Umschulung Kinderpfleger – Ausbildung Quereinsteiger
Redaktionell geprüft von der Fernstudium – Berufsbegleitend studieren-Redaktion · Aktualisiert: · Lesezeit: ca. 15 Min
Inhaltsverzeichnis
Das Wichtigste auf einen Blick
- Die Umschulung zur Kinderpflegerin dauert je nach Modell 2 Jahre oder 23 Monate und endet mit einer staatlich anerkannten Abschlussprüfung.
- Die Bundesagentur für Arbeit fördert die Ausbildung über einen Bildungsgutschein nach § 53 SGB III, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind.
- Im Direkteinstieg KiTa erhalten Quereinsteiger während der Ausbildung rund 2.968 € brutto im Monat.
- Kinderpflegerinnen ohne Ausbildung können über verschiedene regionale Programme einsteigen, teils auch in Teilzeit oder berufsbegleitend.
Dass im Erziehungswesen Personal fehlt, ist längst kein Geheimnis. Viele Kommunen können Betreuungsplätze nicht in ausreichender Zahl anbieten, während Kindergärten ihre Betreuungszeiten einschränken müssen. Der Personalmangel ist der zentrale Grund. Für Familien ist das ärgerlich, aber für Menschen, die einen Beruf mit Kindern ergreifen möchten, ist es eine echte Chance. Die Umschulung zur Kinderpflegerin ist dabei ein konkreter Weg in einen Beruf mit echter Nachfrage.
Wer sich für diesen Berufswechsel interessiert, sollte sich gut informieren. Nachfolgend gibt es die wichtigsten Informationen für eine erste Orientierung.
Berufsbild Kinderpfleger/in – Perspektiven und Gehalt
Kinderpfleger/in ist ein anderer Name für Sozialpädagogische/r Assistent/in. Der Berufsalltag dreht sich um die Arbeit mit Kindern, Säuglingen und Jugendlichen. Kinderpfleger/innen arbeiten in diesen Bereichen:
- Kinderheime
- Kindergärten
- Schulen
- Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe
- Behindertenhilfe
Das Gehalt liegt je nach Einsatzbereich, Erfahrung und Qualifikation bei etwa 28.000 bis 40.000 Euro brutto im Jahr.
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Per Umschulung Kinderpfleger/in werden
Die Kinderpfleger-Ausbildung findet an einer Berufsfachschule oder einem Berufskolleg statt. Öffentliche Schulen sind kostenlos, zahlen aber keine Vergütung. Die Inhalte umfassen:
- Deutsch
- Kommunikation
- Mathematik
- Sozialkunde
- Religion
- Ethik
- Gesundheitsförderung
- Pädagogik
- Didaktik
- Bewegungsförderung
- Kreativität
- Sprachentwicklung
- kognitive Entwicklung
- emotional-soziale Entwicklung
Die Umschulung zur Kinderpflegerin entspricht der regulären Ausbildung. Es gibt keinen Unterschied zwischen Erstausbildung und Umschulung. Daneben bieten private Anbieter spezielle Umschulungslehrgänge für Erwachsene an, die bereits in einem anderen Beruf gearbeitet haben.
Voraussetzungen, Dauer und Finanzierung der Kinderpfleger-Umschulung
Die Rahmenbedingungen hängen vom Anbieter und der Lehrgangsform ab. In der Regel lassen sich die Eckdaten der schulischen Ausbildung auf die Umschulungsmaßnahme übertragen. Die wichtigsten Modalitäten:
- Voraussetzungen: Schulabschluss, gesundheitliche Eignung, erweitertes Führungszeugnis
- Dauer: 2 bis 4 Jahre
- Kosten: unterschiedlich
Staatliche Schulen sind kostenlos. Private Anbieter erheben teils hohe Gebühren. Wer eine Umschulung plant, sollte die Kosten früh klären und die Finanzierung sicherstellen. Das Arbeitsamt kann mit einem Bildungsgutschein und Hilfen zum Lebensunterhalt helfen.
Das sind mögliche Alternativen zur Umschulung zum/zur Kinderpfleger/in
Die Kinderpfleger-Umschulung ist ein guter Einstieg in den pädagogischen Bereich. Trotzdem lohnt ein Blick auf verwandte Berufe:
- Heilerziehungspflegeassistent/in
- Haus- und Familienpfleger/in
- Sozialassistent/in
- Erzieher/in
Wer den Quereinstieg ohne Umschulung sucht, hat ebenfalls Chancen. Der Personalmangel bietet Seiteneinsteigern die Möglichkeit, als pädagogische Hilfskraft im Erziehungswesen Fuß zu fassen.
Checkliste: Das gehört zur persönlichen Eignung als Kinderpfleger/in
Wer die formalen Voraussetzungen erfüllt, sollte sich trotzdem fragen, ob der Beruf wirklich passt. Diese Eigenschaften sind wichtig:
- Offenheit
- Kreativität
- Zuverlässigkeit
- Verantwortungsbewusstsein
- Einsatzbereitschaft
- Anpassungsfähigkeit
- Einfühlungsvermögen
- Geduld
- Durchsetzungskraft
- Konsequenz
Wo gibt es Informationen zur Kinderpfleger-Umschulung?
Die Fachschulen, Berufskollegs und privaten Anbieter sind die direkten Anlaufstellen für konkrete Informationen. Eine Online-Recherche hilft für einen ersten Überblick. Das Arbeitsamt ist ebenfalls eine wichtige Adresse: Dort werden Berufswechsler/innen beraten und bei der Finanzierung unterstützt.
Wie können sich Kinderpfleger/innen weiterbilden?
Nach der Umschulung gibt es mehrere Wege, sich fachlich weiterzuentwickeln. Seminare und Online-Kurse setzen einzelne Themen in den Fokus. Wer einen höheren Abschluss anstrebt, kann die Ausbildung zur Erzieherin fortsetzen. Weitere Fortbildungen:
- Fachwirt/in – Erziehungswesen
- Betriebswirt/in – Sozialwesen
- Fachwirt/in – Organisation und Führung (Sozial)
Wer eine Hochschulzugangsberechtigung hat, kann berufsbegleitend studieren. Pädagogik, Sozialarbeit, Erziehungswissenschaft und Pädagogische Psychologie sind mögliche Studiengänge.
Was ist eine Umschulung zur Kinderpflegerin?
Kurz gesagt: Die Umschulung zur Kinderpflegerin ist eine vollwertige Berufsausbildung für Erwachsene, die bisher in einem anderen Beruf gearbeitet haben oder ungelernt sind. Sie führt zum staatlich anerkannten Abschluss als „staatlich geprüfte/r Kinderpfleger/in“.
Wer als Kinderpflegerin quereinsteigen möchte, muss keine jahrelange Schulbank drücken. Die Umschulung zur Kinderpflegerin ist im Kern dieselbe Ausbildung wie die reguläre Kinderpflege-Ausbildung, richtet sich aber gezielt an Erwachsene mit Berufserfahrung in anderen Feldern. Das Ziel ist klar: die Vorbereitung auf die staatlich anerkannte Abschlussprüfung als Kinderpflegerin, die an einer staatlichen Berufsfachschule abgelegt wird.
Der Beruf heißt je nach Bundesland auch „Sozialpädagogische/r Assistent/in“ und umfasst Betreuung, Erziehung und Bildung in Kindertageseinrichtungen. Quereinsteiger arbeiten direkt mit Kindern, unterstützen pädagogisches Fachpersonal und übernehmen mit wachsender Erfahrung mehr Verantwortung. Die Kinderpflege-Ausbildung ist kein Umweg, sondern ein direkter Einstieg in einen Beruf mit echter Nachfrage. Wer sich für ähnliche Berufsfelder interessiert, findet bei der Umschulung Heilerziehungspfleger eine verwandte Option mit ebenfalls guten Aussichten.
Zugangsvoraussetzungen und Förderung durch die BA
Kurz gesagt: Wer keinen Berufsabschluss hat oder in den letzten 4 Jahren nicht in seinem erlernten Beruf gearbeitet hat, kann gefördert werden. Voraussetzung ist mindestens ein Hauptschulabschluss. Die Förderung läuft über einen Bildungsgutschein der Bundesagentur für Arbeit nach § 53 SGB III.
Die Einstiegshürde für die Kinderpfleger-Umschulung ist niedriger, als viele denken. Ein Hauptschulabschluss mit einem Notendurchschnitt von mindestens 3,0 reicht für einige Programme aus, etwa für den Direkteinstieg KiTa in Baden-Württemberg. Wer keinen Berufsabschluss hat oder in den letzten 4 Jahren nicht mehr im Ausbildungsberuf tätig war, gilt als an- oder ungelernt und kann bei der Agentur für Arbeit Förderung beantragen.
Grundlage für die Förderung ist der Bildungsgutschein nach § 53 SGB III. Damit übernimmt die Bundesagentur für Arbeit die Ausbildungskosten und in bestimmten Modellen auch die Lohnkosten für den Betrieb während der Theoriephasen. Wichtig: Die Förderung ist oft an den Wohnort gebunden. Wer in Krefeld lebt, kann den Gutschein nur bei der Agentur für Arbeit Mönchengladbach beantragen. Der erste Schritt ist immer das persönliche Beratungsgespräch beim örtlichen Jobcenter oder der Agentur für Arbeit. Wer als Kinderpflegerin ohne Ausbildung einsteigen möchte, sollte diesen Schritt nicht aufschieben.
Dauer und Ausbildungsmodelle: PiA, berufsbegleitend, Teilzeit
Kurz gesagt: Die Kinderpflege-Ausbildung dauert je nach Modell 2 Jahre oder 23 Monate. Es gibt Vollzeit-, Teilzeit- und praxisintegrierte Varianten. Welches Modell passt, hängt von Ihrem Wohnort und Ihrer persönlichen Situation ab.
Bei der Kinderpfleger-Ausbildung gibt es nicht nur einen Weg. Das klassische Modell ist die Praxisintegrierte Ausbildung (PiA): Theorie im Berufskolleg und Praxis in einer Kindertageseinrichtung wechseln sich ab, die Gesamtdauer beträgt 2 Jahre. Dieses Modell gibt es zum Beispiel in Mönchengladbach, wo die Ausbildung am Berufskolleg Maria-Lenssen stattfindet, das AZAV-zertifiziert ist.
In Freising läuft ein beschäftigungsbegleitendes Modell: Die Teilnehmer arbeiten mindestens 20 Stunden pro Woche, oft sogar 30 Stunden pro Woche als pädagogische Hilfskraft in einer Einrichtung und werden dabei parallel qualifiziert. In Ansbach-Weißenburg gibt es eine Teilzeit-Qualifizierung für Quereinsteiger, die sich besonders für Menschen mit Familienpflichten eignet. Der Direkteinstieg KiTa in Baden-Württemberg läuft über 23 Monate. Eine einjährige Ausbildung zur Kinderpflegerin ist in der Regel nur als Ergänzungsqualifikation oder in Sonderprogrammen möglich, nicht als vollständiger Erstabschluss.
Reine Online-Ausbildungen sind nicht anerkannt, weil der Praxisanteil Pflicht ist. Einzelne Theorieeinheiten können online stattfinden, der Abschluss selbst setzt aber immer Präsenz und eine externe Prüfung voraus.
Vergütung und finanzielle Unterstützung während der Ausbildung
Kurz gesagt: Im Direkteinstieg KiTa erhalten Quereinsteiger während der gesamten Ausbildung rund 2.968 € brutto pro Monat. In anderen Modellen übernimmt die Bundesagentur für Arbeit die Kurskosten und ggf. das Arbeitslosengeld läuft weiter.
Geld ist ein konkretes Thema, wenn man über eine Umschulung nachdenkt. Im Direkteinstieg KiTa in Baden-Württemberg erhalten Quereinsteiger während der Ausbildung ein volles Gehalt von rund 2.968 € brutto im Monat. Die Bundesagentur für Arbeit übernimmt dabei die Lohnkosten für die Theoriephasen und die Ausbildungskosten insgesamt.
In anderen Modellen, etwa der Teilzeit-Qualifizierung in Ansbach-Weißenburg, besteht die Förderung hauptsächlich über den Bildungsgutschein: Die Kursgebühren werden übernommen, und wer Arbeitslosengeld bezieht, erhält es während der Maßnahme weiter. Wer über das Jobcenter gefördert wird, kann ergänzende Leistungen beantragen. Ein Gespräch mit dem zuständigen Berater lohnt sich in jedem Fall, bevor man die Ausbildung Kinderpflegerin in Bayern oder einem anderen Bundesland angeht.
Praktische Schritte: Von der Beratung bis zur Bewerbung
Kurz gesagt: Der erste Schritt ist immer das Beratungsgespräch bei der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter. Danach folgen Informationsveranstaltung, Bewerbung und Bildungsgutschein-Antrag. Das klingt nach viel, ist aber in wenigen Wochen erledigt.
Wer als Kinderpflegerin Quereinsteigerin werden möchte, braucht einen klaren Plan. Hier sind die konkreten Schritte:
- Schritt 1: Kontakt zur örtlichen Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter aufnehmen und ein Beratungsgespräch vereinbaren. Nur die für Ihren Wohnort zuständige Stelle kann den Bildungsgutschein ausstellen.
- Schritt 2: Informationsveranstaltungen besuchen. In Weißenburg findet zum Beispiel am 19. Mai 2025 von 9 bis 11 Uhr eine Infoveranstaltung in der Schwärzgasse 1 statt. Online-Termine sind ebenfalls verfügbar, etwa am 28. Mai 2025 ab 19 Uhr.
- Schritt 3: Bewerbung einreichen, entweder direkt bei einem Bildungsträger oder bei einer Kindertagesstätte als Arbeitgeber. In beschäftigungsbegleitenden Modellen ist ein Arbeitsvertrag als Hilfskraft oft Voraussetzung.
- Schritt 4: Bildungsgutschein bei der BA beantragen. Wer die Voraussetzungen erfüllt, bekommt die Kurskosten übernommen. Nur AZAV-zertifizierte Schulen und Träger werden akzeptiert.
- Schritt 5: Ausbildung beginnen, Theorie und Praxis absolvieren, externe Abschlussprüfung ablegen.
Dieser Ablauf ist für die meisten Quereinsteiger in der Kinderpflege der Standardweg. Wer zügig handelt, kann in einigen Programmen schon zum nächsten Starttermin dabei sein.
Regionale Programme und aktuelle Starttermine
Kurz gesagt: Die Kinderpfleger-Umschulung ist stark regional organisiert. Aktuell gibt es Programme in Bayern, Baden-Württemberg, NRW und Niedersachsen, mit Startterminen ab Herbst 2025 und Sommer 2026.
Ob die Ausbildung zur Kinderpflegerin in Bayern oder einem anderen Bundesland stattfindet, hängt von den Angeboten vor Ort ab. Die Kinderpfleger-Ausbildung in Bayern hat besonders viele regionale Programme. In Freising läuft das beschäftigungsbegleitende Modell mit einem Arbeitsvertrag als pädagogische Hilfskraft. In Ansbach-Weißenburg gibt es eine Teilzeit-Qualifizierung, die am 6. Oktober 2025 startet. Derzeit befinden sich dort 16 Teilnehmerinnen in der Prüfungsphase.
In NRW bietet die Agentur für Arbeit Mönchengladbach das PiA-Modell am Berufskolleg Maria-Lenssen an, ausschließlich für Bewohner aus Krefeld und dem Kreis Viersen. In Niedersachsen plant die Stadt Osnabrück eine Quereinsteiger-Ausbildung, die am 1. August 2026 beginnt. Wer die Ausbildung zur Kinderpflegerin in Bayern als Quereinsteiger sucht, sollte sich frühzeitig bei der zuständigen Agentur für Arbeit anmelden, da die Plätze begrenzt sind.
Staatliche Abschlussprüfung und Berufsabschluss
Kurz gesagt: Die Kinderpfleger-Umschulung endet mit einer externen Prüfung an einer staatlichen Berufsfachschule. Der Abschluss lautet „staatlich geprüfte/r Kinderpfleger/in“ und ist bundesweit anerkannt.
Am Ende der Ausbildung steht die externe Abschlussprüfung. Diese wird an einer staatlich anerkannten Berufsfachschule abgelegt, unabhängig davon, welcher Bildungsträger die Ausbildung durchgeführt hat. Der Abschluss kommt von der staatlichen Schule, nicht vom privaten Kursanbieter. Das macht ihn bundesweit gültig und verbindlich.
Grundlage für diese Externenprüfung ist das Berufsbildungsgesetz (BBiG). Wer die Prüfung besteht, trägt den Titel „staatlich geprüfte/r Kinderpfleger/in“ und darf sofort als Fachkraft in Kindertageseinrichtungen arbeiten. Wer langfristig Karriere in der Pädagogik machen möchte, kann den Aufstieg zur Erzieherin als nächsten Schritt angehen.
Karrierechancen nach der Umschulung
Kurz gesagt: Ausgebildete Kinderpflegerinnen finden in fast allen Regionen Deutschlands schnell einen Job. Der Fachkräftemangel ist real, und wer den Abschluss hat, steht gut da.
Der Arbeitsmarkt für Kinderpfleger ist derzeit günstig. Kommunen suchen händeringend Personal, Betreuungsplätze fehlen, Einrichtungen müssen Öffnungszeiten kürzen. Als frisch ausgebildete Kinderpflegerin sind die Chancen gut, direkt nach der Prüfung eine Stelle zu finden. Das gilt besonders in Bayern, NRW und den großen Städten.
Wer langfristig denkt, hat mehrere Optionen. Die Weiterbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin ist der häufigste Weg nach oben. Wer sich auf bestimmte Zielgruppen spezialisieren möchte, kann eine Weiterbildung in der Heilpädagogik, der Sprachförderung oder der Betreuung von Kindern mit Behinderungen absolvieren. Für alle, die sich für die Arbeit mit Menschen mit Beeinträchtigungen interessieren, lohnt auch ein Blick auf die Umschulung zum Heilerziehungspfleger.
So beantragen Sie den Bildungsgutschein für die Kinderpfleger-Ausbildung
Kurz gesagt: Den Bildungsgutschein nach § 53 SGB III beantragen Sie bei Ihrer Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter. Das Gespräch dauert in der Regel weniger als eine Stunde, und wer die Voraussetzungen erfüllt, bekommt die Kurskosten vollständig erstattet.
Den Bildungsgutschein beantragen viele zu spät oder gar nicht. Dabei ist der Weg kurz. Sie melden sich bei Ihrer zuständigen Agentur für Arbeit oder Ihrem Jobcenter und erklären, dass Sie die Umschulung zur Kinderpflegerin machen möchten. Der Berater prüft, ob Sie die Voraussetzungen nach § 53 SGB III erfüllen: zum Beispiel, ob Sie arbeitslos sind, von Arbeitslosigkeit bedroht sind oder in den letzten 4 Jahren nicht in Ihrem Ausbildungsberuf gearbeitet haben.
Wenn der Gutschein genehmigt ist, können Sie ihn nur bei AZAV-zertifizierten Trägern einlösen. Das ist keine Einschränkung, sondern eine Qualitätssicherung: Diese Träger müssen bestimmte Standards erfüllen. Die Kosten für Kursgebühren, Lernmittel und in bestimmten Modellen auch Fahrtkosten werden übernommen. Wer Arbeitslosengeld bezieht, erhält es während der Maßnahme weiter. Wer noch keine Leistungen bezieht, sollte sich trotzdem beraten lassen, da es ergänzende Fördermöglichkeiten gibt.
Weiterführende Informationen
Agentur für Arbeit Ansbach-Weißenburg: Quereinstieg in die Kinderbetreuung — Offizielle Informationen der Bundesagentur für Arbeit zum Teilzeit-Qualifizierungsprogramm für Quereinsteiger in der Kinderpflege, inklusive Starttermin und Bildungsgutschein-Antrag.
Agentur für Arbeit Baden-Württemberg: Direkteinstieg KiTa — Offizielle Programmbeschreibung des 23-Monats-Modells mit Gehaltsangaben, Zugangsvoraussetzungen und Abschlussmöglichkeiten für Quereinsteiger in der Kinderpflege.
Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB): Berufsprofil Kinderpfleger/in — Das BIBB beschreibt das offizielle Berufsbild, Ausbildungsinhalte und Qualifikationsanforderungen für die Kinderpflege-Ausbildung in Deutschland.
Kann ich als Quereinsteigerin ohne Ausbildung Kinderpflegerin werden?
Ja. Wer keinen Berufsabschluss hat oder in den letzten 4 Jahren nicht im Ausbildungsberuf tätig war, gilt als ungelernt und kann über die Agentur für Arbeit gefördert werden. Ein Hauptschulabschluss ist in den meisten Programmen Voraussetzung.
Wie lange dauert die Umschulung zur Kinderpflegerin?
Je nach Modell dauert die Ausbildung 2 Jahre (PiA, beschäftigungsbegleitend) oder 23 Monate (Direkteinstieg KiTa in Baden-Württemberg). Eine einjährige Ausbildung zur Kinderpflegerin ist als vollständiger Abschluss in der Regel nicht möglich.
Bekomme ich während der Kinderpfleger-Umschulung Geld?
Im Direkteinstieg KiTa gibt es rund 2.968 € brutto im Monat. In anderen Modellen läuft das Arbeitslosengeld weiter, und die Kurskosten werden über den Bildungsgutschein übernommen. Das genaue Modell hängt vom Programm und Wohnort ab.
Gibt es eine Kinderpflegerin Online-Ausbildung?
Reine Online-Ausbildungen zur Kinderpflegerin sind nicht staatlich anerkannt, weil der Praxisanteil verpflichtend ist. Einzelne Theoriestunden können online stattfinden, aber der Abschluss erfordert Präsenz und eine externe Prüfung.
Welche Förderung gibt es für die Kinderpflege-Ausbildung?
Die Bundesagentur für Arbeit fördert über den Bildungsgutschein nach § 53 SGB III. Voraussetzung ist unter anderem Arbeitslosigkeit oder Anlerntätigkeit ohne Berufsabschluss. Die Förderung ist an den Wohnort gebunden.
Kann ich nach der Umschulung zur Erzieherin aufsteigen?
Ja. Nach dem Abschluss als Kinderpflegerin ist die Weiterbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin der nächste Schritt. Das ist der häufigste Karriereweg im pädagogischen Bereich.
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