Weiterbildung Sozialarbeiter

Obgleich die meisten Sozialarbeiter/innen ihren Beruf mehr oder weniger als Berufung empfinden, sollten Weiterbildungen für Sozialarbeiter stets ein Thema sein. Eine adäquate Grundqualifikation bildet zwar in Verbindung mit der wachsenden Berufserfahrung die Basis für eine erfüllte Tätigkeit im Sozialwesen, doch nur diejenigen, die die ihnen zur Verfügung stehenden Weiterbildungsmöglichkeiten nutzen, können ihren Arbeitsplatz sichern, ihre Verdienstmöglichkeiten steigern, sich vielversprechende Aufstiegsmöglichkeiten sichern und zugleich ihre Kompetenzen kontinuierlich ausbauen. Dementsprechend motiviert sollten Sozialarbeiter/innen keine Zeit verlieren und sich zunächst hier mit den diversen Weiterbildungsmöglichkeiten befassen, die sich ihnen bieten.

Weiterbildungen für Sozialarbeiter/innen

Wer als Sozialarbeiter eine Aufstiegsweiterbildung ins Auge fasst, strebt einen höheren beruflichen Abschluss an und muss üblicherweise ein abgeschlossenes Studium der Sozialarbeit oder Sozialpädagogik vorweisen können. Dies gilt vor allem für die folgenden Fortbildungen:

  • Psychosoziale/r Prozessbegleiter/in
    Die berufliche Weiterbildung zum/zur Psychosozialen Prozessbegleiter/in bietet sich für Sozialarbeiter als weitere Qualifizierung nach dem Studium an und wird oftmals ebenfalls von Hochschulen in Form einer 6 bis 12 Monate dauernden wissenschaftlichen Weiterbildung offeriert. Im Fokus steht dabei stets die Betreuung von geschädigten und/oder verletzten Personen im Zuge eines gerichtlichen Strafverfahrens.
  • Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut/in
    Für Sozialarbeiter, die nach der richtigen Weiterbildung nach dem Studium suchen, bietet sich unter anderem die bundesweit einheitlich geregelte Weiterbildung zum/zur Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut/in an. So können sich Sozialarbeiter nach einer 3 bis 5 Jahre dauernden Weiterbildung als Psychotherapeut/in speziell für Kinder und Jugendliche mit psychischen und psychosomatischen Erkrankungen positionieren.
  • Sozialtherapeut/in
    Durch die berufliche Weiterbildung zum/zur Sozialtherapeut/in können versierte Sozialarbeiter/innen ihr Qualifikationsprofil weiter schärfen und sich auf die Sozialtherapie fokussieren. Die 6 bis 36 Monate dauernde Fortbildung macht Sozialarbeiter zu Sozialtherapeuten, die Menschen in Krisensituationen Beratung, Betreuung und Therapie bieten können. Ängste, Suchterkrankungen oder auch Depressionen können die Hilfe einer Sozialtherapeutin erforderlich machen. Zudem kann diese ebenfalls in der Prävention und/oder Rehabilitation tätig werden.

Seminare, Workshops und Fernkurse als Weiterbildungen im Bereich Sozialarbeit

Während eine Aufstiegsweiterbildung als Fortbildung konzipiert ist und dementsprechend zu einem höheren beruflichen Abschluss führen soll, geht es in Anpassungsqualifizierungen eher um eine Spezialisierung oder die Aktualisierung des beruflichen Wissens.

Dazu sind beispielsweise Seminare, Wochenendlehrgänge, Workshops und auch Fernkurse bestens geeignet. Sozialarbeiter/innen, die eine solche Weiterbildung ins Auge fassen, haben zumeist konkrete Ambitionen und sehen noch gewissen Qualifikationsbedarf, um ihre Karrierepläne in die Tat umsetzen zu können. Relevante Themen für eine solche Weiterbildung sind unter anderem:

  • Konfliktmanagement
  • Mediation
  • Coaching
  • Soziale Beratung
  • Sozialrecht
  • Gruppenarbeit
  • Supervision
  • Kommunikation
  • Integrationsbegleiter/in
  • Projektarbeit
  • Erwachsenenbildung
  • Familienhilfe
  • Elementarpädagogik
  • Suchtberatung
  • Erziehungsberatung
  • Schuldnerberatung
  • Jugendarbeit
  • Sonderpädagogik

Berufsbegleitendes Studium als Weiterbildung für Sozialarbeiter/innen

Ein akademisches Studium bildet die Basis für eine Tätigkeit als Sozialarbeiter/in und lässt sich durchaus auch berufsbegleitend bewerkstelligen. Neben dem Abend-, Wochenend- und sonstigen Teilzeitstudium ist hier vor allem das flexible Fernstudium mit dem Ziel Bachelor und/oder Master zu nennen. Einschlägige Fächer sind dabei die Sozialarbeit sowie die Sozialpädagogik. Wenn es stattdessen aber um ein berufsbegleitendes Studium als Weiterbildung für Sozialarbeiter/innen geht, ergeben sich beispielsweise die folgenden Studienmöglichkeiten:

  • Master Soziale Arbeit
  • Master Sozialmanagement
  • Master Coaching, Beratung und Supervision
  • Master Psychotherapie
  • Master Psychosoziale Beratung und Therapie
  • Master Heilpädagogik
  • Master Bewegungspädagogik
  • Master Religionspädagogik

Gibt es eine Weiterbildung zum Sozialarbeiter?

Sozialarbeiter ist kein klassischer Ausbildungsberuf, weshalb es durchaus die Möglichkeit einer Weiterbildung zum Sozialarbeiter gibt. Zumeist verlangen Jobs als Sozialarbeiter/in allerdings ein einschlägiges Studium, so dass es keine Weiterbildung im eigentlichen Sinne gibt, die eine Qualifizierung als Sozialarbeiter/in bietet. Stattdessen kann man mit dem Berufswunsch Sozialarbeiter/in Sozialpädagogik, Soziale Arbeit oder ein ähnliches Fach mit dem Ziel Bachelor oder Master studieren.

Kann man die Sozialarbeiter-Weiterbildung nebenberuflich beziehungsweise berufsbegleitend absolvieren?

Unabhängig davon, ob es um ein Studium als Weiterbildung zum Sozialarbeiter oder Weiterbildungen für Sozialarbeiter/innen geht, muss die Qualifizierung nicht zwingend in Vollzeit stattfinden. Fernkurse, Wochenendseminare, Teilzeit-Lehrgänge und berufsbegleitende Studiengänge wie das Fernstudium sorgen dafür, dass die Qualifizierung neben dem Beruf absolviert werden kann.

Dies ist zwar eine enorme Herausforderung, bietet jedoch die Chance, Weiterbildung und Beruf unter einen Hut zu bringen. Sozialarbeiter, die beruflich weiter vorankommen möchten, und alle, die in der Sozialarbeit Fuß fassen möchten, müssen dazu also nicht zwingend ihren Job an den Nagel hängen und können durchaus auch während der Qualifizierungsphase berufstätig bleiben.

Sozialarbeiter-Weiterbildung – Informationsmaterial jetzt anfordern

Auf der Suche nach der richtigen Weiterbildung als Sozialarbeiter/in hat man mehr oder weniger die Qual der Wahl. Die Online-Recherche bildet dann erst den Anfang, denn im nächsten Schritt steht die Kontaktaufnahme mit entsprechenden Anbietern an. Zunächst ist es sinnvoll, das kostenlose Informationsmaterial unverbindlich anzufordern, um sich einen Überblick zu verschaffen.


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