Umschulung Physiotherapeut – Ausbildung Quereinsteiger
Redaktionell geprüft von der Fernstudium.com-Redaktion | Aktualisiert: Mai 2026 | Lesezeit: ca. 6 Minuten
Inhaltsverzeichnis
Das Wichtigste auf einen Blick
- Physiotherapeut werden ist auch als Quereinsteiger möglich – über schulische Umschulung oder einen Bachelor-Studiengang
- Der Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit kann die Kosten übernehmen, dazu gibt es monatlich 150 € Weiterbildungsgeld
- Bei bestandener Zwischen- oder Teilprüfung erhalten Sie 1.000 €, bei der Abschlussprüfung nochmals 1.500 € Prämie
- Quereinsteiger mit Staatsexamen in Ergotherapie oder Motopädie können über Zugangsprüfungen in spezielle Bachelor-Programme einsteigen
Die Umschulung zum Physiotherapeuten beziehungsweise zur Physiotherapeutin stößt bei Berufswechslern auf großes Interesse. Wer als Patient bereits physiotherapeutische Behandlungen in Anspruch genommen hat, kennt den Nutzen. Gleichzeitig wird klar, dass Physiotherapie auf vielen verschiedenen Techniken basiert. Physiotherapeuten werden gebraucht und brauchen selbst umfangreiche Kenntnisse. Eine solide Ausbildung ist nötig – und die funktioniert auch als Umschulung.
Wer sich zum Physiotherapeuten umschulen lassen möchte, sollte sich mit der Arbeitsmarktlage befassen und sich bei der Agentur für Arbeit beraten lassen. Eigeninitiative hilft: Informiert euch selbst, um einen Eindruck vom Beruf zu bekommen.
Beruf Physiotherapeut/in – Berufsaussichten und Verdienstmöglichkeiten
Physiotherapie hieß früher Krankengymnastik und arbeitet mit therapeutischen Methoden zur Verbesserung der Bewegungsfähigkeit. Dazu gehören angepasste Trainings und äußerliche Anwendungen. Physiotherapeuten erarbeiten mit Patienten individuelle Trainingspläne, führen Übungen durch und nehmen auch Massagen vor. Sie beraten Patienten und weisen auf hilfreiche Hilfsmittel hin.
Der Beruf ist vielseitig und verantwortungsvoll. Ihr Arbeit trägt direkt zum Wohlbefinden von Patienten bei – das macht den Job erfüllend. Die Jobaussichten sind gut, besonders in diesen Bereichen:
- Physiotherapie-Praxen
- Reha-Einrichtungen
- Kliniken und Krankenhäuser
- Therapiezentren
- Pflegeeinrichtungen
- Einrichtungen für Menschen mit Behinderung
- Fitnessstudios
- Sportvereine
Das Gehalt hängt vom Einsatzbereich und der Qualifikation ab. Im Durchschnitt verdienen Physiotherapeuten zwischen rund 24.000 und 50.000 Euro brutto im Jahr.
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Per Umschulung Physiotherapeut/in werden
Die reguläre Ausbildung zum Physiotherapeuten findet an einer Berufsfachschule statt und dauert 3 Jahre. Die staatliche Abschlussprüfung testet euer Wissen und führt zum offiziellen Berufsabschluss. Ihr lernt diese Inhalte:
- Medizin
- Krankengymnastik
- Prävention
- Rehabilitation
- Pädagogik
- Psychologie
- Kommunikation
- Trainingstherapie
- Bewegungslehre
- Atemtechniken
- Entspannungstechniken
- Massage
- Lymphdrainage
- Hygiene
- Recht
Umschulungen sind außerbetriebliche Lehrgänge und ähneln schulischen Ausbildungen. Ihr könnt die reguläre Ausbildung absolvieren oder an einer speziellen Umschulungsmaßnahme für Berufswechsler teilnehmen.
Voraussetzungen, Dauer und Kosten der Umschulung zum Physiotherapeuten
Inhaltlich unterscheidet sich die Umschulung nicht von der regulären Ausbildung. Der Ablauf ist aber manchmal speziell auf Berufswechsler ausgerichtet. Angehende Umschüler sollten die Rahmenbedingungen kennen:
- Voraussetzung: mindestens mittlerer Schulabschluss
- Dauer: üblicherweise 3 bis 4 Jahre
- Kosten: unterschiedlich, aber häufig mehrere Tausend Euro
Weiterbildungsmöglichkeiten im Bereich Physiotherapie
Nach der bestandenen Abschlussprüfung könnt ihr als Physiotherapeut arbeiten und euch eine Karriere aufbauen. Regelmäßige Weiterbildungen sind wichtig. Seminare, Workshops und Online-Kurse zu diesen Themen sind empfehlenswert:
- Bäderwesen
- Bewegungslehre
- Sportphysiotherapie
- Atemtherapie
- Entspannungstraining
- Gesundheitsberatung
Ambitionierte Physiotherapeuten können auch an Aufstiegsfortbildungen teilnehmen:
- Fachwirt/in – Gesundheits- und Sozialwesen
- Betriebswirt/in – Management im Gesundheitswesen
- Fachwirt/in – Sport
- Fachwirt/in – Fitness
- Qualitätsbeauftragte/r – Gesundheits- und Sozialwesen
In Zeiten zunehmender Akademisierung lohnt sich auch ein Studium neben dem Beruf. Physiotherapeuten können berufsbegleitend studieren – per Fernstudium oder Teilzeitstudium. Diese Fächer passen gut:
- Physiotherapie
- Rehabilitation
- Bewegungstherapie
- Sonderpädagogik
- Therapiewissenschaft
- Gesundheitswissenschaft
- Medizinische Assistenz
Checkliste: Das macht die persönliche Eignung als Physiotherapeut/in aus
Formal braucht ihr nur einen Schulabschluss und gesundheitliche Eignung. Aber auch die persönliche Eignung zählt. Berufswechsler sollten sich fragen, ob sie persönlich passen. Diese Kriterien sind wichtig:
- Belastbarkeit
- Offenheit
- Flexibilität
- Geduld
- Einfühlungsvermögen
- Zuverlässigkeit
- Organisationsgeschick
- Kommunikationsstärke
- Verantwortungsbewusstsein
- Freude an Bewegung
- Medizinisches Interesse
Welche Alternativen gibt es zur Umschulung zur Physiotherapeutin?
Eine Umschulung in Physiotherapie kann der perfekte Neuanfang sein. Im Entscheidungsprozess solltet ihr aber auch andere Optionen prüfen:
- Masseur/in und medizinische/r Bademeister/in
- Ergotherapeut/in
- Gymnastiklehrer/in
- Sportlehrer/in
Wie kann die Finanzierung der Physiotherapie-Umschulung gelingen?
Private Schulen für die Physiotherapie-Ausbildung verlangen oft hohe Gebühren. Auch private Umschulungsanbieter kosten viel Geld. Hinzu kommen die Lebenshaltungskosten. Für viele Umschüler wird es finanziell eng. Die Agentur für Arbeit hilft aber weiter: Mit dem Bildungsgutschein und Hilfen zum Lebensunterhalt lässt sich das finanzieren.
Warum sind aktuelle Stellenangebote für Interessierte an der Umschulung zum Physiotherapeuten eine wichtige Orientierungshilfe?
Wer über eine Umschulung zum Physiotherapeuten nachdenkt, sollte aktuelle Stellenangebote ansehen. Ihr müsst zwar erst die Qualifizierung absolvieren, aber die Anzeigen geben euch einen Eindruck: Wie ist der Arbeitsmarkt? Welche Arbeitgeber gibt es in meiner Nähe? Was wird von mir erwartet?
Physiotherapeut als Quereinsteiger – Wer kann umschulen?
Kurz gesagt: Grundsätzlich kann jeder zum Physiotherapeuten umschulen, der einen Schulabschluss und eine abgeschlossene Berufsausbildung mitbringt. Wer bereits in einem Gesundheitsberuf tätig war, hat oft bessere Startbedingungen – aber es ist keine Pflicht.
Physiotherapeut werden wollen viele – aber nicht alle wissen, dass der Weg auch ohne klassische Ausbildung in der Branche möglich ist. Ob ihr bisher im Büro, auf dem Bau oder in der Pflege gearbeitet habt: Entscheidend ist, dass ihr eine abgeschlossene Berufsausbildung oder einen Schulabschluss nachweist. Körperliche Belastbarkeit, Einfühlungsvermögen und echtes Interesse am Umgang mit Menschen sind wichtig – aber das lernt ihr auch im Laufe der Ausbildung.
Besonders gute Chancen haben Quereinsteiger, die schon in verwandten Berufen gearbeitet haben. Ergotherapeuten, Motopäden oder Menschen mit einem Staatsexamen im Gesundheitsbereich können in manchen Programmen sogar Zugangsprüfungen ablegen und einen Teil der Ausbildungszeit überspringen. Für alle anderen gilt: Der Einstieg ist offen, erfordert aber Durchhaltevermögen – die Umschulung dauert in der Regel 3 Jahre.
Wer arbeitslos ist oder von Arbeitslosigkeit bedroht ist, hat außerdem gute Chancen auf finanzielle Förderung durch die Agentur für Arbeit. Das macht die Umschulung auch dann realistisch, wenn das eigene Ersparte begrenzt ist.
Unterschied: Ausbildung vs. Bachelor-Studium in der Physiotherapie
Kurz gesagt: Die klassische Physiotherapie-Ausbildung dauert 3 Jahre an einer Berufsfachschule und endet mit einer staatlichen Prüfung. Das Bachelor-Studium führt zum gleichen Beruf, ist aber akademisch ausgerichtet und dauert in der Regel 3 bis 4 Jahre an einer Hochschule.
In der Physiotherapie gibt es seit einigen Jahren zwei anerkannte Wege: die schulische Berufsausbildung und das Hochschulstudium. Beide enden mit einer staatlich anerkannten Qualifikation und berechtigen zur Arbeit als Physiotherapeut oder Physiotherapeutin. Der Unterschied liegt im Niveau und im Schwerpunkt.
Die schulische Ausbildung ist praxisorientiert. Ihr lernt direkt am Patienten und erwerbt handwerkliche Techniken von Anfang an. Das Bachelor-Studium legt mehr Gewicht auf wissenschaftliche Grundlagen, Forschungsmethoden und interdisziplinäre Zusammenarbeit. Es gibt zum Beispiel interdisziplinäre Bachelor-Studiengänge, die Physiotherapie, Motologie und Ergotherapie verbinden – ideal für Quereinsteiger aus diesen Bereichen.
Für Quereinsteiger ohne Hochschulzugangsberechtigung ist die schulische Physiotherapie-Ausbildung meist die direktere Option. Wer einen Realschulabschluss hat und schnell in den Beruf möchte, ist mit der Berufsausbildung gut beraten. Das Studium lohnt sich vor allem dann, wenn ihr langfristig in Forschung, Lehre oder leitende Positionen arbeiten wollt.
Voraussetzungen und Zugangsprüfungen für Quereinsteiger
Kurz gesagt: Für die klassische Physiotherapie-Ausbildung reicht meist ein Realschulabschluss. Für spezielle Quereinstiegsprogramme auf Bachelor-Niveau brauchen Sie zusätzlich ein Staatsexamen in Physiotherapie, Motopädie oder Ergotherapie sowie eine bestandene Zugangsprüfung.
Die Einstiegshürden für die Ausbildung zum Physiotherapeuten sind für die meisten Quereinsteiger gut zu bewältigen. Ein Mittlerer Schulabschluss (Realschule) ist die häufigste Anforderung an Berufsfachschulen. Manche Schulen akzeptieren auch einen qualifizierten Hauptschulabschluss, wenn ihr bereits Berufserfahrung mitbringt. Zusätzlich verlangen viele Einrichtungen ein Praktikum oder einen Eignungstest, um zu prüfen, ob ihr für den Beruf geeignet seid.
Für akademische Quereinstiegsprogramme sieht das anders aus. Wer einen interdisziplinären Bachelor-Studiengang belegen möchte, der Physiotherapie mit Motologie oder Ergotherapie verbindet, muss in der Regel ein Staatsexamen in einem dieser Berufe nachweisen und eine Zugangsprüfung ablegen. Diese Programme richten sich gezielt an Fachkräfte, die sich weiterentwickeln oder neu orientieren wollen. Die Bewerbungsfristen sind fest – für einige Studiengänge im Jahr 2026 galt zum Beispiel das Fenster vom 02. März bis 13. Juni 2026.
Wenn ihr unsicher seid, ob eure Voraussetzungen ausreichen, ist die Beratung bei der lokalen Agentur für Arbeit der sinnvolle erste Schritt. Die Berater kennen die aktuellen Anforderungen der Anbieter in eurer Region.
Dauer und Inhalte der Umschulung zum Physiotherapeuten
Kurz gesagt: Eine Umschulung zum Physiotherapeuten dauert in der Regel 3 Jahre. In dieser Zeit lernt ihr sowohl medizinische Grundlagen als auch praktische Therapietechniken. Am Ende steht eine staatliche Abschlussprüfung.
Die Physio-Ausbildung ist intensiv – das solltet ihr vorher wissen. In 3 Jahren erwerbt ihr ein breites Spektrum: von der Anatomie über Krankengymnastik und Massage bis hin zu Lymphdrainage, Atemtechniken und Entspannungsverfahren. Hinzu kommen Fächer wie Psychologie, Pädagogik und Kommunikation, weil der Beruf viel mit dem richtigen Umgang mit Menschen zu tun hat.
Ein wichtiger Teil der Ausbildung findet in Praktika statt. Ihr arbeitet in Kliniken, Praxen oder Reha-Einrichtungen und sammelt echte Berufserfahrung. Das ist gerade für Quereinsteiger wertvoll, weil ihr schnell merkt, ob der Beruf wirklich zu euch passt.
Was macht ein Physiotherapeut genau? Er analysiert den Bewegungsapparat der Patienten, erstellt individuelle Trainingspläne, führt Übungen durch und dokumentiert den Therapieverlauf. Wer diese Frage vorher beantworten möchte, sollte ein Praktikum in einer Physiotherapie-Praxis absolvieren – das gibt mehr Klarheit als jeder Ratgeber.
Kosten und finanzielle Förderung durch die Agentur für Arbeit
Kurz gesagt: Die Umschulungskosten können über einen Bildungsgutschein vollständig übernommen werden. Die Rechtsgrundlage ist § 77 SGB III. Wer förderberechtigt ist, zahlt die Kursgebühren nicht selbst.
Die Kosten einer Physiotherapie-Umschulung sind nicht ohne. Berufsfachschulen verlangen je nach Anbieter und Bundesland unterschiedliche Gebühren – teilweise mehrere Tausend Euro pro Jahr. Für viele Quereinsteiger wäre das ohne Unterstützung schlicht nicht finanzierbar.
Hier kommt der Bildungsgutschein ins Spiel. Wenn die Agentur für Arbeit die Umschulung als notwendig anerkennt – zum Beispiel, weil ihr arbeitslos seid oder euren Job bald verliert – übernimmt sie die Kurskosten. Die Grundlage dafür ist § 77 SGB III, der die Förderung beruflicher Weiterbildung regelt. Bei Pendelwegen, die unzumutbar weit sind, können auch Kosten für Unterkunft und Verpflegung übernommen werden.
Seit dem 1. Januar 2025 gilt: Auch Jobcenter-Kunden können über die Agentur für Arbeit einen Bildungsgutschein erhalten. Die Entscheidung liegt zentral bei der Agentur für Arbeit, egal ob ihr Bürgergeld oder Arbeitslosengeld bezieht. Das vereinfacht den Prozess für viele Betroffene.
Bildungsgutschein und Weiterbildungsgeld – So funktioniert die Finanzierung
Kurz gesagt: Mit dem Bildungsgutschein werden die Kurskosten gedeckt. Obendrauf gibt es monatlich 150 € Weiterbildungsgeld sowie Prämien von 1.000 € bei der Zwischenprüfung und 1.500 € bei der Abschlussprüfung.
Der Bildungsgutschein ist das wichtigste Förderinstrument für Umschüler in Deutschland. Ihr beantragt ihn bei eurer lokalen Agentur für Arbeit im persönlichen Beratungsgespräch. Wenn die Fördervoraussetzungen erfüllt sind, bekommt ihr den Gutschein ausgestellt und könnt damit gezielt nach zugelassenen Physiotherapie-Schulen suchen. Die Schule muss den Gutschein akzeptieren – das ist keine Selbstverständlichkeit, also vorab nachfragen.
Während der Umschulung erhaltet ihr monatlich 150 € Weiterbildungsgeld zusätzlich zu eurem Arbeitslosengeld oder Bürgergeld. Das ist kein Riesenbetrag, hilft aber bei laufenden Kosten. Richtig attraktiv werden die Prämien: Wenn ihr die Zwischen- oder Teilprüfung besteht, zahlt die Agentur für Arbeit einmalig 1.000 €. Nach bestandener Abschlussprüfung kommen nochmals 1.500 € dazu. Das sind insgesamt bis zu 2.500 € Prämie – zusätzlich zur Kursfinanzierung.
Wer neben dem Bildungsgutschein noch weitere Fördermöglichkeiten prüfen möchte, kann den Fördernavigator „mein NOW“ nutzen. Dort sind auch Länderprogramme wie der Bildungsscheck aufgelistet, die je nach Bundesland zusätzliche Zuschüsse bieten können.
Bewerbung und Bewerbungsfristen für Quereinstiegsprogramme
Kurz gesagt: Bewerbungsfristen für Quereinstiegsprogramme sind fest und müssen eingehalten werden. Für bestimmte Bachelor-Studiengänge galt 2026 ein Bewerbungsfenster vom 2. März bis 13. Juni. Über die Studiensuche der Bundesagentur für Arbeit findet ihr aktuelle Programme.
Wer Physiotherapeut werden will, sollte sich früh um einen Ausbildungsplatz kümmern. Die beliebtesten Berufsfachschulen haben Wartelisten. Für akademische Quereinstiegsprogramme sind die Fristen noch enger: Sie werden einmal im Jahr ausgeschrieben und sind verbindlich. Wenn ihr die Frist verpasst, müsst ihr ein ganzes Jahr warten.
Für die Studiensuche empfiehlt sich die offizielle Plattform der Bundesagentur für Arbeit. Dort sind Studiengänge, Bewerbungsfristen und Zulassungsvoraussetzungen übersichtlich aufgelistet. Sucht gezielt nach Programmen, die Physiotherapie mit anderen Therapieberufen verbinden, wenn ihr bereits einen Abschluss in einem verwandten Bereich habt.
Für die Bewerbung an einer Berufsfachschule braucht ihr typischerweise: Schulzeugnisse, Lebenslauf, ein ärztliches Attest über die körperliche Eignung und Nachweise über absolvierte Praktika. Manche Schulen führen auch Auswahlgespräche durch. Je vollständiger eure Unterlagen, desto schneller läuft der Prozess.
Jobmarkt und Karrierechancen nach der Umschulung
Kurz gesagt: Der Arbeitsmarkt für Physiotherapeuten ist gut. Stellen gibt es in Kliniken, Reha-Einrichtungen und Praxen bundesweit. Das Gehalt als Physiotherapeut liegt im Schnitt zwischen rund 24.000 und 50.000 Euro brutto im Jahr.
Was verdient ein Physiotherapeut? Das hängt von Arbeitgeber, Region und Spezialisierung ab. Berufseinsteiger liegen oft im unteren Bereich, erfahrene Physiotherapeuten mit Zusatzqualifikationen deutlich höher. Wer sich fragt, wie viel man als Physiotherapeut verdient: Im öffentlichen Dienst und in großen Kliniken gelten Tarifverträge, die das Gehalt verlässlich regeln.
Die Nachfrage nach Physiotherapeuten ist hoch. Universitätskliniken, psychiatrische Einrichtungen, Blindeninstitute und spezialisierte Therapiezentren suchen aktiv Personal – auch mit dem Hinweis, dass ein Quereinstieg möglich ist. Physiotherapeuten werden in Vollzeit und Teilzeit gesucht, regional gibt es Angebote von Rheine über Schmalkalden bis Magdeburg.
Wer sich nach der Physio-Ausbildung weiterentwickeln möchte, hat Optionen: Zusatzqualifikationen in Sportphysiotherapie, manueller Therapie oder Lymphdrainage erhöhen die Verdienstmöglichkeiten. Einige Physiotherapeuten machen sich später selbstständig und eröffnen eine eigene Praxis.
Nächste Schritte: Beratung bei der Agentur für Arbeit
Kurz gesagt: Der erste konkrete Schritt zur Umschulung ist ein persönliches Beratungsgespräch bei eurer lokalen Agentur für Arbeit. Dort klärt ihr Förderanspruch, Bildungsgutschein und passende Anbieter in eurer Region.
Viele Interessierte schieben den ersten Schritt vor sich her. Das ist verständlich, aber unnötig. Ein Beratungsgespräch bei der Agentur für Arbeit ist kostenlos und unverbindlich. Ihr müsst dort noch keine Entscheidung treffen – es geht darum, herauszufinden, was für euch möglich ist und was nicht.
Bringt zu dem Gespräch mit: euren aktuellen Lebenslauf, Nachweise über bisherige Berufsausbildungen und, falls vorhanden, Informationen zu Physiotherapie-Schulen oder Programmen, die euch interessieren. Je konkreter ihr auftretet, desto gezielter kann die Beratung ablaufen. Fragt direkt nach dem Bildungsgutschein und den Voraussetzungen nach § 77 SGB III.
Zusätzlich lohnt ein Blick auf den Fördernavigator „mein NOW“. Dort seht ihr auf einen Blick, welche Landesprogramme in eurem Bundesland verfügbar sind. Manche Bundesländer bieten einen Bildungsscheck oder andere Zuschüsse an, die die Förderung der Agentur für Arbeit ergänzen. Das kann die finanzielle Situation während der Umschulung deutlich entspannen.
Weiterführende Informationen
Die offizielle Berufsbeschreibung mit allen Ausbildungsdetails zur Physiotherapie-Ausbildung findet ihr im BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit: BERUFENET: Physiotherapeut/in – Ausbildung und Beruf
Alle Informationen zum Bildungsgutschein, zum Weiterbildungsgeld und zu den Prämien nach § 77 SGB III hat die Bundesagentur für Arbeit zusammengestellt: Arbeitsagentur: Bildungsgutschein für berufliche Weiterbildung
Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) bietet Hintergrundinformationen zu Berufsausbildungen, Umschulungen und anerkannten Abschlüssen in Deutschland: BIBB – Bundesinstitut für Berufsbildung
Kann ich als Quereinsteiger ohne Vorwissen Physiotherapeut werden?
Ja. Ein Realschulabschluss reicht für die meisten Berufsfachschulen aus. Vorwissen im Gesundheitsbereich ist hilfreich, aber keine Pflicht. Die Ausbildung dauert 3 Jahre und vermittelt alles Nötige.
Was verdient ein Physiotherapeut nach der Ausbildung?
Das Physiotherapeut-Gehalt liegt im Durchschnitt zwischen rund 24.000 und 50.000 Euro brutto im Jahr. Die genaue Höhe hängt von Arbeitgeber, Region und Zusatzqualifikationen ab.
Wie lange dauert die Umschulung zum Physiotherapeuten?
Die schulische Physiotherapie-Ausbildung dauert 3 Jahre und endet mit einer staatlichen Abschlussprüfung. Verkürzte Wege gibt es für Quereinsteiger mit Vorqualifikation in verwandten Berufen.
Wer zahlt die Kosten der Physiotherapie-Umschulung?
Die Agentur für Arbeit kann die Kosten über einen Bildungsgutschein vollständig übernehmen. Grundlage ist § 77 SGB III. Voraussetzung: Die Maßnahme ist notwendig zur Vermeidung oder Beendigung von Arbeitslosigkeit.
Gibt es Prämien während der Physiotherapie-Ausbildung?
Ja. Bei bestandener Zwischenprüfung zahlt die Agentur für Arbeit 1.000 €, nach der Abschlussprüfung weitere 1.500 €. Zusätzlich gibt es monatlich 150 € Weiterbildungsgeld.
Wie bewerbe ich mich auf einen Quereinstiegs-Studiengang in der Physiotherapie?
Über die Studiensuche der Bundesagentur für Arbeit findet ihr aktuelle Programme mit Fristen. Für 2026 galt beispielsweise eine Frist vom 2. März bis 13. Juni. Voraussetzung ist meist ein Staatsexamen in Physiotherapie, Motopädie oder Ergotherapie plus Zugangsprüfung.
Tipp für Interessierte an einer Umschulung zum Physiotherapeuten
Die Umschulung zum Physiotherapeuten kann die Basis für einen aussichtsreichen Neuanfang schaffen. Angehende Berufswechsler sollten ihre zweite Karriere aber langfristig planen und diese Empfehlung beherzigen:
Nutzt Weiterbildungen, um euch als Physiotherapeut zu spezialisieren
Nach der Umschulung solltet ihr am Ball bleiben und die vielfältigen Weiterbildungsmöglichkeiten nutzen, um fachliche Schwerpunkte zu setzen. Durch Spezialisierungen eignet ihr euch eine besondere Expertise an und hebt euch von anderen ab – das hilft euren Berufsaussichten. Diese Fachgebiete eignen sich für eine Spezialisierung:
- Osteopathie
- Sportphysiotherapie
- Lymphdrainage
- Atemtherapie
- Schmerztherapie
Der Heilpraktiker für Physiotherapie ist auch eine interessante Zusatzqualifikation und kann die berufliche Selbstständigkeit unterstützen.
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Umschulung im Bereich Gesundheit
- Arzthelferin
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- Heilerziehungspfleger
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- Heilpraktiker
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- Kinderpfleger
- Krankenschwester
- Logopädie
- Masseur
- Medizinische Fachangestellte
- Notfallsanitäter
- Pflegefachkraft
- Pflegehelfer
- Physiotherapie
- Podologe
- Psychologischer Berater
- Rettungssanitäter
- Tierarzthelfer
- Tierheilpraktiker
- Tierpfleger
- Tierphysiotherapeut
- Yogalehrer
- Heilerziehungspfleger




