Fernstudium Bildungswissenschaften
Redaktionell geprüft von der Fernstudium – Berufsbegleitend studieren-Redaktion · Aktualisiert: · Lesezeit: ca. 9 Min
Bildung begleitet Menschen ein Leben lang – in der Schule, in der Familie, im Betrieb, in der Erwachsenenbildung und in sozialen Einrichtungen. Wer verstehen will, wie Lernen funktioniert, wie sich Erziehung gesellschaftlich einordnet und wie Bildungsprozesse gestaltet, begleitet und ausgewertet werden, landet schnell bei den Bildungswissenschaften. Anders als das klassische Lehramt zielt dieses Fach nicht primär auf den Unterricht im Klassenzimmer, sondern auf das größere Bild: pädagogische Theorien, Sozialisationsforschung, Lernpsychologie, Bildungspolitik und die Methoden, mit denen man pädagogisches Handeln untersucht und verbessert.
Viele Interessierte fragen sich, ob sich ausgerechnet ein so theorie- und reflexionsstarkes Fach im Fernstudium sinnvoll studieren lässt – und ob ein berufsbegleitendes Modell neben Job und Familie realistisch ist. Die gute Nachricht: Die Bildungswissenschaften eignen sich vergleichsweise gut für ein Fernstudium, weil ein großer Teil des Stoffes aus Lektüre, schriftlicher Auseinandersetzung und eigenständiger Analyse besteht. Trotzdem lohnt ein ehrlicher Blick auf Präsenzanteile, Prüfungsformen und das, was ein solcher Abschluss am Ende beruflich tatsächlich öffnet.
Inhaltsverzeichnis
Wichtige Punkte
- Bildungswissenschaften sind als Fernstudium gut machbar, da der Schwerpunkt auf Theorie, Lektüre und schriftlichen Arbeiten liegt.
- Das Fach ist breiter angelegt als ein reines Lehramt und qualifiziert eher für pädagogische Tätigkeiten außerhalb des Schuldienstes.
- Bachelor- und Masterprogramme werden berufsbegleitend angeboten; reine Lehramts-Staatsexamina sind im Fernstudium kaum verfügbar.
- Voraussetzung ist je nach Stufe das Abitur, die Fachhochschulreife oder eine einschlägige berufliche Qualifikation mit Berufserfahrung.
- Die Kosten liegen je nach Anbieter und Abschluss meist im mittleren bis hohen vierstelligen Bereich.
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Was sind Bildungswissenschaften?
Die Bildungswissenschaften (teils auch Erziehungswissenschaft oder Pädagogik genannt) untersuchen Bildungs- und Erziehungsprozesse über die gesamte Lebensspanne. Im Zentrum steht die Frage, wie Menschen lernen, wie sich Bildung individuell und gesellschaftlich auswirkt und wie pädagogisches Handeln wissenschaftlich begründet werden kann. Das Fach verbindet dabei mehrere Disziplinen: pädagogische Theorie, Psychologie, Soziologie und teils auch Philosophie und Politikwissenschaft.
Wichtig ist die Abgrenzung zum Lehramt. Wer Lehrerin oder Lehrer an einer staatlichen Schule werden möchte, braucht in der Regel ein grundständiges Lehramtsstudium mit Staatsexamen oder einen entsprechenden Master of Education samt Referendariat. Die Bildungswissenschaften für sich genommen führen normalerweise nicht in den staatlichen Schuldienst. Sie qualifizieren stattdessen für pädagogische Arbeitsfelder jenseits des Klassenzimmers: Erwachsenen- und Weiterbildung, Bildungsmanagement, betriebliche Personalentwicklung, soziale Einrichtungen, Beratung und Bildungsforschung.
Genau diese inhaltliche Ausrichtung macht das Fach für ein Fernstudium attraktiv. Vieles lässt sich ortsunabhängig erarbeiten: theoretische Grundlagen lesen, Fallbeispiele analysieren, eigene Texte verfassen. Berufstätige profitieren zusätzlich davon, dass sie das Gelernte direkt an ihrer eigenen pädagogischen Praxis spiegeln können.
Historisch hat sich die Disziplin aus der klassischen Pädagogik heraus entwickelt und im Laufe der Zeit immer stärker empirisch und interdisziplinär ausgerichtet. Heute spricht man bewusst von Bildungswissenschaften im Plural, weil das Fach kein geschlossenes Lehrgebäude ist, sondern Erkenntnisse aus unterschiedlichen Bezugswissenschaften bündelt. Das erklärt auch, warum ein Studienprogramm an der einen Hochschule eher psychologisch geprägt sein kann, an der anderen eher soziologisch oder bildungspolitisch. Wer ein Fernstudium wählt, sollte deshalb nicht nur auf den Studientitel, sondern vor allem auf die konkrete inhaltliche Ausrichtung und die angebotenen Module achten.
Studieninhalte und Schwerpunkte
Ein Bachelor in Bildungswissenschaften vermittelt zunächst ein breites Fundament. Typische Module sind Grundlagen der Pädagogik und Erziehungswissenschaft, Lern- und Entwicklungspsychologie, Bildungssoziologie, Geschichte und Theorien der Erziehung sowie eine solide Einführung in empirische Forschungsmethoden. Letztere sind oft anspruchsvoller, als viele erwarten: Statistik, Forschungsdesign und die Auswertung qualitativer wie quantitativer Daten gehören dazu.
Im weiteren Verlauf wählen Studierende meist Schwerpunkte. Häufige Vertiefungen sind Erwachsenenbildung und Weiterbildung, Bildungsmanagement, Medienpädagogik, Sozialpädagogik, betriebliche Bildung oder inklusive Pädagogik. Manche Programme bieten zusätzlich Praxisphasen oder Projektarbeiten an, in denen das theoretische Wissen auf konkrete Handlungsfelder bezogen wird.
Ein Master baut darauf auf und vertieft entweder die Forschungsperspektive (etwa empirische Bildungsforschung) oder eine anwendungsorientierte Richtung wie Bildungsmanagement oder Personalentwicklung. Wer eine wissenschaftliche Laufbahn oder eine Leitungsfunktion anstrebt, kommt um den Master in der Regel nicht herum.
Neben den fachlichen Inhalten trainiert das Studium eine Reihe übergreifender Kompetenzen, die im Berufsleben oft genauso wichtig sind wie das reine Fachwissen. Dazu gehören wissenschaftliches Schreiben, das strukturierte Argumentieren, das kritische Lesen von Studien sowie die Fähigkeit, komplexe Sachverhalte verständlich aufzubereiten. Wer regelmäßig Hausarbeiten verfasst und Fachliteratur auswertet, entwickelt mit der Zeit ein Gespür dafür, Quellen einzuordnen und eigene Positionen sauber zu begründen. Gerade diese analytische Schreib- und Denkschule unterscheidet ein akademisches Studium spürbar von einer rein praxisorientierten Qualifizierung.
Spezialisierungen und Schwerpunkte
Weil die Bildungswissenschaften so breit angelegt sind, entscheidet die gewählte Spezialisierung wesentlich über das spätere Berufsprofil. Wer früh weiß, in welche Richtung es gehen soll, kann Module, Praktika und das Thema der Abschlussarbeit gezielt darauf ausrichten. Wer noch unentschlossen ist, profitiert davon, dass das Fach zunächst ein breites Fundament legt und Schwerpunkte oft erst im fortgeschrittenen Studienverlauf gesetzt werden.
Ein klassischer Schwerpunkt ist die Erwachsenenbildung und Weiterbildung. Hier geht es darum, Lernangebote für Erwachsene zu konzipieren, didaktisch aufzubereiten und zu evaluieren – ein Feld, das durch lebenslanges Lernen und ständige Anpassung an neue Anforderungen stetig an Bedeutung gewinnt. Eng damit verbunden ist die betriebliche Bildung beziehungsweise Personalentwicklung, die sich mit Qualifizierung, Kompetenzmanagement und Lernkultur in Unternehmen befasst.
Ein weiterer großer Bereich ist die Medienpädagogik, die sich mit digitalem Lernen, Mediennutzung und der Gestaltung von E-Learning-Angeboten auseinandersetzt. Sie ist für viele Absolventinnen und Absolventen attraktiv, weil digitale Bildungsformate in nahezu allen Branchen gefragt sind. Daneben stehen sozialpädagogische und inklusive Schwerpunkte, die pädagogisches Handeln in sozialen Einrichtungen, in der Arbeit mit benachteiligten Gruppen oder im Kontext von Teilhabe und Diversität in den Blick nehmen.
Schließlich gibt es stärker forschungsorientierte Spezialisierungen wie die empirische Bildungsforschung oder das Bildungsmanagement, das auf Steuerungs- und Leitungsaufgaben in Bildungsorganisationen vorbereitet. Welche Schwerpunkte tatsächlich angeboten werden, hängt stark vom jeweiligen Anbieter ab. Es lohnt sich daher, vor der Einschreibung die Modulhandbücher zu vergleichen und zu prüfen, ob die gewünschte Vertiefung im Fernstudienformat verfügbar ist.
Fernstudium oder Ausbildung?
Im pädagogischen und sozialen Bereich gibt es neben dem Studium auch klassische Ausbildungswege – etwa die schulische Ausbildung zur Erzieherin oder zum Erzieher, zur sozialpädagogischen Assistenz oder vergleichbare Fachschulausbildungen. Diese Wege sind eng mit konkreten Berufsbildern verknüpft und stark praxisorientiert. Eine Ausbildung dauert meist zwei bis drei Jahre, findet überwiegend in Vollzeit an einer Fachschule statt und ist häufig kostenfrei oder gering vergütet, teils sogar mit Ausbildungsvergütung im praxisintegrierten Modell.
Das Fernstudium der Bildungswissenschaften verfolgt ein anderes Ziel. Es ist akademisch, breiter angelegt und führt zu einem Bachelor- oder Mastergrad. Der Schwerpunkt liegt auf Theorie, Analyse und wissenschaftlicher Methodik – nicht auf einer eng definierten Tätigkeit. Ein Bachelor dauert berufsbegleitend in der Regel etwa drei bis fünf Jahre, ein Master ein bis drei Jahre. Die Kosten bewegen sich je nach Anbieter und Umfang meist im mittleren bis hohen vierstelligen Bereich, während eine Fachschulausbildung deutlich günstiger ausfallen kann.
Welcher Weg passt, hängt vom Ziel ab. Wer möglichst direkt in einem konkreten Berufsbild wie der Kita-Arbeit tätig werden möchte, ist mit einer Ausbildung oft schneller und praxisnäher unterwegs. Wer dagegen einen akademischen Abschluss anstrebt, Leitungs-, Konzept- oder Forschungsaufgaben im Blick hat oder sich aus einer bestehenden pädagogischen Tätigkeit heraus weiterentwickeln will, ist mit dem Fernstudium besser bedient. Für viele ist auch eine Kombination sinnvoll: erst die Ausbildung, dann das berufsbegleitende Studium zur akademischen Höherqualifizierung.
Ein weiterer Unterschied betrifft die Durchlässigkeit. Eine abgeschlossene Ausbildung kann in vielen Fällen den Zugang zum Studium erst ermöglichen, auch ohne Abitur, und manche Hochschulen rechnen einschlägige Vorleistungen sogar teilweise an. Umgekehrt ersetzt ein bildungswissenschaftliches Studium nicht automatisch jede staatlich geregelte Berufsanerkennung, etwa die staatliche Anerkennung als Erzieherin oder Erzieher. Wer einen bestimmten reglementierten Beruf anstrebt, sollte deshalb vorab klären, welche formale Qualifikation dafür tatsächlich verlangt wird, statt allein auf den akademischen Grad zu setzen.
Voraussetzungen und Zugang
Für ein Bachelor-Fernstudium in Bildungswissenschaften gilt in der Regel die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife beziehungsweise die Fachhochschulreife. Daneben hat sich der Zugang über die berufliche Qualifikation etabliert: Wer eine einschlägige Ausbildung abgeschlossen hat und über Berufserfahrung verfügt, kann an vielen Hochschulen auch ohne Abitur studieren – teils nach einer Eignungsprüfung oder einem Probestudium.
Für ein Master-Fernstudium ist ein erster Hochschulabschluss erforderlich, meist in einem pädagogischen, sozialen oder verwandten Fach. Manche Programme verlangen zusätzlich eine Mindestzahl an Leistungspunkten in bestimmten Bereichen oder einschlägige Praxiserfahrung. Die genauen Bedingungen unterscheiden sich von Anbieter zu Anbieter, daher lohnt der Blick in die jeweilige Zulassungsordnung.
Formale Voraussetzungen sind das eine – die persönlichen das andere. Ein Fernstudium verlangt Selbstorganisation, Lesebereitschaft und Durchhaltevermögen über mehrere Jahre. Wer gern eigenständig arbeitet, sich für gesellschaftliche und psychologische Zusammenhänge interessiert und keine Scheu vor wissenschaftlichem Schreiben hat, bringt gute Grundlagen mit.
Dauer, Ablauf und Kosten
Ein berufsbegleitender Bachelor dauert üblicherweise rund drei bis fünf Jahre, abhängig vom gewählten Tempo und der wöchentlich verfügbaren Lernzeit. Viele Anbieter erlauben es, das Studium in Teilzeit zu strecken oder zu straffen. Ein Master ist meist in ein bis drei Jahren zu schaffen. Der Ablauf folgt typischerweise einem Mix aus Studienheften oder digitalen Lernmaterialien, Online-Vorlesungen, Lerngruppen und Prüfungsleistungen wie Hausarbeiten, Klausuren und der Abschlussarbeit.
Der Lernalltag ist im Fernstudium stark eigenverantwortlich. Statt fester Stundenpläne organisieren Studierende ihre Wochen selbst und stimmen sie auf Beruf und Familie ab. Gute Programme unterstützen das durch klare Modulstrukturen, Online-Sprechstunden, Betreuung durch Lehrende und Foren zum Austausch mit anderen Studierenden.
Die Kosten variieren erheblich. Staatliche Fernhochschulen sind tendenziell günstiger als private Anbieter, bei denen Studiengebühren für einen kompletten Studiengang im mittleren bis hohen vierstelligen Bereich liegen können. Hinzu kommen mögliche Prüfungs- und Materialgebühren. Wer berufstätig ist, sollte prüfen, ob der Arbeitgeber sich beteiligt oder ob Förderungen wie das Aufstiegs-BAföG, Stipendien oder steuerliche Absetzbarkeit infrage kommen.
Anerkennung und Akkreditierung
Bei einem Fernstudium ist die Frage der Anerkennung mindestens so wichtig wie die der Inhalte. Entscheidend ist zunächst, dass die Hochschule staatlich anerkannt ist und der Studiengang akkreditiert wurde. Die Akkreditierung bestätigt, dass ein Programm bestimmten Qualitätsstandards entspricht und der vergebene Abschluss vollwertig ist. Ein akkreditierter Bachelor oder Master einer staatlich anerkannten Fernhochschule steht einem an einer Präsenzhochschule erworbenen Abschluss rechtlich gleich.
Praktisch bedeutet das: Auf dem Zeugnis ist in der Regel nicht ersichtlich, ob ein Abschluss im Fern- oder im Präsenzstudium erworben wurde. Der akademische Grad ist derselbe, und auch die vergebenen Leistungspunkte folgen dem europäischen System, das die Anrechnung und Vergleichbarkeit erleichtert. Das ist besonders relevant, wenn nach dem Bachelor noch ein Master folgen soll oder ein Wechsel der Hochschule geplant ist.
Vor der Einschreibung lohnt es sich, gezielt nach der Akkreditierung des konkreten Studiengangs zu fragen und zu prüfen, ob die Hochschule staatlich anerkannt ist. Seriöse Anbieter weisen diese Informationen transparent aus. Wer den Abschluss später im Ausland nutzen oder in einen reglementierten Beruf einbringen möchte, sollte zusätzlich klären, welche Stelle für die jeweilige Anerkennung zuständig ist, da hier eigene Verfahren gelten können.
Tipps für das berufsbegleitende Lernen
Ein berufsbegleitendes Fernstudium über mehrere Jahre durchzuhalten, ist vor allem eine Frage der Organisation. Wer Studium, Beruf und gegebenenfalls Familie unter einen Hut bringen will, profitiert von festen Lernroutinen. Statt unregelmäßig große Blöcke zu büffeln, hilft es vielen, kleinere, planbare Zeitfenster fest in der Woche zu verankern – etwa am frühen Morgen, in der Mittagspause oder an bestimmten Abenden. Realistische, eher knapp kalkulierte Lernziele sind dabei nachhaltiger als überambitionierte Pläne, die schnell zu Frust führen.
Ebenso wichtig ist es, früh mit den Prüfungsleistungen zu beginnen und Abgabetermine nicht aufzuschieben. Gerade bei Hausarbeiten zahlt es sich aus, Literatur frühzeitig zu sichten und kontinuierlich zu schreiben, statt alles in den letzten Tagen zu erledigen. Wer die Inhalte direkt mit der eigenen beruflichen Praxis verknüpft, lernt zudem effizienter, weil das Wissen sofort einen konkreten Bezug bekommt.
Den Austausch mit anderen Studierenden sollte man nicht unterschätzen. Lerngruppen, Online-Foren und der Kontakt zu Kommilitoninnen und Kommilitonen helfen über Motivationstiefs hinweg und liefern wertvolle Hinweise zu Prüfungen und Modulen. Schließlich lohnt es sich, das Umfeld einzubinden: Wer Arbeitgeber, Partner und Familie über das Vorhaben informiert und um Verständnis für Lernphasen bittet, schafft sich Freiräume, die über die Jahre entscheidend sein können.
Karriere, Einsatzfelder und Gehalt
Absolventinnen und Absolventen der Bildungswissenschaften arbeiten in sehr unterschiedlichen Feldern. Klassische Einsatzbereiche sind die Erwachsenen- und Weiterbildung, das Bildungsmanagement an Volkshochschulen, Akademien oder Bildungsträgern, die betriebliche Personal- und Organisationsentwicklung, die Bildungsberatung sowie Tätigkeiten in sozialen Einrichtungen, Verbänden und der öffentlichen Verwaltung. Auch in Verlagen, im E-Learning-Bereich und in der Bildungsforschung finden sich Stellen.
Der Berufseinstieg gelingt oft über die Verbindung von Studium und vorhandener Praxiserfahrung. Gerade weil das Fach breit ist, ist das eigene Profil entscheidend: Schwerpunkte, Praktika, ein passender Master und einschlägige Berufstätigkeit prägen die Chancen mehr als der Studientitel allein. Für Leitungsfunktionen und forschungsnahe Stellen ist ein Master meist Voraussetzung.
Beim Gehalt ist Zurückhaltung angebracht, weil die Spannbreite groß ist. Einstiegsgehälter im pädagogischen und sozialen Bereich liegen häufig im niedrigeren bis mittleren Bereich, während Stellen im öffentlichen Dienst nach Tarif vergütet werden und Positionen in der Wirtschaft, etwa in der Personalentwicklung, deutlich höher liegen können. Faktoren wie Branche, Region, Verantwortung und Qualifikation wirken sich stark aus, weshalb pauschale Zahlen wenig aussagekräftig sind.
Für wen sich das Fernstudium besonders eignet
Das Fernstudium Bildungswissenschaften passt gut zu Menschen, die bereits im pädagogischen, sozialen oder betrieblichen Umfeld arbeiten und sich akademisch weiterqualifizieren möchten, ohne ihren Job aufzugeben. Erzieherinnen und Erzieher, Fachkräfte aus der Weiterbildung, Personalverantwortliche oder Quereinsteiger mit Interesse an Bildung finden hier eine Möglichkeit, ihr Wissen zu systematisieren und sich für anspruchsvollere Aufgaben zu positionieren.
Weniger geeignet ist der Weg für alle, die ein eng umrissenes, sofort einsatzfähiges Berufsbild suchen oder schnelle, klar definierte Berufsabschlüsse bevorzugen. In solchen Fällen kann eine Ausbildung oder ein stärker spezialisiertes Studium die bessere Wahl sein. Wer dagegen Reflexion, Theorie und ein breites Tätigkeitsfeld schätzt und die nötige Selbstdisziplin mitbringt, ist mit den Bildungswissenschaften im Fernstudium gut beraten.
Häufige Fragen zum Fernstudium Bildungswissenschaften
Die Bildungswissenschaften sind ein breit angelegtes, reflexionsstarkes Fach, das sich dank seines theorie- und schreiborientierten Charakters gut für ein Fernstudium eignet. Wer sich für Lernen, Erziehung und Bildung in ihrer ganzen gesellschaftlichen Tiefe interessiert und bereit ist, eigenständig über mehrere Jahre zu arbeiten, findet hier einen flexiblen Weg zur akademischen Qualifikation – mit vielfältigen, wenn auch profilabhängigen Berufsperspektiven jenseits des Klassenzimmers.
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