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Fernstudium Kommunikationswissenschaft

Wie verbreiten sich Nachrichten in einer Gesellschaft, warum wirken manche Botschaften und andere verpuffen, und welche Rolle spielen Medien für das, was wir für wahr halten? Genau diese Fragen stehen im Zentrum der Kommunikationswissenschaft. Das Fach untersucht, wie Menschen, Organisationen und Medien Informationen austauschen – von der zwischenmenschlichen Kommunikation über klassische Massenmedien bis zu sozialen Plattformen und Algorithmen. Es verbindet sozialwissenschaftliche Theorie mit empirischer Forschung und ist damit deutlich mehr als ein praktisches Medien- oder PR-Training.

Viele Interessierte stehen schon im Berufsleben – in Redaktionen, Agenturen, der Unternehmenskommunikation oder im Marketing – und fragen sich, ob sich ein solches Studium auch berufsbegleitend bewältigen lässt. Die ehrliche Antwort: Ein reines Fernstudium der Kommunikationswissenschaft im klassischen, forschungsorientierten Sinn ist in Deutschland selten als grundständiger Studiengang ausgeschrieben. Wohl aber gibt es zahlreiche eng verwandte Fernstudiengänge – etwa Medien- und Kommunikationsmanagement, Kommunikationsmanagement, Medienwissenschaft oder Public Relations -, die kommunikationswissenschaftliche Inhalte berufsbegleitend und ortsunabhängig vermitteln. Dieser Ratgeber zeigt, wie das funktioniert, worauf man achten sollte und welche Alternativen es gibt.

Wichtige Punkte

  • Kommunikationswissenschaft untersucht systematisch, wie Kommunikation über Medien, Organisationen und Gesellschaft funktioniert – theoriegeleitet und empirisch.
  • Ein klassisches, forschungsorientiertes Fernstudium ist selten; verwandte Studiengänge wie Kommunikations- oder Medienmanagement decken die Inhalte berufsbegleitend ab.
  • Das Fernstudium eignet sich besonders für Berufstätige in PR, Marketing, Redaktion und Unternehmenskommunikation, die flexibel und ortsunabhängig studieren wollen.
  • Abschlüsse reichen vom Zertifikat über den Bachelor bis zum Master; die Kosten liegen je nach Anbieter und Abschluss im mittleren bis hohen vierstelligen Bereich.
  • Selbstdisziplin und Zeitmanagement sind entscheidend, da der Lernstoff weitgehend eigenständig erarbeitet wird.

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Doch die Wahl fällt oft schwer, denn insbesondere hinsichtlich Dauer, Kosten und Studieninhalte unterscheiden sich die Studiengänge meist zum Teil erheblich. Nutzen Sie daher die Möglichkeit und vergleichen Sie die Studienführer der Fernschulen untereinander. So haben Sie alle relevanten Informationen auf einen Blick vorliegen und können sich in Ruhe entscheiden.

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Was ist Kommunikationswissenschaft?

Die Kommunikationswissenschaft ist eine Sozialwissenschaft, die sich mit den Prozessen, Strukturen und Wirkungen menschlicher und medienvermittelter Kommunikation befasst. Sie fragt unter anderem, wie öffentliche Meinung entsteht, wie Medien Themen setzen, wie Botschaften gestaltet sein müssen, um Zielgruppen zu erreichen, und welche gesellschaftlichen Folgen Mediennutzung hat. Anders als ein rein handwerklich angelegtes Medienstudium legt sie großen Wert auf theoretische Modelle und methodisch saubere Untersuchung.

In Forschung und Lehre wird häufig zwischen verschiedenen Ebenen unterschieden: der individuellen Kommunikation, der Kommunikation in Gruppen und Organisationen sowie der öffentlichen, massenmedial vermittelten Kommunikation. Dazu kommen Spezialgebiete wie politische Kommunikation, Gesundheitskommunikation, Werbe- und Marktkommunikation oder die Erforschung digitaler Plattformen. Die Disziplin steht in enger Nachbarschaft zu Soziologie, Psychologie, Politikwissenschaft und Medienwissenschaft.

Für die berufliche Praxis bedeutet das: Wer Kommunikationswissenschaft studiert, lernt nicht nur, gute Texte oder Kampagnen zu produzieren, sondern auch, Kommunikationsprozesse zu analysieren, Wirkung zu messen und Strategien fundiert zu begründen. Diese analytische Perspektive ist es, die das Fach von rein praktischen Weiterbildungen unterscheidet.

Historisch hat sich die Kommunikationswissenschaft aus mehreren Wurzeln entwickelt, unter anderem aus der Zeitungskunde, der Publizistik und der amerikanischen Mass-Communication-Forschung. Diese Herkunft erklärt, warum das Fach bis heute mit unterschiedlichen Bezeichnungen auftritt: An manchen Hochschulen heißt es Publizistik, an anderen Medien- und Kommunikationswissenschaft, wieder anderswo schlicht Kommunikationswissenschaft. Inhaltlich überschneiden sich diese Bezeichnungen weitgehend, die Schwerpunkte können sich aber unterscheiden. Wer sich für ein Fernstudium interessiert, sollte sich von der Vielfalt der Namen nicht verunsichern lassen und stattdessen auf die tatsächlichen Inhalte achten.

Studieninhalte und Schwerpunkte

Die konkreten Inhalte hängen stark vom jeweiligen Studiengang und Anbieter ab. In kommunikationswissenschaftlich geprägten Fernstudiengängen finden sich jedoch typischerweise wiederkehrende Bausteine. Dazu gehören Grundlagen der Kommunikations- und Medientheorie, Mediengeschichte und Mediensystem, empirische Sozialforschung sowie Statistik und Methodenlehre. Gerade der Methodenteil – quantitative Befragungen, Inhaltsanalysen, qualitative Interviews – macht den wissenschaftlichen Kern des Fachs aus.

Hinzu kommen anwendungsnähere Module, etwa zu Public Relations und Organisationskommunikation, Journalistik, Werbung und Marktkommunikation, Online- und Social-Media-Kommunikation sowie Medienrecht und Medienethik. Viele Programme bieten Vertiefungen an, sodass man sich beispielsweise in Richtung Unternehmenskommunikation, digitales Marketing, politische Kommunikation oder Medienmanagement spezialisieren kann.

Im Fernstudium werden diese Inhalte überwiegend über Studienhefte, Lernplattformen, Online-Vorlesungen und Webinare vermittelt. Praxisbezug entsteht durch Fallstudien, Projektarbeiten und teils durch das Einbringen des eigenen beruflichen Umfelds. Wer bereits in einer kommunikationsnahen Position arbeitet, kann das Gelernte oft unmittelbar anwenden, was den Lernerfolg deutlich erhöht.

Ein roter Faden vieler Studiengänge ist der Bezug zur Digitalisierung. Themen wie Plattformökonomie, algorithmische Verbreitung von Inhalten, Desinformation, Datenanalyse und der Wandel des Journalismus haben in den vergangenen Jahren stark an Gewicht gewonnen. Entsprechend enthalten zeitgemäße Curricula immer öfter Module zu Datenkompetenz, digitaler Kommunikation und der kritischen Bewertung von Online-Quellen. Wer langfristig in der Branche bestehen will, profitiert davon, diese digitalen Kompetenzen früh zu entwickeln und mit klassischem kommunikationswissenschaftlichem Wissen zu verbinden.

Hinweis zur Studiengangbezeichnung
Achte beim Vergleich auf den genauen Titel und die Modulübersicht. Studiengänge mit Namen wie Kommunikationsmanagement, Medien- und Kommunikationsmanagement oder Medienwissenschaft enthalten zwar viele kommunikationswissenschaftliche Inhalte, setzen aber unterschiedliche Schwerpunkte – mal forschungs-, mal managementorientiert. Ein Blick ins Modulhandbuch sagt mehr aus als der Studiengangname.

Spezialisierungen und Schwerpunkte

Ein großer Vorteil kommunikationswissenschaftlicher Studiengänge ist die Möglichkeit, sich im Verlauf des Studiums fachlich zuzuspitzen. Wer früh weiß, in welche Richtung es beruflich gehen soll, kann die Vertiefungen gezielt darauf abstimmen. Eine klassische Richtung ist die Unternehmenskommunikation, die sich mit interner und externer Kommunikation von Organisationen, mit Krisenkommunikation und mit dem Aufbau von Reputation beschäftigt. Sie ist besonders gefragt bei Konzernen, mittelständischen Unternehmen und Verbänden.

Eine zweite verbreitete Spezialisierung liegt im Bereich Marketing und Werbung. Hier stehen Markenführung, Kampagnenplanung, Konsumentenverhalten und zunehmend datengetriebenes Online-Marketing im Vordergrund. Wer dagegen mehr an Medien und Inhalten interessiert ist, kann sich in Richtung Journalismus, Content-Produktion oder Medienmanagement orientieren – mit Themen wie redaktioneller Arbeit, Storytelling und der Steuerung von Medienangeboten.

Daneben gibt es spezialisierte Felder mit gesellschaftlicher Ausrichtung, etwa die politische Kommunikation, die sich mit Wahlkämpfen, Öffentlichkeitsarbeit von Institutionen und der Meinungsbildung beschäftigt, oder die Gesundheits- und Wissenschaftskommunikation, die komplexe Sachverhalte verständlich vermittelt. Schließlich gewinnt die digitale Kommunikation als eigener Schwerpunkt an Bedeutung: Social-Media-Strategie, Community-Management, Suchmaschinenoptimierung und die Analyse von Online-Daten lassen sich gut mit dem theoretischen Fundament des Fachs verbinden. Welche Schwerpunkte tatsächlich angeboten werden, unterscheidet sich von Anbieter zu Anbieter erheblich – ein genauer Blick ins Vorlesungsverzeichnis lohnt sich daher in jedem Fall.

Fernstudium oder Ausbildung?

Wer in die Kommunikationsbranche möchte, hat nicht nur die Wahl zwischen verschiedenen Studienformen, sondern auch zwischen Studium und Ausbildung. Eine klassische schulische oder duale Ausbildung in genau dem Fach Kommunikationswissenschaft gibt es nicht, da es sich um eine akademische Disziplin handelt. Im Umfeld existieren jedoch Ausbildungsberufe und Volontariate, etwa als Kaufmann oder Kauffrau für Marketingkommunikation, im Medienbereich oder als redaktionelles Volontariat. Diese Wege führen praxisorientiert und meist vergütet in den Beruf.

Eine Ausbildung dauert in der Regel zwei bis drei Jahre, ist häufig mit einer Ausbildungsvergütung verbunden und endet mit einem anerkannten Berufsabschluss. Sie ist stark auf konkrete Tätigkeiten ausgerichtet und eignet sich für alle, die schnell und praxisnah in den Beruf einsteigen möchten und (noch) keine akademische Vertiefung anstreben. Der Nachteil: Theoretische Tiefe, Forschungsmethoden und der akademische Abschluss fehlen, was den Zugang zu manchen Positionen begrenzen kann.

Ein Fernstudium dauert je nach Abschluss länger – ein Bachelor berufsbegleitend oft acht bis zwölf Semester, ein Master vier bis sechs -, kostet Studiengebühren statt einer Vergütung zu zahlen und führt zu einem akademischen Grad. Dafür bietet es theoretische und methodische Tiefe, mehr Spezialisierungsmöglichkeiten und in vielen Berufsfeldern bessere Aufstiegschancen. Es eignet sich besonders für Berufstätige, die parallel zum Job einen höheren Abschluss anstreben oder sich fachlich neu ausrichten wollen.

Beide Wege schließen sich nicht aus. Wer eine Ausbildung absolviert oder bereits Berufserfahrung gesammelt hat, kann darauf aufbauend ein berufsbegleitendes Studium anschließen – teils sogar ohne klassisches Abitur über die berufliche Qualifikation. So lässt sich Praxis mit akademischer Vertiefung sinnvoll kombinieren. In der Praxis ist gerade diese Kombination aus einer abgeschlossenen Ausbildung und einem darauf aufbauenden Studium oft besonders wertvoll, weil sie handwerkliches Können mit strategischem und analytischem Wissen vereint – eine Mischung, die in vielen Kommunikationsberufen sehr geschätzt wird.

Voraussetzungen und Zugang

Für ein Bachelor-Fernstudium im kommunikationswissenschaftlichen Bereich ist in der Regel die allgemeine Hochschulreife, die Fachhochschulreife oder ein gleichwertiger Abschluss erforderlich. Viele Fernhochschulen ermöglichen den Zugang aber auch ohne Abitur, wenn eine abgeschlossene Berufsausbildung und einschlägige Berufserfahrung vorliegen. In diesen Fällen wird die berufliche Qualifikation als Hochschulzugangsberechtigung anerkannt – die genauen Bedingungen unterscheiden sich je nach Bundesland und Hochschule.

Für ein Master-Fernstudium wird üblicherweise ein erster Hochschulabschluss vorausgesetzt, häufig ergänzt um Berufserfahrung. Manche Programme verlangen einen fachlich passenden Bachelor, andere stehen auch Quereinsteigern aus benachbarten Disziplinen offen. Englischkenntnisse sind oft hilfreich, da ein Teil der Fachliteratur englischsprachig ist.

Wichtiger als formale Hürden ist häufig die persönliche Eignung. Ein Fernstudium verlangt ein hohes Maß an Selbstorganisation, Lesebereitschaft und Durchhaltevermögen. Wer gern eigenständig arbeitet, Interesse an gesellschaftlichen Zusammenhängen mitbringt und auch vor Statistik und wissenschaftlichem Schreiben nicht zurückschreckt, ist hier gut aufgehoben.

Viele Fernhochschulen bieten zudem ein kostenloses Probestudium an, das einige Wochen dauert und in dem man die Lernplattform, das Material und den eigenen Rhythmus ausprobieren kann. Wer unsicher ist, ob das Format passt, sollte diese Möglichkeit nutzen. So lässt sich realistisch einschätzen, wie viel Zeit der Stoff tatsächlich beansprucht und ob das selbstgesteuerte Lernen neben Beruf und privaten Verpflichtungen machbar ist – bevor finanzielle und zeitliche Verpflichtungen entstehen.

Anerkennung und Akkreditierung

Ein berufsbegleitendes Studium ist nur dann wirklich wertvoll, wenn der Abschluss auch anerkannt wird. Achte deshalb darauf, dass die Hochschule staatlich anerkannt und der Studiengang akkreditiert ist. In Deutschland erfolgt die Qualitätssicherung über Akkreditierungsverfahren, in denen Aufbau, Inhalte und Prüfungsstandards eines Studiengangs überprüft werden. Ein akkreditierter Bachelor oder Master ist grundsätzlich gleichwertig zu einem an einer Präsenzhochschule erworbenen Abschluss – die Studienform Fernstudium steht der Anerkennung nicht im Weg.

Für die berufliche Praxis ist außerdem relevant, ob der Abschluss den gewünschten Türöffner darstellt. Wer perspektivisch in den öffentlichen Dienst oder in stark regulierte Bereiche möchte, sollte vorab klären, welche Anforderungen dort gelten. Auch wenn ein anschließendes Masterstudium oder eine Promotion geplant ist, lohnt ein Blick darauf, ob der angestrebte Bachelor an anderen Hochschulen ohne Probleme anerkannt wird. Seriöse Anbieter geben über ihre Akkreditierungen und Anerkennungen transparent Auskunft.

Ein häufiges Missverständnis betrifft die Gleichwertigkeit von Zertifikatskursen und akademischen Abschlüssen. Zertifikate aus einzelnen Modulen oder Weiterbildungskursen sind nützlich, um Wissen gezielt aufzubauen, ersetzen aber keinen Hochschulabschluss. Wer einen anerkannten akademischen Grad anstrebt, sollte daher auf einen vollständig akkreditierten Studiengang setzen und sich nicht allein auf Teilzertifikate verlassen. Im Zweifel hilft eine direkte Nachfrage bei der Hochschule oder ein Blick in öffentlich einsehbare Akkreditierungsregister.

Dauer, Ablauf und Kosten

Die Regelstudienzeit hängt vom Abschluss und vom gewählten Tempo ab. Ein berufsbegleitender Bachelor ist häufig auf rund sieben bis acht Semester ausgelegt, viele Fernhochschulen erlauben aber eine flexible Verlängerung ohne Zusatzkosten, sodass das Studium an die persönliche Belastung angepasst werden kann. Ein Master umfasst meist vier bis sechs Semester. Zertifikatskurse oder einzelne Module sind deutlich kürzer und dauern oft nur wenige Monate.

Der Ablauf ist im Fernstudium stark selbstgesteuert. Lehrmaterialien werden online oder als Studienhefte bereitgestellt, ergänzt durch Webinare, Online-Sprechstunden und Diskussionsforen. Prüfungen finden je nach Anbieter online, an Prüfungszentren oder als Einsendeaufgaben statt. Präsenzphasen sind im kommunikationswissenschaftlichen Bereich seltener als in manchen anderen Fächern, können aber für Methodenseminare oder Prüfungen vorgesehen sein – das sollte man vorab klären.

Bei den Kosten gibt es eine große Spannbreite. Einzelne Zertifikatskurse bewegen sich im niedrigen bis mittleren dreistelligen oder unteren vierstelligen Bereich, während komplette Bachelor- oder Master-Fernstudiengänge an privaten Fernhochschulen insgesamt im mittleren bis hohen vierstelligen Bereich liegen. Hinzu kommen mögliche Prüfungs- und Materialgebühren. Wer über den Arbeitgeber, Bildungsgutscheine oder steuerliche Absetzbarkeit nachdenkt, sollte die Fördermöglichkeiten frühzeitig prüfen.

Bei der Kostenplanung sollte man auch indirekte Posten berücksichtigen: Technik wie ein zuverlässiger Rechner und stabiles Internet, Fachliteratur, eventuelle Reisekosten zu Präsenzterminen sowie Gebühren für Wiederholungsprüfungen. Diese Beträge fallen im Einzelnen meist gering aus, summieren sich über die gesamte Studiendauer aber. Wer früh ein realistisches Budget aufstellt und mögliche Förderwege parallel sondiert, vermeidet böse Überraschungen und kann das Studium entspannter angehen.

Karriere, Einsatzfelder und Gehalt

Absolventinnen und Absolventen kommunikationswissenschaftlicher Studiengänge arbeiten in sehr unterschiedlichen Bereichen. Typische Felder sind die Unternehmens- und Organisationskommunikation, Public Relations, Marketing und Werbung, Journalismus und Redaktion, Social-Media- und Content-Management sowie Markt- und Meinungsforschung. Auch in Verbänden, Behörden, Verlagen, Agenturen und im Bildungssektor finden sich Einsatzmöglichkeiten.

Die analytische und methodische Ausbildung ist gerade in einer von Daten und Digitalisierung geprägten Kommunikationswelt gefragt. Wer Wirkungen messen, Zielgruppen verstehen und Strategien begründen kann, hat in vielen Organisationen einen Vorteil gegenüber rein operativ ausgebildeten Kräften. Mit zunehmender Berufserfahrung sind Positionen in der Leitung von Kommunikationsabteilungen, im Beratungsumfeld oder in der strategischen Planung erreichbar.

Beim Gehalt lässt sich keine seriöse Pauschalangabe machen, da es stark von Branche, Region, Unternehmensgröße, Funktion und Erfahrung abhängt. Einstiegspositionen in PR oder Marketing bewegen sich tendenziell im unteren Bereich, während erfahrene Fachkräfte und Führungskräfte in der Unternehmenskommunikation deutlich höhere Einkommen erzielen können. Als grobe Orientierung gilt: Spezialisierung, Verantwortung und nachweisbare Ergebnisse wirken sich stärker auf das Gehalt aus als der reine Abschluss.

Ein berufsbegleitendes Studium kann sich beim Gehalt doppelt auszahlen: Neben dem formalen Abschluss bringen Studierende ihre laufende Berufspraxis ein und können das Gelernte unmittelbar in Projekten anwenden. Diese Verbindung aus Theorie und nachweisbaren Ergebnissen am Arbeitsplatz ist ein starkes Argument in Gehaltsverhandlungen. Wer parallel zum Studium Verantwortung übernimmt, etwa für eine Kampagne, einen Kanal oder ein Teilprojekt, kann beim nächsten Karriereschritt sowohl Qualifikation als auch konkrete Erfolge vorweisen.

Für wen sich das Fernstudium besonders eignet

Das berufsbegleitende Studium der Kommunikationswissenschaft oder eines verwandten Fachs richtet sich vor allem an Menschen, die bereits im Beruf stehen und sich weiterqualifizieren möchten, ohne ihre Stelle aufzugeben. Berufstätige in Agenturen, Redaktionen, Marketing- oder Kommunikationsabteilungen können das Gelernte direkt anwenden und ihre Praxiserfahrung mit theoretischem Fundament unterlegen.

Ebenso interessant ist der Weg für Quereinsteiger, die aus einem anderen Bereich in die Kommunikationsbranche wechseln wollen, sowie für Personen mit familiären Verpflichtungen, die zeitlich und örtlich flexibel lernen müssen. Weniger geeignet ist das Format für alle, die intensiven Präsenzaustausch, festen Stundenplan und klare äußere Struktur brauchen – hier kann ein Präsenzstudium oder eine Ausbildung die bessere Wahl sein.

Tipps für das berufsbegleitende Lernen

Der größte Stolperstein im Fernstudium ist selten der Stoff selbst, sondern die Vereinbarkeit von Lernen, Beruf und Privatleben. Wer von Anfang an feste Lernzeiten in den Wochenplan einbaut – etwa bestimmte Abende oder einen Vormittag am Wochenende -, behandelt das Studium wie einen verbindlichen Termin und vermeidet, dass es im Alltag untergeht. Realistische, kleine Etappenziele helfen mehr als der ferne Blick auf den Abschluss, weil sie regelmäßig Erfolgserlebnisse schaffen und die Motivation hochhalten.

Ebenso wichtig ist es, die angebotenen Strukturen aktiv zu nutzen. Webinare, Online-Sprechstunden und Diskussionsforen wirken auf den ersten Blick verzichtbar, schaffen aber Verbindlichkeit und Austausch mit anderen Studierenden. Lerngruppen – auch virtuell – können den Stoff greifbarer machen und über Durststrecken hinweghelfen. Wer Fragen früh stellt, statt sie aufzustauen, kommt schneller voran und vermeidet Frust vor Prüfungen.

Schließlich lohnt es sich, das eigene berufliche Umfeld einzubeziehen. Viele Arbeitgeber unterstützen Weiterbildung, sei es durch flexible Arbeitszeiten, eine finanzielle Beteiligung oder die Möglichkeit, Studienprojekte mit realen Aufgabenstellungen aus dem Betrieb zu verbinden. Ein offenes Gespräch mit Vorgesetzten kann hier Türen öffnen. Und nicht zuletzt gehört zum erfolgreichen Fernstudium auch der bewusste Umgang mit den eigenen Kräften: Pausen, ausreichend Schlaf und klare Grenzen zwischen Lern- und Erholungszeit sind keine Schwäche, sondern Voraussetzung dafür, ein mehrjähriges Studium neben dem Beruf durchzuhalten.

Häufige Fragen zum Fernstudium Kommunikationswissenschaft

Kann ich Kommunikationswissenschaft komplett im Fernstudium studieren?
Ein rein forschungsorientiertes Fernstudium ist selten, doch zahlreiche verwandte Fernstudiengänge wie Kommunikations- oder Medienmanagement vermitteln die Inhalte berufsbegleitend und weitgehend ortsunabhängig.
Brauche ich das Abitur für das Fernstudium?
Nicht zwingend – viele Fernhochschulen ermöglichen den Zugang auch mit abgeschlossener Berufsausbildung und einschlägiger Berufserfahrung über die berufliche Qualifikation.
Wie lange dauert das berufsbegleitende Studium?
Ein berufsbegleitender Bachelor dauert meist rund sieben bis zwölf Semester, ein Master vier bis sechs; flexible Modelle erlauben oft eine kostenfreie Verlängerung.
Was kostet ein solches Fernstudium?
Komplette Bachelor- oder Master-Programme an privaten Fernhochschulen liegen insgesamt im mittleren bis hohen vierstelligen Bereich; einzelne Zertifikatskurse sind deutlich günstiger.
Welche Berufe stehen mir danach offen?
Typische Felder sind PR, Unternehmenskommunikation, Marketing, Journalismus, Social-Media-Management sowie Markt- und Meinungsforschung in Unternehmen, Agenturen und Organisationen.
Ist ein Fernstudienabschluss genauso anerkannt wie ein Präsenzabschluss?
Ja, sofern die Hochschule staatlich anerkannt und der Studiengang akkreditiert ist. Die Studienform Fernstudium ist im Zeugnis nicht gesondert vermerkt und steht der Anerkennung nicht im Weg.
Wie viel Zeit sollte ich pro Woche einplanen?
Das hängt von Tempo und Abschluss ab, doch berufsbegleitend sind je nach Modell häufig rund 15 bis 20 Stunden pro Woche realistisch. Ein kostenloses Probestudium hilft, den eigenen Aufwand realistisch einzuschätzen.

Die Kommunikationswissenschaft verbindet gesellschaftliche Relevanz mit beruflich vielseitig einsetzbaren Kompetenzen. Auch wenn das Fach selten als klassisches Fernstudium ausgeschrieben ist, bieten verwandte berufsbegleitende Studiengänge einen realistischen Weg, kommunikationswissenschaftliches Wissen ortsunabhängig und neben dem Beruf zu erwerben. Wer Interesse an Medien, Sprache und gesellschaftlichen Zusammenhängen mitbringt und bereit ist, eigenständig zu lernen, findet hier eine fundierte Grundlage für eine Laufbahn in der Kommunikationsbranche.


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