten und dort das kostenlose Informationsmaterial unverbindlich anzufordern.

Berufliche Chancen als Lehrer/-in

Das Lehramtsstudium gehört zu den akademischen Ausbildungen, die auf einen konkreten Beruf vorbereiten, so dass schon Studienanfänger genau wissen, wie ihre berufliche Zukunft einmal aussehen wird. Vielen Menschen gibt dies Sicherheit, aus der sie immer wieder Kraft schöpfen können. Wer auf Lehramt studiert, hat sich für den Beruf des Lehrers entschieden.

Im Zuge der Studienwahl muss dabei auch eine Entscheidung bezüglich der Schulform fallen. Je nach Studiengang können Absolventen eines Lehramtsstudiums dann an einer der folgenden Schulen unterrichten:

  • Grundschulen
  • Sekundarschulen
  • Realschulen
  • Hauptschulen
  • Gymnasien
  • Gesamtschulen
  • Berufliche Schulen
  • Förderschulen

Diejenigen, die sich in besonderem Maße für reformpädagogische Ansätze interessieren, können sich auch ohne entsprechendes Hochschulstudium als Lehrer qualifizieren und beispielsweise einen Fernkurs in Sachen Montessoripädagogik absolvieren.

Das kannst du als Lehrer/in verdienen

Auch als angehende/r Lehrer/in will man wissen, wie hoch das spätere Einkommen in etwa ausfallen wird. Die Wissensvermittlung ist zwar zu einem großen Teil Berufung, dient zugleich aber selbstverständlich auch dem Broterwerb. Folglich sind die Verdienstmöglichkeiten ein zentraler Punkt.

Dabei macht es allerdings einen großen Unterschied, ob man Privatlehrer, Beamter oder Angestellter im öffentlichen Dienst ist. Zudem spielen die Berufserfahrung, Schulform und weitere Faktoren entscheidende Rollen.

Nichtsdestotrotz lässt sich das durchschnittliche Gehalt zur groben Orientierung auf etwa 36.000 Euro bis 52.000 Euro brutto im Jahr beziffern.

Bachelor Lehramt

Seit der Einführung des gestuften Studienmodells im Zuge des Bologna-Prozesses gilt der Bachelor of Education als Grundlage für die universitäre Lehrerausbildung.

Pädagogische Inhalte werden dabei ebenso wie die jeweiligen Unterrichtsfächer behandelt, so dass die Studierenden das Rüstzeug für den späteren Beruf erhalten.

Zuweilen kommt aber auch noch das Erste Staatsexamen zum Einsatz, dass das gestufte Studium ersetzt und als berufsqualifizierend gilt, was für den Bachelor of Education dahingegen nicht gilt.

Master Lehramt

Eine grundlegende wissenschaftliche Ausbildung reicht allerdings noch nicht aus, um den hohen Anforderungen des Lehrerberufs gerecht werden zu können.

Aus diesem Grund ist ein postgraduales Aufbaustudium erforderlich, das die vorhandenen Kenntnisse und Fertigkeiten intensiviert. Wer den Master of Education in der Tasche hat, kann den Vorbereitungsdienst in Angriff nehmen und das Referendariat absolvieren.

Der Master ist demnach ein wichtiger Schritt auf dem Weg ins Lehramt und die letzte universitäre Stufe, die es zu meistern gilt.

Welche Voraussetzungen gibt es für das Lehramtsstudium?

Viele Jugendliche können das Ende ihrer Schulzeit gar nicht abwarten und fiebern dem letzten Schultag entgegen. All diejenigen, die nicht so empfinden, sondern auch ihre berufliche Zukunft im Lehrbetrieb sehen, bringen beste Voraussetzungen für den Beruf des Lehrers mit.

Interesse an pädagogischen Themen sowie den gewählten Fächern ist ebenfalls nicht verkehrt und schafft die Basis für eine anhaltend hohe Motivation im Lehramtsstudium.

Darüber hinaus dürfen formale Kriterien natürlich nicht außer Acht gelassen werden, schließlich regeln diese die Zulassung zum gewünschten Studiengang. Der Bachelor an der Universität setzt im Allgemeinen das Abitur voraus, wobei für beruflich Qualifizierte und Absolventen einer beruflichen Aufstiegsweiterbildung mitunter alternative Zulassungsmöglichkeiten existieren.

Wer den Bachelor bereits erfolgreich abgeschlossen hat, kann sich dann für den konsekutiven Master of Education einschreiben. Je nach Universität können allerdings noch weitere Voraussetzungen gelten, wie zum Beispiel ein bestimmter NC.

Aus diesem Grund ist es wichtig, sich im Vorfeld bei den betreffenden Universitäten eingehend zu informieren.

Kosten und Dauer

Das Lehramtsstudium findet üblicherweise an staatlichen Universitäten statt, an denen in der Regel zumindest für ein Erststudium Gebührenfreiheit herrscht. Die Kosten sind dennoch ein Thema, denn die Semesterbeiträge sowie laufenden Lebenshaltungskosten müssen schließlich finanziert werden.

Weiterhin sollten sich Interessenten an einem Lehramtsstudium mit der Dauer auseinandersetzen. Üblicherweise muss man hier von sieben bis neun Semestern Regelstudienzeit ausgehen. Wer das Studium berufsbegleitend angehen möchte, kann das Pensum pro Semester aber einfach verringern und sich auf diese Art und Weise Freiräume fürs Studium verschaffen.

Dadurch verlängert sich jedoch die individuelle Studienzeit um einige Semester.

Diese Inhalte erwarten zukünftige Lehrer

In Zusammenhang mit jeder Studienwahl sind die jeweils behandelten Inhalte stets von großem Interesse. Das Lehramtsstudium weist diesbezüglich einige Besonderheiten auf, denn hier kann es erhebliche Unterschiede geben.

Diese beziehen sich nicht nur auf den angestrebten Abschluss, sondern sind vor allem auf die vielfältigen Wahlmöglichkeiten bei der Fächerkombination zurückzuführen.

Studium auf Lehramt – Welche Fächer?

Dass Didaktik, Pädagogik und Psychologie auf dem Studienplan stehen, liegt auf der Hand, aber hinsichtlich des Fachstudiums haben angehende Lehrer mehr oder weniger die Qual der Wahl.

Üblicherweise müssen sie sich für zwei Fächer entscheiden, die sie zunächst studieren und später an der Schule unterrichten wollen. Landesrechtlich können Vorgaben für die Fächerkombination existieren.

Um sich hier ein genaues Bild zu machen, sollten sich angehende Lehrer/innen mit den Regelungen ihres Bundeslandes befassen. Gleichzeitig lohnt es sich, bei der Auswahl einer Universität in besonderem Maße darauf zu achten, welche Fächer überhaupt angeboten werden.

Kann man per Fernstudium Lehrer werden?

Es kommt gar nicht so selten vor, dass Erwachsene ihre Haltung der Schule gegenüber revidieren und durch die zunehmende Lebenserfahrung eine neue Sichtweise entwickeln. Zuweilen ergibt sich dabei sogar der Wunsch, beruflich noch einmal umzusatteln und Lehrer zu werden.

Die enorme Flexibilität eines Fernstudiums kommt Berufstätigen natürlich sehr entgegen, so dass die Suche nach einem Fernstudium auf Lehramt beginnt.

Diese dürfte jedoch ergebnislos verlaufen, da das klassische Lehramtsstudium ausschließlich in Präsenz angeboten wird. Eine Ausnahme kann jedoch die Ausbildung als Montessoripädagoge oder Waldorflehrer bilden, denn im reformpädagogischen Bereich existieren durchaus Fernkurse.

Wie können Quereinsteiger Lehrer werden?

Ein pädagogischer Fernlehrgang kann selbstverständlich nicht mit einem universitären Lehramtsstudium gleichgesetzt werden. Nichtsdestotrotz haben auch Quereinsteiger ohne entsprechendes Lehramtsstudium die Chance, Lehrer an allgemeinbildenden Schulen zu werden.

Der Lehrermangel sorgt dafür, dass auch Menschen ohne universitäre Lehrerausbildung eine Chance haben, denn die Schulbehörden stellen auch Personen ohne entsprechendes Studium ein, um den Unterricht bestimmter Fächer an verschiedenen Schulen sicherzustellen.

Im Rahmen einer berufsbegleitenden Qualifizierung werden Quereinsteiger auf den Schuldienst vorbereitet, müssen allerdings auch ein universitäres Fachstudium sowie eine gewisse Berufstätigkeit nachweisen können. Wer dies kann und darüber hinaus den Bewerbungsprozess erfolgreich meistert, kann auch ohne Lehramtsstudium die Lehramtsbefähigung erhalten.

Die Ausbildung findet zwar nicht als Fernstudium, aber immerhin berufsbegleitend statt, was Erwachsenen, die sich beruflich verändern und Lehrer werden wollen, sehr entgegenkommen dürfte.

Welche Alternativen zum Lehramtsstudium gibt es?

All diejenigen, die zwar einerseits Interesse an einem Lehramtsstudium haben, darauf aber nicht so sehr festgelegt sind, finden durchaus auch das eine oder andere Fernstudium, das als Alternative infrage kommt.

Zunächst ist in diesem Zusammenhang auf die Waldorfpädagogik und Montessoripädagogik zu verweisen, die auch Qualifizierungen per Fernlehrgang zulassen. Wenn es jedoch ein akademisches Fernstudium mit dem Ziel Bachelor oder Master sein soll, bieten sich zuweilen die folgenden Optionen an:

  • Fernstudium Pädagogik
  • Fernstudium Bildungswissenschaften
  • Fernstudium Erwachsenenbildung
  • Fernstudium Pädagogik der frühen Kindheit
  • Fernstudium Sozialpädagogik

Wenn es um eine pädagogische Qualifizierung auf wissenschaftlichem Niveau geht, existieren demnach durchaus einige Alternativen zum nicht existierenden Fernstudiengang auf Lehramt.

Das eine oder andere Fachstudium ist darüber hinaus ebenfalls per Fernstudium möglich, wodurch man auf diese Art und Weise den Quereinstieg in den Schuldienst auch berufsbegleitend vorbereiten kann.

Gut zu wissen

Man kann zwar nicht per Fernstudium auf Lehramt studieren, aber dies bedeutet nicht, dass Quereinsteiger keine Chance auf eine Qualifizierung für den Lehrerberuf haben. In den Bundesländern Deutschlands existieren durchaus Regelungen für Seiteneinsteiger, weshalb es ratsam ist, sich mit den Regelungen im eigenen Bundesland zu befassen.

Zuweilen kann es aber auch eine Option sein, die späteren Unterrichtsfächer zunächst ohne Lehramtsoption per Fernstudium zu studieren, um anschließend den Master of Education in Vollzeit zu absolvieren. So lässt sich zumindest ein Teil des Lehramtsstudiums durchaus flexibel gestalten.


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