Fernstudium Religionswissenschaft
Redaktionell geprüft von der Fernstudium – Berufsbegleitend studieren-Redaktion · Aktualisiert: · Lesezeit: ca. 9 Min
Religion prägt Gesellschaften, Konflikte, Kunst und Alltag bis heute – und das nicht nur in der Vergangenheit, sondern in jeder aktuellen Debatte über Migration, Werte oder Identität. Die Religionswissenschaft untersucht religiöse Phänomene aller Traditionen sachlich und vergleichend, ohne selbst eine Glaubenshaltung zu vertreten. Sie ist damit etwas grundlegend anderes als Theologie: Statt von innen zu deuten, beschreibt und analysiert sie von außen, mit den Werkzeugen der Kultur-, Geschichts- und Sozialwissenschaften. Wer sich für die Vielfalt religiöser Lebensformen, für Mythen, Rituale und ihre gesellschaftliche Wirkung interessiert, findet hier ein breites, intellektuell anspruchsvolles Feld.
Viele Interessierte fragen sich, ob sich dieses Fach auch berufsbegleitend per Fernstudium erschließen lässt – etwa neben einer Stelle im Bildungsbereich, im Journalismus oder in der Verwaltung. Hier lohnt ein ehrlicher Blick: Die Religionswissenschaft als eigenständiger, vollwertiger Fernstudiengang ist im deutschsprachigen Raum selten. Häufiger begegnet sie als Teildisziplin innerhalb breiterer geistes- und kulturwissenschaftlicher Fernstudiengänge, in Modulen zu interkultureller Kompetenz oder über die Fernuniversität in Hagen, die kulturwissenschaftliche Programme mit religionsbezogenen Anteilen anbietet. Dieser Ratgeber ordnet ein, was realistisch möglich ist, welche Wege offenstehen und worauf man achten sollte.
Inhaltsverzeichnis
Wichtige Punkte
- Religionswissenschaft betrachtet Religionen vergleichend und neutral – nicht aus der Innenperspektive einer Glaubensrichtung.
- Ein reines Fern-Bachelorstudium nur in Religionswissenschaft ist selten; meist ist das Fach in kulturwissenschaftliche Fernstudiengänge eingebettet.
- Berufsbegleitend studieren ist möglich, erfordert aber Eigenorganisation und manchmal Präsenz- oder Prüfungstermine.
- Typische Felder: Bildung, Medien, interkulturelle Beratung, Stiftungen, Verwaltung, Museen und Erwachsenenbildung.
- Die Studiengebühren bewegen sich je nach Anbieter im niedrigen bis mittleren vierstelligen Bereich, an staatlichen Fernhochschulen oft deutlich günstiger.
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Was ist Religionswissenschaft eigentlich?
Die Religionswissenschaft ist eine empirische und vergleichende Disziplin. Sie fragt nicht, ob eine bestimmte Religion wahr ist, sondern wie Menschen Religion leben, deuten und gestalten. Im Blick stehen Weltreligionen wie Christentum, Islam, Judentum, Hinduismus und Buddhismus ebenso wie kleinere Glaubensgemeinschaften, neue religiöse Bewegungen, säkulare Weltanschauungen und historische Kulte. Untersucht werden Texte, Rituale, Symbole, Institutionen und die Wechselwirkung von Religion mit Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.
Charakteristisch ist die methodische Neutralität. Religionswissenschaftlerinnen und Religionswissenschaftler verstehen sich als Beobachtende, die religiöse Phänomene beschreiben, vergleichen und erklären, ohne selbst Partei zu ergreifen. Diese Außenperspektive unterscheidet das Fach deutlich von der Theologie, die aus dem Inneren einer Glaubenstradition heraus arbeitet. Gerade in einer zunehmend pluralen Gesellschaft ist dieses sachliche, vergleichende Wissen gefragt – überall dort, wo Menschen unterschiedlicher Herkunft und Überzeugung aufeinandertreffen.
Wer sich für das Fach interessiert, sollte Freude an Texten, an Geschichte und an genauer Analyse mitbringen. Religionswissenschaft ist ein klassisches Lesefach: Quellenarbeit, kritisches Denken und die Fähigkeit, komplexe Zusammenhänge schriftlich darzustellen, stehen im Mittelpunkt. Das passt gut zu einem selbstständigen Fernstudium, das stark auf eigenständige Lektüre und schriftliche Ausarbeitung setzt.
Historisch hat sich die Religionswissenschaft im 19. Jahrhundert aus der vergleichenden Sprach- und Kulturforschung heraus entwickelt und im Lauf der Zeit von der Theologie emanzipiert. Heute gliedert sie sich in mehrere Teilbereiche: Die systematische Religionswissenschaft untersucht übergreifende Strukturen wie Mythos, Ritual oder heilige Räume, während die historische Religionswissenschaft konkrete Traditionen in ihrer zeitlichen Entwicklung nachzeichnet. Dazu kommen empirisch arbeitende Zweige wie die Religionssoziologie und die Religionsethnologie, die Glaubenspraxis im sozialen Alltag beobachten. Diese innere Vielfalt macht das Fach zu einem echten Brückenfach zwischen den Geistes- und Sozialwissenschaften.
Im Fernstudium begegnet einem dieses Spektrum nicht immer in voller Breite, sondern oft als Auswahl thematischer Module. Genau deshalb lohnt es sich, schon vor der Einschreibung die Modulübersicht einer Hochschule genau zu lesen und zu prüfen, welche Teilbereiche tatsächlich angeboten werden und ob sie zu den eigenen Interessen passen.
Studieninhalte und Schwerpunkte
Die Inhalte eines religionswissenschaftlich ausgerichteten Studiums sind breit gefächert. Grundlegend sind Einführungen in die Geschichte und Systematik der großen religiösen Traditionen sowie in die Theorien und Methoden des Faches. Dazu kommen Lehrveranstaltungen zur Religionsgeschichte einzelner Kulturräume, zur Religionssoziologie und Religionspsychologie sowie zu aktuellen Phänomenen wie Säkularisierung, Fundamentalismus oder neuen spirituellen Bewegungen.
Methodisch werden vor allem qualitative Verfahren vermittelt: Textanalyse, Hermeneutik, Quellenkritik und teilweise empirische Sozialforschung. In kulturwissenschaftlichen Fernstudiengängen, in denen Religion ein Schwerpunkt sein kann, kommen Bezüge zu Philosophie, Geschichte, Ethnologie und Literaturwissenschaft hinzu. Häufig lässt sich im Verlauf des Studiums ein eigener Schwerpunkt setzen – etwa auf Islam in Europa, auf interreligiösen Dialog oder auf Religion und Medien.
Im Fernstudium werden diese Inhalte über Studienbriefe, digitale Lernplattformen, Online-Seminare und Literaturstudium vermittelt. Prüfungsleistungen bestehen oft aus Hausarbeiten, Essays und teilweise Klausuren. Wer berufsbegleitend studiert, profitiert davon, dass sich Lektüre und schriftliche Ausarbeitung gut in den eigenen Rhythmus einpassen lassen.
Ein wichtiger Teil des Studiums ist das Einüben des wissenschaftlichen Arbeitens selbst. Studierende lernen, Fragestellungen sauber zu formulieren, Quellen kritisch einzuordnen, mit Forschungsliteratur umzugehen und Belege korrekt nachzuweisen. Diese Kompetenzen sind nicht nur akademisch wertvoll, sondern auch im Berufsalltag gefragt, etwa wenn komplexe Sachverhalte recherchiert, geprüft und verständlich aufbereitet werden müssen. Gerade im Fernstudium, in dem schriftliche Leistungen einen hohen Stellenwert haben, wird diese Fähigkeit konsequent trainiert.
Fernstudium oder Ausbildung?
Eine klassische duale Ausbildung im Bereich Religionswissenschaft gibt es nicht – das Fach ist ein akademisches, kein ausbildungsgebundenes Berufsfeld. Wer aber überlegt, ob ein Studium der richtige Weg ist oder ob eine berufliche Ausbildung in einem benachbarten Feld sinnvoller wäre, sollte beide Optionen ehrlich gegeneinander abwägen.
Eine Ausbildung – etwa im sozialen, kirchlichen oder verwaltenden Bereich – dauert in der Regel zwei bis drei Jahre, ist praxisnah, oft vergütet und führt zu einem anerkannten Berufsabschluss. Sie ist die richtige Wahl für alle, die schnell und konkret in einen Beruf einsteigen wollen und weniger an theoretisch-vergleichender Forschung interessiert sind. Der Nachteil: Sie öffnet kaum Türen zu Tätigkeiten, die ein akademisches Profil voraussetzen, und religionswissenschaftliche Inhalte spielen darin höchstens am Rande eine Rolle.
Ein Fernstudium mit religionswissenschaftlichem Schwerpunkt dauert für den Bachelor meist sechs bis acht Semester in Teilzeit, für den Master entsprechend kürzer. Es kostet je nach Anbieter zwischen einem niedrigen vierstelligen Betrag an staatlichen Fernhochschulen und einem mittleren bis höheren vierstelligen Bereich an privaten Anbietern. Der Abschluss ist akademisch und ermöglicht den Zugang zu qualifizierten, oft analytisch geprägten Tätigkeiten sowie zu weiterführenden Studiengängen. Es eignet sich für Menschen, die wissenschaftlich arbeiten, sich breit bilden und ihr Profil im Bildungs-, Medien- oder Kulturbereich schärfen wollen.
Kurz gesagt: Wer einen schnellen, praxisorientierten Berufseinstieg sucht, ist mit einer Ausbildung oft besser bedient. Wer ein tieferes, vergleichendes Verständnis von Religion und Kultur erwerben und akademische Wege offenhalten möchte, fährt mit dem Fernstudium besser – gerade berufsbegleitend, ohne den bestehenden Job aufzugeben.
In der Praxis muss die Entscheidung nicht endgültig zwischen den beiden Wegen fallen. Manche kombinieren beides: Sie schließen zunächst eine Ausbildung ab, sammeln Berufserfahrung und nutzen anschließend ein berufsbegleitendes Fernstudium, um sich akademisch weiterzuqualifizieren. Gerade die berufliche Vorbildung kann dabei den Hochschulzugang erleichtern und sorgt oft dafür, dass das Studium besonders praxisnah genutzt wird. Wer unsicher ist, sollte sich vorab von der Studienberatung der jeweiligen Hochschule beraten lassen und klären, welche Leistungen aus einer Ausbildung gegebenenfalls anerkannt werden können.
Voraussetzungen und Zugang
Für ein religionswissenschaftliches Fernstudium auf Bachelor-Niveau ist in der Regel die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife erforderlich. An vielen Fernhochschulen ist ein Zugang auch über die berufliche Qualifikation möglich: Wer eine abgeschlossene Ausbildung und mehrjährige Berufserfahrung mitbringt, kann unter bestimmten Voraussetzungen ebenfalls aufgenommen werden. Die genauen Regelungen unterscheiden sich je nach Hochschule und Bundesland.
Für ein Masterstudium wird ein einschlägiger erster Hochschulabschluss vorausgesetzt, meist in einem geistes-, kultur- oder sozialwissenschaftlichen Fach. Hilfreich, aber nicht immer verpflichtend, sind Kenntnisse in Fremdsprachen oder Quellensprachen, je nach gewähltem Schwerpunkt. Englisch ist für die Fachliteratur praktisch unverzichtbar.
Persönlich braucht es vor allem Selbstdisziplin, Lesefreude und die Bereitschaft, sich eigenständig durch umfangreiche Texte zu arbeiten. Wer berufsbegleitend studiert, sollte realistisch einschätzen, wie viele Wochenstunden neben Beruf und Privatleben tatsächlich übrig bleiben – das ist der häufigste Stolperstein im Fernstudium.
Dauer, Ablauf und Kosten
Ein Bachelor im Teilzeit-Fernstudium dauert üblicherweise zwischen sechs und acht Semestern, abhängig vom wöchentlichen Lernpensum. Viele Fernhochschulen erlauben eine flexible Verlängerung der Regelstudienzeit ohne Zusatzkosten, was berufstätigen Studierenden entgegenkommt. Der Master umfasst meist vier bis sechs Semester in Teilzeit.
Der Ablauf ist stark selbstgesteuert: Studienmaterial und Aufgaben werden online bereitgestellt, ergänzt durch Online-Seminare, Tutorien und gelegentliche Präsenz- oder Prüfungstermine. Manche Anbieter setzen vollständig auf Online-Prüfungen, andere verlangen Klausuren an Prüfungszentren. Diesen Punkt sollte man vor der Einschreibung genau klären, weil er über die Vereinbarkeit mit dem Beruf entscheidet.
Bei den Kosten gibt es deutliche Unterschiede. An staatlichen Fernhochschulen wie der Fernuniversität in Hagen fallen vergleichsweise niedrige Gebühren an, die sich pro Semester im überschaubaren Rahmen bewegen. Private Fernhochschulen verlangen meist Monatsraten, die sich über die gesamte Studiendauer in den mittleren bis höheren vierstelligen Bereich summieren können. Hinzu kommen mögliche Kosten für Literatur, Prüfungen und Reisen zu Präsenzterminen. Eine sorgfältige Gesamtkalkulation vor der Einschreibung ist deshalb ratsam.
Anerkennung und Akkreditierung
Ein zentraler Punkt bei der Wahl eines Fernstudiums ist die formale Anerkennung des Abschlusses. Seriöse Fernstudiengänge im religions- und kulturwissenschaftlichen Bereich schließen mit einem akademischen Grad ab, in der Regel einem Bachelor of Arts oder Master of Arts. Damit ein solcher Abschluss staatlich anerkannt ist, muss der Studiengang akkreditiert sein – also von einer offiziellen Agentur auf Qualität und Standards geprüft worden sein. Wer einen Studiengang vergleicht, sollte daher gezielt darauf achten, ob eine gültige Akkreditierung vorliegt.
Ebenso wichtig ist, dass die anbietende Hochschule staatlich anerkannt ist. Nur dann ist sichergestellt, dass der erworbene Grad bundesweit gilt, an anderen Hochschulen für weiterführende Studiengänge anerkannt wird und im öffentlichen Dienst verwertbar ist. Bei staatlichen Fernhochschulen ist dieser Status selbstverständlich gegeben; bei privaten Anbietern lohnt ein prüfender Blick in die offiziellen Informationen der Hochschule. Ein akkreditierter Abschluss einer anerkannten Fernhochschule steht einem Präsenzabschluss rechtlich in nichts nach.
Wer plant, später im Ausland zu arbeiten oder zu studieren, sollte zusätzlich klären, wie der deutsche Abschluss dort eingestuft wird. Innerhalb Europas erleichtert das gestufte Bachelor-Master-System die Vergleichbarkeit erheblich, weil Studienleistungen über ein einheitliches Leistungspunktesystem dokumentiert werden. Trotzdem ist es sinnvoll, sich frühzeitig zu informieren, wenn ein internationaler Werdegang angestrebt wird.
Tipps für das berufsbegleitende Lernen
Der größte Unterschied zum Präsenzstudium liegt in der Eigenverantwortung. Im Fernstudium gibt es keinen festen Stundenplan, der den Alltag strukturiert – diese Struktur muss man sich selbst schaffen. Bewährt hat sich, feste Lernzeiten im Wochenplan zu verankern, etwa zwei bis drei Abende und einen längeren Block am Wochenende, und diese Termine genauso ernst zu nehmen wie berufliche Verpflichtungen. Realistische, kleine Etappenziele helfen mehr als ein vager Vorsatz, regelmäßig zu lernen.
Hilfreich ist außerdem, das umfangreiche Lesepensum aktiv zu gestalten: Wer Texte exzerpiert, eigene Zusammenfassungen schreibt und zentrale Begriffe in eigenen Worten erklärt, behält den Stoff deutlich besser, als wer nur passiv liest. Auch der Austausch mit anderen Studierenden in Online-Foren oder kleinen Lerngruppen wirkt der Isolation entgegen, die im Fernstudium leicht entstehen kann, und sorgt für Motivation in schwierigen Phasen.
Ein offener Umgang mit dem Arbeitgeber kann sich ebenfalls auszahlen. Manche Betriebe unterstützen Weiterbildung mit flexiblen Arbeitszeiten, Bildungsurlaub oder einer finanziellen Beteiligung, vor allem wenn das Studium dem Unternehmen mittelbar nützt. Wer früh das Gespräch sucht, schafft sich Spielraum. Und schließlich gilt: Pausen sind kein Zeichen von Schwäche, sondern Teil eines tragfähigen Lernrhythmus. Ein realistisches Pensum, das man über Jahre durchhält, bringt mehr als ein ehrgeiziger Plan, der nach wenigen Monaten scheitert.
Karriere, Einsatzfelder und Gehalt
Religionswissenschaft ist kein Studium mit einem klar vorgezeichneten Berufsbild. Das ist Chance und Herausforderung zugleich: Es eröffnet viele Wege, verlangt aber, dass man sich aktiv ein Profil aufbaut. Typische Einsatzfelder finden sich in der Erwachsenen- und Weiterbildung, im Journalismus und in den Medien, in Stiftungen und Nichtregierungsorganisationen, in der interkulturellen und interreligiösen Beratung, in Museen und im Kulturmanagement sowie in der öffentlichen Verwaltung, etwa bei Integrationsthemen.
Auch im Bildungsbereich besteht Nachfrage nach Menschen, die religiöse Vielfalt sachlich vermitteln können – in Schulen, in der politischen Bildung oder in der Lehrkräftefortbildung, je nach zusätzlicher Qualifikation. Wer eine wissenschaftliche Laufbahn anstrebt, kann nach dem Master promovieren und in Forschung und Lehre arbeiten.
Beim Gehalt ist Zurückhaltung angebracht, weil die Bandbreite der möglichen Tätigkeiten sehr groß ist. Einstiegsgehälter in geistes- und kulturwissenschaftlichen Berufen liegen häufig im unteren bis mittleren vierstelligen Bereich pro Monat, mit Steigerungsmöglichkeiten bei wachsender Erfahrung, Spezialisierung oder im öffentlichen Dienst nach Tarif. Genaue Zahlen hängen stark von Branche, Region und Funktion ab und lassen sich seriös nicht pauschal angeben. Wer früh praktische Erfahrung sammelt und sein Profil schärft, verbessert seine Aussichten deutlich.
Ein klarer Vorteil des berufsbegleitenden Wegs ist, dass man Studieninhalte direkt mit der eigenen Berufspraxis verknüpfen kann. Wer etwa bereits in der Bildung, in einer Behörde oder in einer sozialen Einrichtung arbeitet, kann das neu erworbene Wissen über religiöse und kulturelle Zusammenhänge unmittelbar einsetzen – und sich damit für anspruchsvollere Aufgaben, Projektleitungen oder beratende Funktionen empfehlen. Diese Verbindung von Theorie und gelebter Praxis ist oft wertvoller als ein abstrakter Abschluss ohne Berufsbezug.
Für wen sich das Fernstudium eignet
Ein religionswissenschaftlich ausgerichtetes Fernstudium passt zu Menschen, die bereits im Beruf stehen und sich weiterbilden oder neu orientieren möchten, ohne ihre Stelle aufzugeben. Es eignet sich für Beschäftigte aus Bildung, Medien, Sozialwesen oder Verwaltung, die ihr Verständnis religiöser und kultureller Zusammenhänge vertiefen wollen, ebenso für Wiedereinsteigerinnen und Wiedereinsteiger, die einen akademischen Abschluss flexibel nachholen möchten.
Weniger geeignet ist es für alle, die einen schnellen, klar definierten Berufseinstieg mit garantiertem Stellenprofil suchen – hier sind praxisnahe Ausbildungswege oder stärker angewandte Studiengänge oft die bessere Wahl. Wer dagegen Freude an Reflexion, Lektüre und gesellschaftlichen Fragen hat und bereit ist, eigenständig zu arbeiten, findet im Fernstudium der Religionswissenschaft ein erfüllendes und intellektuell forderndes Feld.
Häufige Fragen zum Fernstudium Religionswissenschaft
Religionswissenschaft im Fernstudium ist ein anspruchsvolles, aber lohnendes Feld für alle, die religiöse und kulturelle Vielfalt sachlich verstehen wollen. Wer realistisch prüft, ob das Fach als eigener Studiengang oder als Schwerpunkt angeboten wird, die Vereinbarkeit mit dem Beruf klärt und genügend Zeit für die Lektüre einplant, schafft eine gute Grundlage für eine flexible akademische Weiterbildung neben dem Job.
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