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Fernstudium Innovationsmanagement

Neue Produkte, neue Geschäftsmodelle, neue Wege, ein Unternehmen am Markt zu halten: Innovation ist längst kein Zufallsprodukt einzelner kreativer Köpfe mehr, sondern eine Aufgabe, die sich planen, steuern und messen lässt. Genau hier setzt das Innovationsmanagement an. Es beschäftigt sich mit der Frage, wie aus Ideen marktfähige Lösungen werden und wie Organisationen so aufgestellt sind, dass sie kontinuierlich Neues hervorbringen, statt vom Wettbewerb überholt zu werden. Wer in diesem Feld arbeitet, bewegt sich zwischen Strategie, Technik, Markt und Mensch und braucht entsprechend breites Wissen.

Viele Interessierte stehen mitten im Berufsleben, wenn sie sich für dieses Thema entscheiden, und fragen sich, ob ein Fernstudium der richtige Weg ist. Die gute Nachricht vorweg: Innovationsmanagement lässt sich gut berufsbegleitend per Fernstudium studieren, weil das Fach stark auf Konzepten, Methoden und betriebswirtschaftlichem Denken aufbaut und weniger auf Laborarbeit oder festen Präsenzzeiten angewiesen ist. In diesem Ratgeber klären wir ehrlich, was ein solches Fernstudium leistet, wo seine Grenzen liegen und für wen es sich lohnt.

Wichtige Punkte

  • Innovationsmanagement verbindet Betriebswirtschaft, Technik, Strategie und kreative Methoden zu einem steuerbaren Prozess.
  • Das Fach eignet sich gut für ein berufsbegleitendes Fernstudium, da es überwiegend konzeptionell und methodisch ausgerichtet ist.
  • Es gibt eigene Studiengänge sowie Vertiefungen und Zertifikatslehrgänge – vom Modul bis zum kompletten Master.
  • Reine Präsenzanteile sind meist gering; Prüfungen finden je nach Anbieter online oder an wenigen Terminen vor Ort statt.
  • Kosten und Dauer hängen stark vom Abschlussniveau ab; eine ehrliche Abwägung gegenüber einer Ausbildung lohnt sich.

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Was ist Innovationsmanagement?

Innovationsmanagement bezeichnet die systematische Planung, Steuerung und Kontrolle aller Aktivitäten, die ein Unternehmen unternimmt, um Neuerungen hervorzubringen. Das können neue Produkte und Dienstleistungen sein, aber genauso neue Prozesse, Geschäftsmodelle oder Organisationsformen. Der Kern liegt darin, den oft chaotisch wirkenden Weg von der ersten Idee bis zur erfolgreichen Markteinführung in nachvollziehbare Schritte zu zerlegen und mit Methoden zu unterlegen.

Anders als das verbreitete Bild vom genialen Erfinder zeigt das Innovationsmanagement, dass erfolgreiche Neuerungen meist das Ergebnis strukturierter Arbeit sind. Dazu gehört, ein Klima zu schaffen, in dem Ideen entstehen und geäußert werden, diese Ideen zu bewerten, vielversprechende Ansätze in Projekte zu überführen und Risiken im Blick zu behalten. Wer im Innovationsmanagement tätig ist, übernimmt häufig eine Schnittstellenrolle zwischen Forschung und Entwicklung, Marketing, Vertrieb und Geschäftsführung.

Das Feld ist branchenübergreifend relevant. Industrieunternehmen, Dienstleister, der öffentliche Sektor und Start-ups beschäftigen sich gleichermaßen mit der Frage, wie sie ihre Innovationskraft erhalten. Entsprechend vielfältig sind die späteren Tätigkeiten, von der Begleitung einzelner Entwicklungsprojekte bis zur Verantwortung für die gesamte Innovationsstrategie eines Hauses.

Charakteristisch für das Innovationsmanagement ist, dass es sowohl betriebswirtschaftliches als auch technisches und psychologisches Wissen verlangt. Es geht darum, Märkte und Kundenbedürfnisse zu verstehen, technische Machbarkeit einzuschätzen und gleichzeitig Menschen für Veränderung zu gewinnen. Diese Mischung macht das Fach anspruchsvoll, aber auch besonders abwechslungsreich. Wer hier arbeitet, denkt selten in starren Abteilungsgrenzen, sondern bringt unterschiedliche Perspektiven zusammen und übersetzt zwischen ihnen.

Studieninhalte und Schwerpunkte

Ein Fernstudium im Innovationsmanagement kombiniert betriebswirtschaftliche Grundlagen mit spezialisiertem Methodenwissen. Zu den typischen Inhalten gehören Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre, strategisches Management, Projektmanagement sowie Marketing und Marktforschung. Darauf aufbauend folgen die fachspezifischen Themen rund um den Innovationsprozess selbst.

In den Kernmodulen geht es um Kreativitäts- und Ideenfindungsmethoden, um Technologie- und Trendanalyse, um die Bewertung und Auswahl von Innovationsprojekten sowie um den Schutz geistigen Eigentums durch Patente und Schutzrechte. Häufig kommen Themen wie Design Thinking, agile Arbeitsweisen, Geschäftsmodellentwicklung und das Management von Forschung und Entwicklung hinzu. Auch Change Management spielt eine Rolle, denn Innovationen scheitern oft nicht an der Idee, sondern am Widerstand innerhalb der Organisation.

Je nach Anbieter und Abschluss verschieben sich die Schwerpunkte. Ein Bachelorstudiengang vermittelt zunächst breite Grundlagen, während ein Master oder ein Zertifikatslehrgang stärker in die Tiefe geht und vorhandenes Wissen voraussetzt. Manche Programme legen den Fokus auf den technologischen Aspekt, andere auf die wirtschaftliche oder die organisatorische Seite. Vor der Wahl lohnt deshalb ein genauer Blick in das Curriculum.

Hinweis zur Studienform
Innovationsmanagement wird selten als eigenständiger grundständiger Studiengang angeboten. Häufiger findet sich das Thema als Vertiefung innerhalb eines BWL- oder Wirtschaftsingenieur-Fernstudiums oder als weiterbildender Masterstudiengang. Wer gezielt sucht, sollte auch nach verwandten Bezeichnungen wie Technologiemanagement oder Innovations- und Technologiemanagement Ausschau halten.

Fernstudium oder Ausbildung?

Eine klassische Ausbildung mit dem Titel Innovationsmanagement gibt es im deutschen System nicht. Das Berufsfeld ist akademisch geprägt und setzt in aller Regel ein Studium oder eine fundierte kaufmännische beziehungsweise technische Qualifikation mit Zusatzweiterbildung voraus. Dennoch lohnt der ehrliche Vergleich der Wege, weil viele Interessierte aus einer Ausbildung kommen und überlegen, wie sie weiterkommen.

Eine duale Ausbildung, etwa im kaufmännischen oder technischen Bereich, dauert meist drei Jahre, wird vergütet und vermittelt solides Praxiswissen. Sie ist ein guter Einstieg ins Berufsleben, führt aber nicht direkt ins Innovationsmanagement, sondern bildet eine Grundlage, auf der man später aufbauen kann. Wer aus einer solchen Ausbildung heraus ins Innovationsmanagement möchte, kombiniert sie typischerweise mit Berufserfahrung und einer akademischen Weiterbildung.

Ein Fernstudium dagegen zielt direkt auf die konzeptionellen und strategischen Kompetenzen, die im Innovationsmanagement gefragt sind. Es dauert je nach Abschluss zwischen wenigen Monaten für einen Zertifikatslehrgang und mehreren Jahren für einen Bachelor oder Master. Die Kosten liegen meist im mittleren bis hohen vierstelligen Bereich, während eine Ausbildung in der Regel keine Studiengebühren verursacht und sogar Geld einbringt. Dafür eröffnet ein akademischer Abschluss Zugang zu Positionen, die eine Ausbildung allein nicht ermöglicht.

Die Eignung hängt vom Ziel ab. Wer eine erste Berufsqualifikation sucht und praktisch arbeiten möchte, ist mit einer Ausbildung gut bedient. Wer bereits im Beruf steht und in eine gestaltende, strategische Rolle wachsen will, findet im berufsbegleitenden Fernstudium den passenderen Hebel. Für viele ist die Reihenfolge ideal: zuerst eine Ausbildung oder ein Erststudium, dann Berufserfahrung und schließlich die Spezialisierung im Innovationsmanagement.

Voraussetzungen und Zugang

Welche Voraussetzungen gelten, richtet sich nach dem angestrebten Abschluss. Für einen Bachelor im Fernstudium wird in der Regel die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife verlangt. Inzwischen ist der Hochschulzugang vielerorts auch ohne Abitur möglich, etwa über eine abgeschlossene Berufsausbildung in Verbindung mit mehrjähriger Berufserfahrung oder über eine Aufstiegsfortbildung wie den Meister oder Fachwirt. Die genauen Regelungen unterscheiden sich je nach Bundesland und Hochschule.

Für einen weiterbildenden Master ist üblicherweise ein erster Hochschulabschluss erforderlich, häufig ergänzt um einschlägige Berufspraxis. Zertifikatslehrgänge sind oft niedrigschwelliger zugänglich und richten sich gezielt an Berufstätige, die sich neben dem Job weiterqualifizieren möchten, ohne gleich ein vollständiges Studium aufzunehmen.

Neben den formalen Kriterien sind persönliche Voraussetzungen wichtig. Innovationsmanagement verlangt analytisches Denken, Offenheit für Neues, Kommunikationsstärke und die Fähigkeit, zwischen unterschiedlichen Interessen zu vermitteln. Im Fernstudium kommt eine gute Portion Selbstdisziplin hinzu, denn der Lernstoff muss eigenverantwortlich neben Beruf und Alltag bewältigt werden.

Dauer, Ablauf und Kosten

Die Dauer eines Fernstudiums im Innovationsmanagement hängt vom Format ab. Ein Bachelor in Teilzeit nimmt häufig acht bis zwölf Semester in Anspruch, ein berufsbegleitender Master meist vier bis sechs Semester. Zertifikatslehrgänge sind deutlich kürzer und lassen sich oft innerhalb weniger Monate abschließen. Viele Anbieter erlauben es, das Tempo individuell anzupassen und die Regelstudienzeit kostenfrei oder gegen geringe Gebühr zu verlängern.

Der Ablauf folgt dem typischen Muster des Fernstudiums: Studienmaterial und Onlinevorlesungen werden über eine Lernplattform bereitgestellt, ergänzt durch Aufgaben, Einsendearbeiten und betreute Selbstlernphasen. Präsenzanteile sind im Innovationsmanagement meist gering und beschränken sich auf gelegentliche Seminare, Workshops oder Prüfungstermine. Manche Anbieter setzen ausschließlich auf Onlineprüfungen, andere verlangen einzelne Klausuren an einem Prüfungszentrum. Wer beruflich stark eingebunden ist, sollte vorab prüfen, wie viele Termine tatsächlich vor Ort wahrgenommen werden müssen.

Bei den Kosten gibt es eine große Spanne. Zertifikatslehrgänge bewegen sich häufig im unteren bis mittleren vierstelligen Bereich, vollständige Studiengänge im mittleren bis hohen vierstelligen oder darüber liegenden Bereich. Hinzu kommen mögliche Prüfungsgebühren. Es lohnt sich, Fördermöglichkeiten zu prüfen, etwa Bildungsprämien, Aufstiegs-BAföG bei bestimmten Fortbildungen oder eine Beteiligung des Arbeitgebers. Gerade beim Innovationsmanagement haben Unternehmen oft ein Eigeninteresse daran, Mitarbeitende weiterzubilden.

Karriere, Einsatzfelder und Gehalt

Mit einer Qualifikation im Innovationsmanagement ergeben sich vielfältige Einsatzfelder. Typische Rollen sind Innovationsmanagerin oder Innovationsmanager, Projektleitung in Forschung und Entwicklung, Produktmanagement, Technologie- oder Geschäftsentwicklung sowie beratende Tätigkeiten. In größeren Unternehmen gibt es teils eigene Innovationsabteilungen oder Stabsstellen, die direkt der Geschäftsführung zuarbeiten.

Die Aufgaben reichen von der Begleitung einzelner Projekte über die Einführung von Innovationsmethoden im Unternehmen bis zur Entwicklung ganzer Innovationsstrategien. Wer Erfahrung sammelt, kann in Führungspositionen aufsteigen oder sich selbstständig als Beraterin oder Berater positionieren. Das Feld ist eng mit der Digitalisierung verknüpft, was die Nachfrage nach entsprechend qualifizierten Fachkräften tendenziell stützt.

Beim Gehalt ist Zurückhaltung angebracht, weil es stark von Branche, Region, Unternehmensgröße, Erfahrung und konkreter Verantwortung abhängt. Als grobe Orientierung bewegen sich Einstiegsgehälter im Innovationsmanagement häufig im Rahmen anderer kaufmännischer Hochschulberufe, mit Berufserfahrung und Führungsverantwortung sind deutlich höhere Spannen möglich. Verlässliche Einzelzahlen lassen sich seriös nicht pauschal nennen; ein berufsbegleitender Abschluss in Kombination mit nachweisbarer Praxis verbessert die Verhandlungsposition aber spürbar.

Ein Vorteil des berufsbegleitenden Weges ist, dass sich theoretisches Wissen unmittelbar im eigenen Arbeitsalltag anwenden lässt. Wer Methoden direkt im Unternehmen erprobt, sammelt während des Studiums bereits Praxis, die sich im Lebenslauf gut darstellen lässt. Manche Studierende übernehmen schon während des Fernstudiums neue Aufgaben oder begleiten ein erstes Innovationsprojekt, was den späteren Aufstieg erleichtert. Diese enge Verzahnung von Lernen und Arbeiten gehört zu den größten Stärken des Fernstudiums in diesem Fach.

Für wen sich das Fernstudium eignet

Das Fernstudium Innovationsmanagement richtet sich vor allem an Berufstätige, die bereits in einem Unternehmen arbeiten und ihre Rolle gestaltend erweitern möchten. Dazu zählen Beschäftigte aus Entwicklung, Produktmanagement, Marketing oder Projektleitung, die das nötige Methodenwissen formalisieren und ihre Karrierechancen verbessern wollen. Auch Quereinsteiger mit technischem oder kaufmännischem Hintergrund finden hier eine sinnvolle Spezialisierung.

Weniger geeignet ist das Fach für alle, die einen rein praktischen, handwerklich orientierten Einstieg ins Berufsleben suchen oder die feste Strukturen mit täglichem Präsenzunterricht bevorzugen. Das Fernstudium verlangt Eigenmotivation und die Bereitschaft, abstrakte Konzepte selbstständig zu durchdringen. Wer diese Voraussetzungen mitbringt und die Verbindung von Wirtschaft, Technik und Kreativität reizvoll findet, ist im Innovationsmanagement gut aufgehoben.

Häufige Fragen zum Fernstudium Innovationsmanagement

Kann man Innovationsmanagement komplett per Fernstudium studieren?
In den meisten Fällen ja. Das Fach ist überwiegend konzeptionell ausgerichtet, weshalb der Großteil online absolviert werden kann. Lediglich einzelne Seminare oder Prüfungen finden je nach Anbieter vor Ort statt.
Brauche ich für das Fernstudium ein Abitur?
Für einen Bachelor wird meist die Hochschulreife verlangt, vielerorts ist der Zugang aber auch über eine Ausbildung mit Berufserfahrung oder eine Aufstiegsfortbildung möglich. Zertifikatslehrgänge sind oft niedrigschwelliger zugänglich.
Wie lange dauert ein berufsbegleitendes Studium im Innovationsmanagement?
Das hängt vom Abschluss ab: Zertifikatslehrgänge sind in wenigen Monaten machbar, ein berufsbegleitender Master dauert meist vier bis sechs Semester, ein Bachelor in Teilzeit häufig deutlich länger.
Was kostet ein solches Fernstudium?
Die Kosten liegen je nach Format im mittleren bis hohen vierstelligen Bereich, bei kürzeren Lehrgängen entsprechend niedriger. Förderungen oder eine Beteiligung des Arbeitgebers können die Belastung senken.
Lohnt sich Innovationsmanagement gegenüber einer klassischen Ausbildung?
Beide Wege haben ihre Berechtigung. Eine Ausbildung bietet einen praxisnahen Einstieg, das Fernstudium zielt auf strategische und konzeptionelle Rollen. Oft ist die Kombination aus Ausbildung, Berufserfahrung und anschließendem Fernstudium ideal.

Innovationsmanagement ist ein anspruchsvolles, aber lohnendes Feld für alle, die Veränderung gestalten statt nur verwalten möchten. Als Fernstudium lässt es sich gut mit dem Beruf vereinbaren und eröffnet den Weg in gestaltende Positionen an der Schnittstelle von Wirtschaft, Technik und Strategie. Wer ehrlich abwägt, ob das eigene Ziel eher praktischer oder konzeptioneller Natur ist, trifft am Ende die passende Entscheidung zwischen Ausbildung und Studium.

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