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Umschulung Logopädie – Ausbildung Quereinsteiger

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Quereinstieg in die Logopädie ist möglich – auch mit Hauptschulabschluss plus abgeschlossener Berufsausbildung von mindestens 2 Jahren.
  • Die Logopädie-Ausbildung für Quereinsteiger dauert 3 Jahre und ist auch berufsbegleitend mit bis zu 25 Stunden Arbeit pro Woche möglich.
  • Die Bundesagentur für Arbeit kann die Umschulung zur Logopädin per Bildungsgutschein fördern – fragen Sie bei Ihrer Arbeitsagentur nach.
  • Der Jobmarkt 2026 ist gut: In vielen Regionen gibt es offene Stellen und freie Ausbildungsplätze.

Eine Umschulung im Bereich Logopädie kann Berufswechsler/innen für ein überaus wichtiges und sinnstiftendes Berufsfeld qualifizieren. Für die meisten Menschen ist es eine Selbstverständlichkeit, dass sie sich adäquat artikulieren und so mit ihren Mitmenschen kommunizieren können. Es kommt aber immer wieder vor, dass dies nicht der Fall ist. Dann kommen Logopädinnen und Logopäden ins Spiel, die gezielte Therapien durchführen, um die sprachlichen Fähigkeiten des Patienten zu stärken.

All diejenigen, die um die Wichtigkeit der Sprache wissen und ihre eigene berufliche Umorientierung nutzen möchten, um hier tätig zu werden, treffen mit der Umschulung zum Logopäden beziehungsweise zur Logopädin eine ausgezeichnete Wahl. Dass dieser Weg herausfordernd sein kann, darf allerdings nicht unterschätzt werden. Im Folgenden erfahren Interessierte viel Wissenswertes und können sich so vorab ein genaues Bild machen.

Karrierechancen und Verdienstmöglichkeiten in der Logopädie

Die Logopädie lässt sich auch als Sprachheilkunde beschreiben und ist die Disziplin, die sich mit Störungen in den Bereichen Sprache, Stimme, Sprechen und Schlucken auseinandersetzt. Präventive Maßnahmen sowie die Diagnostik und Therapie entsprechender Probleme gehören zu den typischen Aufgaben eines Logopäden beziehungsweise einer Logopädin.

Logopäden werden für gewöhnlich nach ärztlicher Anordnung tätig. Kinder mit Problemen im Bereich der Sprachentwicklung gehören ebenso wie Erwachsene, die beispielsweise nach einem Unfall oder durch eine schwerwiegende Erkrankung sprachliche Schwierigkeiten haben, zu den typischen Patienten in der Logopädie. Wer diesen Menschen zu einer besseren Kommunikationsfähigkeit verhelfen möchte, kann insbesondere in den folgenden Bereichen passende Stellenangebote finden:

  • Schulen
  • Kindergärten
  • Praxen für Logopädie
  • Rehabilitationseinrichtungen
  • Behindertenhilfe
  • Kliniken und Krankenhäuser
  • Pflegeeinrichtungen
  • Therapiezentren

Darüber hinaus ist auch eine Selbständigkeit mit einer eigenen logopädischen Praxis möglich. Dass die Verdienstmöglichkeiten variieren können, ist angesichts der unterschiedlichen Beschäftigungsmöglichkeiten nicht verwunderlich. Trotzdem lässt sich das durchschnittliche Gehalt auf rund 24.000 Euro bis 40.000 Euro brutto im Jahr beziffern.

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Per Umschulung Logopäde beziehungsweise Logopädin werden

Wer Logopädin beziehungsweise Logopäde werden möchte, muss die schulische Ausbildung absolvieren. Auch Berufswechsler/innen, die nach einer entsprechenden Umschulung suchen, landen bei der regulären Ausbildung. Eine außerbetriebliche Qualifizierung ist hier ohnehin die Regel. Am Ende der Ausbildung steht die staatliche Prüfung an, die insbesondere Kenntnisse in den folgenden Bereichen voraussetzt:

  • Medizin
  • Pädagogik
  • Psychologie
  • Neurologie
  • Pädiatrie
  • Linguistik
  • Soziologie
  • Sprecherziehung
  • Sprachentwicklung
  • Stimmbildung

Voraussetzungen, Dauer und Kosten der Logopädie-Qualifizierung

Inhaltlich sowie organisatorisch entspricht die Umschulung zum Logopäden weitestgehend der regulären Ausbildung. Die Teilnehmenden besuchen eine Berufsfachschule für Logopädie oder nehmen das Lehrgangsangebot eines privaten Umschulungsanbieters an. In beiden Fällen werden sie vornehmlich schulisch auf die Abschlussprüfung und den Beruf vorbereitet.

Interessierte an einer Umschulung zum Logopäden sollten sich über die Modalitäten informieren. Je nach Anbieter kann es zwar Unterschiede geben, aber grundsätzlich lassen sich die wesentlichen Eckdaten folgendermaßen zusammenfassen:

  • Voraussetzungen: Hauptschulabschluss mit Ausbildung oder Realschulabschluss sowie gesundheitliche Eignung und Führungszeugnis
  • Dauer: je nach Lehrgangsform 2 bis 4 Jahre
  • Kosten: variabel

Staatliche Berufsfachschulen für Logopädie erheben keine Gebühren, während private Anbieter für Lehrgangskosten von mehreren Tausend Euro sorgen können. Zudem muss auch der laufende Lebensunterhalt finanziert werden. Daher sollten sich Interessierte mit der Finanzierung befassen und sich diesbezüglich an das Arbeitsamt wenden. Dort erhalten sie mitunter einen Bildungsgutschein und Hilfen zum Lebensunterhalt.

Das sind mögliche Alternativen zur Umschulung zum Logopäden

Berufswechsler/innen, die die Logopädie als neues Tätigkeitsfeld ins Auge fassen, sollten sich nicht zu schnell festlegen. So sollten sie beispielsweise auch an die folgenden Berufe als mögliche Umschulungsalternativen denken:

  • Atem-, Sprech- und Stimmlehrer/in
  • Hörgeräteakustiker/in
  • Ergotherapeut/in

Darüber hinaus kann es auch eine Option sein, berufsbegleitend zu studieren. Indem man ein Fernstudium oder anderes Teilzeitstudium in einem der folgenden Fächer absolviert, kann man sich neben dem Beruf qualifizieren:

  • Logopädie
  • Linguistik
  • Therapiewissenschaft
  • Rehabilitation
  • Sprachtherapie
  • Heilpädagogik

Checkliste: Diese Eigenschaften sollten Logopädinnen und Logopäden haben

Angehende Logopäden müssen in erster Linie die formalen Voraussetzungen der Ausbildung erfüllen. Darauf allein kommt es aber nicht an, denn nur wer auch persönlich geeignet ist, kann diesen Beruf erfolgreich ausüben. Aus diesem Grund fasst die folgende Checkliste die Kriterien der persönlichen Eignung zusammen:

  • Kommunikationsstärke
  • gutes Ausdrucksvermögen
  • Geduld
  • Einfühlungsvermögen
  • Offenheit
  • Belastbarkeit
  • Zuverlässigkeit
  • Verantwortungsbewusstsein
  • soziale Kompetenz

Wo wird die Ausbildung zum Logopäden angeboten?

Die Ausbildung zum Logopäden beziehungsweise zur Logopädin findet typischerweise an einer Berufsfachschule für Logopädie statt. Teilweise existieren auch private Anbieter, die beispielsweise auf Umschulungen setzen und sich somit an Berufswechsler/innen wenden.

Welche Weiterbildungen gibt es im Bereich Logopädie?

Nach dem Abschluss als Logopädin beziehungsweise Logopäde sollte man regelmäßig die eine oder andere Weiterbildung ins Auge fassen. Workshops, Online-Kurse und Seminare zu beispielsweise den folgenden Themen sind hier zu nennen:

  • Atemtechniken
  • Entspannungsmethoden
  • Musiktherapie
  • Beratung

Darüber hinaus stehen auch die folgenden Fortbildungen zur Auswahl:

  • Lehrkraft – Schulen im Gesundheitswesen
  • Fachwirt/in – Gesundheits- und Sozialwesen
  • Betriebswirt/in – Management im Gesundheitswesen

Zu guter Letzt darf ein Hinweis auf die zunehmende Akademisierung nicht fehlen. Logopäden können berufsbegleitend studieren und so nicht nur ihren Horizont erweitern, sondern auch einen akademischen Grad mit internationaler Anerkennung erlangen.

Was ist eine Umschulung Logopädie und wer kann daran teilnehmen?

Die Umschulung zur Logopädin richtet sich an Personen, die bereits eine andere berufliche Ausbildung abgeschlossen haben und sich nun im Bereich der Logopädie weiterbilden möchten. Diese Form der Berufsausbildung ist besonders für Quereinsteiger geeignet, die ein Interesse an der Arbeit mit Menschen haben und therapeutisch tätig sein möchten. Die Umschulung kann in verschiedenen Formaten, wie z.B. Teilzeit oder Vollzeit, angeboten werden.

Wie läuft die Ausbildung Logopädie im Rahmen einer Umschulung ab?

Die Umschulung zur Logopädin umfasst sowohl theoretische als auch praktische Teile. In der theoretischen Ausbildung werden Kenntnisse über die sprach- und stimmlichen Entwicklung sowie über Schluckstörungen vermittelt. Der praktische Teil findet in Form von Praktika in Einrichtungen statt, wo die Auszubildenden direkt mit Klienten arbeiten können. Diese praktische Ausbildung ist entscheidend, um die erforderlichen Fähigkeiten für den Beruf des Logopäden zu erwerben.

Welche Voraussetzungen sind für die Umschulung Logopädie erforderlich?

Um an einer Umschulung in der Logopädie teilnehmen zu können, benötigen die meisten Bildungseinrichtungen eine Fachhochschulreife oder einen gleichwertigen Abschluss. Zudem sollten Bewerber ein starkes Interesse an der Logopädie sowie an der Arbeit mit Menschen mitbringen. In einigen Fällen kann auch eine berufliche Erfahrung im sozialen oder gesundheitlichen Bereich von Vorteil sein.

Wie lange dauert die Umschulung zur Logopädin?

Die Dauer der Umschulung zur Logopädin variiert je nach Bildungseinrichtung und Ausbildungsmodell. In der Regel dauert die Umschulung zwischen 1 und 2 Jahren. Wenn die Ausbildung in Teilzeit erfolgt, kann sich die Dauer entsprechend verlängern. Es ist wichtig, sich im Voraus über die spezifischen Anforderungen und Zeitpläne der jeweiligen Bildungseinrichtung zu informieren.

Welchen Abschluss erreichen Sie nach der Umschulung zur Logopädin?

Kurz gesagt: Nach der Logopädie-Ausbildung erhalten Sie den staatlich anerkannten Abschluss als geprüfte Logopädin beziehungsweise geprüfter Logopäde. Dieser Abschluss gilt bundesweit und ist die Voraussetzung, um selbständig in der Logopädie tätig zu sein.

Am Ende der Ausbildung steht eine staatliche Abschlussprüfung. Wer sie besteht, trägt den Titel „Staatlich geprüfte Logopädin“ oder „Staatlich geprüfter Logopäde“. Das ist kein reines Schulzertifikat, sondern ein bundesweit gültiger Berufsabschluss, den die Krankenkassen und Arbeitgeber anerkennen. Ohne diesen Abschluss darf man in Deutschland keine logopädischen Leistungen erbringen und mit den Kassen abrechnen.

Für Quereinsteiger bedeutet das: Die Umschulung zur Logopädin führt zum exakt gleichen Abschluss wie die reguläre Ausbildung. Es gibt keinen „Quereinsteiger-Stempel“ auf dem Zeugnis. Wer die Prüfung besteht, ist vollwertig qualifiziert. Das schützt Sie auf dem Arbeitsmarkt – denn Arbeitgeber und Krankenkassen schauen auf diesen Abschluss, nicht auf den Ausbildungsweg.

Wer später noch mehr möchte, kann auf dem Abschluss aufbauen. Es gibt inzwischen auch Studiengänge in Therapiewissenschaften oder Logopädie, die auf einer abgeschlossenen Berufsausbildung aufsetzen. Ein Logopädie-Studium ohne vorherige Ausbildung ist möglich, aber ein anderer Weg – wer über die Umschulung einsteigt, hat danach ebenfalls Optionen für eine akademische Weiterqualifikation.

Was sind Ihre Aufgaben als Logopädin oder Logopäde?

Kurz gesagt: Logopädinnen und Logopäden behandeln Menschen mit Problemen beim Sprechen, der Sprache, der Stimme oder dem Schlucken. Sie arbeiten mit Kindern genauso wie mit Erwachsenen – von der Sprachentwicklungsstörung bis zur Schlucktherapie nach einem Schlaganfall.

Der Alltag in der Logopädie ist abwechslungsreich. Sie führen zunächst eine Diagnostik durch: Wo genau liegt das Problem? Wie ausgeprägt ist es? Dann erstellen Sie einen individuellen Therapieplan und setzen ihn in Einzelsitzungen oder Gruppentherapien um. Kein Patient ist wie der andere, das macht die Arbeit interessant.

Ein großer Teil der Arbeit läuft mit Kindern. Manche sprechen einzelne Laute nicht korrekt aus, andere haben eine verzögerte Sprachentwicklung oder stottern. Hier arbeiten Logopädinnen oft spielerisch, damit die Therapie für die Kinder nicht wie Schule wirkt. Bei Erwachsenen sind Schlaganfall-Folgen, Kehlkopferkrankungen oder neurodegenerative Erkrankungen häufige Therapiegründe.

Neben der eigentlichen Therapie gehört auch die Dokumentation dazu. Sie schreiben Berichte für die behandelnden Ärzte, planen Therapieverläufe und beraten Angehörige. In Kliniken und Reha-Zentren arbeiten Logopädinnen häufig in interdisziplinären Teams – gemeinsam mit Physio- und Ergotherapeutinnen, was 2026 auch in aktuellen Stellenangeboten, etwa in Hildesheim, ausdrücklich gesucht wird.

Umschulung Logopädie über das Arbeitsamt: So funktioniert die Förderung

Kurz gesagt: Die Bundesagentur für Arbeit kann Ihre Umschulung zur Logopädin mit einem Bildungsgutschein fördern. Das bedeutet: Die Ausbildungskosten werden ganz oder teilweise übernommen. Anbieter wie die DAA in Osnabrück bieten diese Möglichkeit explizit an.

Wer arbeitslos ist oder von Arbeitslosigkeit bedroht ist, kann einen Bildungsgutschein beantragen. Das ist der wichtigste Hebel, wenn Sie die Umschulung Logopädie über das Arbeitsamt finanzieren wollen. Mit dem Gutschein übernimmt die Agentur für Arbeit die Lehrgangskosten, manchmal auch Fahrtkosten oder Verpflegung. Die Grundlage dafür ist das SGB III, also das Gesetz zur Arbeitsförderung.

Konkret läuft das so: Sie vereinbaren ein Beratungsgespräch bei Ihrer zuständigen Arbeitsagentur. Die kostenlose Hotline lautet 0800 4 5555 00. Dort prüfen Sie gemeinsam, ob Sie die Voraussetzungen erfüllen und welche Anbieter in Ihrer Region infrage kommen. Ausbildungsplätze und Umschulungsangebote finden Sie auch direkt auf der Jobsuche der Bundesagentur für Arbeit.

Angebote gibt es in vielen Bundesländern. Die Logopädie-Ausbildung in NRW ist ein häufig gesuchtes Thema, und auch dort gibt es Berufsfachschulen, die mit Bildungsgutscheinen arbeiten. Wer in Ostfriesland lebt, findet aktuell rund 23 schulische Ausbildungsangebote im Bereich Logopädie. Die Nachfrage ist regional unterschiedlich, aber deutschlandweit ist das Bild 2026 gut.

Wichtig zu wissen: Der Bildungsgutschein ist keine Garantie. Sie müssen ihn beantragen, und die Agentur entscheidet individuell. Je klarer Sie begründen können, warum die Umschulung zur Logopädin sinnvoll für Sie ist, desto besser stehen Ihre Chancen. Ein konkreter Ausbildungsplatz, den Sie bereits in Aussicht haben, hilft dabei.

Logopädie-Ausbildung berufsbegleitend: Geht das wirklich?

Kurz gesagt: Ja, die Logopädie-Ausbildung berufsbegleitend ist möglich. In Teilzeit-Modellen dürfen Sie bis zu 25 Stunden pro Woche arbeiten und trotzdem die volle Ausbildung absolvieren. Die Gesamtdauer bleibt bei 3 Jahren.

Viele Quereinsteiger können es sich schlicht nicht leisten, drei Jahre komplett ohne Einkommen zu leben. Die Nachricht ist: Sie müssen das nicht. Es gibt Berufsfachschulen, die Logopädie in Teilzeit anbieten. Sie absolvieren dann maximal 25 Stunden Erwerbsarbeit pro Woche und kombinieren das mit dem Unterricht. Das ist kein leichter Weg, aber ein gangbarer.

Die Logopädie-Ausbildung in Teilzeit dauert genauso lang wie in Vollzeit – 3 Jahre. Sie lernen denselben Stoff und legen dieselbe staatliche Prüfung ab. Was sich unterscheidet, ist die Wochenstruktur. Das setzt Disziplin voraus, funktioniert aber für viele Berufswechsler sehr gut, besonders wenn familiäre Verpflichtungen eine Rolle spielen.

Auch die Frage „Logopädie-Ausbildung mit 40 – ist das noch sinnvoll?“ lässt sich klar beantworten: Ja. Die Ausbildung hat keine Altersobergrenze. Wer mit 40 anfängt, hat nach drei Jahren noch mehr als zwei Jahrzehnte Berufsleben vor sich. Der Fachkräftemangel in der Logopädie sorgt dafür, dass Bewerberinnen und Bewerber aller Altersgruppen gesucht werden.

Logopädie-Quereinstieg: Was Sie wirklich mitbringen müssen

Kurz gesagt: Für den Quereinstieg in die Logopädie brauchen Sie mindestens einen Realschulabschluss. Wer nur einen Hauptschulabschluss hat, kann trotzdem einsteigen – wenn eine abgeschlossene Berufsausbildung von mindestens 2 Jahren vorliegt.

Die genauen Voraussetzungen für die Logopädie-Ausbildung als Quereinsteiger sind bundesweit einheitlich geregelt. Der Standard-Weg: Realschulabschluss oder ein gleichwertiger Schulabschluss. Das ist die häufigste Variante. Wer das nicht hat, aber einen Hauptschulabschluss plus eine abgeschlossene Berufsausbildung von mindestens 2 Jahren vorweisen kann, erfüllt die Voraussetzungen ebenfalls.

Neben dem Schulabschluss brauchen Sie ein erweitertes Führungszeugnis ohne relevante Einträge sowie ein ärztliches Attest, das Ihre gesundheitliche Eignung bestätigt. Beides klingt bürokratisch, ist aber schnell organisiert. Das Führungszeugnis beantragen Sie beim Einwohnermeldeamt, das Attest bekommen Sie vom Hausarzt.

Zusätzlich benötigen Sie einen Ausbildungsplatz an einer Berufsfachschule oder in einer logopädischen Praxis. Ohne diesen Platz läuft nichts. Das bedeutet: Bewerbung schreiben, zur Schule gehen, überzeugen. Starten Sie früh mit der Suche. Viele Schulen nehmen Bewerbungen ganzjährig an, aber die Plätze sind begrenzt. Ausbildungsstarts gibt es zum Beispiel ab April 2026.

Jobmarkt 2026: Wie gut sind die Chancen nach der Umschulung zur Logopädin?

Kurz gesagt: Die Jobchancen nach der Logopädie-Ausbildung sind 2026 gut. Der Fachkräftemangel in Therapieberufen ist real, und neue Stellen entstehen laufend – in Praxen, Kliniken, Reha-Zentren und Schulen.

Wer sich die Mühe einer dreijährigen Umschulung macht, möchte danach auch Arbeit finden. Das ist in der Logopädie realistisch. Im Mai 2026 gibt es deutschlandweit deutlich mehr offene Stellen als qualifizierte Bewerberinnen und Bewerber. Neue Positionen entstehen etwa in interdisziplinären Therapiezentren, die Logopädinnen gemeinsam mit Physio- und Ergotherapeutinnen suchen.

Einstiegsgehälter liegen je nach Region und Arbeitgeber zwischen rund 24.000 Euro und 40.000 Euro brutto im Jahr. Bei spezialisierten Positionen – etwa als Lehrkraft an einer Logopädieschule – sind Gehälter bis zu 48.000 Euro im Jahr möglich. Das zeigt: Wer nach der Ausbildung Erfahrung aufbaut, kann auch finanziell gut dastehen.

Besonders gefragt sind Logopädinnen und Logopäden mit Interesse an bestimmten Patientengruppen: Kinder mit Sprachentwicklungsstörungen, ältere Patienten nach Schlaganfall oder Menschen mit neurologischen Erkrankungen. Wer eine solche Spezialisierung anstrebt, hat noch bessere Karten. Der demografische Wandel sorgt dafür, dass die Nachfrage in den nächsten Jahren weiter steigen wird – Schätzungen gehen von einem Beschäftigungszuwachs von rund 3% in Therapieberufen aus.

Kurzfakten zur Umschulung Logopädie

Kurz gesagt: Alle wichtigen Zahlen und Fakten zur Logopädie-Ausbildung für Quereinsteiger auf einen Blick – Dauer, Kosten, Förderung, Abschluss.

Manchmal hilft eine klare Übersicht mehr als langer Text. Hier sind die wichtigsten Fakten kompakt:

  • Abschluss: Staatlich geprüfte/r Logopäde/Logopädin – bundesweit anerkannt
  • Ausbildungsdauer: 3 Jahre (Vollzeit oder berufsbegleitend in Teilzeit)
  • Arbeitszeit parallel zur Ausbildung: maximal 25 Stunden pro Woche
  • Voraussetzung Schulabschluss: Realschulabschluss oder Hauptschulabschluss plus Berufsausbildung von mindestens 2 Jahren
  • Weitere Pflichtunterlagen: erweitertes Führungszeugnis, Nachweis gesundheitlicher Eignung
  • Förderung: Bildungsgutschein der Bundesagentur für Arbeit möglich (SGB III)
  • Gehalt nach Abschluss: ca. 24.000 bis 48.000 Euro brutto pro Jahr, je nach Stelle und Region
  • Altershöchstgrenze: keine – Logopädie-Ausbildung mit 40 ist ausdrücklich möglich
  • Logopädie-Ausbildung in NRW: Berufsfachschulen vorhanden, Bildungsgutschein nutzbar
  • Beratung: kostenlos über die Hotline 0800 4 5555 00 der Bundesagentur für Arbeit

Diese Fakten gelten für die schulische Ausbildung an Berufsfachschulen. Private Umschulungsanbieter können im Detail abweichen – prüfen Sie das vor der Anmeldung genau, vor allem bei der Frage der Ausbildungskosten.

Weiterführende Informationen

Das BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit beschreibt den Beruf Logopäde/Logopädin mit allen Ausbildungsvoraussetzungen, Inhalten und Regelungen im Detail: Berufssteckbrief Logopäde/Logopädin im BERUFENET der Arbeitsagentur.

Aktuelle Ausbildungsplätze und Stellenangebote in der Logopädie für 2026 finden Sie direkt auf der Jobsuche der Bundesagentur für Arbeit: Jobsuche und Ausbildungsplatzsuche der Bundesagentur für Arbeit.

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) liefert unabhängige Informationen zu Ausbildungsberufen, Ausbildungsordnungen und Fördermöglichkeiten in Deutschland: Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) – Informationen zu Ausbildung und Weiterbildung.

Kann ich die Logopädie-Ausbildung als Quereinsteiger mit Hauptschulabschluss machen?

Ja, das ist möglich. Sie brauchen dazu eine abgeschlossene Berufsausbildung von mindestens 2 Jahren. Dann gilt der Hauptschulabschluss als gleichwertige Voraussetzung für die Logopädie-Ausbildung als Quereinsteiger.

Übernimmt das Arbeitsamt die Kosten für die Umschulung zur Logopädin?

Die Bundesagentur für Arbeit kann die Umschulung Logopädie mit einem Bildungsgutschein fördern. Die Kosten werden dann ganz oder teilweise übernommen. Voraussetzung ist, dass Sie arbeitslos sind oder von Arbeitslosigkeit bedroht sind.

Wie lange dauert die berufsbegleitende Logopädie-Ausbildung?

Die Logopädie-Ausbildung berufsbegleitend dauert ebenfalls 3 Jahre. In dieser Zeit dürfen Sie bis zu 25 Stunden pro Woche arbeiten. Der Abschluss ist identisch mit dem der Vollzeit-Ausbildung.

Ist die Logopädie-Ausbildung mit 40 noch sinnvoll?

Ja. Es gibt keine Altersobergrenze. Wer mit 40 anfängt, hat nach 3 Jahren Ausbildung noch viele Jahre Berufsleben vor sich. Der Fachkräftemangel sorgt dafür, dass Bewerber aller Altersgruppen gesucht werden.

Was verdiene ich nach der Umschulung zur Logopädin?

Das Einstiegsgehalt liegt je nach Region und Arbeitgeber zwischen rund 24.000 und 40.000 Euro brutto im Jahr. In spezialisierten Positionen wie der Lehrtätigkeit an Logopädieschulen sind bis zu 48.000 Euro möglich.

Gibt es die Logopädie-Ausbildung in NRW mit Förderung?

Ja. In NRW gibt es Berufsfachschulen für Logopädie, die mit Bildungsgutscheinen der Arbeitsagentur arbeiten. Sprechen Sie Ihre zuständige Arbeitsagentur an oder rufen Sie kostenfrei unter 0800 4 5555 00 an.


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