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Fernstudium Arbeitsrecht

Kaum ein Rechtsgebiet berührt den Alltag so unmittelbar wie das Arbeitsrecht. Es regelt das Verhältnis zwischen Beschäftigten und Arbeitgebern und beantwortet Fragen, die in jedem Betrieb früher oder später auftauchen: Wie wird ein Arbeitsvertrag rechtssicher gestaltet? Welche Fristen gelten bei einer Kündigung? Was darf der Betriebsrat mitbestimmen, und wo verlaufen die Grenzen von Befristung, Teilzeit oder Homeoffice? Wer in Personalabteilungen, Kanzleien, Verbänden oder Gewerkschaften arbeitet, kommt an diesem Themenfeld nicht vorbei. Entsprechend gefragt ist fundiertes Wissen, das über das Bauchgefühl hinausgeht und auf Gesetzestexten, Tarifverträgen und der Rechtsprechung der Arbeitsgerichte beruht.

Viele Interessierte fragen sich, ob sich Arbeitsrecht auch berufsbegleitend per Fernstudium erschließen lässt – ohne den Job zu kündigen und ohne klassisches Vollzeit-Jurastudium. Die ehrliche Antwort: Ein vollständiges Fernstudium der Rechtswissenschaft mit Staatsexamen gibt es in Deutschland praktisch nicht, denn das Examen ist an staatliche Prüfungen und Präsenzanforderungen gebunden. Arbeitsrecht als abgegrenztes Fachgebiet ist hingegen sehr gut für das Fernlernen geeignet. Es taucht als Schwerpunkt in betriebswirtschaftlichen und in Wirtschaftsrecht-Fernstudiengängen auf und ist als kompaktes Zertifikats- oder Weiterbildungsangebot verfügbar. Dieser Ratgeber ordnet die Wege ein und nennt Voraussetzungen, Dauer, Kosten und Berufsperspektiven.

Wichtige Punkte

  • Arbeitsrecht lässt sich per Fernstudium gut als Schwerpunkt oder als Weiterbildung erschließen – ein juristisches Staatsexamen ist auf diesem Weg jedoch nicht möglich.
  • Typische Formate sind Wirtschaftsrecht-Studiengänge (Bachelor/Master) mit arbeitsrechtlichem Schwerpunkt sowie kürzere Zertifikatskurse.
  • Die Inhalte reichen von Individual- und Kollektivarbeitsrecht über Sozialversicherung bis zur praktischen Vertragsgestaltung.
  • Berufsbegleitend dauert ein Bachelor meist drei bis vier Jahre, Zertifikatskurse oft nur einige Monate.
  • Hauptzielgruppen sind Fachkräfte aus HR, Personalwesen, Verwaltung, Rechtsabteilungen und dem Beratungsumfeld.

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Was ist Arbeitsrecht?

Arbeitsrecht ist das Rechtsgebiet, das die Beziehungen rund um abhängige Beschäftigung ordnet. Es gliedert sich grob in zwei Bereiche. Das Individualarbeitsrecht betrifft das Verhältnis zwischen einzelnem Arbeitnehmer und Arbeitgeber: Arbeitsvertrag, Vergütung, Urlaub, Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall, Arbeitszeit und vor allem die Beendigung des Arbeitsverhältnisses durch Kündigung oder Aufhebungsvertrag. Das Kollektivarbeitsrecht regelt dagegen die Beziehungen zwischen Arbeitgebern, Gewerkschaften und Arbeitnehmervertretungen – also Tarifverträge, Betriebsverfassung, Mitbestimmung und Arbeitskampf.

Charakteristisch ist, dass das Arbeitsrecht nicht in einem einzigen Gesetzbuch zusammengefasst ist. Es speist sich aus vielen Quellen: dem Bürgerlichen Gesetzbuch, dem Kündigungsschutzgesetz, dem Teilzeit- und Befristungsgesetz, dem Betriebsverfassungsgesetz, dem Arbeitszeitgesetz, dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz und zahlreichen weiteren Regelungen. Dazu kommt die prägende Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts. Wer Arbeitsrecht lernt, übt deshalb vor allem, verstreute Normen, Tarifregeln und Urteile zu einem stimmigen Bild zusammenzuführen und auf konkrete Fälle anzuwenden.

Im Fernstudium wird dieses Fachgebiet selten isoliert gelehrt. Häufiger ist es ein Modul oder ein Vertiefungsschwerpunkt innerhalb eines wirtschaftsrechtlichen oder betriebswirtschaftlichen Studiengangs. Damit verbindet sich juristisches Können mit dem betrieblichen Kontext – genau die Kombination, die im Personalwesen und in der Unternehmenspraxis gebraucht wird.

Studieninhalte und Schwerpunkte

Die konkreten Inhalte hängen stark vom gewählten Format ab. In einem Wirtschaftsrecht-Fernstudium mit arbeitsrechtlichem Schwerpunkt bilden zunächst juristische Grundlagen das Fundament: Methodenlehre, Vertrags- und Schuldrecht, Grundzüge des öffentlichen Rechts. Darauf aufbauend folgt das eigentliche Arbeitsrecht mit dem Individual- und dem Kollektivarbeitsrecht. Behandelt werden Vertragsgestaltung, Befristung, Arbeitszeit, Urlaubsrecht, Kündigungsschutz und die Abwicklung von Beendigungen.

Hinzu kommen meist angrenzende Felder, die in der Praxis eng mit dem Arbeitsrecht verzahnt sind. Dazu zählen das Sozialversicherungsrecht, Grundlagen des Lohnsteuerrechts, der Datenschutz im Beschäftigungsverhältnis und das betriebliche Gesundheits- und Arbeitsschutzrecht. Viele Programme legen außerdem Wert auf prozessuale Aspekte: Wie läuft ein arbeitsgerichtliches Verfahren ab, welche Fristen sind zu wahren, wie wird eine Klage oder eine Stellungnahme aufgebaut?

Reine Zertifikatskurse zum Arbeitsrecht setzen andere Akzente. Sie konzentrieren sich oft auf das praktisch unmittelbar Verwertbare: rechtssichere Arbeitsverträge, der Umgang mit Abmahnung und Kündigung, Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat sowie aktuelle Entwicklungen etwa zu Homeoffice und Arbeitszeiterfassung. Solche Kurse vermitteln kein vollständiges juristisches Gerüst, machen aber im Berufsalltag handlungsfähig.

Hinweis zum Verständnis von Abschlüssen
Ein Fernstudium im Bereich Arbeitsrecht oder Wirtschaftsrecht berechtigt nicht zur Anwaltszulassung. Wer als Rechtsanwältin oder Rechtsanwalt arbeiten möchte, benötigt das klassische Jurastudium mit beiden Staatsexamina. Die Fernstudiengänge qualifizieren stattdessen für beratende, kaufmännische und administrative Rollen mit juristischem Bezug.

Fernstudium oder Ausbildung?

Neben dem Fernstudium gibt es Wege über eine Ausbildung oder eine kaufmännische Weiterbildung, die arbeitsrechtliches Wissen vermitteln. Eine klassische Ausbildung speziell zum Arbeitsrecht existiert nicht; arbeitsrechtliche Inhalte sind aber fester Bestandteil von Ausbildungsberufen wie Kaufleuten für Büromanagement oder Rechtsanwaltsfachangestellten sowie von Aufstiegsfortbildungen wie der zur Personalfachkauffrau beziehungsweise zum Personalfachkaufmann.

Eine Ausbildung dauert in der Regel zwei bis drei Jahre, findet überwiegend im Betrieb statt und wird vergütet – es entstehen also keine nennenswerten Kosten, oft sogar ein Einkommen. Sie vermittelt Arbeitsrecht jedoch nur als Teilbereich und auf anwendungsnahem Niveau. Wer bereits im Beruf steht, kann eine Aufstiegsfortbildung wählen: Diese ist kürzer, fokussiert und schließt mit einem anerkannten Kammerzertifikat ab, geht aber rechtlich nicht in die Tiefe eines Studiums.

Das Fernstudium spielt seine Stärken vor allem dann aus, wenn ein höherer formaler Abschluss und ein breiteres, theoretisch fundiertes Verständnis gefragt sind. Ein berufsbegleitender Bachelor oder Master in Wirtschaftsrecht mit arbeitsrechtlichem Schwerpunkt vermittelt nicht nur Regeln, sondern auch die juristische Methode dahinter – und öffnet Türen zu höher qualifizierten Positionen. Im Gegenzug ist es zeitlich anspruchsvoller, dauert länger und kostet Studiengebühren, die je nach Anbieter und Abschluss im mittleren bis hohen vierstelligen Bereich liegen können.

Vereinfacht lässt sich sagen: Wer schnell und praxisnah in einen kaufmännischen Beruf mit arbeitsrechtlichem Bezug einsteigen will, ist mit Ausbildung oder Aufstiegsfortbildung gut bedient. Wer aufbauend auf Berufserfahrung einen akademischen Abschluss und tiefere Rechtskenntnisse anstrebt, für den ist das berufsbegleitende Fernstudium der passendere Weg. Beide Wege schließen sich nicht aus – eine Ausbildung kann eine sinnvolle Grundlage für ein späteres Fernstudium sein.

Voraussetzungen und Zugang

Welche Voraussetzungen gelten, hängt vom Niveau des Angebots ab. Für einen Bachelor-Fernstudiengang im Bereich Wirtschaftsrecht ist üblicherweise die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife erforderlich. Viele Fernhochschulen öffnen den Zugang inzwischen auch für beruflich Qualifizierte ohne Abitur – etwa mit Meisterbrief, abgeschlossener Fortbildung oder mehrjähriger einschlägiger Berufserfahrung in Verbindung mit einer Eignungsprüfung. Die genauen Bedingungen unterscheiden sich je nach Bundesland und Hochschule, weshalb sich ein Blick in die jeweilige Zugangsordnung lohnt.

Für ein Master-Fernstudium wird in der Regel ein erster Hochschulabschluss vorausgesetzt, häufig ergänzt um einschlägige Berufspraxis. Zertifikatskurse und Weiterbildungen sind dagegen meist niedrigschwellig zugänglich: Oft genügen Berufserfahrung oder ein allgemeines Interesse, formale Hürden gibt es kaum. Das macht solche Kurse zu einem guten Einstieg, um zunächst zu prüfen, ob das Themenfeld zu einem passt.

Unabhängig vom formalen Zugang sind bestimmte persönliche Eigenschaften hilfreich: Freude an präziser Sprache, Geduld beim Lesen von Gesetzen und Urteilen sowie die Bereitschaft, sich selbst zu organisieren. Gerade beim Fernlernen entscheidet die Selbstdisziplin maßgeblich über den Erfolg, weil der äußere Takt eines Präsenzstudiums fehlt.

Dauer, Ablauf und Kosten

Ein berufsbegleitender Bachelor im Bereich Wirtschaftsrecht ist meist auf drei bis vier Jahre angelegt, ein Master auf etwa zwei Jahre. Viele Fernhochschulen erlauben flexible Verlängerungen ohne Aufpreis, was bei schwankender beruflicher Belastung entlastet. Zertifikatskurse zum Arbeitsrecht sind deutlich kürzer und reichen von wenigen Wochen bis zu einigen Monaten.

Der Ablauf folgt beim Fernstudium typischen Mustern: Studienhefte oder digitale Lernmodule bilden die Grundlage, ergänzt durch Online-Vorlesungen, Webinare und Lernplattformen mit Übungsfällen. Prüfungen werden teils online, teils in Präsenz an Studienzentren abgelegt. Manche Studiengänge sehen begleitende Präsenz- oder Online-Seminare vor, in denen Fälle gemeinsam besprochen werden – sinnvoll gerade bei einem Fach, das stark vom Argumentieren am konkreten Sachverhalt lebt.

Bei den Kosten ist Vorsicht vor pauschalen Angaben geboten. Die Studiengebühren für ein berufsbegleitendes Bachelor- oder Master-Fernstudium bewegen sich je nach Anbieter und Dauer im mittleren bis hohen vierstelligen Bereich, in Einzelfällen darüber. Zertifikatskurse sind günstiger und liegen oft im niedrigen bis mittleren dreistelligen oder unteren vierstelligen Bereich. Wer berufsbegleitend lernt, kann häufig Fördermöglichkeiten nutzen, etwa Bildungsprämien, Aufstiegs-BAföG bei bestimmten Fortbildungen oder eine Beteiligung des Arbeitgebers. Es lohnt sich, diese Optionen vor Vertragsabschluss zu prüfen.

Karriere, Einsatzfelder und Gehalt

Arbeitsrechtliches Wissen ist in vielen Branchen gefragt, weil jedes Unternehmen mit Beschäftigten arbeitet. Klassische Einsatzfelder sind Personalabteilungen und HR-Funktionen, in denen es um Vertragsgestaltung, Personalmaßnahmen und die Zusammenarbeit mit Betriebsräten geht. Auch in Rechtsabteilungen von Unternehmen, in Verbänden, Kammern, Gewerkschaften und in der öffentlichen Verwaltung wird das Wissen benötigt. In Anwaltskanzleien können Absolventinnen und Absolventen eines Wirtschaftsrecht-Studiengangs in beratenden und unterstützenden Rollen tätig sein – die anwaltliche Vertretung selbst bleibt jedoch den voll ausgebildeten Juristen vorbehalten.

Mit einem akademischen Abschluss und Spezialisierung im Arbeitsrecht ergeben sich Perspektiven als HR-Referent, Personalreferent mit rechtlichem Fokus, Compliance-Mitarbeiter oder Fachreferent in Verbänden. Mit Erfahrung sind Leitungsfunktionen im Personalbereich erreichbar. Wer einen Zertifikatskurs absolviert, erweitert vor allem die eigene Handlungssicherheit in der aktuellen Rolle, etwa als Teamleitung oder Sachbearbeitung mit Personalverantwortung.

Beim Gehalt ist Zurückhaltung angebracht, weil es stark von Branche, Region, Unternehmensgröße und Verantwortung abhängt. Einstiegsgehälter im HR- und Wirtschaftsrechtsumfeld bewegen sich häufig im mittleren vierstelligen Monatsbereich; mit Berufserfahrung und Spezialisierung ist mehr möglich. Diese Spannen sind als grobe Orientierung zu verstehen, nicht als feste Zusage – im Einzelfall entscheiden Qualifikation, Verhandlung und konkrete Position.

Für wen sich ein Fernstudium Arbeitsrecht eignet

Besonders sinnvoll ist der berufsbegleitende Weg für Menschen, die bereits im Personalwesen, in der Verwaltung oder in kaufmännischen Funktionen arbeiten und ihr Wissen formal absichern oder ausbauen möchten. Auch Quereinsteiger, die sich beruflich in Richtung HR oder Recht orientieren wollen, finden hier einen flexiblen Einstieg. Wer dagegen das Ziel hat, als Anwältin oder Anwalt zu praktizieren, muss den klassischen juristischen Weg gehen – das Fernstudium ersetzt das Staatsexamen nicht.

Wichtig ist eine realistische Selbsteinschätzung in Sachen Zeit. Ein berufsbegleitendes Studium neben Vollzeitjob und gegebenenfalls Familie verlangt über Jahre hinweg Disziplin. Wer hier ehrlich plant und mit kleineren Einheiten oder einem Zertifikatskurs beginnt, vermeidet Überforderung und kann später entscheiden, ob ein vollwertiges Studium folgen soll.

Hilfreich ist außerdem, das eigene berufliche Umfeld einzubeziehen. Wer arbeitsrechtliches Wissen direkt im Job anwenden kann – etwa beim Aufsetzen von Verträgen, in der Personalsachbearbeitung oder in der Zusammenarbeit mit der Arbeitnehmervertretung -, festigt das Gelernte schneller und erlebt den Lernaufwand als unmittelbar nützlich. Diese enge Verzahnung von Theorie und Praxis ist einer der größten Vorteile des berufsbegleitenden Lernens gegenüber einem reinen Vollzeitstudium ohne Berufsbezug.

Worauf bei der Auswahl eines Angebots zu achten ist

Bevor man sich für ein konkretes Format entscheidet, lohnt ein nüchterner Vergleich. Entscheidend ist zunächst, welcher Abschluss am Ende steht: ein staatlich anerkannter Bachelor oder Master, ein Hochschulzertifikat oder lediglich eine Teilnahmebestätigung. Je nach Karriereziel macht das einen großen Unterschied, denn ein formaler Abschluss wird von Arbeitgebern anders gewichtet als eine kurze Weiterbildung.

Ebenso wichtig sind die Rahmenbedingungen des Fernlernens. Sinnvoll ist es, vorab zu klären, wie viele Präsenz- oder Online-Termine verpflichtend sind, ob Prüfungen in der Nähe oder online abgelegt werden können und wie flexibel sich die Studiendauer an die eigene Belastung anpassen lässt. Eine kostenlose Probephase oder ein Testzugang zu den Studienmaterialien hilft, das Niveau und die Lernform realistisch einzuschätzen, bevor eine längere Verpflichtung eingegangen wird.

Schließlich sollte die fachliche Aktualität geprüft werden. Das Arbeitsrecht entwickelt sich durch neue Gesetze und Urteile stetig weiter, etwa bei Themen wie Arbeitszeiterfassung, mobiler Arbeit oder Datenschutz im Beschäftigungsverhältnis. Gute Programme aktualisieren ihre Inhalte regelmäßig und greifen aktuelle Entwicklungen auf, statt auf veraltetem Stand zu beharren.

Häufige Fragen zum Fernstudium Arbeitsrecht

Kann ich Arbeitsrecht komplett per Fernstudium studieren?
Als abgegrenztes Fachgebiet oder Schwerpunkt innerhalb eines Wirtschaftsrecht-Studiums ja. Ein vollständiges Jurastudium mit Staatsexamen ist per Fernstudium hingegen nicht möglich.
Brauche ich Abitur für ein Fernstudium in diesem Bereich?
Für einen Bachelor meist ja, viele Fernhochschulen lassen aber auch beruflich Qualifizierte ohne Abitur zu. Zertifikatskurse sind in der Regel ohne formale Vorbildung zugänglich.
Wie lange dauert ein berufsbegleitendes Studium?
Ein Bachelor dauert berufsbegleitend meist drei bis vier Jahre, ein Master rund zwei Jahre. Zertifikatskurse zum Arbeitsrecht sind oft in einigen Wochen bis Monaten abgeschlossen.
Kann ich mit dem Abschluss als Anwalt arbeiten?
Nein. Die anwaltliche Tätigkeit setzt das klassische Jurastudium mit beiden Staatsexamina voraus. Ein Wirtschaftsrecht-Fernstudium qualifiziert für beratende und kaufmännische Rollen mit Rechtsbezug.
Was kostet ein Fernstudium mit Schwerpunkt Arbeitsrecht?
Die Gebühren liegen je nach Anbieter und Abschluss im mittleren bis hohen vierstelligen Bereich. Zertifikatskurse sind deutlich günstiger. Fördermöglichkeiten und eine Arbeitgeberbeteiligung sollten geprüft werden.

Arbeitsrecht ist ein vielseitiges und alltagsnahes Fachgebiet, das sich per Fernstudium gut erschließen lässt – sei es als Schwerpunkt eines Wirtschaftsrecht-Studiums oder als kompakte Weiterbildung. Wer die Grenzen kennt, vor allem den Unterschied zum anwaltlichen Berufsweg, kann gezielt das Format wählen, das zu den eigenen Zielen, der verfügbaren Zeit und dem angestrebten Abschluss passt. Eine ehrliche Bedarfsklärung am Anfang erspart Umwege und macht das berufsbegleitende Lernen zu einer planbaren Investition in die eigene Laufbahn.

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