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Umschulung Immobilienmakler – Ausbildung Quereinsteiger

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Umschulung nach § 81 SGB III mit Bildungsgutschein zu 100 % förderbar
  • Dauer: 6 bis 18 Monate je nach Format, Kosten bis 6.000 € ohne Förderung
  • Maklertätigkeit erfordert Gewerbeanmeldung nach § 34c GewO, keine Ausbildungspflicht
  • Quereinsteiger finden bei IHK und DEKRA Akademie zertifizierte Weiterbildungen

Die Umschulung zum Immobilienmakler beziehungsweise zur Immobilienmaklerin stößt bei Menschen auf große Gegenliebe, die einerseits unmittelbar vor einem Berufswechsel stehen und andererseits ein besonderes Faible für die Immobilienbranche haben. Diese boomt gegenwärtig und bietet somit spannende Perspektiven.

Das Interesse an einer Immobilienmakler-Umschulung ist vielfach groß und sorgt für eine hohe Nachfrage. Zugleich müssen aber auch einige Dinge beachtet werden, denn ein entsprechender Quereinstieg ist kein Selbstläufer. Interessierte sollten daher beim Arbeitsamt vorstellig werden und sich dort beraten lassen. Außerdem tun sie gut daran, Kontakte in der Branche zu knüpfen und außerdem aktuelle Stellenangebote zu studieren. Zunächst können sie sich hier einen ersten Eindruck von der Umschulung zum/zur Immobilienmakler/in verschaffen.

Beruf Immobilienmakler/in – Karriere und Gehalt

Die zentrale Aufgabe eines Immobilienmaklers beziehungsweise einer Immobilienmaklerin besteht darin, Immobilien zu vermitteln. Immobilienmakler/innen sind somit die Schnittstelle zwischen Eigentümern und Interessenten. Sie unterstützen Immobilieneigentümer/innen bei der Bewertung ihrer Immobilien sowie bei der Suche nach geeigneten Mietern oder Kaufinteressenten. Im Zuge dessen erstellen sie ein Exposé, inserieren die Immobilie, führen Besichtigungen durch und begleiten den Vertragsabschluss.

Als Immobilienmakler/in ist man eine wichtige Fachkraft für die Immobilienbranche und hat dementsprechend in den folgenden Bereichen Karrierechancen:

  • Immobilienvermittlungen
  • Bauunternehmen
  • Wohnungsgesellschaften

Viele Immobilienmakler/innen machen sich auch selbständig und werden so ihr eigener Chef. Dass die Verdienstmöglichkeiten im Einzelfall deutlich variieren können, liegt somit in der Natur der Sache. Interessierte können sich aber an einem durchschnittlichen Gehalt zwischen rund 36.000 Euro und 72.000 Euro brutto im Jahr orientieren.

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Per Umschulung Immobilienmakler/in werden

Quereinsteiger in den Beruf des Immobilienmaklers müssen wissen, dass es sich dabei in Deutschland um keinen Ausbildungsberuf handelt. Aus diesem Grund gibt es auch keine Umschulung im eigentlichen Sinne. Es existieren aber verschiedene Qualifizierungsangebote, die angehenden Immobilienmaklern das notwendige Know-How vermitteln. Zudem bietet sich die Umschulung zum/zur Immobilienkaufmann/-frau an. Dabei handelt es sich um einen anerkannten Ausbildungsberuf, der für umfassende Kenntnisse und Kompetenzen steht. Insbesondere die folgenden Themen sind in diesem Zusammenhang hervorzuheben:

  • Betriebswirtschaftslehre
  • Buchhaltung
  • Recht
  • Organisation
  • Kommunikation
  • Verkauf
  • Kundenberatung
  • Immobilienbewertung
  • Immobilienvermittlung
  • Immobilienwirtschaft

Interessierte sollten allerdings wissen, dass keine bestimmte Qualifizierung vorgeschrieben ist. Um als Immobilienmakler/in tätig zu werden, muss man lediglich die behördliche Erlaubnis beantragen. Diese setzt geordnete Vermögensverhältnisse sowie persönliche Zuverlässigkeit voraus.

Voraussetzungen, Dauer und Kosten der Immobilienmakler-Umschulung

Die Rahmenbedingungen der Immobilienmakler-Umschulung variieren je nachdem, welchen Qualifizierungsweg man einschlägt. Grundsätzlich wird aber keine einschlägige Vorbildung vorausgesetzt. Die Dauer kann ebenso wie die Kosten stark variieren, weshalb pauschale Angaben hier unangebracht sind. Stattdessen sollten Interessierte mit verschiedenen Anbietern in Kontakt treten und die Qualifizierungen vergleichen.

So kann die Finanzierung der Umschulung zum Immobilienmakler gelingen

Die IHK oder andere Lehrgangsanbieter erheben für die Qualifizierung zum/zur Immobilienmakler/in selbstverständlich Gebühren. Wer über ausreichende Ersparnisse verfügt, kann sich glücklich schätzen. Ansonsten bietet sich auch eine Ratenzahlungsvereinbarung an. Eine weitere Option besteht darin, beim Arbeitsamt einen Bildungsgutschein zu beantragen. Bei dieser Gelegenheit kann man sich gegebenenfalls auch nach Hilfen zum Lebensunterhalt erkundigen, um die Phase des Berufswechsels zu überbrücken.

Checkliste zur persönlichen Eignung als Immobilienmakler/in

Die formalen Voraussetzungen für Immobilienmakler/innen sind überschaubar und daher zumeist keine große Hürde. Wer in diesem Beruf durchstarten möchte, muss allerdings auch die passende Persönlichkeit mitbringen. Vor allem die folgenden Merkmale sind in diesem Zusammenhang zu nennen:

  • Offenheit
  • Kommunikationsstärke
  • technisches Verständnis
  • Zuverlässigkeit
  • gute Merkfähigkeit
  • Einsatzbereitschaft
  • Verkaufstalent
  • kaufmännisches Interesse
  • Anpassungsfähigkeit

Wie können sich Immobilienmakler/innen weiterbilden?

Ambitionierte Immobilienmakler/innen sollten kontinuierlich an ihrem Qualifikationsprofil arbeiten und dazu die eine oder andere Weiterbildung nutzen. Seminare, Online-Kurse und Workshops kommen kompakt daher und widmen sich typischerweise einem konkreten Thema. Diejenigen, die einen höheren beruflichen Abschluss anstreben, liegen mit einer Fortbildung goldrichtig. Vor allem die folgenden Fortbildungsabschlüsse sind dazu bestens geeignet:

  • Betriebswirt/in – Immobilien
  • Fachwirt/in – Immobilien
  • Fachwirt/in – Finanzberatung

Einige Immobilienmakler/innen möchten auch berufsbegleitend studieren, um der zunehmenden Akademisierung Rechnung zu tragen und optimale Bedingungen für einen nachhaltigen Aufstieg zu schaffen. Die Hochschulen reagieren darauf und halten die folgenden Studienformen für Berufstätige bereit:

  • Duales Studium
  • Abendstudium
  • Wochenendstudium
  • Fernstudium
  • Teilzeitstudium

Passend zu ihrem bisherigen Werdegang sollten Immobilienmakler/innen dabei die Fächer Wirtschaftswissenschaft, Betriebswirtschaftslehre, Facility Management und Immobilienwirtschaft fokussieren.

Welche Alternativen gibt es zur Immobilienmakler-Umschulung?

Immobilienmakler/innen verfügen über keine einheitliche Qualifizierung. In Ermangelung einer geregelten Ausbildung, besteht zwar ein leichter Zugang zu der Tätigkeit, im Gegenzug fehlt es aber an einer Anerkennung. Berufswechsler/innen, die in Bezug auf ihren Neustart kein Risiko eingehen möchten, halten daher vielfach nach Umschulungsalternativen Ausschau. Die folgenden anerkannten Ausbildungsberufe können sich dann als vielversprechende Optionen erweisen:

  • Immobilienkaufmann/-frau
  • Kaufmann/-frau für Versicherungen und Finanzen
  • Bankkaufmann/-frau

Gesetzliche Grundlagen für Immobilienmakler und Umschulung

Kurz gesagt: Die Maklertätigkeit regelt § 34c GewO mit Gewerbeanmeldung, Umschulungen fallen unter § 81 SGB III mit Bildungsgutschein-Förderung. Immobilienbewertungen unterliegen § 1 BewG.

Die Tätigkeit als Immobilienmakler unterliegt in Deutschland § 34c der Gewerbeordnung (GewO), der eine Gewerbeanmeldung vorschreibt. Quereinsteiger müssen keine spezielle Ausbildung absolvieren, benötigen aber die Erlaubnis der zuständigen Behörde. Bei Immobilienbewertungen gilt § 1 BewG als rechtliche Grundlage für professionelle Bewertungsverfahren.

Umschulungen zum Immobilienmakler fallen unter die Paragraphen § 78 bis § 86 des SGB III, wobei § 81 SGB III die Förderung durch Bildungsgutscheine regelt. Die Bundesagentur für Arbeit übernimmt bei Arbeitslosigkeit bis zu 100 % der Kosten, wenn die Maßnahme der Wiedereingliederung dient.

Dauer, Kosten und Förderung der Immobilienmakler-Weiterbildung

Kurz gesagt: Vollzeit dauert 6 Monate, Teilzeit bis 18 Monate. Kosten liegen bei 2.000 bis 6.000 €, Eigenanteil mit Förderung nur 10 % oder weniger.

Die Dauer der Weiterbildung zum Immobilienmakler variiert je nach Format erheblich. Vollzeitkurse dauern typisch 6 Monate, während berufsbegleitende Teilzeitmodelle bis zu 18 Monate in Anspruch nehmen können. Intensive Online-Kurse bieten manche Anbieter bereits ab 3 Monaten an, allerdings ist hier das Lerntempo entsprechend hoch.

Die Kosten bewegen sich zwischen 2.000 und 6.000 € brutto, abhängig von Anbieter und Umfang der Qualifizierung. Mit einem Bildungsgutschein nach § 81 SGB III reduziert sich der Eigenanteil auf maximal 10 % der Gesamtkosten. Arbeitslose Quereinsteiger bis 50 Jahre erhalten oft eine 100 %-Förderung durch die Arbeitsagentur, wenn sie die persönlichen Voraussetzungen erfüllen.

Anbieter und Standorte für Immobilienmakler-Umschulungen

Kurz gesagt: IHK-zertifizierte Anbieter wie DEKRA Akademie, TÜV Rheinland und SGD bieten bundesweit Kurse an. Online-Formate ermöglichen flexibles Lernen von überall.

Die meisten Weiterbildungen zum Immobilienmakler bieten IHK-zertifizierte Bildungsträger wie die DEKRA Akademie, das TÜV Rheinland Bildungswerk oder die IFF Immobilienakademie an. Diese Anbieter haben bundesweit Standorte in Großstädten wie Berlin, München und Hamburg und bieten sowohl Präsenz- als auch Blended-Learning-Formate.

Fernschulen wie die SGD oder ILS ermöglichen Quereinsteigern eine ortsunabhängige Weiterbildung mit Online-Modulen und vereinzelten Präsenztagen. Die Industrie- und Handelskammer führt Listen zertifizierter Kurse, die für eine Bildungsgutschein-Förderung zugelassen sind. Wichtig ist die AZAV-Anerkennung des Anbieters für die Kostenübernahme durch die Arbeitsagentur.

Ablauf und Prüfung der Immobilienmakler-Ausbildung

Kurz gesagt: Theorieunterricht in Recht, Bewertung und Verkaufsmethoden, Abschluss mit IHK-Zertifikatsprüfung. Blended Learning kombiniert Online-Module mit Präsenzphasen.

Der Ablauf der Immobilienmakler-Weiterbildung gliedert sich in Theoriephasen zu Immobilienrecht, Bewertungsverfahren und Verkaufstechniken. Quereinsteiger lernen in Online-Modulen und Präsenzseminaren die praktischen Aspekte der Immobilienvermittlung kennen. Die Lehrpläne decken auch steuerliche Grundlagen und Marketingstrategien für die Immobilienbranche ab.

Den Abschluss bildet eine IHK-Zertifikatsprüfung, die theoretisches Wissen und praktische Fallbeispiele umfasst. Dieser anerkannte Abschluss erleichtert Quereinsteigern den Einstieg in Unternehmen der Immobilienwirtschaft erheblich. Nach erfolgreichem Abschluss können Absolventen sowohl angestellt arbeiten als auch eine freiberufliche Karriere als Immobilienmakler starten.

Voraussetzungen und Eignung für Quereinsteiger

Kurz gesagt: Mindestens abgeschlossene Berufsausbildung oder Abitur erforderlich. Verkaufserfahrung und kaufmännische Kenntnisse sind vorteilhaft, aber nicht zwingend.

Für eine Umschulung zum Immobilienmakler benötigen Quereinsteiger eine abgeschlossene Berufsausbildung von mindestens 2 Jahren Dauer oder das Abitur beziehungsweise Fachabitur. Das typische Alter der Teilnehmer liegt zwischen 25 und 50 Jahre, da in diesem Zeitraum oft berufliche Neuorientierungen stattfinden. Eine einschlägige Vorbildung in der Immobilienbranche ist nicht erforderlich.

Vorteilhaft sind Verkaufserfahrung oder kaufmännische Grundkenntnisse, die den Einstieg in die Branche erleichtern. Quereinsteiger sollten Interesse an rechtlichen Themen mitbringen und kommunikativ sein, da Kundenberatung einen großen Teil der Maklertätigkeit ausmacht. Die Bundesinstitut für Berufsbildung informiert über weitere Zugangsvoraussetzungen zu kaufmännischen Umschulungen.

Gehaltsaussichten und Berufsperspektiven nach der Umschulung

Kurz gesagt: Einstiegsgehalt angestellt 30.000-42.000 € jährlich, freiberuflich 40.000-100.000 € möglich. Provisionsbasierte Vergütung mit 40-60 % Umsatzanteil üblich.

Nach erfolgreichem Abschluss der Umschulung können Quereinsteiger mit einem Einstiegsgehalt zwischen 2.500 und 3.500 € brutto monatlich rechnen, was etwa 30.000 bis 42.000 € Jahresgehalt entspricht. Viele Unternehmen bieten provisionsbasierte Vergütungsmodelle mit 40 bis 60 % Umsatzanteil, was das Einkommen erheblich steigern kann.

Freiberufliche Immobilienmakler erreichen bei erfolgreicher Karriere Jahreseinkommen zwischen 40.000 und 100.000 € netto, abhängig von Region und Marktsituation. In Ballungsgebieten wie München oder Hamburg sind die Verdienstmöglichkeiten deutlich höher als in ländlichen Gebieten. Quereinsteiger finden Stellenangebote sowohl bei großen Immobilienunternehmen als auch bei regionalen Maklerbüros in der gesamten Immobilienbranche.

Weiterführende Informationen

Bundesagentur für Arbeit informiert über Bildungsgutscheine und Förderung von Umschulungen nach § 81 SGB III.

Industrie- und Handelskammer bietet Listen zertifizierter Immobilienmakler-Weiterbildungen und Prüfungstermine.

Gesetze im Internet enthält die vollständigen Texte zu § 34c GewO und SGB III für rechtliche Grundlagen.

Welche gesetzliche Grundlage regelt Immobilienmakler-Umschulungen?

Umschulungen fallen unter § 81 SGB III mit Bildungsgutschein-Förderung. Die Maklertätigkeit selbst regelt § 34c GewO mit Gewerbeanmeldungspflicht.

Wie lange dauert eine Immobilienmakler-Umschulung?

Vollzeit 6 Monate, Teilzeit bis 18 Monate. Online-Intensivkurse ab 3 Monaten, je nach Anbieter und Lernformat unterschiedlich.

Was kostet die Umschulung zum Immobilienmakler?

2.000 bis 6.000 € Gesamtkosten. Mit Bildungsgutschein nur 10 % Eigenanteil, bei Arbeitslosigkeit oft 100 % Förderung möglich.

Welche Anbieter gibt es für Immobilienmakler-Weiterbildungen?

DEKRA Akademie, TÜV Rheinland, SGD und IFF Immobilienakademie. Wichtig ist AZAV-Zertifizierung für Bildungsgutschein-Förderung.

Welche Voraussetzungen brauchen Quereinsteiger?

Abgeschlossene Berufsausbildung (2 Jahre) oder Abitur. Alter typisch 25-50 Jahre, Verkaufserfahrung vorteilhaft aber nicht zwingend.

Wie hoch ist das Gehalt nach der Immobilienmakler-Umschulung?

Angestellt 30.000-42.000 € jährlich, freiberuflich 40.000-100.000 € möglich. Provision oft 40-60 % des Umsatzes.


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