Fernstudium Sportwissenschaften
Redaktionell geprüft von der Fernstudium – Berufsbegleitend studieren-Redaktion · Aktualisiert: · Lesezeit: ca. 10 Min
Sport ist längst mehr als Wettkampf und Vereinstraining. Hinter Bewegung, Gesundheit und Leistung steckt eine eigene Wissenschaft, die Biologie, Medizin, Psychologie und Trainingslehre miteinander verbindet. Wer beruflich im Fitness-, Gesundheits- oder Reha-Bereich tätig ist oder dort einsteigen möchte, stößt schnell auf die Sportwissenschaften als akademisches Fach. Es liefert das theoretische Fundament, um Trainingsprozesse zu verstehen, gesundheitsorientierte Angebote zu planen und Menschen in Bewegung fundiert zu begleiten.
Für viele stellt sich dabei die Frage, ob ein Studium der Sportwissenschaften auch berufsbegleitend und damit per Fernstudium möglich ist. Die ehrliche Antwort lautet: teilweise. Große Teile der Theorie – von der Trainingslehre über die Sportbiologie bis zum Gesundheitsmanagement – lassen sich gut im Selbststudium und über Online-Lehre vermitteln. Praktische und sportmotorische Anteile sowie bestimmte Eignungsprüfungen verlangen jedoch Präsenz. Ein reines Fernstudium ohne jeden Präsenztermin ist in diesem Fach daher die Ausnahme. Dieser Ratgeber erklärt, was realistisch geht, worauf es ankommt und welche Wege sich für berufstätige Interessierte anbieten.
Inhaltsverzeichnis
Wichtige Punkte
- Sportwissenschaften verbinden Trainingslehre, Sportmedizin, Biomechanik und Sportpsychologie zu einem interdisziplinären Fach.
- Ein Fernstudium ist möglich, enthält aber meist Präsenz- oder Praxisanteile – rein online geht es selten.
- Typische Abschlüsse sind Bachelor und Master, oft mit Schwerpunkt Gesundheit, Fitness oder Prävention.
- Die Studiendauer liegt berufsbegleitend häufig über der Regelstudienzeit eines Vollzeitstudiums.
- Berufsfelder reichen von Fitness und Reha über Gesundheitsmanagement bis zu Prävention und Vereinsarbeit.
Studienführer Fernstudium - bis zu 100% gefördert vom Arbeitsamt
Bei all unseren Fernschulen haben Sie die Möglichkeit, ein kostenloses vierwöchiges Probestudium zu absolvieren. So können Sie schon im Vorfeld ganz unverbindlich testen, ob das ausgewählte Fernstudium zu Ihnen passt und Sie die richtige Fernschule und den perfekten Studiengang für sich ausgesucht haben.
Doch die Wahl fällt oft schwer, denn insbesondere hinsichtlich Dauer, Kosten und Studieninhalte unterscheiden sich die Studiengänge meist zum Teil erheblich. Nutzen Sie daher die Möglichkeit und vergleichen Sie die Studienführer der Fernschulen untereinander. So haben Sie alle relevanten Informationen auf einen Blick vorliegen und können sich in Ruhe entscheiden.
Fordern Sie dazu gleich jetzt kostenlos und unverbindlich die NEUEN Studienführer 2026 bei den folgenden Fernschulen an:
Jetzt kostenlos Broschüre anfordern und vergleichen!
| Name | Fernschule | Abschluss | Zertifierter Lehrgang | Studienführer |
|---|---|---|---|---|
| SGD | ![]() | Zertifikat | Infomaterial bestellen | |
| Fernakademie (FEB) | ![]() | Zertifikat | Infomaterial bestellen | |
| ILS | ![]() | Zertifikat | Infomaterial bestellen | |
| Laudius | ![]() | Zertifikat | Infomaterial bestellen |
Was sind Sportwissenschaften?
Sportwissenschaften sind ein interdisziplinäres Fach, das menschliche Bewegung aus unterschiedlichen Blickwinkeln untersucht. Es geht nicht nur darum, selbst Sport zu treiben, sondern darum, zu verstehen, wie der Körper auf Belastung reagiert, wie Training wirkt und welche Rolle Bewegung für Gesundheit und Leistungsfähigkeit spielt. Das Fach verbindet naturwissenschaftliche Grundlagen wie Anatomie und Physiologie mit sozial- und geisteswissenschaftlichen Perspektiven wie Sportpädagogik und Sportpsychologie.
Charakteristisch ist die Bandbreite. Eine Sportwissenschaftlerin kann sich mit der Optimierung von Trainingsplänen für Leistungssportler beschäftigen, ein Sportwissenschaftler kann Bewegungsprogramme für Menschen mit chronischen Erkrankungen entwickeln. Andere arbeiten im betrieblichen Gesundheitsmanagement, in der Rehabilitation oder im Breitensport. Dieses breite Spektrum macht das Fach attraktiv, verlangt aber auch, sich im Lauf des Studiums zu spezialisieren.
Im Fernstudium liegt der Fokus häufig auf den gesundheits- und fitnessorientierten Anwendungen. Das passt gut zur Zielgruppe, die oft bereits in Fitnessstudios, im Gesundheitswesen oder in Vereinen tätig ist und das Studium nutzen möchte, um die eigene Praxis wissenschaftlich zu untermauern und sich für anspruchsvollere Aufgaben zu qualifizieren.
Historisch hat sich das Fach aus der reinen Leibeserziehung und der Sportlehrerausbildung entwickelt und sich erst nach und nach zu einer eigenständigen, forschungsorientierten Disziplin ausdifferenziert. Heute ist die Grenze zu benachbarten Feldern wie den Gesundheits-, Ernährungs- oder Bewegungswissenschaften oft fließend. Diese Nähe ist im Fernstudium von Vorteil, weil viele berufsbegleitende Programme Inhalte aus mehreren dieser Bereiche bündeln und so ein anwendungsnahes Profil bilden, das sich gut auf die Realität von Fitness, Prävention und Gesundheitsförderung übertragen lässt.
Studieninhalte und Schwerpunkte
Die Inhalte eines sportwissenschaftlichen Studiums bauen auf einem naturwissenschaftlichen Kern auf. Dazu gehören Anatomie, Physiologie, Biomechanik und Bewegungslehre. Diese Module erklären, wie Muskeln, Herz-Kreislauf-System und Stoffwechsel auf Training reagieren und wie Bewegungsabläufe entstehen. Darauf setzen die anwendungsbezogenen Felder auf: Trainingswissenschaft und Trainingssteuerung, Sportmedizin und Prävention sowie Ernährung im Sport.
Ergänzt wird der naturwissenschaftliche Teil durch sozialwissenschaftliche Module. Sportpsychologie befasst sich mit Motivation, Leistungsdruck und mentaler Vorbereitung. Sportpädagogik und Sportsoziologie betrachten Bewegung im gesellschaftlichen Kontext, etwa in Schule, Verein oder Gesundheitsförderung. Hinzu kommen wissenschaftliches Arbeiten, Statistik und Forschungsmethoden, die im Studium auf Hochschulniveau unverzichtbar sind.
Viele berufsbegleitende Programme bieten Schwerpunkte oder eigene Studiengänge an, etwa in Richtung Fitnessökonomie, Gesundheitsmanagement, Prävention und Gesundheitsförderung oder Sport- und Bewegungstherapie. Wer ein Fernstudium plant, sollte die Modulübersicht genau prüfen: Manche Programme sind stärker betriebswirtschaftlich ausgerichtet, andere medizinisch oder trainingswissenschaftlich. Der gewählte Schwerpunkt prägt später die beruflichen Möglichkeiten erheblich.
In höheren Semestern gewinnen Wahlmodule, Projektarbeiten und die Abschlussarbeit an Gewicht. Hier vertiefen Studierende ein selbst gewähltes Thema, oft mit direktem Bezug zur eigenen beruflichen Praxis. Wer etwa in einem Fitnessstudio arbeitet, kann ein Trainingskonzept evaluieren, wer im Gesundheitswesen tätig ist, kann ein Präventionsangebot wissenschaftlich aufbereiten. Diese Verbindung von Lehrstoff und beruflichem Alltag ist einer der größten Vorteile des berufsbegleitenden Formats, weil sie das Gelernte unmittelbar nutzbar macht und gleichzeitig den eigenen Arbeitgeber überzeugen kann.
Ein wachsender Anteil der Inhalte betrifft zudem digitale Themen. Wearables, Trainings-Apps, Leistungsdiagnostik mit Sensorik und die Auswertung großer Datenmengen verändern, wie Training geplant und kontrolliert wird. Viele Programme greifen das auf und vermitteln Grundlagen der digitalen Leistungs- und Gesundheitsanalyse. Für Berufstätige ist das ein klarer Mehrwert, da diese Kompetenzen in modernen Studios, Reha-Einrichtungen und im betrieblichen Gesundheitsmanagement zunehmend gefragt sind.
Spezialisierungen und Schwerpunkte
Sportwissenschaften sind ein so weites Feld, dass eine Spezialisierung im Lauf des Studiums fast unvermeidlich ist. Welche Richtung sinnvoll ist, hängt von den beruflichen Zielen und vom bisherigen Werdegang ab. Im Fernstudium lassen sich die gängigen Schwerpunkte grob in einige Cluster einteilen, die sich teils überschneiden, in der Praxis aber unterschiedliche Berufswege eröffnen.
Der gesundheits- und präventionsorientierte Schwerpunkt richtet sich an alle, die Bewegung als Mittel zur Vorbeugung und Bewältigung von Erkrankungen einsetzen möchten. Hier stehen Themen wie Bewegungstherapie, Reha-Training, Ernährung und Stressbewältigung im Vordergrund. Absolventen arbeiten häufig in Reha-Zentren, Praxen, Krankenkassen oder im betrieblichen Gesundheitsmanagement. Der fitness- und wirtschaftsorientierte Schwerpunkt verbindet Trainingslehre mit Betriebswirtschaft, Marketing und Personalführung und qualifiziert für leitende Aufgaben in Studios und Sportbetrieben.
Daneben gibt es trainingswissenschaftlich und leistungsorientierte Schwerpunkte, die sich stärker an Leistungssport, Trainingssteuerung und Leistungsdiagnostik orientieren. Sie eignen sich für die Arbeit mit ambitionierten Sportlerinnen und Sportlern, in Vereinen oder Verbänden. Schließlich existieren management- und bildungsnahe Profile, etwa im Sportmanagement, in der Eventorganisation oder in der Erwachsenenbildung. Wer sich frühzeitig mit den eigenen Stärken und Interessen auseinandersetzt, kann den Schwerpunkt gezielt wählen und das Fernstudium so zu einem passgenauen Karrierebaustein machen.
Fernstudium oder Ausbildung?
Neben dem akademischen Weg gibt es im Sport- und Fitnessbereich zahlreiche Ausbildungen und Lehrgänge, etwa zum Fitnesstrainer, zur Sport- und Fitnesskauffrau oder über zertifizierte Weiterbildungen einschlägiger Verbände. Beide Wege führen ins Berufsfeld, unterscheiden sich aber deutlich in Anspruch, Dauer und Perspektive. Die Wahl hängt stark vom eigenen Ziel ab.
Eine duale oder schulische Ausbildung dauert meist zwei bis drei Jahre, ist klar praxisorientiert und in der dualen Form vergütet. Sie eignet sich für alle, die zügig in die operative Arbeit einsteigen möchten, etwa als Fachkraft in einem Fitnessstudio oder Sportbetrieb. Kürzere Trainerlehrgänge wiederum lassen sich oft in Wochen bis wenigen Monaten absolvieren und sind eine günstige Möglichkeit, schnell eine konkrete Qualifikation zu erwerben.
Ein Fernstudium der Sportwissenschaften ist umfassender und führt zu einem akademischen Abschluss. Es dauert berufsbegleitend in der Regel mehrere Jahre und kostet je nach Anbieter und Abschluss im mittleren bis hohen vierstelligen Bereich, beim Master teils darüber. Dafür eröffnet es Aufgaben mit mehr Verantwortung, etwa in der Konzeption von Programmen, im Management oder in der Therapie, und ist Voraussetzung für viele Positionen, die eine wissenschaftliche Qualifikation verlangen.
Vereinfacht lässt sich sagen: Wer rasch und praxisnah einsteigen will, ist mit einer Ausbildung oder einem Lehrgang oft gut bedient. Wer langfristig denkt, sich für planende, beratende oder leitende Aufgaben qualifizieren möchte und schon im Berufsleben steht, findet im berufsbegleitenden Studium den passenderen Rahmen. Nicht selten kombinieren Interessierte beides und bauen auf einer Ausbildung später ein Studium auf.
Ein weiterer Unterschied betrifft die Anschlussfähigkeit. Eine Ausbildung oder ein Trainerschein qualifiziert sehr konkret für bestimmte Tätigkeiten, ein akademischer Abschluss bleibt dagegen offener und lässt sich später weiter ausbauen, etwa durch einen Master oder eine Spezialisierung in einem benachbarten Feld. Wer noch unsicher ist, wohin der Weg gehen soll, gewinnt mit einem Studium mehr Flexibilität, muss dafür aber mehr Zeit und Geld investieren. Eine ehrliche Einschätzung der eigenen Lebenssituation ist deshalb mindestens so wichtig wie der Blick auf Inhalte und Abschluss.
Voraussetzungen und Zugang
Für ein Bachelor-Fernstudium der Sportwissenschaften wird in der Regel die Hochschul- oder Fachhochschulreife vorausgesetzt. Viele Hochschulen ermöglichen den Zugang aber auch ohne klassisches Abitur, etwa über eine abgeschlossene Berufsausbildung mit anschließender Berufserfahrung oder über eine Aufstiegsfortbildung wie einen Meister- oder Fachwirtabschluss. Die genauen Regelungen unterscheiden sich je nach Bundesland und Hochschule.
Ein wichtiger Punkt, der das Fach von anderen unterscheidet, ist die sportpraktische oder sportmotorische Eignung. Manche Studiengänge verlangen einen Eignungstest oder den Nachweis bestimmter sportlicher Fähigkeiten. In stärker gesundheits- und managementorientierten Fernstudiengängen ist das seltener der Fall, doch grundlegende körperliche Belastbarkeit und Interesse an Bewegung sind in jedem Fall hilfreich, da praktische Module dazugehören.
Für ein Master-Fernstudium ist üblicherweise ein einschlägiger erster Hochschulabschluss nötig, etwa ein Bachelor in Sportwissenschaften, Gesundheitswissenschaften oder einem verwandten Fach. Wer aus einem anderen Bereich kommt, sollte prüfen, ob fehlende Grundlagen über Brückenmodule nachgeholt werden müssen. Auch hier lohnt es sich, früh mit der Studienberatung der jeweiligen Hochschule zu sprechen.
Viele Anbieter ermöglichen außerdem ein unverbindliches Probestudium von einigen Wochen, in dem sich Interessierte ohne Risiko ein Bild von Lehrmaterial und Lernrhythmus machen können. Diese Phase ist gerade bei einem Fach mit Präsenz- und Praxisanteilen wertvoll, weil sich so früh klären lässt, ob das Format zum eigenen Alltag passt. Wer bereits einschlägige Vorerfahrung mitbringt, sollte zudem nach Möglichkeiten der Anrechnung fragen: Frühere Studienleistungen, Aufstiegsfortbildungen oder anerkannte Weiterbildungen können in manchen Fällen die Studienzeit verkürzen.
Dauer, Ablauf und Kosten
Ein Bachelor umfasst typischerweise sechs bis sieben Semester in Vollzeit. Berufsbegleitend als Fernstudium dauert er oft länger, weil das Pensum auf mehr Semester verteilt wird, um es neben dem Beruf zu bewältigen. Ein Master schließt mit weiteren drei bis vier Semestern an, berufsbegleitend ebenfalls häufig gestreckt. Viele Anbieter erlauben es zudem, die Studienzeit individuell zu verlängern, ohne dass zusätzliche Gebühren anfallen.
Der Ablauf kombiniert Selbststudium mit Studienheften oder Online-Material, virtuellen Lehrveranstaltungen und Präsenz- oder Praxisphasen. Prüfungen finden je nach Hochschule online oder an Prüfungszentren statt. Wer ein Fernstudium ernsthaft betreibt, sollte mit einem wöchentlichen Aufwand von rund 15 bis 20 Stunden rechnen – ein Pensum, das gute Selbstorganisation und Disziplin erfordert, vor allem parallel zu einem Vollzeitjob.
Bei den Kosten gilt: Verlässliche Pauschalzahlen lassen sich nicht seriös nennen, da sie stark vom Anbieter, vom Abschluss und vom Umfang abhängen. Für ein berufsbegleitendes sportwissenschaftliches Studium ist je nach Modell mit Gesamtkosten im mittleren bis hohen vierstelligen Bereich zu rechnen, beim Master kann es darüber hinausgehen. Hinzu kommen mögliche Kosten für Präsenztermine, Anreise und Prüfungen. Eine Förderung etwa über Aufstiegs-BAföG, Bildungsgutscheine oder steuerliche Absetzbarkeit kann die finanzielle Belastung senken und sollte vorab geprüft werden.
Bei der Planung lohnt es sich, nicht nur auf den reinen Studienpreis zu schauen, sondern auf die Gesamtbelastung über die gesamte Laufzeit. Monatliche Raten wirken zunächst überschaubar, summieren sich über mehrere Jahre aber deutlich. Sinnvoll ist es daher, die Studiengebühren in Relation zu Dauer, Betreuungsumfang und enthaltenen Leistungen wie Prüfungen, Material und Präsenzterminen zu setzen. Auch die Frage, ob der Arbeitgeber sich beteiligt oder das Studium als Weiterbildung unterstützt, kann die Rechnung erheblich verändern und sollte frühzeitig offen angesprochen werden.
Karriere, Einsatzfelder und Gehalt
Die beruflichen Einsatzfelder von Sportwissenschaftlerinnen und Sportwissenschaftlern sind breit. Klassisch sind Tätigkeiten im Fitness- und Gesundheitsbereich, etwa in der Leitung von Studios, in der Trainingssteuerung oder in der Entwicklung von Kursangeboten. Im Gesundheitswesen arbeiten Absolventen in der Prävention, in der Rehabilitation oder in der Bewegungstherapie, häufig in Zusammenarbeit mit medizinischen Einrichtungen.
Weitere Felder sind das betriebliche Gesundheitsmanagement, in dem Unternehmen die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden fördern, sowie Vereins- und Verbandsarbeit, Sportmanagement und der Bildungsbereich. Wer wissenschaftlich arbeiten möchte, findet zudem Möglichkeiten in Forschung und Lehre an Hochschulen. Der gewählte Studienschwerpunkt und die mitgebrachte Berufserfahrung spielen für den späteren Weg eine große Rolle.
Beim Gehalt ist Zurückhaltung angebracht, denn es hängt von Branche, Region, Position und Qualifikation ab. Im Fitness- und Vereinsbereich fallen die Einkommen tendenziell niedriger aus, im Gesundheitsmanagement, in der Industrie oder in leitenden Funktionen höher. Realistisch bewegen sich Einstiegsgehälter eher im unteren bis mittleren Bereich, mit Erfahrung, Spezialisierung und Verantwortung steigt die Spanne deutlich an. Ein akademischer Abschluss verbessert die Ausgangslage, ist aber keine Garantie für ein bestimmtes Gehalt.
Wer das Einkommen langfristig steigern möchte, profitiert davon, fachliche Tiefe mit zusätzlichen Kompetenzen zu verbinden. Führungs- und Managementaufgaben, eine medizinnahe Spezialisierung oder digitale Kompetenzen in der Leistungs- und Gesundheitsanalyse erhöhen den Wert auf dem Arbeitsmarkt spürbar. Auch der Schritt in die Selbstständigkeit, etwa mit einem eigenen Studio, einer Praxis für Bewegungstherapie oder als beratender Experte für betriebliches Gesundheitsmanagement, eröffnet zusätzliche Verdienstmöglichkeiten, ist allerdings mit unternehmerischem Risiko verbunden. Entscheidend bleibt, das Studium als Baustein in einer längerfristigen Laufbahnplanung zu begreifen statt als Garant für einen bestimmten Posten.
Für wen sich ein Fernstudium der Sportwissenschaften eignet
Besonders sinnvoll ist der berufsbegleitende Weg für Menschen, die bereits im Sport-, Fitness- oder Gesundheitsbereich arbeiten und ihre praktische Erfahrung mit einer akademischen Qualifikation verbinden möchten. Trainerinnen, Therapeuten, Vereinsmitarbeitende oder Beschäftigte im Gesundheitsmanagement profitieren davon, dass sie Gelerntes direkt im Alltag anwenden und so Theorie und Praxis verzahnen können.
Weniger geeignet ist ein Fernstudium für Personen, die sich schwer ohne festen Stundenplan motivieren oder die wenig Zeit neben Beruf und Familie haben. Da das Fach zusätzlich Präsenz- und Praxisanteile enthält, sollten Interessierte ehrlich prüfen, ob sich die Pflichttermine mit ihrem Leben vereinbaren lassen. Wer diese Hürden realistisch einschätzt und gut plant, findet im Fernstudium der Sportwissenschaften jedoch einen flexiblen und anschlussfähigen Weg zur akademischen Qualifikation.
Tipps für das berufsbegleitende Lernen
Ein berufsbegleitendes Studium gelingt selten allein durch fachliche Begabung, sondern vor allem durch eine tragfähige Organisation des Alltags. Wer Beruf, Studium und Privatleben unter einen Hut bringen will, sollte feste Lernzeiten einplanen und sie wie verbindliche Termine behandeln. Realistischer als sporadische Marathon-Sitzungen sind regelmäßige, kürzere Einheiten, etwa an festen Wochentagen oder am Wochenende, weil sie sich besser durchhalten lassen und das Gelernte nachhaltiger verankern.
Hilfreich ist außerdem, das große Ziel in überschaubare Etappen zu zerlegen. Wer sich pro Woche oder pro Modul klare Zwischenziele setzt, behält den Fortschritt im Blick und vermeidet, dass sich Stoff bis kurz vor der Prüfung anstaut. Gerade bei den naturwissenschaftlichen Grundlagenmodulen lohnt es sich, früh und kontinuierlich zu lernen, statt auf den Endspurt zu setzen. Lerngruppen, auch virtuell, sowie der Austausch mit Kommilitonen über die Online-Plattform der Hochschule helfen, Motivation und Verständnis zu erhalten.
Ebenso wichtig ist es, das eigene Umfeld einzubeziehen. Wer Familie, Partner und Arbeitgeber frühzeitig über das Vorhaben informiert, kann auf Verständnis und Entlastung hoffen, etwa wenn Präsenzphasen oder Prüfungsphasen anstehen. Manche Arbeitgeber unterstützen ein einschlägiges Studium sogar mit Freistellung oder finanzieller Beteiligung, weil sie vom Kompetenzgewinn profitieren. Schließlich sollte man Erholung nicht als Luxus, sondern als Teil der Lernstrategie verstehen: Ausreichend Schlaf, Bewegung und Pausen erhalten gerade über mehrere Jahre die Leistungsfähigkeit und beugen Überlastung vor.
Häufige Fragen zum Fernstudium Sportwissenschaften
Sportwissenschaften per Fernstudium sind für viele Berufstätige eine realistische Option, um sich akademisch weiterzuentwickeln, ohne den Job aufzugeben. Wichtig ist, die Präsenz- und Praxisanteile ehrlich einzuplanen und einen Schwerpunkt zu wählen, der zu den eigenen beruflichen Zielen passt. Wer das berücksichtigt und genügend Zeit für das Selbststudium einkalkuliert, kann mit einem berufsbegleitenden Studium der Sportwissenschaften eine fundierte und vielseitig einsetzbare Qualifikation erwerben.
Gesundheit, Medizin und Sport
- Altenpflege
- betriebliches Gesundheitsmanagement
- Bildung und Sport
- Biomedizin
- Diätassistentin
- Entspannungstrainer
- Entwicklungspsychologie
- Ergotherapie
- Ernährungsberater
- Ernährungswissenschaften
- Fitnessfachwirt
- Fitnessökonomie
- Fitnesstrainer
- Gerontologie
- Gesundheit
- Gesundheit und Medizin – Übersicht
- Gesundheitsberater
- Gesundheitsmanagement
- Gesundheitsökonomie
- Gesundheitspädagogik
- Gesundheitspsychologie
- Gesundheitswissenschaften
- Hebamme
- Heilpädagogik
- Heilpraktiker
- Kinderpsychologie
- Kindheitspädagogik
- Klinische Psychologie
- Kommunikationspsychologie
- Kosmetikerin
- Krankenhausmanagement
- Kunsttherapie
- Logopädie
- Master of Health Business Administration (MHBA)
- Medienpsychologie
- Medizincontrolling
- Medizinische Kodierfachkraft
- Medizinmanagement
- Medizinpädagogik
- Medizintechnik
- Mentaltrainer
- Musikpädagogik
- Musiktherapie
- Naturheilkunde
- Neurowissenschaften
- Ökotrophologie
- Osteopathie
- Pädagogik
- Pädagogische Fachkraft für Schulsozialarbeit
- Personal Trainer
- Pferdewissenschaften
- Pflege
- Pflegeberater
- Pflegemanagement
- Pflegepädagogik
- Pflegewissenschaft
- Pharmazie
- Physician Assistant
- Physiotherapie
- Podologie
- Prävention und Gesundheitspsychologie
- Psychologie
- Psychotherapie
- Public Health
- Religionspädagogik
- Sonderpädagogik
- Sozialpädagogik
- Sozialpsychologie
- Sportjournalismus
- Sportmanagement
- Sporttherapeut
- Sportwissenschaft
- Sportwissenschaften
- Tierheilpraktiker
- Tiermedizin
- Tierpsychologie
- Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)
- Yogalehrer
- Zahnmedizin




