Fernstudium Kraftverkehrsmeister
Redaktionell geprüft von der Fernstudium – Berufsbegleitend studieren-Redaktion · Aktualisiert: · Lesezeit: ca. 9 Min
Ob Speditionen, Bus- und Taxiunternehmen, Logistikdienstleister oder kommunale Verkehrsbetriebe: Hinter jedem zuverlässigen Transport stehen Fachleute, die Touren planen, Fahrzeuge disponieren, gesetzliche Vorgaben im Blick behalten und Mitarbeiter führen. Genau an dieser Schnittstelle zwischen Technik, Organisation und kaufmännischer Verantwortung arbeitet der Kraftverkehrsmeister beziehungsweise die Kraftverkehrsmeisterin. Wer aus dem Fahrdienst, der Werkstatt oder der Disposition heraus mehr Verantwortung übernehmen möchte, stößt früher oder später auf diese Aufstiegsfortbildung im Personen- und Güterkraftverkehr.
Doch lässt sich der Kraftverkehrsmeister überhaupt im Fernstudium oder berufsbegleitend erreichen? Die ehrliche Antwort vorweg: Es handelt sich nicht um ein klassisches Hochschulstudium mit Bachelorabschluss, sondern um eine Meisterqualifikation auf Basis der Handwerks- oder Industrieordnung, die vor einer Industrie- und Handelskammer (IHK) oder Handwerkskammer (HWK) abgelegt wird. Die theoretische Vorbereitung darauf ist sehr wohl im Fernlehrgang oder berufsbegleitend möglich, einzelne Praxis- und Prüfungsanteile lassen sich jedoch nicht vollständig digital abbilden. Dieser Ratgeber ordnet ein, wie ein Fernlehrgang in diesem Bereich realistisch funktioniert und worauf Interessierte achten sollten.
Inhaltsverzeichnis
Wichtige Punkte
- Der Kraftverkehrsmeister ist eine anerkannte Aufstiegsfortbildung im Personen- und Güterkraftverkehr, kein akademischer Studiengang.
- Die theoretische Vorbereitung ist als Fernlehrgang oder berufsbegleitend gut machbar, Prüfungen und Teile der Praxis erfolgen vor der Kammer in Präsenz.
- Inhalte verbinden Technik, Recht, Betriebswirtschaft und Personalführung rund um Kraftfahrzeuge und Fuhrparks.
- Voraussetzung ist in der Regel eine einschlägige Ausbildung plus Berufspraxis, teils auch langjährige Berufserfahrung allein.
- Die Kosten bewegen sich meist im mittleren bis hohen vierstelligen Bereich, eine Förderung über das Aufstiegs-BAföG ist häufig möglich.
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Was ist ein Kraftverkehrsmeister?
Der Kraftverkehrsmeister ist eine Führungs- und Fachkraft im gewerblichen Straßenverkehr. Die Qualifikation verbindet drei Welten, die im Alltag von Verkehrs- und Logistikbetrieben eng zusammenhängen: die technische Betreuung von Fahrzeugen und Fuhrparks, die kaufmännisch-organisatorische Steuerung des Betriebs sowie die Führung und Ausbildung von Personal. Typische Einsatzbereiche sind Speditionen, Busunternehmen im Linien- und Reiseverkehr, Taxi- und Mietwagenbetriebe, Werkverkehre von Industrieunternehmen oder die Fahrzeugflotten kommunaler Betriebe.
Im Kern geht es darum, einen Fuhrpark technisch sicher, wirtschaftlich und rechtlich einwandfrei am Laufen zu halten. Dazu gehören die Planung von Wartung und Reparaturen, die Überwachung von Lenk- und Ruhezeiten, das Disponieren von Fahrzeugen und Fahrern, die Einhaltung von Vorschriften zur Ladungssicherung und Gefahrgutbeförderung sowie die Verantwortung für Arbeitssicherheit und Umweltauflagen. Hinzu kommt die Personalverantwortung: Kraftverkehrsmeister leiten Teams an, führen Mitarbeitergespräche und bilden Nachwuchs aus.
Wichtig zur Einordnung: Es existieren je nach Region und Kammer unterschiedliche Ausprägungen, etwa ein eher technisch geprägter Abschluss bei der Handwerkskammer und stärker betriebswirtschaftlich orientierte Varianten im Umfeld der IHK. Wer eine Fortbildung plant, sollte deshalb genau prüfen, welcher Abschluss zur eigenen beruflichen Ausrichtung passt.
Der Begriff Kraftverkehrsmeister umfasst dabei mehr als reine Schraubertätigkeit. Wer diese Position innehat, ist häufig die zentrale Figur, die zwischen Geschäftsführung, Behörden, Kunden und Fahrpersonal vermittelt. An einem typischen Arbeitstag kann das bedeuten, am Morgen die Einsatzpläne zu prüfen, mittags mit einem Werkstattpartner über eine fällige Reparatur zu sprechen und nachmittags ein Mitarbeitergespräch zu führen oder ein Schulungskonzept für neue Fahrer zu erstellen. Diese Vielseitigkeit macht den Beruf anspruchsvoll, aber auch attraktiv für Menschen, die nicht nur eine Aufgabe, sondern den Gesamtbetrieb im Blick behalten wollen.
Studieninhalte und Schwerpunkte im Fernlehrgang
Ein Fernlehrgang zum Kraftverkehrsmeister bereitet auf die verschiedenen Prüfungsteile der Kammer vor. Auch wenn die genauen Bezeichnungen je nach Anbieter und Kammer variieren, lassen sich die Inhalte in einige große Blöcke gliedern, die in fast jedem Lehrgang vorkommen.
Technische Grundlagen und Fahrzeugtechnik: Aufbau und Funktion von Nutzfahrzeugen, Motoren- und Antriebstechnik, Brems- und Sicherheitssysteme, Diagnose, Wartung und Instandhaltung sowie Werkstattorganisation. Hier liegt der Fokus darauf, technische Zusammenhänge zu verstehen und Reparatur- sowie Wartungsprozesse steuern zu können.
Recht und Vorschriften: Straßenverkehrsrecht, Güter- und Personenbeförderungsrecht, Lenk- und Ruhezeiten, Ladungssicherung, Gefahrgutvorschriften, Umwelt- und Arbeitsschutz. Dieser Bereich ist besonders umfangreich, weil der gewerbliche Verkehr stark reguliert ist und Verstöße erhebliche Konsequenzen haben können.
Betriebswirtschaft und Organisation: Kostenrechnung im Fuhrpark, Kalkulation von Touren und Aufträgen, Disposition, Beschaffung, Controlling und Grundlagen des Managements. Ziel ist, einen Verkehrsbetrieb wirtschaftlich beurteilen und steuern zu können.
Personalführung und Berufsausbildung: Wie bei vielen Meisterabschlüssen gehört auch hier ein Teil zur Führung von Personal und zur Ausbildung dazu. Inhalte sind Mitarbeiterführung, Kommunikation, rechtliche Grundlagen des Arbeitsverhältnisses sowie die methodisch-didaktische Vorbereitung auf die Ausbildereignung.
Im Fernlehrgang werden diese Inhalte über Studienhefte, Online-Lernplattformen, Webinare und teils begleitende Präsenzphasen vermittelt. Der Lernstoff lässt sich theoretisch gut im Selbststudium erarbeiten, praktische und prüfungsbezogene Anteile bleiben jedoch an die Kammer gebunden.
In der Praxis greifen die Themenblöcke eng ineinander. Eine Tourenkalkulation ist ohne Kenntnis der gesetzlichen Lenk- und Ruhezeiten nicht seriös möglich, und Wartungsplanung wirkt sich direkt auf die Betriebskosten und die Verfügbarkeit der Fahrzeuge aus. Gute Fernlehrgänge bilden diese Querverbindungen über Fallbeispiele und Übungsaufgaben ab, die einen realen Betriebsalltag nachstellen. So lernt man nicht nur einzelne Vorschriften auswendig, sondern versteht, wie technische, rechtliche und kaufmännische Entscheidungen zusammenwirken. Genau dieses vernetzte Denken wird in der mündlich-praktischen Kammerprüfung häufig abgefragt.
Fernstudium oder Ausbildung?
Die Begriffe werden im Alltag oft vermischt, meinen aber Unterschiedliches. Eine klassische Ausbildung im Verkehrsbereich, etwa zum Berufskraftfahrer, zum Kfz-Mechatroniker oder zur Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistung, ist der grundständige Einstieg ins Berufsfeld. Sie dauert in der Regel drei bis dreieinhalb Jahre, findet dual in Betrieb und Berufsschule statt und endet mit einem anerkannten Berufsabschluss. Die Ausbildung steht ohne berufliche Vorerfahrung offen und wird vom Ausbildungsbetrieb vergütet.
Der Kraftverkehrsmeister dagegen ist keine Erstausbildung, sondern eine darauf aufbauende Fortbildung. Er setzt in den meisten Fällen genau eine solche Ausbildung plus einige Jahre Berufspraxis voraus. Wer den Lehrgang berufsbegleitend oder im Fernlehrgang absolviert, lernt also nicht von null, sondern qualifiziert sich für Führungs- und Fachaufgaben weiter. Die reine Vorbereitungsdauer liegt je nach Modell meist zwischen einem und zwei Jahren, der Abschluss ist die Meisterprüfung vor der Kammer und liegt auf einem höheren Niveau als der Ausbildungsabschluss.
Bei den Kosten unterscheiden sich beide Wege deutlich. Eine Ausbildung kostet die Teilnehmenden nichts, sie verdienen währenddessen. Der Meisterlehrgang ist dagegen eine Investition, die im mittleren bis hohen vierstelligen Bereich liegen kann, sich aber durch Fördermöglichkeiten und spätere Karrierechancen relativieren lässt. Auch bei der Eignung gibt es einen klaren Unterschied: Die Ausbildung ist der richtige Schritt für Einsteiger, der Kraftverkehrsmeister für Berufserfahrene, die mehr Verantwortung übernehmen oder sich selbstständig machen wollen. Wer noch keinen Berufsabschluss im Verkehrsbereich hat, beginnt sinnvollerweise mit einer Ausbildung und denkt erst danach über die Meisterqualifikation nach.
Beide Wege schließen sich also nicht aus, sondern bauen aufeinander auf. In vielen Lebensläufen folgt auf die Ausbildung zunächst eine Phase praktischer Berufstätigkeit, in der sich zeigt, ob jemand Freude an Verantwortung, Organisation und Personalführung hat. Erst wenn diese Neigung deutlich wird und genug Praxis vorliegt, ist der Meisterlehrgang der logische nächste Schritt. Wer früh weiß, dass er langfristig in eine Leitungsfunktion möchte, kann die Ausbildung gezielt als Fundament wählen und Berufsjahre bewusst so gestalten, dass später eine Zulassung zur Meisterprüfung möglich ist.
Voraussetzungen und Zugang
Die Zulassung zur Meisterprüfung ist über die jeweilige Prüfungsordnung der Kammer geregelt und kann sich im Detail unterscheiden. In der Regel gibt es mehrere Wege zur Zulassung. Häufig genügt eine abgeschlossene Ausbildung in einem einschlägigen Beruf, ergänzt um eine bestimmte Zeit an Berufspraxis. Wer keine direkt passende Ausbildung vorweisen kann, kann oft über eine längere, nachgewiesene Berufserfahrung im Verkehrsbereich zugelassen werden.
Die Anbieter von Fernlehrgängen prüfen die Zulassungsvoraussetzungen meist im Vorfeld und beraten dazu. Entscheidend ist, dass die formale Prüfungszulassung von der Kammer kommt, nicht vom Lehrgangsanbieter. Wer sich für eine Fortbildung interessiert, sollte daher früh Kontakt zur zuständigen IHK oder HWK aufnehmen und die individuellen Voraussetzungen klären.
Neben den formalen Punkten sind einige persönliche Eigenschaften hilfreich: technisches Grundverständnis, Organisationstalent, Verantwortungsbereitschaft und die Bereitschaft, sich in rechtliche Themen einzuarbeiten. Da der Lehrgang berufsbegleitend stattfindet, sind außerdem Selbstdisziplin und ein gutes Zeitmanagement gefragt, weil Lernphasen neben Beruf und Privatleben organisiert werden müssen.
Anerkennung und Akkreditierung
Ein häufiges Missverständnis betrifft die Frage, wer den Abschluss eigentlich verleiht. Anerkannt und damit rechtlich gültig wird die Meisterqualifikation nicht durch den Fernlehrgangsanbieter, sondern ausschließlich durch die bestandene Prüfung vor der zuständigen Kammer. Der Lehrgang ist die Vorbereitung, die Kammer stellt das Zeugnis aus. Deshalb sollte man bei der Anbieterwahl weniger auf wohlklingende interne Zertifikate achten als darauf, wie gezielt ein Lehrgang auf die konkrete Kammerprüfung vorbereitet.
Bei Fernlehrgängen ist außerdem die staatliche Zulassung durch die Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) ein wichtiges Qualitätsmerkmal. Sie prüft Fernlehrgänge formal und ist in Deutschland für rechtlich saubere Fernkurse vorgeschrieben. Eine vorhandene ZFU-Zulassung bedeutet zwar keine inhaltliche Bestnote, signalisiert aber, dass der Anbieter geprüfte Strukturen, transparente Verträge und ordentliche Betreuung bietet. Wer einen Lehrgang ins Auge fasst, sollte diese Zulassung im Zweifel direkt erfragen.
Ein weiterer Pluspunkt ist die generelle Förderfähigkeit eines Lehrgangs. Ist ein Angebot für das Aufstiegs-BAföG zugelassen, hat es bestimmte formale Anforderungen bereits erfüllt, was zusätzliche Sicherheit gibt. Sinnvoll ist es, sich vom Anbieter schriftlich bestätigen zu lassen, dass der gewählte Lehrgang auf die angestrebte Kammerprüfung vorbereitet und welche Nachweise nach Abschluss vorliegen. So vermeidet man die Enttäuschung, am Ende mit einem Zertifikat dazustehen, das für die eigentliche Meisterprüfung keine Rolle spielt.
Dauer, Ablauf und Kosten
Die Dauer eines berufsbegleitenden Lehrgangs oder Fernlehrgangs hängt stark vom gewählten Modell ab. Intensive Varianten lassen sich in rund einem Jahr bewältigen, gestreckte berufsbegleitende Modelle dauern eher anderthalb bis zwei Jahre. Im Fernlehrgang arbeiten Teilnehmende den Stoff überwiegend selbstständig durch, unterstützt durch Lernmaterialien, Online-Plattformen, Tutoren und begleitende Webinare. Viele Anbieter setzen ergänzend auf Präsenzphasen oder Online-Live-Unterricht, in denen Inhalte vertieft, Fragen geklärt und praktische Aufgaben besprochen werden.
Wichtig ist, dass die Prüfung selbst nicht über den Fernlehrgang, sondern vor der Kammer abgelegt wird. Sie besteht je nach Ordnung aus schriftlichen und mündlich-praktischen Teilen. Der Fernlehrgang dient ausschließlich der Vorbereitung darauf. Genau hier liegt die Grenze der reinen Online-Lösung: Die abschließende Prüfung und einige praxisnahe Bestandteile erfordern Präsenz.
Bei den Kosten lässt sich keine pauschale Zahl nennen, weil Anbieter, Umfang und Leistungen variieren. Realistisch ist eine Größenordnung im mittleren bis hohen vierstelligen Bereich für den Lehrgang, hinzu kommen Prüfungsgebühren der Kammer sowie eventuelle Kosten für Material und Reisen zu Präsenzterminen. Entlastung bietet das Aufstiegs-BAföG, das einen Teil der Lehrgangs- und Prüfungskosten übernehmen kann. Auch Bildungsurlaub, Förderprogramme der Länder oder eine Beteiligung des Arbeitgebers kommen je nach Situation infrage. Wer plant, sollte die Förderfähigkeit des konkreten Lehrgangs vorab klären.
Bei der Budgetplanung lohnt es sich, nicht nur auf den Lehrgangspreis zu schauen, sondern auf die Gesamtkosten über die gesamte Laufzeit. Dazu zählen neben Gebühren und Material auch indirekte Posten wie Fahrtkosten zu Präsenzterminen, eventuell unbezahlte Freistellung für Prüfungstage und der Zeitaufwand, der dem Privatleben über viele Monate hinweg abgeht. Diesem Aufwand stehen reale Erträge gegenüber: bessere Einkommensaussichten, mehr Verantwortung und die Möglichkeit, sich selbstständig zu machen. Wer beide Seiten nüchtern gegenüberstellt, trifft eine belastbarere Entscheidung als jemand, der nur auf den ausgeschriebenen Preis achtet.
Karriere, Einsatzfelder und Gehalt
Mit dem Abschluss als Kraftverkehrsmeister stehen verschiedene Wege offen. Klassisch ist die Position als technischer oder organisatorischer Leiter eines Fuhrparks, als Werkstattleiter im Nutzfahrzeugbereich, als Betriebsleiter eines Verkehrsunternehmens oder als verantwortliche Fachkraft in der Disposition. In Bus- und Speditionsbetrieben übernehmen Kraftverkehrsmeister häufig Aufgaben an der Schnittstelle zwischen Geschäftsführung, Technik und Fahrpersonal.
Ein weiterer Aspekt ist die Selbstständigkeit. Der Meisterabschluss kann je nach Bereich Voraussetzung oder zumindest hilfreich sein, um einen eigenen Betrieb zu führen oder die fachliche Verantwortung für ein Verkehrsunternehmen zu übernehmen. Auch in der Ausbildung des Nachwuchses spielt der Abschluss eine Rolle, da die Ausbildereignung Teil der Qualifikation ist.
Beim Gehalt ist Zurückhaltung angebracht, weil die Spanne je nach Region, Betriebsgröße, Branche und Verantwortungsbereich erheblich schwankt. Grundsätzlich liegt das Einkommen einer Fachkraft mit Meisterqualifikation und Führungsverantwortung tendenziell über dem einer ungelernten oder rein ausführenden Kraft. Wer Personalverantwortung trägt oder einen Betrieb leitet, kann entsprechend höher liegen. Konkrete Zahlen lassen sich seriös nur im Einzelfall einschätzen, etwa anhand von Tarifverträgen, Stellenangeboten und der eigenen Verhandlungsposition.
Auch der Arbeitsmarkt spielt eine Rolle. Logistik und Personenverkehr sind tragende Branchen, in denen qualifizierte Führungs- und Fachkräfte gefragt sind, gerade weil der Fachkräftemangel viele Betriebe betrifft. Wer eine anerkannte Meisterqualifikation mitbringt, verbessert seine Verhandlungsposition spürbar und hält sich Türen in unterschiedliche Teilbranchen offen, vom klassischen Güterverkehr über den ÖPNV bis hin zu Werkverkehren großer Industrieunternehmen. Der Abschluss ist außerdem ein solider Ausgangspunkt für weitere Schritte, etwa eine zusätzliche kaufmännische Weiterbildung oder mittelfristig ein verwandtes Studium, falls die berufliche Richtung später noch akademischer werden soll.
Für wen sich der Fernlehrgang eignet
Ein Fernlehrgang oder berufsbegleitendes Modell zum Kraftverkehrsmeister ist vor allem für Menschen interessant, die bereits im Verkehrs- oder Logistikbereich arbeiten und neben dem Beruf den nächsten Schritt gehen möchten. Der große Vorteil liegt in der zeitlichen Flexibilität: Der Stoff lässt sich weitgehend dann bearbeiten, wenn es in den Alltag passt, ohne dass der Job dafür aufgegeben werden muss.
Gleichzeitig sollte man die Anforderungen nicht unterschätzen. Wer einen vollen Arbeitstag im Fahrdienst oder in der Werkstatt hat, muss Lernphasen konsequent einplanen und durchhalten. Hilfreich ist ein Arbeitgeber, der die Fortbildung unterstützt, etwa durch Freistellung für Präsenztermine oder eine finanzielle Beteiligung. Wer überwiegend praktisch lernt und Selbststudium schwierig findet, sollte ehrlich prüfen, ob ein Modell mit höherem Präsenzanteil besser passt.
Vor der Entscheidung lohnt sich der direkte Vergleich mehrerer Anbieter hinsichtlich Betreuung, Präsenzanteilen, Förderfähigkeit und Vorbereitung auf die konkrete Kammerprüfung. Unverbindliches Infomaterial verschiedener Anbieter hilft, die Unterschiede einzuordnen und den passenden Weg zu finden.
Tipps für das berufsbegleitende Lernen
Der häufigste Grund, warum berufsbegleitende Lehrgänge ins Stocken geraten, ist nicht mangelnde Begabung, sondern fehlende Routine. Wer Lernen vom Tagesgefühl abhängig macht, verliert über viele Monate hinweg an Schwung. Bewährt hat sich, feste Lernzeiten wie einen Termin im Kalender zu behandeln, etwa zwei Abende pro Woche und ein längerer Block am Wochenende. Realistische, kleine Etappenziele halten die Motivation stabiler als der vage Vorsatz, viel zu schaffen.
Ebenso wichtig ist es, das eigene Umfeld einzubinden. Wer Familie und Arbeitgeber frühzeitig über die Belastung informiert, bekommt eher Rückhalt, sei es durch Rücksicht bei der Schichtplanung oder durch ungestörte Lernzeiten zu Hause. Viele Anbieter stellen Lerngruppen oder Foren bereit, in denen man sich mit anderen Teilnehmenden austauscht. Dieser Kontakt hilft nicht nur beim Verständnis schwieriger Themen, sondern auch dabei, in Durststrecken durchzuhalten.
Inhaltlich zahlt es sich aus, das Gelernte direkt mit dem eigenen Berufsalltag zu verknüpfen. Wer eine rechtliche Vorschrift oder eine Kalkulationsmethode unmittelbar auf den eigenen Fuhrpark anwendet, behält sie deutlich besser als beim reinen Auswendiglernen. Frühzeitiges Üben mit Prüfungsaufgaben und alten Prüfungsfragen gibt zusätzlich Sicherheit für den Ernstfall vor der Kammer. So wird aus dem berufsbegleitenden Lernen kein zusätzlicher Fremdkörper, sondern ein Prozess, der die tägliche Arbeit unmittelbar bereichert.
Häufige Fragen zum Fernstudium Kraftverkehrsmeister
Der Kraftverkehrsmeister ist ein solider Weg, um sich aus einer praktischen Tätigkeit im Personen- und Güterkraftverkehr heraus für Fach- und Führungsaufgaben zu qualifizieren. Als reines Online-Studium lässt er sich nicht abbilden, die theoretische Vorbereitung im Fernlehrgang oder berufsbegleitend ist aber realistisch und mit den richtigen Voraussetzungen gut zu schaffen. Wer im Berufsfeld bereits Fuß gefasst hat und den nächsten Schritt plant, findet hier eine anerkannte und förderfähige Qualifikation mit klaren Karriereperspektiven.
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