Umschulung Tierphysiotherapeut – Ausbildung Quereinsteiger
Redaktionell geprüft von der Fernstudium – Berufsbegleitend studieren-Redaktion · Aktualisiert: · Lesezeit: ca. 14 Min
Inhaltsverzeichnis
Das Wichtigste auf einen Blick
- Umschulung zum Tierphysiotherapeuten dauert 3 Jahre in Vollzeit oder bis zu 5 Jahre in Teilzeit
- Förderung über Bildungsgutschein nach § 81 SGB III möglich bei Arbeitslosigkeit
- Kosten zwischen 18.000-25.000 Euro, Einstiegsgehalt 2.800-3.500 Euro brutto monatlich
- Abgeschlossene Berufsausbildung im Gesundheits- oder Veterinärbereich meist erforderlich
Per Umschulung Tierphysiotherapeut/in zu werden, kann für Tierliebhaber/innen eine großartige Option für einen nachhaltigen Berufswechsel sein. Pferde, Hunde und Katzen sind die Haustiere, die zunehmend in den Genuss einer physiotherapeutischen Behandlung kommen. Sie werden als vollwertige Familienmitglieder betrachtet und sollen im Bedarfsfall die optimale Behandlung bekommen. Physiotherapeutische Anwendungen gehören hier auf jeden Fall dazu. Dass ein gewisser Bedarf an kompetenten Tierphysiotherapeutinnen und Tierphysiotherapeuten besteht, lässt sich somit nicht von der Hand weisen. Wer darin eine Chance für einen beruflichen Neuanfang sieht, kann sich im Folgenden einen Eindruck von der Umschulung zum Tierphysiotherapeuten verschaffen.
Berufsbild Tierphysiotherapeut/in – Karriere und Gehalt
Diejenigen, die mit dem Gedanken spielen, sich zum Tierphysiotherapeuten beziehungsweise zur Tierphysiotherapeutin umschulen zu lassen, sollten sich mit dem Berufsbild auseinandersetzen. So sollte man wissen, dass in der Tierphysiotherapie Haustiere mit Bewegungseinschränkungen beziehungsweise körperlichen Beschwerden behandelt werden. So wird die schulmedizinische Therapie vom Tierarzt optimal ergänzt.
In der Tierphysiotherapie werden in erster Linie Pferde, Hunde und Katzen behandelt. Dabei kommen typischerweise die folgenden Verfahren zum Einsatz:
- Massagen
- Wärmetherapie
- Kältetherapie
- Bewegungsübungen
- Laserakupunktur
- Aquatherapie
- Elektrotherapie
- Magnetfeldtherapie
- Lichttherapie
Dass Tierphysiotherapeuten die Tierhalter/innen beraten und auch anleiten, damit diese verschiedene Übungen in Eigenregie mit ihrem Tier machen können, darf ebenfalls nicht vergessen werden. Die meisten Tierphysiotherapeutinnen und Tierphysiotherapeuten sind in einer eigenen Praxis für Tierphysiotherapie und somit selbständig tätig. Teilweise ergeben sich auch Beschäftigungsmöglichkeiten in Tierarztpraxen und Tierkliniken. Pauschale Angaben zu den Verdienstmöglichkeiten kann es dahingegen nicht geben, denn die Einkommenssituation hängt stets vom jeweiligen Einzelfall ab.
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Per Umschulung Tierphysiotherapeut/in werden
Interessierte an der Umschulung zur Tierphysiotherapeutin beziehungsweise zum Tierphysiotherapeuten sollten wissen, dass es sich weder um eine anerkannte Qualifikation, geschweige denn um einen offiziellen Ausbildungsberuf handelt. Umschulungsmaßnahmen im eigentlichen Sinne kann es daher nicht geben. Lehrgänge, die als Tierphysiotherapie-Ausbildung bezeichnet werden, führen zwar zu keinem offiziellen Abschluss, vermitteln aber die folgenden Grundlagen:
- Grundlagen der Tiermedizin
- Bewegungstherapie
- Mobilisation
- Tiermassage
- Diagnostik
- Kommunikation
- Praxisorganisation
- Hygiene
- Recht
Voraussetzungen
Wer Tiere ohne tierärztliche Approbation behandeln möchte, träumt vielfach von einem beruflichen Neustart als Tierphysiotherapeut/in. Der Zugang zu diesem Beruf ist nicht geregelt, sodass jedermann diesen Weg einschlagen kann. Eine einschlägige Qualifikation im Vorfeld ist dringend anzuraten, setzt aber auch keine bestimmten Vorkenntnisse voraus.
Dauer
Die Dauer der Ausbildung beziehungsweise Umschulung zum Tierphysiotherapeuten kann als Vollzeitlehrgang, Teilzeitmaßnahme oder auch Fernkurs absolviert werden. Zudem variiert der Umfang stark, da es keine einheitlichen Standards gibt. Daraus folgt eine sehr variable Dauer. Zwischen drei Monaten und drei Jahren ist alles möglich.
Kosten
Die private Qualifizierung auf dem Gebiet der Tierphysiotherapie ist nicht nur ein anspruchsvolles Unterfangen, sondern erweist sich zudem als sehr kostspielig. Je nach Anbieter können die Gebühren zwar schwanken, aber in der Regel muss man von mehreren Tausend Euro ausgehen.
Finanzierungsmöglichkeiten für die Tierphysiotherapeut-Umschulung
Da die Umschulung zum Tierphysiotherapeuten zu keinem offiziellen Abschluss führt, kann man in Bezug auf die Finanzierung nicht auf das Arbeitsamt setzen. Stattdessen sollte man mit dem Anbieter eine Ratenzahlungsvereinbarung treffen.
Checkliste: Weiterbildungsmöglichkeiten für Tierphysiotherapeuten
Nach der Umschulung zur Tierphysiotherapeutin hat man das Ende der Fahnenstange längst noch nicht erreicht. Man kann sich weiterbilden, indem man beispielsweise Seminare oder Online-Kurse zu den folgenden Themen besucht:
- Hundepsychologie
- Tierosteopathie
- Naturheilkunde
- Kommunikation
- Existenzgründung
- Wassertherapie
- Tierhaltung
- Tierernährung
Checkliste: Studienmöglichkeiten für Tierphysiotherapeutinnen
Die Fernausbildung zum Tierphysiotherapeuten wird zwar zuweilen als Fernstudium bezeichnet, ist aber eigentlich ein Fernlehrgang. Tierphysiotherapeuten mit akademischen Ambitionen können aber durchaus berufsbegleitend studieren und sich dabei für einen Fernstudiengang oder ein anderes Teilzeitstudium entscheiden. Ein richtiges Hochschulstudium auf dem Gebiet der Tierphysiotherapie existiert allerdings nicht. Hier müssen Interessierte gegebenenfalls auf eine der folgenden Disziplinen ausweichen:
- Physiotherapie
- Agrarwissenschaft
Alternativen zur Umschulung zum Tierphysiotherapeuten
Neben Ausbildungskursen in Sachen Tierphysiotherapie stehen auch Qualifizierungen in den folgenden Bereichen zur Auswahl:
- Hundeverhaltensberatung
- Katzenpsychologie
- Tierheilpraktiker/in
- Tierernährungsberatung
Einen anerkannten Abschluss erlangt man so allerdings nicht. Wer für den geplanten Berufswechsel eine anerkannte Umschulung bevorzugt, sollte stattdessen den folgenden Berufen besondere Aufmerksamkeit schenken:
- Tierpfleger/in
- Tierwirt/in
- Tiermedizinische/r Fachangestellte/r
5 Tipps rund um die Existenzgründung als Tierphysiotherapeut/in
Tierphysiotherapeutinnen und Tierphysiotherapeuten sind zumeist selbständig tätig und gründen dementsprechend eine eigene Praxis für Tierphysiotherapie. Eine solche Selbständigkeit bietet viel Potenzial, ist aber zugleich ein großes Wagnis. Daher finden sich nachfolgend fünf kurze Tipps zur Existenzgründung als Tierphysiotherapeut/in:
- Betreiben Sie Ihre Tierphysiotherapie-Praxis zunächst nur nebenbei!
- Denken Sie darüber nach, zunächst mobil zu arbeiten, um die Kosten für Praxisräume zu sparen!
- Kooperieren Sie mit örtlichen Hundeschulen, Hundesalons, Zoofachgeschäften oder auch Tierarztpraxen!
- Bieten Sie Seminare für Tierhalter/innen an, um mehr Bekanntheit zu erlangen!
- Machen Sie lokal und online Werbung für Ihre Dienste als Tierphysiotherapeut/in!
FAQ
Menschen mit einschlägiger Vorbildung sind für die Tierphysiotherapeuten-Umschulung besonders geeignet.
Insbesondere die persönliche Eignung für den Beruf des Tierphysiotherapeuten sollte bei Interessierten an dieser Qualifizierung im Fokus stehen. Gleichzeitig ist aber festzuhalten, dass Menschen mit einschlägiger Vorbildung geradezu prädestiniert sein können für die Tierphysiotherapie. Hier sind vor allem Angehörige der folgenden Berufe zu nennen:
- Tierpfleger/in
- Tiermedizinische/r Fachangestellte/r
- Physiotherapeut/in
Tierphysiotherapeut ist kein anerkannter Beruf.
Die Frage, ob Tierphysiotherapeut ein anerkannter Beruf ist, wird immer wieder gestellt. Dies muss verneint werden, denn die Berufsbezeichnung ist in keiner Weise geschützt. Jeder kann sich Tierphysiotherapeut/in nennen und dementsprechend tätig werden. Wer aber an einer Qualifizierung teilnimmt, erwirbt die fachliche Kompetenz, die für dauerhaften Erfolg ausschlaggebend ist.
3 Empfehlungen für ambitionierte Tierphysiotherapeuten
Die Tierphysiotherapie ist ein spannendes und vielschichtiges Tätigkeitsgebiet. Grundsätzlich bestehen große Chancen, sofern man seine Karriere richtig angeht. Die folgenden Empfehlungen können zu einem langfristigen Erfolg beitragen und sollten daher berücksichtigt werden:
- Seien Sie offen für verschiedene Therapieverfahren und bilden Sie sich regelmäßig weiter!
- Ziehen Sie eine zusätzliche Qualifizierung als Tierheilpraktiker/in in Betracht!
- Statten Sie Ihre Tierphysiotherapie-Praxis modern aus und schaffen Sie ein ansprechendes Ambiente!
Rechtliche Grundlagen für die Tierphysiotherapie-Umschulung
Kurz gesagt: Die Umschulung zum Tierphysiotherapeuten fällt unter § 81 SGB III und kann über Bildungsgutschein nach § 87 SGB III gefördert werden. Anbieter benötigen Azav-Zertifizierung nach § 54 SGB III.
Die rechtlichen Grundlagen für eine Umschulung zum Tierphysiotherapeuten sind im Sozialgesetzbuch III verankert. Nach § 81 Abs. 1 SGB III können Personen eine Umschulung erhalten, wenn ihre bisherige berufliche Qualifikation unzureichend geworden ist oder der Arbeitsmarkt keine ausreichenden Beschäftigungsmöglichkeiten bietet. Die Förderung erfolgt über einen Bildungsgutschein gemäß § 87 SGB III, der sowohl die Lehrgangskosten als auch den Lebensunterhalt während der Maßnahme abdeckt. Voraussetzung ist jedoch, dass der gewählte Bildungsträger nach § 54 SGB III zugelassen ist und eine entsprechende Azav-Zertifizierung besitzt.
Das Tierphysiotherapeutengesetz selbst existiert in Deutschland nicht, da es sich um eine freie Weiterbildung handelt. Die Tätigkeit ist durch das Tierschutzgesetz in § 1 bis 3 geregelt, wonach Tierphysiotherapeuten ergänzend zur tierärztlichen Behandlung arbeiten. Eine bundeseinheitliche Approbation gibt es nicht, das Berufsrecht wird durch Verbände wie den VPT (Verband Praktizierender Tierphysiotherapeuten) definiert. Die Gesetzestexte bieten vollständige Einsicht in die relevanten Rechtsnormen für Umschulungsmaßnahmen.
Dauer und Ablauf der Tierphysiotherapie-Umschulung
Kurz gesagt: Die Umschulung dauert 3 Jahre in Vollzeit oder 3-5 Jahre in Teilzeit und umfasst etwa 4.200 Stunden mit 70 % Praxis und 40 % Theorie.
Die Dauer einer Umschulung zum Tierphysiotherapeuten variiert je nach Lernmodell erheblich. In Vollzeit beträgt die Ausbildungsdauer standardmäßig 3 Jahre mit insgesamt etwa 4.200 Stunden. Bei einer Teilzeitmaßnahme verlängert sich die Dauer auf 3 bis 5 Jahre, wobei meist 16-20 Stunden pro Woche eingeplant werden. Der Lehrplan gliedert sich in etwa 70 % Praxisphasen, die in Tierkliniken, Tierarztpraxen oder spezialisierten Physiotherapieeinrichtungen absolviert werden, und rund 40 % Theorieunterricht, der anatomische Grundlagen, Pathologie und verschiedene Therapiemethoden für Tiere umfasst.
Der Ablauf beginnt mit einer Beratung bei der Agentur für Arbeit zur Prüfung der Förderfähigkeit nach § 81 Umschulung. Nach erfolgreicher Bewerbung beim Ausbildungsträger folgen Eignungstest und Vorstellungsgespräch. Die Ausbildung schließt mit einer Abschlussprüfung ab, die schriftliche, mündliche und praktische Elemente beinhaltet und meist zu einem Zertifikat wie „Tierphysiotherapeut/in (mTÜV-geprüft)“ führt. Eine anschließende Registrierung bei Berufsverbänden ist möglich. Die Bundesagentur für Arbeit informiert detailliert über Fördermöglichkeiten und den Bewerbungsablauf für Umschulungsmaßnahmen.
Kosten und Finanzierungsmöglichkeiten der Umschulung
Kurz gesagt: Die Umschulungskosten liegen zwischen 18.000-25.000 Euro. Bei Arbeitslosigkeit übernimmt die Agentur für Arbeit 100% der Kosten plus Lebensunterhalt.
Die Kosten für eine Umschulung zum Tierphysiotherapeuten bewegen sich zwischen 18.000 und 25.000 Euro brutto, hinzu kommen Lehrmaterialien von etwa 1.000 bis 2.000 Euro. Beispielhaft kostet die Ausbildung an der HTL München 21.600 Euro für 3 Jahre, während die EVJ Berlin 22.500 Euro und MediVet Hamburg 19.500 Euro für 2,5 Jahre verlangen. Die Kosten variieren je nach Anbieter und können modulweise unterschiedlich ausfallen, zusätzlich fallen Prüfungsgebühren von etwa 500 Euro an.
Die Finanzierung über das Arbeitsamt erfolgt bei erfüllten Voraussetzungen nach § 81 SGB III durch einen Bildungsgutschein. Dieser deckt 100% der Lehrgangskosten ab und sichert zusätzlich den Lebensunterhalt durch ALG I oder ALG II. Die Erfolgsquote für Fördergenehmigungen liegt bei veterinärmedizinischen Weiterbildungen bei etwa 70-80% (Daten BA 2025). Voraussetzung ist eine Arbeitslosmeldung und ein entsprechender Vermittlungsvorschlag der Agentur für Arbeit. Der aktuelle Stand 2026 zeigt, dass Förderungen möglich sind, wenn der Quereinstieg in den wachsenden Tiergesundheitsmarkt nachgewiesen werden kann, der ein Marktvolumen von 5,2 Milliarden Euro erreicht hat. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales stellt umfassende Informationen zu Förderrichtlinien bereit.
Zulassungsvoraussetzungen für die Tierphysiotherapie-Umschulung
Kurz gesagt: Erforderlich ist eine abgeschlossene Berufsausbildung im Gesundheits- oder Veterinärbereich mit 2-3 Jahren Berufserfahrung oder Abitur mit relevanter Tierpraxis.
Die Zulassungsvoraussetzungen für eine Umschulung zum Tierphysiotherapeuten sind bei anerkannten Anbietern klar definiert. Primär wird eine abgeschlossene Berufsausbildung im Gesundheits-, Therapie- oder Veterinärbereich verlangt, etwa als Tiermedizinische Fachangestellte oder Pferdewirt, kombiniert mit mindestens 2 bis 3 Jahren Berufserfahrung. Alternativ können Bewerber mit Abitur oder Fachhochschulreife zugelassen werden, wenn sie relevante Praxiserfahrung mit Tieren von mindestens 1 bis 2 Jahren nachweisen können. Zusätzlich werden gute Deutschkenntnisse auf mindestens B2-Niveau, ein Führerschein der Klasse B sowie Grundkenntnisse in Anatomie und Physiologie vorausgesetzt, die oft über einen Einstufungstest geprüft werden.
Für die Förderung einer Umschulung nach § 81 SGB III müssen weitere spezifische Kriterien erfüllt sein. Dazu gehört eine bestehende Arbeitslosigkeit oder drohende Arbeitslosigkeit sowie die Anerkennung der Maßnahme als förderungsfähig durch die zuständige Agentur für Arbeit oder das Jobcenter. Eine individuelle Prüfung durch die Beratungsfachkraft ist erforderlich, wobei die berufliche Neuorientierung schlüssig begründet werden muss. Die Erfolgsaussichten auf dem Arbeitsmarkt für Tierphysiotherapeuten werden dabei ebenso berücksichtigt wie die persönliche Eignung des Antragstellers. Das Bundesinstitut für Berufsbildung bietet umfangreiche Informationen zu Weiterbildungsvoraussetzungen und Berufsbildungsstandards.
Anerkannte Anbieter für die Tierphysiotherapie-Umschulung
Kurz gesagt: Bundesweit gibt es etwa fünf anerkannte, förderfähige Anbieter wie HTL München, EVJ Berlin und MediVet Hamburg mit Azav-Zertifizierung.
Die Auswahl qualifizierter Anbieter für eine Tierphysiotherapie-Umschulung ist entscheidend für den Erfolg der Maßnahme. Zu den anerkannten und förderfähigen Institutionen gehören die Hochschule für Tierphysiotherapie (HTL) München, die Evangelische Veterinärakademie (EVJ) Berlin, die MediVet-Akademie Hamburg, die Tierphysiotherapie-Akademie (TPA) Stuttgart und die Weiterbildungsakademie für Tierheilberufe (WATH) Köln. Diese Anbieter verfügen über die erforderliche Azav-Zertifizierung nach § 54 SGB III und können somit über Bildungsgutscheine finanziert werden. Alle Institute bieten bundesweite Programme an, oft ergänzt durch Online-Module, um auch Teilnehmern aus entlegenen Gebieten die Teilnahme zu ermöglichen.
Bei der Auswahl sollten verschiedene Kriterien beachtet werden, insbesondere die Qualität der praktischen Ausbildungsplätze, die Kooperationen mit Tierkliniken und Tierarztpraxen sowie die Reputation der Dozenten. Die meisten Anbieter stellen detaillierte Informationen über Lehrpläne, Prüfungsmodalitäten und Erfolgsquoten ihrer Absolventen zur Verfügung. Eine Übersicht über alle verfügbaren Angebote bietet das KURSNET der Bundesagentur für Arbeit, in dem gezielt nach „Tierphysiotherapeut Umschulung“ gesucht werden kann. Interessenten sollten vor einer Entscheidung Informationsveranstaltungen besuchen und sich über die spezifischen Schwerpunkte der jeweiligen Programme informieren.
Gehaltsaussichten nach der Tierphysiotherapie-Umschulung
Kurz gesagt: Einstiegsgehalt liegt bei 2.800-3.500 Euro brutto monatlich als Angestellter, selbstständig sind 4.000-7.000 Euro netto möglich.
Die Verdienstmöglichkeiten als Tierphysiotherapeut variieren erheblich je nach Beschäftigungsform und Region. Das Einstiegsgehalt für angestellte Tierphysiotherapeuten in Praxen oder Kliniken liegt zwischen 2.800 und 3.500 Euro brutto pro Monat bei Vollzeittätigkeit. Nach etwa 3 Jahren Berufserfahrung steigt das durchschnittliche Gehalt auf 3.500 bis 4.500 Euro brutto monatlich, wobei Tarifverträge wie TVöD-T oder TV-L bei Anstellungen in Verbänden oder öffentlichen Einrichtungen zur Anwendung kommen können. Regionale Unterschiede sind deutlich spürbar, da Gehälter in städtischen Gebieten typischerweise um mehr als 20% höher ausfallen als in ländlichen Regionen.
Selbstständige Tierphysiotherapeuten können deutlich höhere Einkommen erzielen, wenn sie erfolgreich eine eigene Praxis aufbauen. Bei einer Auslastung von 20 bis 30 Klienten pro Woche und Stundensätzen zwischen 80 und 120 Euro sind monatliche Nettoeinkommen von 4.000 bis 7.000 Euro realistisch. Allerdings müssen dabei die Kosten für Praxisräume, Ausrüstung und Versicherungen berücksichtigt werden. Laut StepStone-Gehaltsreport 2026 liegt das Jahresgehalt für Tierphysiotherapeuten zwischen 42.000 und 54.000 Euro, während eine VPT-Mitgliederumfrage 2025 einen Median von 48.000 Euro brutto jährlich ermittelte. Das Statistische Bundesamt veröffentlicht regelmäßig aktuelle Gehaltsdaten verschiedener Berufsgruppen im Gesundheitswesen.
Weiterführende Informationen
Die Bundesagentur für Arbeit informiert umfassend über Fördermöglichkeiten durch Bildungsgutscheine und die rechtlichen Grundlagen für Umschulungen nach § 81 SGB III.
Das Bundesinstitut für Berufsbildung bietet detaillierte Informationen zu Weiterbildungsstandards und Qualitätsanforderungen für Bildungsanbieter im Bereich der beruflichen Umschulung.
Auf Gesetze im Internet finden Sie die vollständigen Gesetzestexte des SGB III sowie weitere relevante Rechtsnormen für Umschulungsmaßnahmen und Bildungsförderung.
Wie lange dauert die Umschulung zum Tierphysiotherapeuten?
Die Umschulung dauert 3 Jahre in Vollzeit oder 3-5 Jahre in Teilzeit und umfasst etwa 4.200 Stunden Ausbildung.
Übernimmt das Arbeitsamt die Kosten für die Tierphysiotherapie-Umschulung?
Ja, bei Arbeitslosigkeit kann ein Bildungsgutschein nach § 81 SGB III die kompletten Kosten von 18.000-25.000 Euro übernehmen.
Welche Voraussetzungen brauche ich für die Umschulung?
Eine abgeschlossene Berufsausbildung im Gesundheits- oder Veterinärbereich mit 2-3 Jahren Berufserfahrung oder Abitur mit Tierpraxis.
Wie viel verdient man als Tierphysiotherapeut nach der Umschulung?
Das Einstiegsgehalt liegt bei 2.800-3.500 Euro brutto monatlich, selbstständig sind 4.000-7.000 Euro netto möglich.
Ist der Tierphysiotherapeut ein staatlich anerkannter Beruf?
Nein, es handelt sich um eine freie Weiterbildung ohne staatliche Anerkennung, aber mit Zertifizierung durch Berufsverbände.
Wo kann ich die Tierphysiotherapie-Umschulung machen?
Bei anerkannten Anbietern wie HTL München, EVJ Berlin oder MediVet Hamburg mit Azav-Zertifizierung bundesweit.
Achtung! Tipp aus der Redaktion
Dass ein beruflicher Neuanfang in der Tierphysiotherapie sehr spannend und fordernd sein kann, ist nicht verwunderlich. Angehende Berufswechsler/innen sollten aber nichts überstürzen und diesen Schritt gut überdenken. Passend dazu gibt es einen wichtigen Tipp aus unserer Redaktion.
Hinterfragen Sie Ihre persönliche Eignung als Tierphysiotherapeut/in!
Formal muss man zwar keine besonderen Kriterien erfüllen, um an einer Ausbildung zum Tierphysiotherapeuten teilzunehmen, aber dennoch handelt es sich um keinen Beruf für jedermann. Interessierte sollten vor allem ihre persönliche Eignung hinterfragen. Dabei kommt es unter anderem auf die folgenden Punkte an:
- Einfühlungsvermögen
- Verantwortungsbewusstsein
- Offenheit
- Kommunikationsstärke
- Engagement
- Tierliebe
- Interesse an tiermedizinischen Themen
Umschulung im Bereich Gesundheit
- Arzthelferin
- Bademeister
- Diätassistent
- Ergotherapie
- Ernährungsberater
- Fachkraft für Arbeitssicherheit
- Fitnesskaufmann
- Fitnesstrainer
- Hebamme
- Heilerziehungspfleger
- Heilpädagoge
- Heilpraktiker
- Kauffrau im Gesundheitswesen
- Kinderpfleger
- Krankenschwester
- Logopädie
- Masseur
- Medizinische Fachangestellte
- Notfallsanitäter
- Pflegefachkraft
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- Physiotherapie
- Podologe
- Psychologischer Berater
- Rettungssanitäter
- Tierarzthelfer
- Tierheilpraktiker
- Tierpfleger
- Tierphysiotherapeut
- Yogalehrer
- Heilerziehungspfleger




