Fernstudium Technische Informatik
Redaktionell geprüft von der Fernstudium – Berufsbegleitend studieren-Redaktion · Aktualisiert: · Lesezeit: ca. 9 Min
Technische Informatik bildet die Brücke zwischen der Welt der Hardware und der Welt der Software. Sie beschäftigt sich mit dem Aufbau von Rechnersystemen, mit eingebetteten Systemen in Maschinen und Fahrzeugen, mit Mikrocontrollern, Netzwerken und der hardwarenahen Programmierung. Überall dort, wo Software nicht auf einem klassischen PC läuft, sondern direkt in Geräten steckt – vom Steuergerät im Auto über die Industrieanlage bis zum smarten Haushaltsgerät – ist technische Informatik im Spiel. Das Fachgebiet gilt als anspruchsvoll, weil es Elektrotechnik und Informatik miteinander verbindet und ein gutes Verständnis für beide Seiten verlangt.
Viele Interessierte stellen sich die Frage, ob sich dieses praxisnahe und stark technisch geprägte Fach überhaupt im Fernstudium absolvieren lässt. Die ehrliche Antwort lautet: weitgehend ja, aber mit Einschränkungen. Theorie, Programmierung und viele Grundlagen lassen sich gut digital vermitteln. Sobald es jedoch um Laborarbeit an realer Hardware geht, kommen Präsenzanteile oder spezielle Lösungen ins Spiel. Dieser Ratgeber ordnet ein, wie ein Fernstudium technische Informatik aufgebaut ist, für wen es sich eignet und wo die Grenzen liegen.
Inhaltsverzeichnis
Wichtige Punkte
- Technische Informatik verbindet Informatik und Elektrotechnik – der Schwerpunkt liegt auf hardwarenaher Programmierung und eingebetteten Systemen.
- Ein Fernstudium ist möglich, enthält aber meist Präsenz- oder Laboranteile, weil mit realer Hardware gearbeitet werden muss.
- Verbreitet sind die Abschlüsse Bachelor und Master; berufsbegleitend dauert das Studium in der Regel länger als in Vollzeit.
- Zugang erfordert je nach Hochschule Abitur, Fachhochschulreife oder eine einschlägige berufliche Qualifikation.
- Die Kosten bewegen sich an privaten Fernhochschulen häufig im mittleren bis hohen vierstelligen Bereich, an staatlichen Anbietern deutlich günstiger.
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Was ist technische Informatik?
Technische Informatik ist eine der klassischen Teildisziplinen der Informatik. Während die praktische Informatik sich mit Software und Algorithmen beschäftigt und die theoretische Informatik mit den mathematischen Grundlagen, richtet die technische Informatik den Blick auf die physische Seite des Rechnens. Es geht um den Aufbau von Prozessoren, um digitale Schaltungen, um Speicher, um Bussysteme und um die Frage, wie Software und Hardware effizient zusammenspielen.
Ein zentrales Themenfeld sind eingebettete Systeme, also kleine Computer, die fest in ein größeres Gerät integriert sind und dort eine bestimmte Aufgabe erfüllen. Solche Systeme stecken in Autos, Medizingeräten, Industrierobotern, Haushaltsgeräten und in der gesamten Welt des Internet of Things. Wer technische Informatik studiert, lernt, solche Systeme zu entwerfen, zu programmieren und in größere Zusammenhänge einzubinden.
Charakteristisch ist die Nähe zur Elektrotechnik. Anders als bei einem reinen Informatikstudium spielen elektronische Grundlagen, Signalverarbeitung und der konkrete Umgang mit Schaltungen eine größere Rolle. Das macht das Fach anspruchsvoll, eröffnet aber auch ein breites Berufsfeld an der Schnittstelle zwischen IT und Ingenieurwesen.
Historisch ist die technische Informatik eng mit der Entwicklung der ersten Rechenmaschinen verbunden, bei denen Hardware und Logik untrennbar zusammengehörten. Heute hat sich das Bild gewandelt: Rechenleistung steckt in immer kleineren, energieeffizienteren Bausteinen, und genau hier setzt das Fach an. Es beantwortet Fragen, die für die Industrie hochrelevant sind, etwa wie ein Steuergerät unter strengen Zeit- und Energievorgaben zuverlässig arbeitet oder wie sich Sensordaten in Echtzeit verarbeiten lassen. Damit ist die technische Informatik weniger ein abstraktes Studienfach als vielmehr eine direkte Antwort auf die Anforderungen der vernetzten, automatisierten Welt.
Studieninhalte und Schwerpunkte
Ein Fernstudium technische Informatik beginnt typischerweise mit einem soliden Fundament aus Mathematik, Programmierung und Grundlagen der Elektrotechnik. Die Mathematik umfasst meist Analysis, lineare Algebra und diskrete Strukturen, weil diese Werkzeuge für das Verständnis von Schaltungen und Algorithmen unverzichtbar sind. Parallel dazu wird das Programmieren vermittelt, häufig mit Sprachen wie C, C++ und Python sowie hardwarenaher Programmierung in Assembler.
Im weiteren Verlauf rücken die fachspezifischen Themen in den Vordergrund. Dazu gehören Rechnerarchitektur, digitale Schaltungstechnik, Mikrocontroller und eingebettete Systeme, Betriebssysteme, Rechnernetze sowie Signal- und Systemtheorie. Viele Studiengänge bieten zusätzlich Wahlbereiche an, etwa in Richtung Robotik, Automatisierungstechnik, IT-Sicherheit oder künstliche Intelligenz im Embedded-Umfeld.
Ein wesentliches Element sind praktische Übungen. Programmierprojekte lassen sich gut online durchführen, und manche Hochschulen setzen auf Simulationssoftware oder versenden Hardware-Kits, mit denen zu Hause an Mikrocontrollern gearbeitet werden kann. Für aufwendigere Laborversuche an realer Messtechnik werden jedoch häufig Präsenztermine angesetzt. Wer ein Fernstudium plant, sollte genau prüfen, wie der jeweilige Anbieter die praktischen Anteile löst.
Den Abschluss eines Bachelorstudiums bildet in der Regel eine wissenschaftliche Abschlussarbeit, in der ein technisches Problem eigenständig bearbeitet wird. Häufig lässt sich diese Arbeit mit einer konkreten Fragestellung aus dem eigenen Berufsumfeld verbinden, was besonders für berufsbegleitend Studierende ein großer Vorteil ist. So entsteht aus der Theorie ein greifbares Ergebnis, das im Idealfall direkt im Unternehmen Anwendung findet. Auch Projektarbeiten und Fallstudien während des Studiums zielen darauf ab, das Gelernte nicht nur abzufragen, sondern in realistischen Szenarien anzuwenden.
Spezialisierungen und Schwerpunkte
Gerade weil die technische Informatik so breit angelegt ist, bieten viele Fernhochschulen die Möglichkeit, im Studienverlauf einen eigenen Schwerpunkt zu setzen. Ein häufiger Bereich ist die Embedded-Entwicklung, bei der es um das Entwerfen und Programmieren von Mikrocontroller-Systemen unter knappen Ressourcen geht. Hier lernen Studierende, wie sich Software so schlank gestalten lässt, dass sie auf kleinsten Recheneinheiten mit wenig Speicher und unter Echtzeitanforderungen zuverlässig läuft.
Ein weiterer beliebter Schwerpunkt ist die Automatisierungs- und Robotiktechnik. Sie verbindet Steuerungstechnik, Sensorik und Aktorik und ist eng mit der industriellen Fertigung verzahnt. Wer sich für vernetzte Produktion und Industrie 4.0 interessiert, findet hier ein zukunftsträchtiges Feld. Eng damit verwandt ist der Bereich Internet of Things, in dem es um die Vernetzung vieler kleiner Geräte, um Funkprotokolle und um die sichere Übertragung von Sensordaten geht.
Auch die IT-Sicherheit gewinnt im Embedded-Umfeld zunehmend an Bedeutung, denn vernetzte Geräte sind angreifbar und müssen geschützt werden. Spezialisierungen in diese Richtung behandeln Themen wie sichere Kommunikation, Verschlüsselung auf ressourcenarmen Systemen und den Schutz kritischer Infrastruktur. Schließlich öffnen manche Programme den Blick in Richtung künstliche Intelligenz, etwa wenn maschinelles Lernen direkt auf eingebetteten Systemen ausgeführt werden soll. Wer sich frühzeitig mit den angebotenen Vertiefungen auseinandersetzt, kann das Studium gezielt auf die eigenen beruflichen Ziele zuschneiden.
Fernstudium oder Ausbildung?
Wer in den Bereich technische Informatik einsteigen möchte, steht oft vor der Wahl zwischen einem Studium und einer beruflichen Ausbildung. Beide Wege haben ihre Berechtigung und führen zu unterschiedlichen Profilen. Eine Ausbildung, etwa zum Fachinformatiker für Systemintegration oder zum Elektroniker für Geräte und Systeme, dauert in der Regel drei bis dreieinhalb Jahre, findet im dualen System statt und wird vergütet. Sie ist stark praxisorientiert und vermittelt anwendbares Handwerkszeug direkt im Betrieb.
Ein Fernstudium hingegen ist breiter und theoretischer angelegt. Es vermittelt nicht nur konkrete Fertigkeiten, sondern auch das wissenschaftliche Fundament, um Systeme selbst zu entwerfen, komplexe Probleme zu analysieren und Verantwortung für die Entwicklung neuer Technik zu übernehmen. Berufsbegleitend dauert ein Bachelor häufig deutlich länger als die regulären sechs bis sieben Semester eines Vollzeitstudiums, weil das Pensum auf die freien Stunden neben dem Job verteilt wird.
Auch bei den Kosten unterscheiden sich die Wege deutlich. Eine Ausbildung bringt von Beginn an ein Einkommen, während ein Fernstudium an einer privaten Hochschule Gebühren im mittleren bis hohen vierstelligen Bereich verursachen kann. Staatliche Fernangebote sind günstiger, dafür aber seltener. Der Abschluss wiederum ist beim Studium akademisch und öffnet Türen zu Positionen in Entwicklung, Konzeption und Leitung, während die Ausbildung schneller in die operative Praxis führt.
Für die Eignung gilt: Wer gern handwerklich-praktisch arbeitet, früh Geld verdienen und zügig im Beruf ankommen will, ist mit einer Ausbildung oft gut beraten. Wer abstrakt denkt, sich für die theoretischen Grundlagen begeistert und langfristig in Entwicklung oder Forschung tätig sein möchte, profitiert vom Studium. Eine attraktive Kombination ist auch der klassische Weg über eine Ausbildung mit anschließendem berufsbegleitenden Fernstudium – so lassen sich Praxis und Theorie sinnvoll verbinden.
In der Praxis muss die Entscheidung nicht endgültig sein. Wer mit einer Ausbildung startet, sammelt zunächst wertvolle Berufserfahrung und kann später ein Studium aufsatteln, oft sogar mit Anrechnung bereits erworbener Kompetenzen. Umgekehrt lässt sich aus einem Studium heraus jederzeit der Sprung in die anwendungsnahe Praxis machen. Wichtig ist, ehrlich einzuschätzen, wie man am besten lernt und welche Rolle man mittelfristig anstrebt. Wer diese Frage für sich klärt, trifft die passende Wahl deutlich leichter.
Voraussetzungen und Zugang
Für ein Bachelor-Fernstudium technische Informatik wird in der Regel eine Hochschulzugangsberechtigung verlangt, also Abitur oder Fachhochschulreife. Inzwischen ermöglichen viele Hochschulen auch beruflich Qualifizierten den Zugang ohne klassisches Abitur, etwa über eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem einschlägigen Bereich kombiniert mit Berufserfahrung oder über eine Meister- beziehungsweise Technikerqualifikation. Die genauen Regelungen unterscheiden sich je nach Bundesland und Anbieter.
Für ein Master-Fernstudium ist ein erster einschlägiger Hochschulabschluss notwendig, üblicherweise ein Bachelor in technischer Informatik, Informatik, Elektrotechnik oder einem verwandten Fach. Manche Programme verlangen zusätzlich eine bestimmte Mindestnote oder einschlägige Praxiserfahrung.
Neben den formalen Kriterien sind persönliche Voraussetzungen entscheidend. Wer technische Informatik im Fernstudium erfolgreich abschließen will, sollte Freude an Mathematik und logischem Denken mitbringen, sich für Technik begeistern und über ein hohes Maß an Selbstdisziplin verfügen. Das selbstgesteuerte Lernen ohne festen Stundenplan fordert Organisation und Durchhaltevermögen, gerade wenn das Studium neben einem Vollzeitjob läuft.
Dauer, Ablauf und Kosten
Die Dauer eines Fernstudiums hängt stark vom gewählten Modell ab. Ein Bachelor umfasst in Vollzeit meist sechs bis sieben Semester, berufsbegleitend werden daraus häufig acht bis zwölf Semester oder mehr. Viele Fernhochschulen bieten flexible Modelle an, bei denen sich das Tempo individuell anpassen lässt und die Regelstudienzeit ohne Aufpreis verlängert werden kann. Ein Master dauert ergänzend in der Regel drei bis fünf Semester.
Der Ablauf ist auf Selbststudium ausgelegt. Lernmaterialien werden digital oder als Skripte bereitgestellt, ergänzt durch Online-Vorlesungen, Lernplattformen, Übungsaufgaben und betreute Foren. Prüfungen finden je nach Hochschule online unter Aufsicht oder an Prüfungszentren in verschiedenen Städten statt. Die bereits erwähnten Laboranteile und Präsenzphasen sind beim Ablauf einzuplanen, weil sie zeitlich gebündelt auftreten können.
Bei den Kosten lohnt ein genauer Vergleich. An privaten Fernhochschulen bewegen sich die Gesamtgebühren für einen Bachelor häufig im mittleren bis hohen vierstelligen Bereich, teils auch darüber, abhängig von Dauer und Anbieter. Staatliche Fernhochschulen sind deutlich günstiger, haben aber ein engeres Angebot in diesem speziellen Fach. Hinzu kommen mögliche Nebenkosten für Hardware, Software oder Anreisen zu Präsenzterminen. Wer berufsbegleitend studiert, sollte zudem prüfen, ob der Arbeitgeber sich an den Kosten beteiligt oder ob Förderungen infrage kommen.
Anerkennung und Akkreditierung
Ein wichtiger Punkt bei der Wahl eines Fernstudiums ist die Frage der Anerkennung. Seriöse Studiengänge sind akkreditiert, das heißt, sie wurden von einer offiziellen Agentur geprüft und erfüllen festgelegte Qualitätsstandards. Ein akkreditierter Abschluss ist staatlich anerkannt und in der Berufswelt sowie für ein eventuelles weiterführendes Studium gleichwertig zu einem Präsenzabschluss. Wer sicher gehen will, sollte vor der Einschreibung prüfen, ob der gewünschte Studiengang über eine gültige Akkreditierung verfügt.
Ebenso relevant ist die Zulassung der Fernlehrgänge selbst. In Deutschland werden Fernstudienangebote von einer staatlichen Stelle geprüft und zugelassen, was Studierenden eine zusätzliche Sicherheit hinsichtlich der Qualität und Vollständigkeit der Lehrinhalte gibt. Bei der Auswahl lohnt es sich, gezielt nach diesen Nachweisen zu fragen und sie sich bestätigen zu lassen.
Wer im Ausland arbeiten oder weiterstudieren möchte, sollte zusätzlich auf die internationale Vergleichbarkeit achten. Ein Bachelor oder Master nach dem europäischen Bologna-System mit ausgewiesenen Leistungspunkten erleichtert die Anerkennung über Ländergrenzen hinweg erheblich. Auch für die spätere Aufnahme eines Masters oder einer Promotion ist eine saubere Akkreditierung des Bachelorabschlusses die entscheidende Grundlage. Diese Punkte vorab zu klären, erspart später unangenehme Überraschungen und sichert die Investition in das Studium ab.
Karriere, Einsatzfelder und Gehalt
Absolventinnen und Absolventen der technischen Informatik sind in vielen Branchen gefragt. Klassische Einsatzfelder sind die Automobilindustrie, die Automatisierungs- und Antriebstechnik, die Medizintechnik, die Telekommunikation, die Luft- und Raumfahrt sowie die gesamte Elektronikindustrie. Tätigkeiten reichen von der Entwicklung eingebetteter Systeme über die Hardware-nahe Softwareentwicklung bis hin zu Systemarchitektur, Test und Qualitätssicherung.
Durch die Verbindung von IT- und Ingenieurkompetenz bietet sich ein vergleichsweise breites Spektrum. Wer zusätzlich Erfahrung in Bereichen wie IT-Sicherheit, Robotik oder dem Internet of Things mitbringt, erweitert die Möglichkeiten weiter. Auch der Weg in die Forschung oder in eine spätere Leitungsfunktion steht mit einem akademischen Abschluss grundsätzlich offen.
Beim Gehalt lassen sich nur vorsichtige Spannen nennen, da es stark von Region, Branche, Unternehmensgröße und Berufserfahrung abhängt. Einstiegsgehälter in technischen Informatik-Berufen liegen oft im soliden Bereich akademischer IT- und Ingenieurberufe, mit deutlichem Spielraum nach oben bei wachsender Erfahrung und Spezialisierung. Ein berufsbegleitendes Studium hat den Vorteil, dass das während des Studiums erworbene Praxiswissen unmittelbar in die berufliche Entwicklung einfließen kann.
Bemerkenswert ist zudem die Stabilität der Nachfrage. Die fortschreitende Digitalisierung von Industrie, Mobilität und Alltag sorgt dafür, dass Fachkräfte an der Schnittstelle von Hard- und Software dauerhaft gebraucht werden. Themen wie Elektromobilität, autonome Systeme und vernetzte Produktion treiben den Bedarf zusätzlich. Wer sich kontinuierlich weiterbildet und am Puls technischer Entwicklungen bleibt, kann mit guten und langfristig sicheren Perspektiven rechnen.
Tipps für das berufsbegleitende Lernen
Ein berufsbegleitendes Fernstudium technische Informatik gelingt vor allem mit guter Organisation. Wer von Anfang an feste Lernzeiten in der Woche einplant und diese wie einen Termin behandelt, kommt deutlich verlässlicher voran als jemand, der nur nach Gefühl lernt. Realistisch ist es, sich überschaubare Wochenziele zu setzen, statt sich an einem perfekten Gesamtplan zu verausgaben, der beim ersten unvorhergesehenen Ereignis kippt.
Gerade in den technischen Fächern lohnt es sich, früh ins Tun zu kommen. Programmieren und der Umgang mit Mikrocontrollern lernt man nicht durch reines Lesen, sondern durch eigenes Ausprobieren. Kleine Projekte, etwa eine selbst gebaute Sensorschaltung oder ein kleines Steuerungsprogramm, verankern den Stoff weitaus besser als reine Theorie. Wer das Gelernte zudem mit Aufgaben aus dem eigenen Berufsalltag verknüpft, profitiert doppelt, weil Arbeit und Studium sich gegenseitig befruchten.
Nicht zu unterschätzen ist der Austausch mit anderen Studierenden. Auch im Fernstudium gibt es Foren, Lerngruppen und virtuelle Treffen, die gegen die Isolation helfen und beim Lösen schwieriger Aufgaben unterstützen. Ebenso wichtig ist es, das Umfeld einzubeziehen: Wer Familie und Arbeitgeber frühzeitig über das Vorhaben informiert, schafft Verständnis für die zusätzliche Belastung und kann auf mehr Rückhalt zählen. Schließlich gehört zum Durchhalten auch, sich bewusst Pausen zu gönnen, denn ein über Jahre laufendes Studium ist ein Marathon und kein Sprint.
Für wen sich das Fernstudium eignet
Ein Fernstudium technische Informatik passt besonders gut zu Menschen, die bereits im technischen oder IT-Umfeld arbeiten und sich akademisch weiterqualifizieren möchten, ohne ihren Job aufzugeben. Auch für Berufsrückkehrer, für Menschen mit familiären Verpflichtungen oder für alle, die abseits eines Hochschulstandorts leben, ist die Flexibilität ein großer Vorteil.
Weniger geeignet ist das Format für Menschen, die viel direkten Austausch und feste Strukturen benötigen oder die Schwierigkeiten haben, sich über längere Zeiträume selbst zu motivieren. Wer unsicher ist, kann viele Fernhochschulen unverbindlich testen, etwa über kostenlose Probemonate oder ausführliches Infomaterial, und so herausfinden, ob das eigenständige Lernen zum eigenen Alltag passt.
Häufige Fragen zum Fernstudium technische Informatik
Ein Fernstudium technische Informatik ist ein realistischer Weg, um sich an der Schnittstelle von Software und Hardware akademisch zu qualifizieren – vorausgesetzt, man bringt Selbstdisziplin mit und plant die praktischen Anteile bewusst ein. Wer ehrlich prüft, wie der jeweilige Anbieter Labore und Präsenzphasen organisiert, und sich über Kosten, Dauer und Zugangswege im Klaren ist, findet in diesem Fach eine fundierte Grundlage für eine breite und gefragte berufliche Zukunft.
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