Umschulung Versicherungskaufmann – Ausbildung Quereinsteiger
Redaktionell geprüft von der Fernstudium – Berufsbegleitend studieren-Redaktion · Aktualisiert: · Lesezeit: ca. 14 Min
Inhaltsverzeichnis
Das Wichtigste auf einen Blick
- Umschulung zum Versicherungskaufmann dauert in der Regel 2 Jahre bei ursprünglich 3-jähriger Ausbildung
- Förderung erfolgt über Bildungsgutschein nach § 81 SGB III durch die Bundesagentur für Arbeit
- Sowohl betriebliche als auch außerbetriebliche Umschulung bei verschiedenen Trägern möglich
- Keine besonderen Vorkenntnisse erforderlich, aber Einzelfallprüfung durch Arbeitsagentur oder Jobcenter
Interessierte an einer Umschulung zum Versicherungskaufmann beziehungsweise zur Versicherungskauffrau müssen zunächst wissen, dass dieser Beruf so nicht mehr existiert. Im Zuge einer Reform ist daraus der Kaufmann für Versicherungen und Finanzen hervorgegangen. Während der Ausbildung spezialisieren sich angehende Kaufleute für Versicherungen und Finanzen auf die Versicherungswirtschaft oder Finanzdienstleistungen als Schwerpunkt. Diejenigen, die an einer Versicherungskaufmann-Umschulung interessiert sind, liegen folglich mit dem Schwerpunkt Versicherungswirtschaft goldrichtig.
Berufsaussichten und Verdienstmöglichkeiten für Versicherungskaufleute
All diejenigen, die als Versicherungskaufleute durchstarten möchten, sollten zunächst dem Beruf Kaufmann für Versicherungen und Finanzen auf den Grund gehen. Entsprechende Kaufleute mit dem Schwerpunkt Versicherungswirtschaft befassen sich mit unterschiedlichsten Aufgaben im Versicherungsbereich. Das Spektrum reicht vom Controlling über das Personalwesen bis hin zum Vertragsabschluss. Eine besonders wichtige Aufgabe ist stets die Kundenberatung, denn diese ist der Schlüssel zum Erfolg im Versicherungswesen.
Kaufleute für Versicherungen und Finanzen können ebenfalls im Finanzwesen Fuß fassen und sich so im beruflichen Alltag intensiv mit Finanzanlagen befassen. Unabhängig vom jeweiligen Schwerpunkt ergeben sich vor allem in den folgenden Bereichen spannende Perspektiven:
- Banken
- Versicherungsunternehmen
- Versicherungsmakler
- Finanzdienstleister
- Inkassobüros
- Unternehmensberatungen
Die kaufmännische Kompetenz in Verbindung mit Spezialwissen in Sachen Versicherungen und Finanzen bescheren Versicherungskaufleuten ausgezeichnete Karrierechancen. Zudem können sich die Verdienstmöglichkeiten sehen lassen. Angesichts aller Schwankungen im Einzelfall kann man von einem durchschnittlichen Gehalt zwischen rund 30.000 Euro und 50.000 Euro brutto im Jahr ausgehen.
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Per Umschulung Versicherungskaufmann/-frau werden
Angehende Kaufleute für Versicherungen und Finanzen absolvieren in der Regel eine duale Berufsausbildung. Im Zuge dessen werden sie betrieblich ausgebildet und besuchen zudem die Berufsschule, wodurch eine fundierte Ausbildung in Theorie und Praxis sichergestellt wird. Auf diese Art und Weise werden die Auszubildenden intensiv auf die Abschlussprüfung vor der IHK vorbereitet, die vor allem die folgenden Themen vorsieht:
- Betriebswirtschaft
- Marketing
- Rechnungswesen
- Verkauf
- Kommunikation
- Kundenbetreuung
- Versicherungen
- Finanzen
- Organisation
- Recht
Menschen, die bereits einen anderen Beruf erlernt haben und sich nun umorientieren möchten, können dahingegen per Umschulung Versicherungskaufleute werden. Die Umschulung dient als Zweitausbildung speziell für Berufswechsler/innen. Diese nehmen für gewöhnlich an einem außerbetrieblichen Lehrgang teil, der sich ebenfalls den typischen Ausbildungsinhalten widmet und so auf die IHK-Prüfung vorbereitet.
Voraussetzungen
Dass sich die Umschulung zum/zur Kaufmann/-frau für Versicherungen und Finanzen an Berufswechsler/innen richtet, liegt in der Natur der Sache. Abgesehen davon gelten aber keine besonderen Voraussetzungen, denn einschlägige Vorkenntnisse werden nicht verlangt.
Dauer
Die duale Ausbildung zum/zur Kaufmann/-frau für Versicherungen und Finanzen dauert drei Jahre. Die außerbetriebliche Umschulung nimmt dahingegen nur zwei Jahre in Anspruch, sofern sie in Vollzeit absolviert wird.
Kosten
Anders als angehende Versicherungskaufleute im Zuge der dualen Ausbildung erhalten Umschüler/innen keine Ausbildungsvergütung. Der außerbetriebliche Lehrgang schlägt stattdessen mit Gebühren von einigen Tausend Euro zu Buche.
Finanzierung der Versicherungskaufmann-Umschulung
Dass Interessierte an der Umschulung zum/zur Kaufmann/-frau für Versicherungen und Finanzen eine solide Lösung in Bezug auf die Finanzierung brauchen, steht angesichts der hohen Umschulungskosten und des laufenden Lebensunterhalts außer Frage. Das Arbeitsamt sollte dann stets die erste Adresse sein. Hier kann man sich in Sachen Versicherungskaufmann-Umschulung beraten lassen und zudem die Finanzierung absichern. Das Amt kann schließlich die Kosten der Umschulung übernehmen und zudem finanzielle Hilfen zum Lebensunterhalt gewähren.
Checkliste: Weiterbildungsmöglichkeiten für Kaufleute für Versicherungen und Finanzen
Berufswechsler/innen, die den Abschluss als Kaufmann/-frau für Versicherungen und Finanzen geschafft haben, können stolz auf sich sein. Zudem kommen sie in den Genuss interessanter Perspektiven. Um diese noch weiter auszubauen, bietet sich das lebenslange Lernen an. Indem man sich kontinuierlich weiterbildet, kann man aufsteigen und Karriere machen. Zunächst sind hier Anpassungsqualifizierungen zu nennen, die als Seminare oder auch Online-Kurse daherkommen und die folgenden Themen fokussieren können:
- Versicherungen
- Finanzdienstleistungen
- Versicherungsrecht
- Bankrecht
- Finanzberatung
- Versicherungsberatung
- Controlling
- Wertpapierhandel
- Büroorganisation
Auch eine Aufstiegsfortbildung kann eine vielversprechende Option sein. Im Rahmen einer solchen Fortbildung kann man einen anerkannten höheren beruflichen Abschluss erlangen, der sich als nachhaltiger Karrierebaustein erweist. Das gilt insbesondere für die folgenden Qualifikationen:
- Fachwirt/in – Versicherungen und Finanzen
- Fachwirt/in – Finanzberatung
- Fachwirt/in – Finanzierung und Leasing
- Betriebswirt/in – Finanzen und Investment
- Fachmann/-frau – Versicherungsvermittlung
Checkliste: Weiterbildungsmöglichkeiten für Industriekaufleute
Versicherungskaufleute können zudem auch berufsbegleitend studieren und dadurch der zunehmenden Akademisierung auf Führungsebene Rechnung tragen. Ein Fernstudium bietet maximale Flexibilität, aber auch ein Abendstudium oder anderes Teilzeitstudium lässt sich mit dem Beruf vereinbaren. Erwähnenswert sind in diesem Zusammenhang insbesondere die folgenden Disziplinen:
- Betriebswirtschaftslehre
- Finanzmanagement
- Versicherungsbetriebswirtschaft
- Wirtschaftsmathematik
Alternativen zur Versicherungskaufmann-Umschulung
Angehende Umschüler/innen, die mit dem Beruf des Versicherungskaufmanns liebäugeln, sollten auch um mögliche Alternativen wissen. Nur so können sie eine bewusste Wahl treffen und die Weichen für einen vielversprechenden Neustart stellen. Als Alternativen zur Versicherungskaufmann-Umschulung kommen die folgenden Berufe in Betracht:
- Bankkaufmann/-frau
- Investmentfondskaufmann/-frau
- Immobilienkaufmann/-frau
- Sozialversicherungsfachangestellte/r
5 Tipps für Quereinsteiger/innen in die Versicherungsbranche
Die Umschulung zum/zur Versicherungskaufmann/-frau schafft eine solide Basis für einen Wechsel in die Versicherungsbranche. Zuweilen ergeben sich aber auch für Quereinsteiger/innen spannende Perspektiven. Wer diesen Weg bevorzugt oder zumindest in Erwägung zieht, findet im Folgenden fünf Tipps:
- Nehmen Sie an Seminaren zu Versicherungsthemen teil, um sich entsprechende Grundkenntnisse anzueignen!
- Stellen Sie zwischen Ihrer beruflichen Vorbildung und dem Versicherungswesen eine Verbindung her!
- Halten Sie nach Stellenanzeigen für Quereinsteiger/innen in die Versicherungsbranche Ausschau!
- Nutzen Sie Ihre Kontakte, um eine Chance auf einen Quereinstieg im Versicherungsbereich zu erhalten!
- Ziehen Sie ein berufsbegleitendes Studium im Bereich Versicherungen in Betracht, um sich nebenbei ein zweites Standbein aufzubauen!
FAQ
Formal gelten für die Umschulung zum/zur Kaufmann/-frau für Versicherungen und Finanzen keine besonderen Voraussetzungen.
Die Frage, wer besonders als Kaufmann/-frau für Versicherungen und Finanzen geeignet ist, kommt unter Berufswechslern immer wieder auf. Anhand der formalen Voraussetzungen lässt sich diese Frage aber nicht beantworten. Interessierte sollten sich mit der persönlichen Eignung auseinandersetzen und dabei vor allem den folgenden Aspekten Beachtung schenken:
- ökonomisches Interesse
- Organisationstalent
- gutes Zahlenverständnis
- logisches Denkvermögen
- Kommunikationsstärke
- genaue Arbeitsweise
Für die Versicherungskaufmann-Umschulung sollte man zwei Jahre veranschlagen.
Die außerbetriebliche Umschulung zum/zur Kaufmann/-frau für Versicherungen und Finanzen sieht eine übliche Dauer von zwei Jahren vor. Wer die Umschulung in Teilzeit absolviert, braucht dahingegen vier oder fünf Jahre.
3 Empfehlungen für angehende Kaufleute für Versicherungen und Finanzen
Berufswechsler/innen, die mit der Unterstützung des Arbeitsamtes die Versicherungskaufmann-Umschulung in Angriff nehmen möchten, haben einen zuverlässigen und kompetenten Partner an ihrer Seite. Gleichzeitig sollten sie Eigeninitiative zeigen und sich vergewissern, dass einem vielversprechenden Neuanfang nichts im Wege steht. So sollten sich Interessierte die folgenden Empfehlungen zu Herzen nehmen:
- Studieren Sie aktuelle Stellenangebote für Kaufleute für Versicherungen und Finanzen!
- Hinterfragen Sie die Zukunftsaussichten für Versicherungskaufleute!
- Seien Sie bereit, sich regelmäßig weiterzubilden!
Ablauf der Umschulung zum Versicherungskaufmann
Kurz gesagt: Der Ablauf umfasst die Antragstellung bei der Arbeitsagentur, die Suche nach geeigneten Trägern über das „mein NOW“-Portal und schließt mit der Abschlussprüfung ab. Eine Einzelfallprüfung durch die Bundesagentur für Arbeit entscheidet über die Förderung.
Die Umschulung zum Versicherungskaufmann erfolgt in einem strukturierten Verfahren, das mit der Antragstellung bei der zuständigen Arbeitsagentur oder dem Jobcenter beginnt. Interessierte müssen zunächst ihren Bedarf an beruflicher Neuorientierung nachweisen und die Voraussetzungen für eine Förderung nach § 81 SGB III erfüllen. Die Bundesagentur für Arbeit prüft dabei jeden Einzelfall individuell und entscheidet über die Bewilligung eines Bildungsgutscheins. Dieser Prozess kann mehrere Wochen in Anspruch nehmen und erfordert eine detaillierte Darstellung der beruflichen Situation und Motivation.
Nach der Bewilligung der Förderung erfolgt die Suche nach einem geeigneten Umschulungsplatz über das „mein NOW“-Portal der Bundesagentur für Arbeit. Dort finden Sie sowohl betriebliche als auch außerbetriebliche Angebote verschiedener Träger. Die Umschulung kann entweder in einem Versicherungsunternehmen mit Praxisanteil oder in einer Bildungseinrichtung wie beruflichen Schulen oder privatwirtschaftlichen Trägern absolviert werden. Den Abschluss bildet die Prüfung vor der IHK, die den anerkannten Berufsabschluss als Kaufmann für Versicherungen und Finanzen ermöglicht.
Dauer und Kosten der Versicherungskaufmann-Umschulung
Kurz gesagt: Die Umschulung dauert 2 Jahre bei einem ursprünglich 3-jährigen Ausbildungsberuf und kann in Einzelfällen weiter verkürzt werden. Bei Förderung werden die Kosten übernommen, in betrieblicher Umschulung gibt es zusätzlich eine Vergütung.
Die Dauer der Umschulung zum Versicherungskaufmann beträgt standardmäßig 2 Jahre, da sie um ein Drittel kürzer ist als die reguläre 3-jährige Ausbildung. In besonderen Fällen kann die Dauer individuell weiter verkürzt werden, wenn entsprechende Vorkenntnisse oder Berufserfahrung vorhanden sind. Alternativ ist auch eine Durchführung in Teilzeit oder als Fernunterricht möglich, wodurch sich die Gesamtdauer entsprechend verlängert. Diese Flexibilität ermöglicht es Berufswechslern, die Umschulung an ihre persönlichen Lebensumstände anzupassen.
Die Kosten der Umschulung variieren je nach gewählter Form erheblich. Bei einer betrieblichen Umschulung erhalten Teilnehmer eine Ausbildungsvergütung, die sich am Tarifverdienst des 2. Ausbildungsjahrs orientiert oder ausbildungsähnlich gestaltet ist. Bei Umschulungen in Bildungseinrichtungen gibt es hingegen keine Vergütung, jedoch können bei entsprechender Förderung die Kosten durch die Arbeitsagentur oder das Jobcenter übernommen werden. Zusätzlich werden oft auch Lernmittel, Fahrt- und Übernachtungskosten erstattet.
Förderung durch Bildungsgutschein nach SGB III
Kurz gesagt: Die Förderung erfolgt über Bildungsgutscheine nach § 81 SGB III bei Arbeitslosigkeit oder entsprechendem Bedarf. Kosten, Lernmittel und Fahrtkosten werden übernommen, zusätzlich gibt es Arbeitslosengeld während der Umschulung.
Die Arbeitsagentur oder das Jobcenter fördert Umschulungen zum Versicherungskaufmann primär über das Instrument des Bildungsgutscheins gemäß § 81 SGB III. Diese Förderung greift insbesondere bei bestehender Arbeitslosigkeit oder wenn ein entsprechender beruflicher Neuorientierungsbedarf festgestellt wird. Der Bildungsgutschein deckt nicht nur die direkten Umschulungskosten ab, sondern umfasst auch Lernmittel, Fahrtkosten und gegebenenfalls Übernachtungskosten. Während der gesamten Umschulungsdauer erhalten Teilnehmer weiterhin Arbeitslosengeld, wodurch der Lebensunterhalt gesichert bleibt.
Bei betrieblichen Umschulungen kann zusätzlich zur Ausbildungsvergütung Arbeitslosengeld bezogen werden, was die finanzielle Situation der Umschüler deutlich verbessert. Wichtig zu beachten ist jedoch, dass kein Rechtsanspruch auf die Förderung besteht – jeder Fall wird individuell von der Bundesagentur für Arbeit geprüft. Für Personen, die nicht sozialversicherungspflichtig an einer Weiterbildung teilnehmen, besteht die Möglichkeit einer freiwilligen Arbeitslosenversicherung. Die Antragstellung sollte frühzeitig erfolgen, da die Bearbeitungszeiten variieren können.
Anbieter und Träger für die Versicherungskaufmann-Umschulung
Kurz gesagt: Umschulungsplätze finden Sie über das „mein NOW“-Portal der Bundesagentur für Arbeit. Beispiele sind die Debeka oder Itzehoer Versicherung, aber auch Bildungsträger bundesweit bieten entsprechende Programme an.
Die Suche nach geeigneten Umschulungsplätzen erfolgt hauptsächlich über das „mein NOW“-Portal der Bundesagentur für Arbeit, das eine zentrale Plattform für alle geförderten Weiterbildungsmaßnahmen darstellt. Hier finden Sie sowohl betriebliche Umschulungsplätze bei Versicherungsunternehmen als auch Angebote von Bildungsträgern bundesweit. Konkrete Beispiele aus der aktuellen Angebotslandschaft sind die Debeka Kranken- und Lebensversicherungsverein, die Quereinsteiger ab dem 01.04.2026 aufnimmt, oder die Itzehoer Versicherung mit Ausbildungsplätzen im Außendienst ab dem 01.08.2026.
Neben den großen Versicherungskonzernen bieten auch kleinere regionale Anbieter und spezialisierte Bildungsträger Umschulungen zum Versicherungskaufmann an. Diese Programme werden sowohl von privaten Bildungseinrichtungen als auch von beruflichen Schulen durchgeführt. Die Auswahl des richtigen Anbieters hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der gewünschten Spezialisierung, der regionalen Verfügbarkeit und den individuellen Lernpräferenzen. Verwandte Umschulungen, wie beispielsweise zum Sozialversicherungsfachangestellten bei der SKD BKK ab 01.09.2026, erweitern das Spektrum der Möglichkeiten für Quereinsteiger in den Versicherungsbereich.
Voraussetzungen für Quereinsteiger in die Versicherungsbranche
Kurz gesagt: Besondere Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, jedoch sollten Quereinsteiger mindestens eineinhalb Jahre Berufserfahrung in einem verwandten Bereich vorweisen können. Die finale Entscheidung trifft die Arbeitsagentur im Einzelfall.
Für eine Umschulung zum Versicherungskaufmann werden grundsätzlich keine einschlägigen Vorkenntnisse im Versicherungswesen vorausgesetzt, da es sich um eine vollwertige berufliche Neuorientierung handelt. Quereinsteiger sollten jedoch typischerweise eine mindestens eineinhalbfache Ausbildungszeit in einem relevanten Bereich mit fachähnlichen Tätigkeiten nachweisen können, insbesondere wenn sie sich auf eine Externenprüfung vorbereiten möchten. Diese Erfahrung kann aus verschiedenen kaufmännischen, beratenden oder kundenorientierten Bereichen stammen und muss nicht zwingend versicherungsspezifisch sein.
Die Arbeitsagentur prüft bei jeder Antragstellung den individuellen Bedarf an beruflicher Neuorientierung und berücksichtigt dabei die gesamte berufliche Laufbahn des Antragstellers. Faktoren wie Arbeitslosigkeit, gesundheitliche Einschränkungen im bisherigen Beruf oder strukturelle Veränderungen am Arbeitsmarkt können die Bewilligung einer Umschulungsmaßnahme begünstigen. Wichtig ist auch die Motivation und die realistische Einschätzung der Erfolgsaussichten im neuen Berufsfeld, da die Bundesagentur für Arbeit eine nachhaltige berufliche Integration anstrebt.
Weiterführende Informationen
Die Bundesagentur für Arbeit bietet umfassende Informationen zu Förderungsmöglichkeiten und Bildungsgutscheinen für Umschulungsmaßnahmen.
Das BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit enthält detaillierte Berufsprofile und aktuelle Informationen zum Kaufmann für Versicherungen und Finanzen.
Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag informiert über Prüfungsanforderungen und Abschlüsse im Bereich der kaufmännischen Berufe.
Wie lange dauert die Umschulung zum Versicherungskaufmann?
Die Umschulung dauert 2 Jahre bei einem ursprünglich 3-jährigen Ausbildungsberuf und kann in Einzelfällen weiter verkürzt werden.
Wer übernimmt die Kosten für die Umschulung?
Die Arbeitsagentur oder das Jobcenter übernehmen bei Förderung über Bildungsgutschein nach § 81 SGB III die kompletten Umschulungskosten.
Welche Voraussetzungen muss ich als Quereinsteiger erfüllen?
Besondere Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, jedoch wird eine Einzelfallprüfung durch die Bundesagentur für Arbeit durchgeführt.
Wo finde ich Umschulungsplätze zum Versicherungskaufmann?
Umschulungsplätze finden Sie über das „mein NOW“-Portal der Bundesagentur für Arbeit bei verschiedenen Versicherungsunternehmen und Bildungsträgern.
Bekomme ich während der Umschulung Geld?
Bei betrieblicher Umschulung gibt es eine Ausbildungsvergütung plus Arbeitslosengeld, bei außerbetrieblicher Umschulung nur Arbeitslosengeld.
Kann ich die Umschulung auch in Teilzeit machen?
Ja, die Umschulung ist auch in Teilzeit oder als Fernunterricht möglich, dauert dann aber entsprechend länger.
Achtung! Tipp aus der Redaktion
Wenn es im alten Job nicht mehr weitergeht und es neuer Perspektiven bedarf, ist die Versicherungskaufmann-Umschulung stets eine Option. Versicherungen sind ein Dauerthema, das nie aus der Mode kommt und somit vielversprechende Zukunftsaussichten bietet. Der theoretische Charakter der außerbetrieblichen Umschulung kann trotz einzelner Praktika mitunter ein Manko sein. Daher sollten angehende Berufswechsler/innen den folgenden Tipp aus unserer Redaktion beachten.
Schauen Sie sich gegebenenfalls nach einer betrieblichen Umschulung zum/zur Kaufmann/-frau für Versicherungen und Finanzen um!
Die außerbetriebliche Versicherungskaufmann-Umschulung ist zwar die Regel, aber nicht alternativlos. Es besteht auch die Möglichkeit einer betrieblichen Umschulung. Diese findet in einem Betrieb der Versicherungsbranche statt und garantiert somit ein hohes Maß an Praxis. Außerdem knüpft man Kontakte und hat möglicherweise die Chance auf eine Übernahme.
Umschulung im Bereich Wirtschaft
- Automobilkaufmann
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