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Fernstudium Maschinenbautechniker

Maschinen, Anlagen und Produktionsprozesse bilden das Rückgrat der deutschen Industrie – und genau dazwischen arbeitet der Maschinenbautechniker. Er steht an der Schnittstelle zwischen Konstruktion und Fertigung, übersetzt technische Vorgaben in funktionierende Abläufe, plant Bauteile, betreut die Produktion und sorgt dafür, dass technische Lösungen wirtschaftlich umsetzbar bleiben. Wer aus einem gewerblich-technischen Beruf kommt und mehr Verantwortung übernehmen möchte, landet früher oder später bei der Frage, wie sich der nächste Qualifikationsschritt machen lässt, ohne den Job aufzugeben.

Hier kommt das Fernstudium ins Spiel. Viele Interessierte möchten sich zum Maschinenbautechniker oder im Bereich Maschinenbau weiterbilden, sind aber zeitlich an Beruf und Familie gebunden. Ein Fernlehrgang oder ein berufsbegleitendes Studium verspricht Flexibilität – doch gerade bei einem so praxis- und laborlastigen Fach lohnt ein ehrlicher Blick: Was geht wirklich rein über Distanz, und wo sind Präsenzphasen unverzichtbar? Dieser Ratgeber ordnet die Möglichkeiten ein und hilft bei der Entscheidung.

Wichtige Punkte

  • Der Begriff Maschinenbautechniker bezeichnet meist den staatlich geprüften Techniker der Fachrichtung Maschinenbau/Maschinentechnik – eine Weiterbildung oberhalb der Facharbeiterebene.
  • Ein reines Fernstudium ohne jeden Präsenzanteil ist im Maschinenbau selten, weil Labore, Werkstattübungen und Prüfungen oft vor Ort stattfinden müssen.
  • Realistisch sind berufsbegleitende Mischformen aus Selbststudium, Online-Phasen und Präsenzblocks – oder ein Maschinenbau-Fernstudium mit Bachelorabschluss.
  • Die Dauer liegt berufsbegleitend meist zwischen rund drei und fünf Jahren, abhängig von Modell und Vorqualifikation.
  • Kosten bewegen sich je nach Anbieter und Abschluss vom niedrigen bis in den hohen vierstelligen Bereich; Förderungen sind oft möglich.

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Was ist ein Maschinenbautechniker?

Der Maschinenbautechniker ist in der Regel ein staatlich geprüfter Techniker mit der Fachrichtung Maschinentechnik beziehungsweise Maschinenbau. Diese Qualifikation ordnet sich oberhalb des Facharbeiters und unterhalb des Ingenieurs ein. Sie ist im Deutschen Qualifikationsrahmen auf einer Stufe mit dem Bachelorniveau angesiedelt, ohne ein akademischer Grad zu sein. Praktisch bedeutet das: Der Techniker übernimmt anspruchsvolle planende, organisierende und überwachende Aufgaben, die mehr Tiefe verlangen als die reine Ausführung, ohne zwingend ein komplettes Hochschulstudium vorauszusetzen.

Im Alltag bewegt sich ein Maschinenbautechniker zwischen Konstruktionsbüro und Werkhalle. Typische Tätigkeiten sind das Erstellen und Anpassen technischer Zeichnungen mit CAD-Software, die Auslegung von Bauteilen, die Planung von Fertigungsabläufen, die Betreuung von Montage und Instandhaltung sowie die Qualitätssicherung. Wer in diese Richtung geht, wird oft zur Schnittstelle zwischen Entwicklung, Produktion und Einkauf und trägt dazu bei, technische Ideen in serientaugliche, bezahlbare Produkte zu überführen.

Neben dem klassischen Techniker-Titel verstehen manche unter Maschinenbautechniker auch breiter eine technische Fachkraft im Maschinenbau. Wer ein Maschinenbau-Fernstudium auf Bachelor- oder Masterniveau absolviert, qualifiziert sich für vergleichbare und teils weiterführende Aufgaben. Diese Begriffsbreite ist wichtig, wenn man im Fernstudienangebot sucht: Es lohnt, genau hinzusehen, welcher Abschluss am Ende auf dem Zeugnis steht.

Wichtig ist auch die Abgrenzung zum Meister. Während der Industriemeister stärker auf die operative Führung in der Produktion und auf betriebliches Personalwesen ausgerichtet ist, liegt der Schwerpunkt des Technikers deutlicher auf technischer Planung, Konstruktion und Entwicklung. Beide Wege sind im Qualifikationsrahmen vergleichbar eingeordnet, sprechen aber unterschiedliche Neigungen an. Wer lieber konzipiert, rechnet und konstruiert, fühlt sich beim Techniker meist wohler; wer Teams im Schichtbetrieb führen und Abläufe steuern möchte, tendiert eher zum Meister. Diese Unterscheidung hilft, das passende Fernformat von Beginn an zielgerichtet auszuwählen.

Studieninhalte und Schwerpunkte

Inhaltlich dreht sich alles um die Grundlagen und Anwendungen der Technik. Am Anfang stehen meist Mathematik, technische Mechanik, Werkstoffkunde und technisches Zeichnen. Darauf bauen Fächer wie Konstruktionslehre, Maschinenelemente, Fertigungstechnik, Thermodynamik und Strömungslehre auf. Ein roter Faden ist das Verständnis dafür, wie Kräfte, Materialien und Bewegungen zusammenspielen und wie sich daraus belastbare technische Lösungen ableiten lassen.

Hinzu kommen praxisnahe und digitale Schwerpunkte: rechnergestütztes Konstruieren mit CAD, Steuerungs- und Automatisierungstechnik, CNC-Technik, Qualitätsmanagement sowie zunehmend Themen rund um Digitalisierung und vernetzte Produktion. Viele Lehrgänge enthalten außerdem betriebswirtschaftliche und organisatorische Bausteine wie Projektmanagement, Kalkulation und Mitarbeiterführung, weil ein Techniker später oft kleine Teams oder Projekte leitet.

Gerade die rechnerischen und konstruktiven Inhalte lassen sich gut über Lernhefte, Videos und Software am eigenen Rechner erarbeiten. Schwieriger im Selbststudium sind labor- und werkstattnahe Themen, bei denen man Maschinen bedient, Werkstoffe prüft oder Messungen durchführt. Genau diese Anteile sind der Grund, warum im Maschinenbau-Fernunterricht häufig Präsenzphasen vorgesehen sind.

In den höheren Semestern verschiebt sich der Schwerpunkt zunehmend von den Grundlagen hin zur Anwendung. Häufig steht dann eine umfangreichere Projekt- oder Technikerarbeit an, in der ein reales oder realitätsnahes Problem aus dem Betrieb selbstständig gelöst wird – etwa die Konstruktion einer Vorrichtung, die Optimierung eines Fertigungsschritts oder die Auslegung einer Baugruppe. Diese Abschlussarbeit ist für viele der wertvollste Teil der Weiterbildung, weil sie das Gelernte verdichtet und sich oft direkt im Arbeitsalltag verwerten lässt. Wer berufstätig ist, kann hier mit etwas Geschick ein Thema wählen, das dem eigenen Arbeitgeber unmittelbar nützt.

Hinweis
Achte beim Anbietervergleich genau darauf, welche Präsenz- und Laborblöcke verpflichtend sind und wo sie stattfinden. Im Maschinenbau ist das ein zentrales Kriterium – reine Distanzangebote ohne jede Praxis sind die Ausnahme.

Fernstudium oder Ausbildung?

Eine klassische Ausbildung und ein Fernstudium beziehungsweise eine Technikerweiterbildung verfolgen unterschiedliche Ziele und richten sich an verschiedene Ausgangslagen. Die duale Ausbildung, etwa zum Industriemechaniker, Zerspanungsmechaniker oder technischen Produktdesigner, ist der übliche Einstieg in das Berufsfeld. Sie dauert in der Regel etwa dreieinhalb Jahre, findet im Wechsel zwischen Betrieb und Berufsschule statt und vermittelt das handwerklich-technische Fundament. Sie kostet keine Studiengebühren, weil man eine Ausbildungsvergütung erhält, setzt aber meist eine Vollzeitbindung voraus.

Das Fernstudium oder die berufsbegleitende Technikerweiterbildung baut typischerweise auf einer solchen Ausbildung auf. Es richtet sich an Menschen, die bereits im Beruf stehen und sich neben dem Job höher qualifizieren wollen, ohne ihr Einkommen aufzugeben. Hier fallen Gebühren an, dafür bleibt man berufstätig und kann das Gelernte direkt anwenden. Der Abschluss – staatlich geprüfter Techniker oder ein akademischer Grad im Maschinenbau – liegt deutlich über dem Ausbildungsniveau.

Wer noch keinen technischen Beruf erlernt hat, beginnt sinnvollerweise mit einer Ausbildung oder klärt, ob ein grundständiges Studium der bessere Weg ist. Wer dagegen schon eine einschlägige Ausbildung und Berufspraxis mitbringt, für den ist die berufsbegleitende Weiterbildung im Fernformat oft der passende nächste Schritt. Die ehrliche Faustregel: Ausbildung schafft die Grundlage, das Fernstudium die Aufstiegsperspektive – sie konkurrieren weniger, als sie aufeinander aufbauen.

Voraussetzungen und Zugang

Die Zugangsvoraussetzungen hängen stark davon ab, welcher Abschluss angestrebt wird. Für die Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker im Fernformat wird meist eine abgeschlossene einschlägige Berufsausbildung im Metall- oder Maschinenbaubereich plus eine gewisse Berufserfahrung verlangt. Manche Anbieter lassen alternativ längere einschlägige Berufspraxis ohne formalen Ausbildungsabschluss zu.

Für ein akademisches Maschinenbau-Fernstudium auf Bachelorniveau gelten die üblichen Hochschulzugangsregeln: Abitur, Fachhochschulreife oder ein beruflich qualifizierter Zugang über Meister, Techniker oder mehrjährige Berufserfahrung mit Eignungsprüfung. Die Regeln unterscheiden sich je nach Bundesland und Hochschule, weshalb sich eine individuelle Beratung lohnt.

Unabhängig vom formalen Weg sind bestimmte Fähigkeiten entscheidend: ein solides Mathematik- und Physikverständnis, technisches Vorstellungsvermögen, Sorgfalt und vor allem Selbstdisziplin. Ein Fernstudium verlangt, dass man sich den Stoff überwiegend eigenständig und neben der Arbeit erschließt. Wer das realistisch einschätzt und einen festen Lernrhythmus etablieren kann, hat gute Chancen, durchzuhalten.

Hilfreich, aber nicht zwingend ist außerdem die passende technische Ausstattung zu Hause. Da viele Inhalte am Rechner bearbeitet werden, sollte ein leistungsfähiger Computer vorhanden sein, auf dem CAD- und Simulationsprogramme zuverlässig laufen. Manche Anbieter stellen entsprechende Software als Studierendenlizenz bereit, andere setzen eigene Lösungen voraus. Wer früh prüft, welche Programme genutzt werden und ob der eigene Rechner mithält, vermeidet späteren Frust und unnötige Zusatzkosten. Ein stabiler Internetzugang für Online-Vorlesungen und die Lernplattform gehört ohnehin zur Grundausstattung.

Dauer, Ablauf und Kosten

Die Dauer richtet sich nach Modell und Vorqualifikation. Eine berufsbegleitende Technikerweiterbildung erstreckt sich häufig über rund drei bis vier Jahre, ein berufsbegleitendes Maschinenbau-Fernstudium auf Bachelorniveau eher über vier bis fünf Jahre oder länger, weil Lernpensum und Berufstätigkeit unter einen Hut müssen. Viele Anbieter erlauben es, das Tempo flexibel anzupassen und die Regelzeit zu verlängern.

Der Ablauf kombiniert mehrere Lernformen: schriftliche Studienhefte oder digitale Lernplattformen, Online-Vorlesungen und Webinare, Einsendeaufgaben sowie verpflichtende Präsenz- und Laborphasen für die praktischen Inhalte und einen Teil der Prüfungen. Diese Blöcke finden oft an Wochenenden oder in kompakten Wochen statt. Gerade dieser hybride Charakter macht den Maschinenbau im Fernformat machbar, ohne die unverzichtbare Praxis zu opfern.

Bei den Kosten lässt sich keine pauschale Zahl nennen, weil sie stark von Anbieter, Abschluss und Dauer abhängen. Technikerweiterbildungen und akademische Fernstudiengänge bewegen sich je nach Programm vom niedrigen bis in den hohen vierstelligen Bereich, teils darüber. Hinzu kommen mögliche Kosten für Präsenzphasen, Software oder Prüfungsgebühren. Wichtig: Es gibt etablierte Fördermöglichkeiten wie das Aufstiegs-BAföG oder Bildungsprämien sowie steuerliche Absetzbarkeit, die die finanzielle Belastung spürbar senken können. Eine frühe Recherche zu Förderungen lohnt sich.

Neben den reinen Gebühren sollte man die Nebenkosten realistisch einplanen. Dazu zählen Anfahrt und Übernachtung für Präsenzblöcke, Fachliteratur, Prüfungs- und Anmeldegebühren sowie eventuell Verdienstausfall, wenn für Prüfungen Urlaubstage genutzt werden müssen. Eine ehrliche Gesamtrechnung über die komplette Laufzeit ist sinnvoller als der Blick allein auf die monatliche Rate. Viele Anbieter werben mit niedrigen Monatsbeträgen, die sich über mehrere Jahre dennoch zu einer beachtlichen Summe addieren. Ein Vergleich der Gesamtkosten und der enthaltenen Leistungen schützt vor bösen Überraschungen und macht die Angebote wirklich vergleichbar.

Spezialisierungen und Schwerpunkte

Der Maschinenbau ist ein weites Feld, und genau deshalb lohnt es sich, früh über eine fachliche Richtung nachzudenken. Viele Lehrgänge und Studiengänge bieten Wahlbereiche oder ganze Vertiefungen an, mit denen sich das eigene Profil schärfen lässt. Die Wahl sollte sich an den eigenen Stärken und am angestrebten Einsatzfeld orientieren – eine Schwerpunktsetzung wirkt sich oft direkt auf die spätere Bewerbung und das Aufgabengebiet aus.

Zu den verbreiteten Schwerpunkten gehören Konstruktion und Entwicklung, bei denen das rechnergestützte Auslegen und Modellieren von Bauteilen im Mittelpunkt steht. Wer es lieber produktionsnah mag, findet in der Fertigungs- und Produktionstechnik mit Themen wie CNC, Zerspanung und Prozessoptimierung sein Feld. Ein weiterer großer Bereich ist die Automatisierungs- und Steuerungstechnik, die Maschinenbau mit Elektrotechnik und Informatik verbindet und im Zuge von Industrie 4.0 stark an Bedeutung gewinnt.

Darüber hinaus haben sich zukunftsorientierte Schwerpunkte etabliert, etwa Energie- und Umwelttechnik, Mechatronik oder Fahrzeugtechnik. Auch Querschnittsthemen wie Qualitäts- und Projektmanagement lassen sich vertiefen und öffnen den Weg in Richtung Koordination und Leitung. Wer noch unsicher ist, muss sich nicht sofort festlegen: Häufig beginnt die Spezialisierung erst im späteren Studienverlauf, sodass zunächst genug Zeit bleibt, die eigenen Interessen kennenzulernen und eine fundierte Entscheidung zu treffen.

Anerkennung und Akkreditierung

Ein häufig unterschätztes Thema ist die formale Anerkennung des Abschlusses. Beim staatlich geprüften Techniker ist der Titel bundesweit geschützt und einheitlich geregelt, sofern die Weiterbildung von einer anerkannten Fachschule durchgeführt und mit der staatlichen Prüfung abgeschlossen wird. Bei Fernlehrgängen ist außerdem die Zulassung durch die Staatliche Zentralstelle für Fernunterricht ein wichtiges Qualitätsmerkmal, das man vor der Anmeldung prüfen sollte.

Bei akademischen Fernstudiengängen kommt es auf die Akkreditierung an. Ein akkreditierter Bachelor- oder Masterstudiengang an einer staatlich anerkannten Hochschule führt zu einem vollwertigen, bundesweit und international anschlussfähigen Abschluss. Achten sollte man darauf, dass der Studiengang regulär akkreditiert ist und die Hochschule selbst staatlich anerkannt wurde, denn nur dann ist der akademische Grad uneingeschränkt gültig und etwa für ein weiterführendes Masterstudium anschlussfähig.

Wer eine spätere Anrechnung anstrebt – etwa um vom Techniker zum Bachelor weiterzugehen – sollte frühzeitig klären, welche Leistungen wechselseitig anerkannt werden. Manche Hochschulen rechnen die Technikerweiterbildung pauschal mit einer bestimmten Zahl an Credits an und verkürzen so ein anschließendes Studium spürbar. Diese Anrechnungsmöglichkeiten unterscheiden sich von Anbieter zu Anbieter erheblich, weshalb ein direkter Blick in die jeweiligen Anrechnungsregelungen vor der Entscheidung bares Geld und Zeit sparen kann.

Tipps für das berufsbegleitende Lernen

Der größte Stolperstein im Fernstudium ist selten der Stoff selbst, sondern die Vereinbarkeit mit Beruf, Familie und Alltag. Wer von Anfang an einen festen Lernrhythmus etabliert, hat klar bessere Chancen, durchzuhalten. Bewährt haben sich feste Lernzeiten, etwa frühmorgens vor der Arbeit oder an bestimmten Abenden, die genauso verbindlich behandelt werden wie ein Termin. Kleine, regelmäßige Einheiten sind dabei wirksamer als seltene, lange Lernmarathons am Wochenende.

Ebenso hilfreich ist eine realistische Planung über die gesamte Laufzeit. Wer sich die Präsenz- und Prüfungstermine früh in den Kalender einträgt und Urlaubstage rechtzeitig sichert, vermeidet Stress in der heißen Phase. Es lohnt sich außerdem, das Umfeld einzubeziehen: Wenn Partner, Familie und gegebenenfalls der Arbeitgeber wissen, dass man sich weiterbildet, fällt es leichter, Freiräume zu schaffen. Manche Betriebe unterstützen die Weiterbildung sogar mit Lernzeit oder finanzieller Beteiligung.

Schließlich hilft der Austausch mit anderen Lernenden enorm gegen die Isolation, die ein Selbststudium mit sich bringen kann. Lerngruppen über Online-Plattformen, gemeinsame Vorbereitung auf Präsenzphasen oder einfach ein regelmäßiger Kontakt zu Mitstreitern halten die Motivation hoch und helfen, schwierige Themen gemeinsam zu durchdringen. Wer zusätzlich das im Studium Gelernte direkt im Job anwendet, festigt den Stoff doppelt – genau hier liegt einer der größten Vorteile des berufsbegleitenden Weges.

Karriere, Einsatzfelder und Gehalt

Mit der Qualifikation als Maschinenbautechniker öffnen sich vielfältige Einsatzfelder. Klassische Branchen sind der Maschinen- und Anlagenbau, die Automobil- und Zulieferindustrie, die Metallverarbeitung, die Medizin- und Energietechnik sowie der gesamte Bereich Automatisierung. Typische Rollen reichen von der Arbeitsvorbereitung und Konstruktion über die Fertigungs- und Projektleitung bis hin zu Qualitätssicherung, Instandhaltung und technischem Vertrieb.

Die Weiterbildung gilt vielen als Sprungbrett: Sie ermöglicht den Aufstieg von der ausführenden zur planenden und leitenden Ebene und kann eine Brücke zu weiteren Schritten wie einem Ingenieurstudium sein. Da Fachkräfte mit technischem Tiefenwissen in der Industrie stark nachgefragt sind, sind die Beschäftigungsaussichten in diesem Feld grundsätzlich solide.

Beim Gehalt ist Zurückhaltung angebracht, weil es von Region, Branche, Betriebsgröße, Tarifbindung und Verantwortung abhängt. Vorsichtig formuliert liegt das Einkommen von Maschinenbautechnikern in vielen Fällen oberhalb des reinen Facharbeiterniveaus und kann sich mit wachsender Erfahrung und Führungsverantwortung in einem mittleren Bereich bewegen. Konkrete Zahlen sollte man stets am eigenen Arbeitsmarkt und an der jeweiligen Position prüfen, statt sich auf pauschale Durchschnittswerte zu verlassen.

Für wen lohnt sich das Fernstudium?

Das Fernformat passt besonders zu Menschen, die schon im technischen Beruf stehen und sich gezielt weiterentwickeln möchten, ohne ihren Arbeitsplatz und ihr Einkommen aufzugeben. Wer Familie, Schichtarbeit oder lange Anfahrtswege hat, profitiert von der zeitlichen und örtlichen Flexibilität des Selbststudiums – solange man bereit ist, die Präsenzphasen fest einzuplanen.

Weniger geeignet ist der Weg für Menschen, die viel externe Struktur, festen Stundenplan und ständigen direkten Austausch brauchen, oder die noch keinerlei technische Grundlage mitbringen. In diesen Fällen kann eine Ausbildung, ein Präsenzstudium oder ein Vollzeit-Technikerlehrgang der tragfähigere Einstieg sein. Eine ehrliche Selbsteinschätzung und eine unverbindliche Anbieterberatung helfen, den realistisch passenden Weg zu finden.

Häufige Fragen zum Fernstudium Maschinenbautechniker

Kann man Maschinenbautechniker komplett im Fernstudium machen?
Ein vollständig reines Fernstudium ohne jede Präsenz ist im Maschinenbau die Ausnahme. Üblich sind hybride Modelle mit Selbststudium plus verpflichtenden Präsenz- und Laborphasen für die praktischen Inhalte.
Welchen Abschluss bekomme ich am Ende?
Je nach Programm den staatlich geprüften Techniker der Fachrichtung Maschinentechnik oder einen akademischen Grad wie den Bachelor im Maschinenbau. Welcher Titel auf dem Zeugnis steht, sollte man vor der Anmeldung genau prüfen.
Wie lange dauert das berufsbegleitende Fernstudium?
Berufsbegleitend liegt die Dauer meist zwischen rund drei und fünf Jahren, je nach Modell, Vorqualifikation und individuellem Lerntempo. Viele Anbieter erlauben eine Verlängerung der Regelzeit.
Was kostet die Weiterbildung und gibt es Förderung?
Die Kosten bewegen sich je nach Abschluss und Anbieter vom niedrigen bis in den hohen vierstelligen Bereich. Förderungen wie das Aufstiegs-BAföG oder steuerliche Absetzbarkeit können die Belastung deutlich senken.
Brauche ich eine abgeschlossene Ausbildung?
Für die Technikerweiterbildung wird meist eine einschlägige Ausbildung plus Berufserfahrung verlangt. Für ein akademisches Fernstudium gelten Hochschulzugangsregeln, oft auch beruflich qualifiziert über Meister, Techniker oder Berufspraxis.
Wie viel Zeit pro Woche muss ich einplanen?
Realistisch sollte man berufsbegleitend mit mehreren Stunden pro Woche rechnen, in Prüfungsphasen entsprechend mehr. Wer einen festen Lernrhythmus mit kleinen, regelmäßigen Einheiten etabliert, kommt erfahrungsgemäß stabiler durch als mit seltenen langen Lernblöcken.
Kann ich nach dem Techniker noch ein Studium anschließen?
Ja, der staatlich geprüfte Techniker eröffnet oft einen beruflich qualifizierten Hochschulzugang. Manche Hochschulen rechnen die Technikerweiterbildung sogar mit Credits auf ein anschließendes Bachelorstudium an und verkürzen es so. Die Anrechnungsregeln sollte man vorab individuell klären.

Ein Fernstudium oder eine berufsbegleitende Weiterbildung im Maschinenbau ist ein realistischer Weg, sich vom Facharbeiter zur planenden und leitenden Fachkraft zu entwickeln – vorausgesetzt, man kennt die Spielregeln. Wichtig ist, die unvermeidlichen Praxis- und Präsenzanteile von Anfang an einzuplanen, den passenden Abschluss zu wählen und Fördermöglichkeiten früh zu klären. Wer technisches Interesse, eine solide Grundlage und genug Selbstdisziplin mitbringt, findet im Fernformat eine flexible und anerkannte Möglichkeit, sich beruflich neben dem Job weiterzubringen.


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