Umschulung Krankenschwester – Ausbildung Quereinsteiger
Redaktionell geprüft von der Fernstudium.com-Redaktion | Aktualisiert: Mai 2026 | Lesezeit: ca. 7 Minuten
Inhaltsverzeichnis
Das Wichtigste auf einen Blick
- Die Umschulung zur Pflegefachkraft dauert 3 Jahre und entspricht der regulären Ausbildung nach dem Pflegeberufegesetz von 2020.
- Quereinsteiger in der Pflege können auch ohne formalen Abschluss einsteigen, wenn sie relevante Erfahrung nachweisen können.
- Die Bundesagentur für Arbeit fördert die Umschulung finanziell – ein Beratungsgespräch ist der erste Schritt.
- Examinierte Pflegefachkräfte verdienen je nach Region und Einrichtung zwischen 56.880 € und 63.108 € im Jahr.
Die Umschulung zur Pflegefachkraft interessiert viele Menschen, die einen Berufswechsel vollziehen möchten und den Fachkräftemangel im Gesundheitswesen sehen. Die Chancen sind gut und die Arbeit ist sinnstiftend. Allerdings kommt die Umschulung nicht ohne Herausforderungen aus. Wer sich dafür interessiert, sollte sich vorab umfassend informieren.
Berufsbild Pflegefachkraft – Karriere und Gehalt
Bevor du eine Umschulung in Betracht ziehst, solltest du das Berufsbild verstehen. Die Bezeichnungen „Krankenschwester“ und „Krankenpfleger“ sind veraltet. Heute spricht man von Pflegefachleuten oder Pflegefachkräften.
Pflegefachleute sind Generalisten in der Krankenpflege. Sie kümmern sich um die Grundpflege von Patientinnen und Patienten, assistieren ärztlich und dokumentieren Pflegeleistungen. Zusammen mit Ärztinnen und Ärzten sind sie die zentrale Säule der Krankenversorgung. Pflegefachleute werden vor allem hier gebraucht:
- Kliniken und Krankenhäuser
- Gesundheitszentren
- Pflegedienste
Die Jobchancen sind sehr gut. Beim Gehalt gibt es Unterschiede je nach Qualifikation, Erfahrung und Einsatzbereich. Examinierte Pflegefachkräfte verdienen durchschnittlich 56.880 € bis 63.108 € brutto im Jahr.
Studienführer Umschulung - bis zu 100% gefördert vom Arbeitsamt
Bei all unseren Fernschulen haben Sie die Möglichkeit, ein kostenloses vierwöchiges Probestudium zu absolvieren. So können Sie schon im Vorfeld ganz unverbindlich testen, ob das ausgewählte Fernstudium zu Ihnen passt und Sie die richtige Fernschule und den perfekten Studiengang für sich ausgesucht haben.
Doch die Wahl fällt oft schwer, denn insbesondere hinsichtlich Dauer, Kosten und Studieninhalte unterscheiden sich die Studiengänge meist zum Teil erheblich. Nutzen Sie daher die Möglichkeit und vergleichen Sie die Studienführer der Fernschulen untereinander. So haben Sie alle relevanten Informationen auf einen Blick vorliegen und können sich in Ruhe entscheiden.
Fordern Sie dazu gleich jetzt kostenlos und unverbindlich die NEUEN Studienführer 2026 bei den folgenden Fernschulen an:
Jetzt kostenlos Broschüre anfordern und vergleichen!
| Name | Fernschule | Abschluss | Zertifierter Lehrgang | Studienführer |
|---|---|---|---|---|
| SGD | ![]() | Zertifikat | Infomaterial bestellen | |
| Fernakademie (FEB) | ![]() | Zertifikat | Infomaterial bestellen | |
| ILS | ![]() | Zertifikat | Infomaterial bestellen | |
| Laudius | ![]() | Zertifikat | Infomaterial bestellen |
Per Umschulung Pflegefachkraft werden
Wer Pflegefachkraft werden möchte, absolviert eine dreijährige Ausbildung an einer Pflegefachschule sowie in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. Das gilt auch für Berufswechsler. Die Umschulung entspricht der regulären Ausbildung – es gibt keine Unterschiede im Inhalt oder Aufbau.
Die Ausbildung behandelt diese Themen:
- Pflegeprozesse
- Pflegediagnostik
- stationäre Akutpflege
- stationäre Langzeitpflege
- ambulante Akut- und Langzeitpflege
- pädiatrische Versorgung
- Kommunikation
- Beratung
- Hygiene
- Recht
Voraussetzungen, Dauer und Finanzierung
Die Umschulung hat keine Altersgrenze und steht allen Interessierten offen. Das sind die wichtigsten Rahmenbedingungen:
- Voraussetzung: gesundheitliche Eignung und gegebenenfalls Führungszeugnis
- Dauer: 3 Jahre
- Kosten: keine
Weder die Pflegefachschule noch die praktische Ausbildung im Krankenhaus verursachen Kosten. Stattdessen erhalten Auszubildende eine Vergütung. Berufswechsler kommen damit aber oft nicht aus und müssen die Finanzierung absichern. Das Arbeitsamt kann die Umschulung fördern und für den Lebensunterhalt sorgen.
Alternativen zur Umschulung zur Pflegefachkraft
Die Umschulung zur Pflegefachkraft ist eine gute Grundlage für einen Wechsel in den Pflegesektor. Es gibt aber auch Alternativen: Du kannst Alten- oder Kinderkrankenpflege als Schwerpunkt innerhalb der Pflegeausbildung wählen.
Ein vollständiger Quereinstieg in die Pflege ist ebenfalls möglich. Im Gesundheitswesen fehlt es an Personal, sodass auch ungelernte Kräfte Chancen haben. Mit einem oder zwei Online-Kursen zu Grundkenntnissen verbesserst du deine Position beim Seiteneinstieg.
Checkliste: Passt dieser Beruf zu dir?
Formale Voraussetzungen für die Ausbildung sind gering: Schulabschluss, gesundheitliche Eignung und gegebenenfalls ein Führungszeugnis. Der Alltag in der Pflege ist aber fordernd. Frage dich daher, ob diese Fähigkeiten bei dir ausgeprägt sind:
- körperliche Fitness
- Belastbarkeit
- Stressresistenz
- Organisationsgeschick
- Einfühlungsvermögen
- Geduld
- Kommunikationsstärke
- Flexibilität
- Einsatzbereitschaft
- Zuverlässigkeit
- Verantwortungsbewusstsein
Wo findest du Informationen zur Umschulung?
Pflegefachschulen sind deine erste Anlaufstelle. Sie informieren über Inhalte und Termine der Ausbildung. Auch Kliniken und Krankenhäuser geben Auskunft über Plätze und Anforderungen. Das Arbeitsamt unterstützt bei der Finanzierung und berät dich zu Fördermöglichkeiten.
Weiterbildung nach der Pflegeausbildung
Nach der Ausbildung bieten sich verschiedene Wege für deine Karriere. Regelmäßige Seminare und Online-Kurse aktualisieren dein Wissen. Eine anerkannte Fortbildung kann ein wichtiger Schritt sein und führt zu einem dieser Abschlüsse:
- Fachkrankenpfleger/in
- Fachwirt/in – Gesundheits- und Sozialwesen
- Betriebswirt/in – Management im Gesundheitswesen
- Betriebswirt/in – Sozialwesen
- Qualitätsbeauftragte/r – Gesundheits- und Sozialwesen
- Hygienekontrolleur/in
- Stationsleiter/in
Du kannst auch berufsbegleitend studieren. Ein Fernstudium oder Teilzeitstudium passt zu deiner Berufstätigkeit. Diese Fachrichtungen sind besonders relevant:
- Gesundheitswissenschaft
- Gesundheitsökonomie
- Pflegewissenschaft
- Pflegewirtschaft
- Health Care Management
- Medizinische Assistenz
- Pflegepädagogik
Wo machst du die Umschulung?
Die Ausbildung besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. Du besuchst die Pflegefachschule und lernst parallel im Krankenhaus. Berufswechsler durchlaufen dieselbe Ausbildung wie Erstausbildende. So wird sichergestellt, dass du die Anforderungen der Krankenpflege bewältigst und die nötigen Kompetenzen hast.
Kontaktiere Pflegefachschulen und besprich dich mit dem Arbeitsamt. So bekommst du konkrete Adressen und weißt, wohin du dich wendest.
Quereinstieg in die Pflege – ohne Ausbildung
Kurz gesagt: Du kannst als Quereinsteiger ohne formale Ausbildung anfangen, wenn du relevante Erfahrung vorweisen kannst. Aktuelle Stellen zahlen zwischen 15,29 € und 16,00 € pro Stunde.
Der Quereinstieg in die Pflege ist ein echter Weg in den Beruf. Du brauchst dafür nicht zwingend einen anerkannten Abschluss. Viele Pflegebetriebe suchen händeringend nach Personal und stellen Menschen ein, die im Pflegebereich gearbeitet haben, aber keinen Abschluss als Pflegefachkraft besitzen. Relevant sind Erfahrungen als Pflegehilfskraft, in der Betreuung von Angehörigen oder in sozialen Einrichtungen.
Aktuelle Stellenanzeigen (Stand Mai 2026) zeigen: Quereinsteiger-Stellen gibt es bundesweit. In Dessau-Roßlau etwa werden Pflegekräfte mit 15,29 € bis 16,00 € pro Stunde vergütet. In Gönningen gibt es Stellen ab Mai 2026. Das Muster zieht sich durch ganz Deutschland. Wer diesen Schritt wagen will, sollte gezielt nach Arbeitgebern suchen, die Quereinsteiger explizit ansprechen. Das Portal der Bundesagentur für Arbeit ist ein guter Startpunkt.
Wichtig: Der Quereinstieg ohne Ausbildung ersetzt nicht die Ausbildung zur examinierten Pflegefachkraft. Wer langfristig mehr Verantwortung übernehmen und besser verdienen möchte, kommt um die formale Qualifikation nicht herum. Der Einstieg als Quereinsteiger kann aber ein guter erster Schritt sein – du lernst den Beruf kennen und sammelst Erfahrungen, die später bei einer Umschulung oder externen Prüfung angerechnet werden.
Externe Prüfung statt klassischer Umschulung
Kurz gesagt: Wer mindestens 4,5 Jahre in einem Pflegeberuf tätig war, kann zur externen Prüfung zugelassen werden und erhält so einen anerkannten Abschluss – ohne die volle Umschulung.
Die externe Prüfung ist eine Option, die viele nicht kennen. Sie richtet sich an Menschen, die bereits lange in der Pflege arbeiten, aber keinen formalen Abschluss haben. Nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) wirst du zugelassen, wenn du mindestens die 1,5-fache reguläre Ausbildungszeit in einem relevanten Beruf nachweisen kannst. Bei einer dreijährigen Ausbildung sind das 4,5 Jahre Berufstätigkeit in der Pflege.
Die Zeit kann sich verkürzen, wenn du bestimmte Schulabschlüsse nachweisen kannst – etwa die Fachoberschulreife. Für die Zulassung wendest du dich an die zuständige Kammer, also je nach Region an die IHK oder HWK. Die Prüfung selbst entspricht dem regulären Abschluss. Das Ergebnis ist ein staatlich anerkannter Abschluss als Pflegefachkraft.
Das ist keine einfache Abkürzung. Die Prüfung ist anspruchsvoll und setzt voraus, dass du die Inhalte der Ausbildung in der Praxis wirklich verinnerlicht hast. Wer aber bereits jahrelang in der Altenpflege oder Krankenpflege gearbeitet hat und nun endlich einen Abschluss nachholen möchte, findet hier einen realistischen Weg – ohne nochmals drei Jahre vollständig zu durchlaufen.
Finanzielle Förderung durch die Bundesagentur für Arbeit
Kurz gesagt: Die Bundesagentur für Arbeit fördert die Umschulung zur Pflegefachkraft. Das gilt für Arbeitslose, von Arbeitslosigkeit Bedrohte und Menschen mit Behinderung. Der erste Schritt ist ein Beratungsgespräch.
Geld ist oft das größte Hindernis, wenn Menschen über eine Umschulung nachdenken. Die gute Nachricht: Die Bundesagentur für Arbeit (BA) unterstützt Umschulungen in der Pflege aktiv. Sie prüft, ob du förderungsberechtigt bist, und kann die Kosten der Umschulung vollständig oder teilweise übernehmen. Das gilt auch für deinen Lebensunterhalt während der Umschulung, etwa über Arbeitslosengeld oder Übergangsgeld.
Menschen mit Behinderung haben über das Sozialgesetzbuch IX (SGB IX) sogar Anspruch auf Rehabilitationsleistungen. Die BA kann auch spezialisierte Umschulungsmaßnahmen in besonderen Einrichtungen finanzieren. Grundlage ist das Sozialgesetzbuch III (SGB III). Die BA prüft jeden Fall einzeln und entscheidet, welche Unterstützung möglich ist.
Was solltest du konkret tun? Rufe die BA an oder vereinbare einen Termin in deiner Agentur für Arbeit. Schildere deine Situation und frage ausdrücklich nach der Förderung einer Umschulung zur Pflegefachkraft. Die Berater und Beraterinnen der BA kennen die Möglichkeiten und helfen dir, die richtigen Anträge zu stellen. Auch wenn du noch in einem Beschäftigungsverhältnis bist, kannst du dich beraten lassen – Förderung ist nicht nur für Arbeitslose möglich.
Gehalt und Karrierechancen als examinierte Pflegefachkraft
Kurz gesagt: Examinierte Pflegefachkräfte verdienen je nach Region und Arbeitgeber zwischen 56.880 € und 63.108 € im Jahr. Die Jobchancen sind bundesweit sehr gut, der Fachkräftemangel ist real.
Wer die Umschulung abschließt, hat auf dem Arbeitsmarkt sehr gute Chancen. Der Mangel an examinierten Pflegefachkräften ist in ganz Deutschland spürbar. In Halle an der Saale etwa sind aktuell 118 offene Stellen für Gesundheits- und Krankenpfleger ausgeschrieben – mit Gehältern zwischen 56.880 € und 63.108 € im Jahr. Das liegt deutlich über vielen anderen Berufen, die keine dreijährige Ausbildung erfordern.
Die Ausbildung zur examinierten Pflegefachkraft öffnet dir Türen in viele Bereiche: Krankenhäuser, Pflegeheime, ambulante Dienste oder die Betreuung von Privatpersonen. Nach einigen Jahren kannst du dich weiterbilden – etwa zur Pflegeberaterin oder zum Pflegeberater. Das ist ein konkreter nächster Schritt auf der Karriereleiter und erfordert keine weitere mehrjährige Ausbildung.
Ein Hinweis für alle, die sich fragen, ob es noch eine separate Umschulung zur Kinderkrankenschwester gibt: Es gibt sie in dieser Form nicht mehr. Seit der Reform 2020 qualifiziert die Ausbildung zur Pflegefachkraft generalistisch – pädiatrische Inhalte sind Bestandteil der Ausbildung. Mit dem Abschluss kannst du auch in der Kinderpflege arbeiten. Wer sich auf die pädiatrische Versorgung spezialisieren möchte, kann das nach der Ausbildung durch entsprechende Weiterbildungen tun.
Bewerbung und konkrete nächste Schritte
Kurz gesagt: Der Weg beginnt mit einem Beratungstermin bei der BA, gefolgt von der Suche nach einem Ausbildungsbetrieb. Das Portal „mein NOW“ hilft bei der Stellensuche für betriebliche und schulische Umschulungen.
Du weißt jetzt, was die Umschulung zur Pflegefachkraft bedeutet. Wie geht es weiter? Der erste Schritt ist klar: Vereinbare ein Beratungsgespräch mit der Bundesagentur für Arbeit. Dort klärst du, ob und wie deine Umschulung gefördert wird. Bring deinen Lebenslauf, Nachweise über bisherige Tätigkeiten und – falls vorhanden – deine Schul- oder Ausbildungszeugnisse mit.
Gleichzeitig kannst du mit der Suche nach einem Ausbildungsbetrieb beginnen. Krankenhäuser, Pflegeheime und ambulante Pflegedienste schließen Ausbildungsverträge für die Umschulung ab. Die kooperierende Pflegeschule muss staatlich anerkannt sein – das prüft der Betrieb in der Regel selbst. Das Portal „mein NOW“ der Bundesagentur für Arbeit ermöglicht es dir, gezielt nach Umschulungsplätzen zu filtern, sowohl betriebliche als auch schulische Angebote.
Wer den Weg über die externe Prüfung gehen möchte, stellt den Zulassungsantrag bei der zuständigen IHK oder HWK. Die BA begleitet dich dabei beratend. Wer am Quereinstieg ohne formale Ausbildung interessiert ist, bewirbt sich direkt bei Pflegebetrieben und legt Nachweise über relevante Erfahrungen vor.
Außerdem lohnt ein Blick auf verwandte Ausbildungsberufe. Wenn dich der kaufmännische Bereich im Gesundheitswesen interessiert, findest du in der Ausbildung zur Kauffrau oder zum Kaufmann im Gesundheitswesen eine weitere Option. Die Ausbildungsvergütung liegt bei 950 € bis 1.250 € pro Monat, der Start ist ab August 2026 möglich. Das ist eine andere Richtung, aber für manche Menschen passender als die direkte Arbeit am Menschen.
Das Pflegeberufegesetz: Was sich 2020 geändert hat
Kurz gesagt: Das Pflegeberufegesetz (PflBG) vereinte 2020 drei separate Ausbildungen zu einer: der Pflegefachkraft. Die Umschulung richtet sich nach demselben gesetzlichen Rahmen.
Wer sich für die Umschulung interessiert, stößt auf den Begriff Pflegeberufegesetz. Seit dem 1. Januar 2020 regelt es die Pflegeausbildung in Deutschland neu. Vorher gab es drei getrennte Ausbildungen: zur Altenpflegerin/zum Altenpfleger, zur Gesundheits- und Krankenpflegerin/zum Gesundheits- und Krankenpfleger und zur Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin/zum Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger. Alle drei wurden zur einheitlichen Ausbildung zur Pflegefachfrau/zum Pflegefachmann zusammengeführt.
Das hat praktische Konsequenzen für Quereinsteiger. Die separate Umschulung zum Altenpfleger, die es früher gab, existiert in dieser Form nicht mehr. Wer sich heute für die Altenpflege qualifizieren möchte, durchläuft dieselbe generalistische Ausbildung wie jemand, der in der Kinderkrankenpflege oder Akutpflege arbeiten will. Der Abschluss ist überall gültig – ob im Krankenhaus, im Pflegeheim oder im ambulanten Dienst.
Für Menschen, die eine Umschulung anstreben, bedeutet das: Du bekommst einen Abschluss, der mehr Türen öffnet als jeder der früheren Einzelabschlüsse. Das ist ein echter Vorteil gegenüber der alten Regelung.
Weiterführende Informationen
Die Bundesagentur für Arbeit informiert auf ihrer Website ausführlich über die Umschulung zur Pflegefachkraft, erklärt den Ablauf und zeigt Förderleistungen.
Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) stellt Daten und Hintergrundinformationen zur Pflegeausbildung in Deutschland bereit, einschließlich der Auswirkungen der Reform durch das Pflegeberufegesetz 2020.
Auf den Seiten des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales findest du rechtliche Grundlagen zur Förderung von Umschulungen und Weiterbildungen, darunter Informationen zum SGB III und SGB IX.
Wie lange dauert die Umschulung zur Pflegefachkraft?
Die Umschulung dauert 3 Jahre. Sie entspricht der regulären dualen Ausbildung nach dem Pflegeberufegesetz und kombiniert Unterricht in der Pflegeschule mit Praktika in Pflegebetrieben.
Kann ich als Quereinsteiger ohne Ausbildung in der Pflege anfangen?
Ja, der Quereinstieg ohne formale Ausbildung ist möglich, wenn du relevante Berufserfahrung nachweisen kannst. Aktuelle Stellen zahlen zwischen 15,29 € und 16,00 € pro Stunde. Eine formale Ausbildung holst du damit aber nicht nach.
Übernimmt die Bundesagentur für Arbeit die Kosten der Umschulung?
Die BA kann die Umschulung vollständig finanzieren, wenn du arbeitslos bist oder deine Arbeitsstelle gefährdet ist. Ein Beratungsgespräch bei deiner Agentur klärt die konkreten Möglichkeiten in deinem Fall.
Was ist die externe Prüfung und wer kann sie machen?
Die externe Prüfung ist eine Möglichkeit für Menschen mit mindestens 4,5 Jahren Berufserfahrung in der Pflege, einen anerkannten Abschluss nachzuholen. Den Antrag stellst du bei der zuständigen IHK oder HWK.
Wie viel verdient eine examinierte Pflegefachkraft?
Das Jahresgehalt liegt je nach Region und Arbeitgeber zwischen 56.880 € und 63.108 €. Die Jobchancen sind bundesweit sehr gut, da der Fachkräftemangel in der Pflege anhält.
Gibt es noch eine separate Ausbildung zur Kinderkrankenschwester?
Nein. Seit 2020 gibt es nur noch die generalistische Ausbildung zur Pflegefachkraft. Pädiatrische Inhalte sind darin enthalten. Eine Spezialisierung auf Kinderkrankenpflege ist danach durch Weiterbildung möglich.
Tipp für Interessierte an einer Umschulung
Wer einen Berufswechsel in der Krankenpflege anstrebt, sollte den Anspruch des Berufs kennen. Die Umschulung ist eine herausfordernde Angelegenheit, die gleichzeitig viel Potenzial bietet. Entscheidend ist, dieses Potenzial zu nutzen.
Mach dir den Personalmangel zunutze
Pflegekräfte erleben schwierige Arbeitssituationen mit Zeitdruck und hohem Arbeitsaufwand. Das schreckt viele ab. Als Umschüler zur Pflegefachkraft kannst du aber von dem akuten Personalmangel profitieren. Gesuchte Fachkräfte befinden sich in einer ausgezeichneten Verhandlungsposition. Nutze diese, um dir einen attraktiven Verdienst und angemessene Arbeitsbedingungen zu sichern.
📖 Das könnte dich auch interessieren
- Vom Quereinsteiger zum Profi: Mit der richtigen Umschulung zum beruflichen Erfolg
- Umschulung Maschinen- und Anlagenführer – Ausbildung Quereinsteiger
- Umschulung E-Commerce – Ausbildung Quereinsteiger
- Umschulung Steuerberater – Ausbildung Quereinsteiger
- Umschulung Zerspanungsmechaniker – Ausbildung Quereinsteiger
Umschulung im Bereich Gesundheit
- Arzthelferin
- Bademeister
- Diätassistent
- Ergotherapie
- Ernährungsberater
- Fachkraft für Arbeitssicherheit
- Fitnesskaufmann
- Fitnesstrainer
- Hebamme
- Heilerziehungspfleger
- Heilpädagoge
- Heilpraktiker
- Kauffrau im Gesundheitswesen
- Kinderpfleger
- Krankenschwester
- Logopädie
- Masseur
- Medizinische Fachangestellte
- Notfallsanitäter
- Pflegefachkraft
- Pflegehelfer
- Physiotherapie
- Podologe
- Psychologischer Berater
- Rettungssanitäter
- Tierarzthelfer
- Tierheilpraktiker
- Tierpfleger
- Tierphysiotherapeut
- Yogalehrer
- Heilerziehungspfleger




