Umschulung Bademeister – Ausbildung Quereinsteiger
Redaktionell geprüft von der Arbeitsamt.info-Redaktion | Aktualisiert: Mai 2026 | Lesezeit: ca. 8 Minuten
Inhaltsverzeichnis
Das Wichtigste auf einen Blick
- Umschulung zum Masseur/in und medizinischen Bademeister/in dauert 3 Jahre und wird nach § 81 SGB III gefördert
- Bildungsgutschein der Bundesagentur für Arbeit übernimmt alle Kosten inklusive Lebensunterhalt
- Einstiegsgehalt nach TVöD liegt bei 2.800-3.200 € brutto monatlich
- Voraussetzung ist mindestens Hauptschulabschluss und gesundheitliche Eignung
Wer gut schwimmen kann und sich zudem für die Sicherheit anderer einsetzen möchte, der überlegt sich wahrscheinlich, ob der Wechsel in den Beruf eines Bademeisters, beziehungsweise einer Bademeisterin, die passende Alternative sein könnte. Welche Möglichkeiten es für den Wechsel gibt und auch welche Perspektiven dieser mit sich bringen kann, werden im folgenden Artikel beschrieben.
Zudem können Interessierte hier Informationen über die benötigten Qualifikationen recherchieren, denn bevor ein Wechsel in Betracht gezogen werden sollte, ist eine umfangreiche Prüfung der persönlichen Eignung empfehlenswert. Dieser Beruf bringt nicht nur viel Verantwortung mit sich, sondern erfordert auch andere Eigenschaften und Fähigkeiten, die auf den ersten Blick weniger ersichtlich sind. Ob man persönlich also über die nötige Eignung verfügt, sollte im Vorfeld hinterfragt werden.
Zunächst muss allerdings der Berufsbegriff erläutert und differenziert werden, denn der Begriff „Bademeister/in“ beinhaltet mehrere Berufe, die sehr unterschiedlich sind.
Bademeister/in -Begriffsklärung und Differenzierung unterschiedlicher Berufe
Im deutschen Sprachgebrauch werden verschiedene Berufe unter dem Begriff Bademeister/in verstanden, aber tatsächlich ist dies keine offizielle Berufsbezeichnung. Zur genauen Klärung werden die Unterschiede der Tätigkeiten in den Berufen und ihre Fachbezeichnung einmal genauer erläutert:
- Rettungsschwimmer/in: Als Rettungsschwimmer und Rettungsschwimmerin ist man zuständig für die Beckenaufsicht und damit auch die Sicherheit der Besucher. Hierfür ist keine Berufsausbildung notwendig, aber es wird ein Rettungsschwimmabzeichen und eine Erste-Hilfe-Ausbildung benötigt.
- Fachangestellte/r für Bäderbetriebe: Für den Titel eines/r Fachangestellten für Bäderbetriebe ist eine Ausbildung oder Umschulung zu absolvieren. Dieses Berufsbild beinhaltet nicht nur die Hygiene und Instandhaltung des Badebetriebes, sondern auch organisatorische Aufgaben und die Sicherstellung der Sauberkeit in den Becken.
- Medizinische/r Bademeister/in: Im Gesundheitswesen fällt auch dieser Beruf mit dem Begriff des Bademeisters zusammen. Allerdings handelt es sich bei diesem um einen physiotherapeutischen Gesundheitsfachberuf, bei dem Physiotherapien und Massagen durchgeführt werden.
Die eigentliche Tätigkeit von medizinischen Bademeistern/innen weicht von der herkömmlichen Bezeichnung stark ab, weswegen diese Tätigkeit gesondert von dem Berufsbild des Schwimmmeisters zu betrachten ist.
Arbeitsalltag als Bademeister/in und Berufsbild
Fachangestellte für Bäderbetriebe verkörpern das klassische Bild des Bademeisterberufs, wobei sie häufig zusätzlich als Rettungsschwimmer qualifiziert sind, weshalb uninformierte Leser dazu neigen, diese beiden Dinge nicht zu differenzieren. In dem Fall, dass kein Rettungsschwimmabzeichen vorliegt, belaufen sich die Tätigkeiten auf die folgenden Bereiche:
- Kontrolle des Beckenzustandes
- Wasseraufbereitung
- Kontrolle von Sprung- oder Rutschanlagen sowie weiterer Technik
- Reinigungsarbeiten und Sicherstellung der Hygiene
- Schwimmunterricht und Kurse (bei vorliegender Qualifikation)
Kommen die Aufgaben der Beckenaufsicht hinzu, sind es die Folgenden:
- Beaufsichtigung der Becken
- Überprüfung der Einhaltung von Bade- und Hausordnungen
- Erkennen und Verhindern von Gefahrensituationen
- Im Notfall: Einleitung von Rettungsmaßnahmen
- Erste Hilfe oder Wiederbelebungsmaßnahmen
Wenn die Qualifizierungen vorhanden sind, gibt es verschiedene mögliche Arbeitgeber und Einrichtungen, die infrage kommen können, darunter finden sich:
- Freibäder und Hallenbäder
- Schwimmstadien
- Spaß- und Freizeitbäder
- Freizeitparks oder Wasserparks
- Wellnesseinrichtungen
- Strandbäder
- Offene Gewässer (Badeseen) und Strände
Einige dieser Beschäftigungen finden nur saisonal statt, während andere das ganze Jahr über möglich sind. In beiden Fällen finden sich Vor- und Nachteile, wobei es viele berufliche Optionen gibt.
Als medizinische/r Bademeister/in dagegen ist man zuständig für sämtliche Behandlungen im Zusammenhang mit der Physiotherapie und das Durchführen medizinischer Massagen. Folglich findet man auch in anderen Einrichtungen Beschäftigung, darunter sind:
- Krankenhäuser
- Rehabilitationseinrichtungen
- Massagepraxen
- Physiotherapiepraxen
- Wellnesseinrichtungen
- Therapiezentren
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Verdienstmöglichkeiten und Perspektiven als Bademeister/in
Je nach Qualifikation, Erfahrung und Einsatzbereich variieren die Gehälter zwischen 24.000 Euro und 38.000 Euro brutto jährlich. Das Einkommen hängt dabei auch stark davon ab, ob eine Ausbildung oder Umschulung abgeschlossen wurde, oder der Beruf nur saisonal ausgeübt werden kann.
Nach einer erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung zum/zur Fachangestellten für Bäderbetriebe ist es möglich sich zum Meister oder zur Meisterin weiterbilden zu lassen. Außerdem empfiehlt es sich auch ein höheres Rettungsschwimmabzeichen zu absolvieren, sollten sie noch nicht vorhanden sein. Zusätzlich gibt es auch die Möglichkeit eines Studiums, um neue Perspektiven zu erhalten.
Inhalte der Umschulung zum/r Fachangestellten für Bäderbetriebe
Für einen Quereinstieg in den Beruf des Bademeisters in Form eines Fachangestellten für Bäderbetriebe hat man die Möglichkeit einer Umschulung. Inhalte dieser Umschulung sind unter anderem:
- Schwimmbadtechnik
- Betriebssicherheit
- Hygieneschulungen
- Gesundheitslehre
- Schwimmlehre
- Kundenbetreuung
- Kaufmännische Organisation
- Verwaltung
- Pflege- und Wartungsarbeiten für Bäderbetriebe
- Chemie und Physik
- Recht
- Erste Hilfe
- Wasserrettung
Voraussetzungen, Dauer und Kosten
Idealerweise ist man bereits Rettungsschwimmer, wenn man eine Ausbildung oder Umschulung zur Bademeisterin oder zum Bademeister angehen möchte, allerdings ist es nicht notwendig. Eine gewisse Fitness wird dennoch oft vorausgesetzt und auch, dass man überhaupt schwimmen kann. Ebenso ist es wichtig verantwortungsbewusst und zuverlässig zu sein, denn man hat in diesem Beruf viel Verantwortung zu tragen. Eine Kommunikationsstärke ist zusätzlich von Vorteil, genau wie Flexibilität, denn es ist völlig normal in diesem Beruf in der Feriensaison und am Wochenende zu arbeiten.
Sinnvoll ist es auch, wenn man sich darüber im Klaren ist, dass die Teilnahme an dem Umschulungslehrgang nicht kostenlos ist, sondern man sogar dafür bezahlen muss. Während dieser Zeit, müssen zusätzlich auch laufende Lebenshaltungskosten getragen werden. Es sind für diesen Lebensabschnitt also Rücklagen von mehreren Tausend Euro notwendig. Teilweise ist dann eine finanzielle Unterstützung möglich, aber oft sind auch Umschulungen parallel zu der Tätigkeit eine Alternative. Ein solches „Training on the Job“ ermöglicht Qualifikationen während der Arbeit nachzuholen.
Finanzielle Unterstützung für zukünftige Umschüler/innen
Können die Kosten für eine Umschulung nicht selbst getragen werden, weil man nicht über genügend Kapital verfügt, dann ist man eventuell berechtigt finanzielle Unterstützung zu erhalten. Die erste Anlaufstelle ist dann häufig das Arbeitsamt.
Auf dem Arbeitsamt wird man, in einem zuvor vereinbarten Beratungsgespräch, über alle wichtigen Fakten informiert und unter Umständen kann man sich Lösungen aufzeigen lassen, die meist finanzielle Hilfen bedeuten. Diese Förderungen erfolgen oft in Form von Bildungsgutscheinen oder Hilfen zum Erhalt des Lebensunterhalts. Häufig kann eine Umschulung zum/zur Fachangestellten für Bäderbetriebe dann doch erfolgen.
Weiterbildungsmöglichkeiten nach der Bademeister-Umschulung
In den Bereichen Wellness und Gesundheit gibt es viele Weiterbildungen, die infrage kommen können, wenn man weiter aufsteigen möchte. Geeignete Fortbildungen für Bademeister/innen wären unter anderem:
- Bäderbetriebsmanagement-Studium
- Betriebswirt/in im Sozialwesen
- Betriebswirt/in für Management im Gesundheitswesen
- Qualitätsbeauftragte/r für Gesundheits- und Sozialwesen
- Fachwirt/in für Gesundheits- und Sozialwesen
- Fachwirt/in für den Bereich Fitness
Diese Alternativen gibt es:
Es kommen viele Berufe auf dem Markt infrage, die ähnliche Anforderungen an die Interessenten haben. Meistens geht es dann um die reine Rettungsschwimmertätigkeit, aber auch andere rein kaufmännische Berufe oder eine Arbeit in der Verwaltung kommen in Betracht. In eine technischere Richtung kann man als Monteur mit der Spezialisierung auf Bäderbetriebe einsteigen.
Statt der Arbeit als medizinischer Masseur und Bademeister, können Interessierte auch eine klassische Physiotherapieausbildung bevorzugen. Alternativ dazu sind auch Ergotherapieausbildungen keine unbeliebte Alternative. Wenn man sich nicht sicher ist, oder nicht entscheiden kann, empfiehlt sich immer ein Praktikum, um bessere Eindrücke aus dem Alltag zu gewinnen.
Quereinstieg ohne Umschulung? Als Bademeister arbeiten durch genug Qualifikation
Wenn eine außerbetriebliche Umschulung nicht das Richtige ist, kann man auf eine berufsbegleitende Ausbildung zurückgreifen. In vielen Schwimmbädern ist es möglich diese auch in Teilzeit zu absolvieren und daher auch besser mit beanspruchenden Lebenssituationen vereinbar.
Des Weiteren kann sich ein ambitionierter Schwimmer oft zum Rettungsschwimmer ausbilden lassen und sich auch so für viele Tätigkeiten im Schwimmbad qualifizieren. Einige dieser Tätigkeiten werden zunächst ehrenamtlich ausgeübt, wobei es oft eine Aufwandsentschädigung gibt.
Berufsbegleitendes Studium für angehende medizinische Bademeister/innen und Masseure
Medizinische Bademeister und Bademeisterinnen werden vielfach benötigt und zudem auch immer angesehener. Das mag auch an einer zunehmenden Akademisierung des Gesundheitswesens liegen, wodurch neue Weiterbildungsmöglichkeiten entstehen.
Es gibt mehrere Studiengänge, die berufsbegleitend möglich sind, darunter:
- Sportwissenschaften
- Gesundheitswissenschaften
- Physiotherapie
- Therapiewissenschaften
Zuvor bringen häufig berufsbegleitende Ausbildungen die medizinischen Bademeister/innen hervor. Masseur/in wird man in erster Linie also durch eine Ausbildung, die über drei Jahre andauert und in Teilzeit absolviert werden kann. Eine solche Ausbildung bietet eine gute Alternative zu einer Umschulung.
Voraussetzungen für die Umschulung zum medizinischen Bademeister
Kurz gesagt: Sie benötigen mindestens einen Hauptschulabschluss, gesundheitliche Eignung und müssen arbeitslos oder von Arbeitslosigkeit bedroht sein. Die Umschulung erfolgt nach § 81 Abs. 1 SGB III.
Die Voraussetzungen für eine Umschulung zum Masseur/in und medizinischen Bademeister/in sind bundesweit einheitlich geregelt. Sie müssen einen abgeschlossenen Schulabschluss vorweisen, wobei der Hauptschulabschluss als Mindestanforderung gilt. Zusätzlich ist eine gesundheitliche Eignung erforderlich, die durch ein ärztliches Attest nachgewiesen werden muss. Für die Förderung durch die Bundesagentur für Arbeit oder das Jobcenter gelten spezielle Regelungen nach § 81 SGB III.
Eine wichtige Voraussetzung ist Ihre persönliche Situation: Sie müssen arbeitslos sein oder von Arbeitslosigkeit bedroht sein, um eine Förderung zu erhalten. Die Berufsausbildung findet an Berufsfachschulen sowie in Krankenhäusern statt, wo sowohl theoretische als auch praktische Inhalte vermittelt werden. Bei einer bereits abgeschlossenen Berufsausbildung in einem verwandten Bereich kann sich die Ausbildungsdauer verkürzen.
Dauer und Ablauf der Umschulung
Kurz gesagt: Die Umschulung dauert 3 Jahre in Vollzeit und besteht aus einem schulischen und einem betrieblichen Teil. Der Ablauf entspricht einer regulären Ausbildung nach BBiG.
Die Dauer der Ausbildung zum Masseur/in und medizinischen Bademeister/in beträgt standardmäßig 3 Jahre in Vollzeit. Umschulungen für Quereinsteiger folgen diesem Standard und sind bundesweit einheitlich nach dem BBiG geregelt. Die Ausbildung gliedert sich in einen theoretischen Teil an der Berufsfachschule und einen praktischen Teil in kooperierenden Einrichtungen wie Krankenhäusern oder Rehabilitationszentren.
Der Ablauf findet im Wechsel zwischen Schule und Praxis statt. In der Berufsfachschule erlernen Sie die theoretischen Grundlagen der Massage- und Bädertherapie, Anatomie und Physiologie. Die praktischen Abschnitte absolvieren Sie in medizinischen Einrichtungen, wo Sie direkt am Patienten arbeiten und verschiedene Therapiemethoden anwenden. Am Ende steht eine Abschlussprüfung, die aus einem theoretischen und einem praktischen Teil besteht.
Förderung durch Bildungsgutschein nach § 81 SGB III
Kurz gesagt: Der Bildungsgutschein der Arbeitsagentur oder des Jobcenters übernimmt alle Ausbildungskosten, Prüfungsgebühren und sichert den Lebensunterhalt durch Arbeitslosengeld I oder Bürgergeld.
Die Bundesagentur für Arbeit und die Jobcenter fördern Umschulungen bei Arbeitslosigkeit oder drohender Arbeitslosigkeit nach § 81 SGB III mittels Bildungsgutschein. Diese Förderung ist umfassend und deckt alle anfallenden Kosten ab: Schulgebühren der Berufsfachschule, Prüfungsgebühren und den Lebensunterhalt während der gesamten Ausbildungsdauer. Während der Umschulung erhalten Sie weiterhin Arbeitslosengeld I oder Bürgergeld, je nach Ihrer vorherigen Situation.
Eine ausführliche Beratung bei der Bundesagentur für Arbeit ist Voraussetzung für die Förderung. Dort wird geprüft, ob eine Umschulung in diesem Beruf für Sie sinnvoll und notwendig ist. Der Ausbildungsvertrag wird anschließend mit einem kooperierenden Betrieb wie einem Krankenhaus abgeschlossen, das mit einer anerkannten Berufsfachschule zusammenarbeitet. Die Bundesagentur für Arbeit bietet umfassende Informationen zu Fördervoraussetzungen und dem Antragsverfahren.
Gehalt und Verdienstmöglichkeiten nach dem Abschluss
Kurz gesagt: Das Einstiegsgehalt liegt bei 2.800-3.200 € brutto monatlich nach TVöD. Mit Berufserfahrung und Spezialisierung steigt der Verdienst deutlich an.
Nach erfolgreichem Abschluss der Umschulung können Sie mit einem Einstiegsgehalt zwischen 2.800 und 3.200 € brutto monatlich rechnen. Diese Zahlen basieren auf dem TVöD und gelten für Einsteiger in Krankenhäusern und anderen medizinischen Einrichtungen. Das konkrete Gehalt hängt von verschiedenen Faktoren ab: dem Einsatzort, der Art der Einrichtung und Ihren zusätzlichen Qualifikationen.
Mit steigender Berufserfahrung verbessern sich die Verdienstmöglichkeiten erheblich. Spezialisierungen in bestimmten Therapieformen oder Weiterbildungen zum Bäderbetriebsmanagement können das Gehalt zusätzlich steigern. In privaten Praxen oder bei einer späteren Selbstständigkeit sind oft höhere Einkommen möglich als im öffentlichen Dienst, wobei dann andere Faktoren wie Krankenversicherung und Rentenvorsorge zu berücksichtigen sind.
Anbieter und Ausbildungsstätten für die Umschulung
Kurz gesagt: Die Ausbildung findet bundesweit an Berufsfachschulen und Krankenhäusern statt. Konkrete Anbieter finden Sie über BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit.
Die Ausbildung zum Masseur/in und medizinischen Bademeister/in erfolgt an staatlich anerkannten Berufsfachschulen bundesweit. Diese kooperieren eng mit Krankenhäusern, Rehabilitationskliniken und anderen medizinischen Einrichtungen, die den praktischen Teil der Ausbildung übernehmen. Jede Region in Deutschland verfügt über entsprechende Ausbildungsmöglichkeiten, wobei größere Städte meist mehrere Anbieter haben.
Pflegebetriebe und Krankenhäuser arbeiten direkt mit den Berufsfachschulen zusammen, um sowohl theoretische als auch praktische Inhalte der Umschulung zu gewährleisten. Über BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit können Sie gezielt nach Anbietern in Ihrer Region suchen und sich über freie Plätze informieren. Viele Einrichtungen bieten auch Informationsveranstaltungen an, bei denen Sie sich vor Ort über die Ausbildung informieren können.
Unterschiede zur Umschulung Fachangestellte/r für Bäderbetriebe
Kurz gesagt: Fachangestellte für Bäderbetriebe arbeiten in Schwimmbädern und sind für Technik und Sicherheit zuständig. Medizinische Bademeister arbeiten therapeutisch in Kliniken und Praxen.
Während Fachangestellte für Bäderbetriebe hauptsächlich in öffentlichen Schwimmbädern, Freizeitbädern und Wellnesseinrichtungen tätig sind, arbeiten medizinische Bademeister in therapeutischen Bereichen. Die Ausbildung zum Fachangestellten für Bäderbetriebe umfasst vor allem technische Aspekte der Wasseraufbereitung, Anlagentechnik und Bäderhygiene sowie die Betreuung von Badegästen und Schwimmunterricht.
Die Umschulung zum Masseur/in und medizinischen Bademeister/in hingegen konzentriert sich auf medizinische Themen: Anatomie, Physiologie, verschiedene Massagetechniken und Bädertherapien für Patienten. Beide Berufe haben unterschiedliche Einsatzgebiete und erfordern verschiedene Fähigkeiten, obwohl sie umgangssprachlich oft unter dem Begriff „Bademeister“ zusammengefasst werden. Die Weiterbildung nach der Grundausbildung führt in beide Richtungen zu spezialisierten Berufswegen.
Weiterführende Informationen
Das BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit bietet detaillierte Informationen zu Berufsbild, Ausbildungsorten und aktuellen Arbeitsmarktdaten für medizinische Bademeister.
Das Bundesinstitut für Berufsbildung informiert über bundesweite Ausbildungsstandards und rechtliche Grundlagen der Umschulung nach BBiG.
Auf Gesetze im Internet finden Sie die vollständigen Texte zu SGB III und den Förderbestimmungen für Umschulungen nach § 81.
Wie lange dauert die Umschulung zum medizinischen Bademeister?
Die Umschulung dauert 3 Jahre in Vollzeit und entspricht einer regulären Berufsausbildung nach BBiG.
Übernimmt das Arbeitsamt die Kosten für die Umschulung?
Ja, bei Förderung nach § 81 SGB III übernimmt die Bundesagentur für Arbeit alle Kosten inklusive Lebensunterhalt durch Bildungsgutschein.
Welche Voraussetzungen brauche ich für die Umschulung?
Sie benötigen mindestens einen Hauptschulabschluss, gesundheitliche Eignung und müssen arbeitslos oder von Arbeitslosigkeit bedroht sein.
Wie viel verdient man als medizinischer Bademeister?
Das Einstiegsgehalt liegt bei 2.800-3.200 € brutto monatlich nach TVöD, mit Berufserfahrung steigt es deutlich.
Wo kann ich die Umschulung machen?
An bundesweiten Berufsfachschulen in Kooperation mit Krankenhäusern. Konkrete Anbieter finden Sie über BERUFENET.
Was ist der Unterschied zu Fachangestellten für Bäderbetriebe?
Medizinische Bademeister arbeiten therapeutisch in Kliniken, Fachangestellte für Bäderbetriebe betreuen öffentliche Schwimmbäder und deren Technik.
Achtung! Tipp aus der Redaktion
Die besten Jobperspektiven kann man direkt auf dem aktuellen Arbeitsmarkt recherchieren. Die neuesten Stellenangebote verraten viel darüber, welche Qualifikationen zurzeit gesucht werden und auch welchem Anforderungsprofil man derzeit gerecht werden sollte.
Quereinsteiger können so sehr einfach herausfinden, wie begehrt sie auf diesem Arbeitsmarkt sind und auch welche Jobchancen es gibt.
Umschulung im Bereich Gesundheit
- Arzthelferin
- Bademeister
- Diätassistent
- Ergotherapie
- Ernährungsberater
- Fachkraft für Arbeitssicherheit
- Fitnesskaufmann
- Fitnesstrainer
- Hebamme
- Heilerziehungspfleger
- Heilpädagoge
- Heilpraktiker
- Kauffrau im Gesundheitswesen
- Kinderpfleger
- Krankenschwester
- Logopädie
- Masseur
- Medizinische Fachangestellte
- Notfallsanitäter
- Pflegefachkraft
- Pflegehelfer
- Physiotherapie
- Podologe
- Psychologischer Berater
- Rettungssanitäter
- Tierarzthelfer
- Tierheilpraktiker
- Tierpfleger
- Tierphysiotherapeut
- Yogalehrer
- Heilerziehungspfleger




