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Umschulung Fliesenleger

Wenn der aktuelle Beruf keinerlei Perspektive mehr aufweist oder man sich einfach im falschen Job wiederfindet, dann ist die Recherche nach neuen Möglichkeiten häufig der erste Schritt. Einen Neuanfang zu wagen ist sicher keine einfache Entscheidung, aber häufig ist die größte Hürde sich für etwas Neues entscheiden zu können und zu wissen, welcher Beruf der Passende ist.

Eine Möglichkeit für den Arbeitswechsel ist der Beruf des Fliesenlegers, beziehungsweise der Fliesenlegerin. Viele freie Arbeitsplätze und auch eine große berufliche Sicherheit bietet diese Tätigkeit denen, die sich für das Handwerk entscheiden. Zuvor können Interessierte hier recherchieren und sich so die Entscheidung vereinfachen.

Berufsbild: Fliesenleger/in und dessen Verdienstmöglichkeiten

Die vollständige Berufsbezeichnung lautet „Fliesen-, Platten- und Mosaikleger“, anhand derer die Aufgaben des Berufes bereits sehr gut beschrieben sind. Man kann davon sprechen, dass es in diesem Beruf auch um ein künstlerisches Handwerk geht, denn ein Sinn für Ästhetik kann hier sehr hilfreich sein.

Zu beziffern, welche Verdienstmöglichkeiten es gibt, ist in diesem Zusammenhang gar nicht so einfach, denn oft machen sich Fliesenleger/innen mit ihrem eigenen Betrieb selbstständig und haben daher variierende Einnahmen. Im Allgemeinen lässt sich aber ein Verdienst zwischen 36.700 Euro und 63.500 Euro brutto jährlich durchaus verdienen. Das Jahresdurchschnittsgehalt von 54.000 Euro, abhängig von dem Arbeitgeberunternehmen und den zugeteilten Aufgaben, ist eine gute Gehaltsorientierung.

Aufgaben und Fähigkeiten von Fliesenlegerinnen und Fliesenlegern

Das Verkleiden verschiedenster Oberflächen mit unterschiedlichen Belegen ist die Hauptaufgabe des Berufs. Das mag zu Beginn den Eindruck erwecken, die Arbeit sei einfach und monoton, aber tatsächlich ist jedes neue Projekt eine neue Herausforderung. Ob man an einer Fassade, Wänden oder auf Böden arbeitet, ist ebenso ein Unterschied wie das Arbeiten mit Fliesen aus verschiedenen Materialien wie Glas, Keramik oder Gesteinsarten.Das Arbeiten an einem Mosaik erfordert dabei häufig auch Kreativität.

Bevor man allerdings zu der eigentlichen Arbeit gelangt, sind diverse Vorarbeiten notwendig. Mitunter ist dafür auch ein korrekter Umgang mit verschiedenen Maschinen gefragt, genauso wie die Erstellung genauer Pläne nach individuellen Vorgaben. Im Beruf fallen also auch die folgenden zusätzlichen Aufgaben an:

  • Anbringen von Schall- und Wärmedämmung
  • Prüfung und Vorbereitung der Untergründe
  • Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten
  • Trockenbauarbeiten
  • Einrichtung, Sicherung und Räumung von Baustellen
  • Beratung von Kunden/innen
  • Erstellung von Verlegungsplänen

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Voraussetzungen für die Umschulung zum Fliesenleger

Schulische Voraussetzungen sind nicht vorgegeben, weswegen der Beruf auch ohne Schulabschluss erlernt und ausgeübt werden kann. Um eine Umschulung zu absolvieren, sollte aber mindestens eines der nachfolgenden Kriterien erfüllt werden:

  • eine andere Ausbildung wurde abgeschlossen
  • mindestens sechs Semester ist studiert worden
  • Berufserfahrung in einem anderen Beruf wurde gesammelt

Dass es sich um ein Handwerk handelt, indem die eigene Arbeit maßgeblichen Einfluss auf die Optik und Ästhetik des Projektes haben kann, wurde bereits angesprochen. In diesem Sinne sollten Interessierte hinterfragen, ob sie über die folgenden Aspekte verfügen:

  • Sinn für Ästhetik
  • handwerkliches Geschick
  • körperliche Fitness
  • Genauigkeit und Sorgfalt bei der Arbeit
  • Einsatzbereitschaft
  • Kreativität
  • logisches Denkvermögen
  • Organisationsgeschick
  • Präzision und Durchhaltevermögen

Dauer, Kosten und Inhalte der Umschulung

Die reguläre Ausbildungsdauer beträgt drei Jahre, wobei eine Verkürzung um ein Drittel möglich ist, wenn bereits Berufserfahrung gesammelt wurde. Somit ist es möglich, die Ausbildung in 24 Monaten zu absolvieren. Für schulische Umschulungen muss eine ähnliche Zeitspanne eingeplant werden, denn bei dem Bildungsträger sind 18 Monate zu absolvieren, während die verbleibende Zeit in einem betrieblichen Berufspraktikum verbracht wird.

Von der Erstausbildung unterscheiden sich die Inhalte einer Umschulung nicht. Bei einer dualen Umschulung findet die Lehrzeit sowohl in einem Unternehmen als auch in einer Berufsschule statt. Der Besuch der Berufsschule ist sinnvoll, da er ein tieferes Verständnis vermittelt, aber erfolgt meist auf freiwilliger Basis.

Bei einer außerbetrieblichen Umschulung wird der Lehrgang von verschiedenen Bildungsträgern angeboten, der ebenso mit einer Prüfung endet wie die alternativen Wege. In beiden Fällen lernen die angehenden Absolventen und Absolventinnen alles Notwendige über die folgenden Themen:

  • Bauphysik
  • Farblehre
  • Werkstoffkunde
  • Verlege- und Verankerungstechniken
  • Arbeitsplanung
  • Dämm- und Sperrschichten
  • Umgang mit Maschinen und Anlagen
  • Arbeitssicherheit
  • Einrichtung und Sicherung der Baustelle

Außerbetriebliche Lehrgänge sind meist sehr kostenintensiv und zugleich auch zeitaufwendig, sodass es keine Seltenheit ist, wenn Umschüler/innen in eine finanziell schwierige Situation geraten. Es kann mehrere tausend Euro kosten, eine außerbetriebliche Umschulung zu meistern, ehe man damit Geld verdienen kann. Sich über finanzielle Hilfe zu informieren, ist daher oft sinnvoll.

Förderungsmöglichkeiten und Unterstützung für Umschüler/innen

Wer sich eine Umschulung schlichtweg nicht selbst finanzieren kann, kommt unter Umständen für eine Förderung infrage. Das Arbeitsamt hat die Möglichkeit über Bildungsgutscheine und Hilfen zum Lebensunterhalt entsprechende außerbetriebliche Schulungen zu fördern.

Der erste Schritt ist einen Beratungstermin beim Arbeitsamt zu vereinbaren, woraufhin geprüft wird, ob man für eine Förderung infrage kommt. Innerhalb dieses Termins kann man sich zudem über Alternativen beraten lassen und erhält Hilfe bei der Entscheidungsfindung.

Perspektiven für ausgelernte Fliesenleger/innen

Wenn die Ausbildung oder Umschulung zum Fliesenleger beziehungsweise zur Fliesenlegerin abgeschlossen wurde, sind ihre Absolventen/innen berechtigt in dem Beruf des Fliesenlegers zu arbeiten. Über Aufstiegsfortbildungen kann dann jedwede Erweiterung von praktischem Wissen erfolgen. Das Baugewerbe verlangt, sich stets weiterzubilden und mit neuen Techniken auf dem aktuellen Stand zu bleiben. Dann hat man stets die meisten Chancen und größte Auswahl von Arbeitsplätzen. In diesen Gewerben können Fliesenleger tätig werden:

  • Ausbaugewerbe
  • Fassadenbau
  • Baustoffhandel
  • Tiefbau

Sollte Interesse dafür bestehen, kann man im Anschluss seinen Meisterbrief erwerben und ab dann auch selbst Lehrlinge aufnehmen und ausbilden. Zudem gibt es die Möglichkeit, danach noch ein entsprechendes Studium zu absolvieren.

Alternativen für die Umschulung

Obwohl man als Fliesenleger gefragt ist und sehr gute Jobchancen hat, kann der Beruf selbst nun aus vielen Gründen nun doch nicht mehr infrage kommen. In diesem Fall empfiehlt es sich einmal in ähnliche Bereiche einzulesen. Mögliche Alternativen in diesem Zusammenhang könnten sein:

  • Bodenleger/in
  • Maler/in beziehungsweise Lackierer/in
  • Parkettleger/in
  • Fassadenmonteur/in

Achtung! Tipp aus der Redaktion

Für einen Handwerksberuf muss man stets die körperlichen Voraussetzungen mitbringen. Vor allem die Knie werden bei der Arbeit als Fliesenleger/in beansprucht, wenn man beispielsweise an dem Bodenbelag arbeitet. Sollten diesbezüglich Vorerkrankungen bestehen, sind vermutlich andere Berufe langfristig besser geeignet.


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