Zum Hauptinhalt springen

Umschulung Heilerziehungspfleger – Ausbildung Quereinsteiger

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Die Umschulung zum Heilerziehungspfleger dauert in Vollzeit 2 bis 3 Jahre, Teilzeit ist möglich.
  • Voraussetzung ist ein Realschulabschluss plus abgeschlossene Berufsausbildung oder einschlägige Berufserfahrung.
  • Das Gehalt liegt laut Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit bei 4.149 € bis 4.388 € brutto im Monat.
  • Die Bundesagentur für Arbeit kann die Umschulung per Bildungsgutschein nach § 57 SGB III vollständig fördern.

Die Umschulung zum Heilerziehungspfleger beziehungsweise zur Heilerziehungspflegerin eröffnet Menschen, die in ihrem bisherigen Job keine Zukunft mehr sehen, neue Perspektiven. Die Heilerziehungspflege ist ein interessantes Berufsfeld für einen Wechsel. Im Sozial-, Gesundheits- und Erziehungswesen besteht akuter Personalmangel, sodass auch Umschüler/innen gute Chancen haben.

Wer eine Heilerziehungspfleger-Umschulung angeht, sollte wissen: Das ist kein Beruf für alle. Die Bedingungen der Maßnahme kennen zu lernen, ist sinnvoll. Das Arbeitsamt berät rund um Umschulung und Berufswahl. Wer zunächst eigenständig recherchieren möchte, findet hier einen ersten Überblick.

Berufsbild Heilerziehungspfleger/in – Karriere und Gehalt

Als Heilerziehungspfleger/in kümmert man sich in erster Linie um Menschen mit Behinderung. Auf pädagogischer, pflegerischer und lebenspraktischer Ebene leistet man einen wichtigen Beitrag zur Teilhabe und Bildung dieser Menschen. Heilerziehungspfleger/innen sind für die Versorgung und Betreuung ihrer Klienten zuständig. Dieser facettenreichen Tätigkeit gehen sie vor allem in den folgenden Bereichen nach:

  • Kliniken und Krankenhäuser
  • Pflegeheime
  • Reha-Einrichtungen
  • Behindertenwerkstätten
  • Pflegedienste
  • Wohn- und Tagesstätten für Menschen mit Behinderung
  • Schulen
  • Kindergärten
  • Beratungsstellen

Je nach Qualifikationsprofil und Einsatzbereich gibt es Unterschiede, aber das durchschnittliche Gehalt liegt zwischen rund 24.000 Euro und 42.000 Euro brutto im Jahr.

Studienführer Umschulung - bis zu 100% gefördert vom Arbeitsamt

Bei all unseren Fernschulen haben Sie die Möglichkeit, ein kostenloses vierwöchiges Probestudium zu absolvieren. So können Sie schon im Vorfeld ganz unverbindlich testen, ob das ausgewählte Fernstudium zu Ihnen passt und Sie die richtige Fernschule und den perfekten Studiengang für sich ausgesucht haben.

Doch die Wahl fällt oft schwer, denn insbesondere hinsichtlich Dauer, Kosten und Studieninhalte unterscheiden sich die Studiengänge meist zum Teil erheblich. Nutzen Sie daher die Möglichkeit und vergleichen Sie die Studienführer der Fernschulen untereinander. So haben Sie alle relevanten Informationen auf einen Blick vorliegen und können sich in Ruhe entscheiden.

Fordern Sie dazu gleich jetzt kostenlos und unverbindlich die NEUEN Studienführer 2026 bei den folgenden Fernschulen an:

Informationsmaterial-anzufordern

Jetzt kostenlos Broschüre anfordern und vergleichen!

NameFernschuleAbschlussZertifierter LehrgangStudienführer
SGDZertifikatInfomaterial bestellen
Fernakademie (FEB)ZertifikatInfomaterial bestellen
ILSZertifikatInfomaterial bestellen
LaudiusZertifikatInfomaterial bestellen

Per Umschulung Heilerziehungspfleger/in werden

Heilerziehungspfleger/innen absolvieren für gewöhnlich eine landesrechtlich geregelte schulische Ausbildung, die mit der staatlichen Abschlussprüfung endet. Berufswechsler/innen können mitunter an der schulischen Ausbildung teilnehmen. Alternativ gibt es spezielle Umschulungsmaßnahmen als außerbetriebliche Lehrgänge. Unabhängig von der Art der Qualifizierung werden stets die folgenden Inhalte vermittelt:

  • Pflege
  • Pädagogik
  • Didaktik
  • Psychologie
  • Musik
  • Gestaltung
  • Bewegung
  • Kommunikation
  • Hauswirtschaft
  • Organisation
  • Hygiene
  • Recht

Voraussetzungen, Dauer und Kosten der Heilerziehungspfleger-Umschulung

Die Rahmenbedingungen der Heilerziehungspfleger-Umschulung variieren je nach Lehrgangsform und Anbieter. Grundsätzlich brauchen Teilnehmende keine besonderen Vorkenntnisse. Sie sollten aber gesundheitlich geeignet sein und einen Schulabschluss haben. Für die Qualifizierung sind zwei bis fünf Jahre einzuplanen. Staatliche Berufsfachschulen und Berufskollegs sind kostenlos, bei privaten Anbietern fallen Gebühren im Bereich mehrerer Tausend Euro an.

Finanzierung und Förderung der Umschulung zum/zur Heilerziehungspfleger/in

Eine Heilerziehungspfleger-Umschulung über einen privaten Anbieter kann teuer werden. Neben den Umschulungskosten müssen Interessierte auch den laufenden Lebensunterhalt finanzieren. Ersparnisse reichen dafür kaum aus. Ein Beratungstermin beim Arbeitsamt klärt, welche Förderungen möglich sind, zum Beispiel der Bildungsgutschein oder Hilfen zum Lebensunterhalt.

Checkliste: Das macht die persönliche Eignung als Heilerziehungspfleger/in aus

Berufswechsler/innen, die eine Qualifizierung als Heilerziehungspfleger/in anstreben, müssen keine besonderen formalen Kriterien erfüllen. Persönlich geeignet sollten sie aber sein, denn der Berufsalltag in der Heilerziehungspflege kann einiges abverlangen. Nur wer den Anforderungen gerecht wird, kann den Beruf dauerhaft erfolgreich ausüben. Die folgende Checkliste zeigt die wesentlichen Persönlichkeitsmerkmale:

  • Kommunikationsstärke
  • Offenheit
  • Geduld
  • Flexibilität
  • Einfühlungsvermögen
  • Durchsetzungsstärke
  • Belastbarkeit
  • Einsatzbereitschaft
  • Zuverlässigkeit
  • Verantwortungsbewusstsein

Welche Alternativen gibt es zur Umschulung zum Heilerziehungspfleger?

Wer eine Umschulung zum Heilerziehungspfleger erwägt, will meist in den Bereich Erziehung, Soziales oder Gesundheit wechseln. Eine Umschulung führt zu einem anerkannten Abschluss als Grundlage der weiteren Laufbahn. Neben der Heilerziehungspflege gibt es aber weitere Ausbildungsberufe, die als Alternative in Frage kommen:

  • Pflegefachmann/-frau
  • Erzieher/in
  • Haus- und Familienpfleger/in
  • Kinderpfleger/in
  • Sozialassistent/in

Wie können sich Heilerziehungspfleger/innen weiterbilden?

Wer die Umschulung erfolgreich abgeschlossen hat, hat ein solides Fundament für die Tätigkeit in der Heilerziehungspflege. Auf dem Laufenden zu bleiben und sich fachlich weiterzuentwickeln, bleibt aber wichtig. Seminare und Online-Kurse zu den folgenden Themen sind dabei eine Option:

  • Krankenpflege
  • Beratung
  • Frühförderung
  • Entspannungsmethoden
  • Motopädie
  • Hygiene

Heilerziehungspfleger/innen können auch einen höheren beruflichen Abschluss durch eine Fortbildung erlangen. Besonders interessant sind unter anderem diese Fortbildungsabschlüsse:

  • Fachwirt/in – Gesundheits- und Sozialwesen
  • Fachwirt/in – Erziehungswesen
  • Qualitätsbeauftragte/r – Gesundheits- und Sozialwesen

Wer studieren möchte, kann trotz Job berufsbegleitend per Fernstudium oder Teilzeitstudium einen Abschluss erwerben. Für Fachkräfte aus der Heilerziehungspflege bieten sich zum Beispiel folgende Studienfächer an:

  • Heilpädagogik
  • Sonderpädagogik
  • Soziale Arbeit
  • Gesundheitswissenschaft
  • Therapiewissenschaft
  • Rehabilitation
  • Pflegepädagogik
  • Erziehungswissenschaft
  • Psychologie

Was ist eine Umschulung zum Heilerziehungspfleger?

Kurz gesagt: Eine Umschulung zum Heilerziehungspfleger ist eine anerkannte Berufsqualifikation für Menschen, die einen neuen Berufsabschluss erwerben wollen. Sie dauert 2 bis 3 Jahre und endet mit einer staatlichen Prüfung.

Wer den Begriff Heilerziehungspfleger zum ersten Mal liest, fragt sich oft: Was ist ein Heilerziehungspfleger überhaupt? Der Beruf ist eine eigenständige, landesrechtlich geregelte Fachkraft-Qualifikation. Heilerziehungspfleger und Heilerziehungspflegerinnen betreuen, fördern und pflegen Menschen mit Behinderungen in stationären und ambulanten Einrichtungen. Die Ausbildung führt zu einem staatlich anerkannten Abschluss.

Anders als viele denken, ist die Heilerziehungspflege keine Pflegeausbildung im klassischen Sinne. Sie verbindet pädagogische Arbeit mit pflegerischer Versorgung. Das Berufsbild ist damit breiter als das einer Pflegefachkraft. Wer eine Umschulung macht, erwirbt denselben Abschluss wie jemand, der die Ausbildung direkt nach der Schule beginnt. Der Unterschied liegt nur im Weg dorthin.

Die Umschulung richtet sich an Berufswechsler, die einen stabilen und zukunftssicheren Job suchen. Der Fachkräftemangel in der Heilerziehungspflege ist real. Quereinsteiger mit dem richtigen Abschluss finden schnell eine Stelle.

Voraussetzungen für Quereinsteiger: Was Sie mitbringen müssen

Kurz gesagt: Sie brauchen einen mittleren Bildungsabschluss, zum Beispiel einen Realschulabschluss, plus eine abgeschlossene Berufsausbildung oder mehrjährige einschlägige Berufspraxis. Ein Hauptschulabschluss reicht in den meisten Bundesländern nicht aus.

Die wichtigste Voraussetzung ist ein mittlerer Schulabschluss. Ein Realschulabschluss oder ein gleichwertiger Abschluss ist Standard. Dazu kommt entweder eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem anderen Bereich oder mehrjährige Berufspraxis in einem sozialen oder pflegerischen Berufsfeld.

Das klingt nach viel, aber in der Praxis erfüllen viele Berufswechsler diese Voraussetzungen bereits. Wer zum Beispiel als Pflegehilfskraft gearbeitet hat, als Erzieher tätig war oder in der Hauswirtschaft Erfahrung gesammelt hat, bringt oft genau das mit, was Fachschulen und Berufskollegs suchen. Körperliche und psychische Belastbarkeit werden ebenfalls erwartet, da die Arbeit mit Menschen mit Behinderungen anspruchsvoll ist.

Die genauen Zugangsvoraussetzungen unterscheiden sich je nach Bundesland, weil die Heilerziehungspflege landesrechtlich geregelt ist. Ein Gespräch bei der Bundesagentur für Arbeit klärt die individuelle Situation. Dort erfahren Sie auch, ob Ihre bisherige Berufserfahrung anerkannt werden kann.

Dauer und Formate: Vollzeit, Teilzeit und berufsbegleitend

Kurz gesagt: In Vollzeit dauert die Umschulung zum Heilerziehungspfleger 2 bis 3 Jahre. Wer Familie oder Pflegeaufgaben hat, kann die Ausbildung oft auch in Teilzeit oder berufsbegleitend absolvieren, was die Dauer entsprechend verlängert.

Die Standardvariante ist eine Vollzeitumschulung über 3 Jahre. In manchen Bundesländern gibt es verkürzte Formen auf 2 Jahre, wenn Vorqualifikationen angerechnet werden. Während der Ausbildung wechseln sich Theorie an der Fachschule und praktische Einsätze in Einrichtungen ab.

Für Eltern oder Menschen, die Angehörige pflegen, gibt es die Möglichkeit einer Teilzeitumschulung. Diese Option ist gesetzlich verankert und wird von der Bundesagentur für Arbeit unterstützt. Wer die Umschulung berufsbegleitend absolviert, verlängert die Gesamtdauer auf vier oder fünf Jahre, behält aber das bisherige Einkommen.

Eine reine Online-Ausbildung oder ein vollständiges Fernstudium ist derzeit nicht möglich, weil die staatliche Anerkennung praktische Einsätze voraussetzt. Einzelne Lerneinheiten oder Vorbereitungskurse können online stattfinden, der Hauptteil muss jedoch in Präsenz erfolgen.

Heilerziehungspfleger Aufgaben: Was Sie täglich erwartet

Kurz gesagt: Heilerziehungspfleger begleiten Menschen mit Behinderungen im Alltag, fördern ihre Selbstständigkeit und übernehmen pflegerische Aufgaben. Die Arbeit ist abwechslungsreich, aber körperlich und emotional fordernd.

Was macht ein Heilerziehungspfleger konkret? Die täglichen Aufgaben umfassen die persönliche Pflege und Grundversorgung der betreuten Personen, die Planung und Durchführung von Förder- und Freizeitangeboten sowie die Dokumentation des Pflegeverlaufs. Heilerziehungspfleger sind für den gesamten Alltag ihrer Klienten mitverantwortlich.

Der Beruf ist nicht geschlechtsspezifisch. Was alle Heilerziehungspfleger und Heilerziehungspflegerinnen teilen, ist die Arbeit mit Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind. Das kann bedeutsam sein, fordert aber auch Geduld, Empathie und Belastbarkeit.

Das Arbeitsumfeld ist vielfältig. Heilerziehungspfleger arbeiten in Wohngruppen, Tagesstätten, Schulen, Werkstätten für Menschen mit Behinderung und in der ambulanten Betreuung. Wer Abwechslung sucht und keine Büroarbeit möchte, findet in der Heilerziehungspflege ein passendes Berufsfeld.

Förderung durch die Bundesagentur für Arbeit: Bildungsgutschein und Co.

Kurz gesagt: Die Bundesagentur für Arbeit kann die Umschulung über einen Bildungsgutschein nach § 57 SGB III vollständig finanzieren. Seit dem 1. Januar 2025 gilt das auch für Jobcenter-Kunden. Dazu gibt es monatliches Weiterbildungsgeld.

Wer sich eine Heilerziehungspfleger-Umschulung beim Arbeitsamt sichern will, sollte als erstes ein persönliches Beratungsgespräch vereinbaren. Dort prüft die Arbeitsvermittlung, ob ein Bildungsgutschein infrage kommt. Dieser Gutschein berechtigt Sie, bei einem zugelassenen Bildungsträger an einer geförderten Umschulung teilzunehmen. Die Kurskosten übernimmt in diesem Fall die Bundesagentur für Arbeit vollständig.

Neben den Kurskosten gibt es weitere Unterstützung. Wer während der Umschulung kein Einkommen hat, kann monatliches Weiterbildungsgeld erhalten. Bei abschlussorientierten Maßnahmen ist eine Abschlussprämie möglich. Für Menschen mit anerkannter Behinderung gibt es spezielle Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben nach SGB IX.

Die rechtliche Grundlage für den Bildungsgutschein ist § 57 SGB III. Die Förderung ist kein Ermessen, sondern ein gesetzlich geregeltes Instrument. Ab dem 1. Januar 2025 läuft die Förderung für Jobcenter-Kunden und Agentur-Kunden einheitlich über die Bundesagentur für Arbeit. Das vereinfacht den Prozess.

Gehalt als Heilerziehungspfleger: Was Sie verdienen können

Kurz gesagt: Laut Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit verdienen Heilerziehungspflegerinnen im Durchschnitt 4.149 € brutto pro Monat, Heilerziehungspfleger 4.388 € brutto. Das entspricht einem Jahresgehalt von rund 50.000 € bis 53.000 € brutto.

Das Gehalt hängt vom Tarifvertrag, dem Bundesland und der Einrichtung ab. Öffentliche Träger und kirchliche Einrichtungen zahlen oft nach Tarif, was das Gehalt verlässlich und planbar macht. Private Träger ohne Tarifbindung können darunter oder darüber liegen.

Die Zahlen aus dem Entgeltatlas zeigen: Heilerziehungspfleger verdienen mit 4.388 € brutto monatlich etwas mehr als Heilerziehungspflegerinnen mit 4.149 €. Dieser Unterschied ist kein Ausdruck ungleicher Bezahlung für gleiche Arbeit, sondern spiegelt oft unterschiedliche Arbeitszeiten und Stufeneinstufungen wider. Wer Berufserfahrung mitbringt, steigt in der Regel höher ein.

Zum Vergleich: Das Medianeinkommen in Deutschland liegt bei rund 3.500 € brutto monatlich. Als ausgebildeter Heilerziehungspfleger liegen Sie damit deutlich darüber. Der Beruf zahlt sich aus, und das in einem Bereich, der nicht wegrationalisiert werden kann.

Bewerbung und praktische Schritte zur Umschulung

Kurz gesagt: Der erste Schritt ist ein Beratungsgespräch bei der Bundesagentur für Arbeit oder dem Jobcenter. Danach suchen Sie einen Bildungsträger, beantragen den Bildungsgutschein und bewerben sich für einen Ausbildungsplatz.

Der Weg zur Umschulung läuft in der Praxis so: Zuerst vereinbaren Sie einen Termin bei Ihrer Agentur für Arbeit oder beim Jobcenter. Dort klären Sie, ob Sie die Voraussetzungen für einen Bildungsgutschein erfüllen und welche Bildungsträger in Ihrer Region zugelassen sind. Das Portal KURSNET der Bundesagentur für Arbeit hilft bei der Suche nach passenden Kursen.

Parallel dazu können Sie sich direkt bei Einrichtungen bewerben, die selbst ausbilden. Betriebe wie die Lebenshilfe oder Einrichtungen der Diakonie und Caritas suchen regelmäßig Auszubildende und Umschüler. Quereinsteiger mit Praxiserfahrung aus der Pflege oder Pädagogik haben bei der Bewerbung oft einen Vorteil. Das sollten Sie in Ihrem Anschreiben klar herausstellen.

Wenn Bildungsgutschein und Ausbildungsplatz feststehen, schließen Sie einen Ausbildungsvertrag mit dem Betrieb ab. Die kooperierende Fachschule muss von einer fachkundigen Stelle anerkannt sein. Dann kann es losgehen.

Zukunftsaussichten: Wie sicher ist der Job als Heilerziehungspfleger?

Kurz gesagt: Die Jobaussichten für Heilerziehungspfleger sind sehr gut. Der Fachkräftemangel in der Heilerziehungspflege wächst, neue Stellen entstehen laufend, und der Bedarf wird durch den demografischen Wandel weiter steigen.

Die Heilerziehungspflege ist ein zukunftssicherer Beruf. Das liegt nicht an einer Modeerscheinung, sondern an der Realität: Menschen mit Behinderungen brauchen Fachkräfte, die sie begleiten, pflegen und fördern. Diese Nachfrage sinkt nicht. Aktuell gibt es offene Ausbildungsstellen bei Trägern wie der Lebenshilfe Traunstein gGmbH oder dem Marienstift Arnstadt, und das sind nur zwei von vielen Beispielen.

Wer nach der Umschulung den Abschluss in der Hand hält, hat bundesweit gute Chancen auf eine Stelle. Die Jobsuche dauert selten lang. Gerade in ländlichen Regionen, wo der Fachkräftemangel besonders spürbar ist, werden ausgebildete Heilerziehungspfleger händeringend gesucht.

Ein weiterer Pluspunkt: Der Beruf lässt sich nicht in Billiglohnländer auslagern und auch nicht automatisieren. Die persönliche Beziehung zwischen Fachkraft und betreuter Person ist der Kern der Heilerziehungspflege. Das macht den Beruf krisensicher.

Ähnliche Berufe und Alternativen zur Heilerziehungspfleger-Ausbildung

Kurz gesagt: Wer weniger Zeit investieren will, kann als Alternative eine Ausbildung zum Sozialassistenten in 2 Jahren absolvieren. Auch die Ausbildung zum Erzieher oder zur Erzieherin ist eine verwandte Option im sozialen Bereich.

Die kürzeste Alternative ist die Ausbildung zum Sozialassistenten oder zur Sozialassistentin. Sie dauert in Vollzeit 2 Jahre und qualifiziert für unterstützende Tätigkeiten in sozialen Einrichtungen. Der Abschluss ist weniger umfassend als der des Heilerziehungspflegers, aber schneller erreichbar und kann als Einstieg dienen.

Der Beruf des Erziehers oder der Erzieherin ist eng verwandt. Erzieher arbeiten vor allem in Kitas und Schulen, während Heilerziehungspfleger ihren Schwerpunkt in der Behindertenarbeit haben. In manchen Einrichtungen werden beide Berufsgruppen eingesetzt, wie etwa im Marienstift Arnstadt, das gezielt nach Erziehern und Heilerziehungspflegern sucht.

Wer sich noch nicht sicher ist, ob die Heilerziehungspflege das Richtige ist, kann zunächst ein Praktikum in einer Einrichtung machen. Das gibt einen realistischen Eindruck vom Berufsalltag, bevor man zwei oder drei Jahre in eine Umschulung investiert.

Weiterführende Informationen

Heilerziehungspfleger/in im BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit — Das offizielle Berufsprofil beschreibt Ausbildungswege, Tätigkeiten und Zugangsvoraussetzungen für den Beruf Heilerziehungspfleger/in detailliert.

Förderung der beruflichen Weiterbildung auf arbeitsagentur.de — Hier erklärt die Bundesagentur für Arbeit, wie der Bildungsgutschein funktioniert und wer Anspruch auf Förderung hat (Stand 2025).

Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) — Das BIBB ist die zentrale Forschungs- und Entwicklungsstelle für Berufsbildung in Deutschland und liefert aktuelle Daten zu Ausbildungsberufen und Qualifikationsanforderungen.

Kann ich die Heilerziehungspfleger-Ausbildung online oder per Fernstudium machen?

Ein vollständiges Heilerziehungspfleger Fernstudium oder eine reine Online-Ausbildung ist nicht möglich. Der staatlich anerkannte Abschluss erfordert Präsenzphasen und praktische Einsätze in Einrichtungen. Einzelne Lerneinheiten können aber online stattfinden.

Übernimmt das Arbeitsamt die Kosten für die Umschulung?

Ja. Die Bundesagentur für Arbeit kann die Umschulung per Bildungsgutschein nach § 57 SGB III vollständig finanzieren. Seit Januar 2025 gilt das einheitlich auch für Jobcenter-Kunden. Sprechen Sie zuerst Ihre Arbeitsvermittlung an.

Wie lange dauert die Umschulung zum Heilerziehungspfleger?

In Vollzeit dauert die Umschulung 2 bis 3 Jahre. In Teilzeit oder berufsbegleitend verlängert sich die Dauer entsprechend. Die genaue Dauer hängt vom Bundesland und vom Bildungsträger ab.

Was verdient man als Heilerziehungspfleger?

Laut Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit verdienen Heilerziehungspflegerinnen im Durchschnitt 4.149 € brutto monatlich, Heilerziehungspfleger 4.388 € brutto. Das liegt deutlich über dem deutschen Medianlohn.

Welche Voraussetzungen brauche ich für die Umschulung?

Sie brauchen einen mittleren Bildungsabschluss, zum Beispiel einen Realschulabschluss, sowie eine abgeschlossene Berufsausbildung oder mehrjährige einschlägige Berufspraxis. Die genauen Anforderungen variieren je nach Bundesland.

Gibt es eine berufsbegleitende Umschulung zum Heilerziehungspfleger?

Ja. Eine Umschulung zum Heilerziehungspfleger berufsbegleitend ist möglich. Die Ausbildung verlängert sich dann auf vier bis fünf Jahre, aber das bisherige Einkommen bleibt erhalten. Diese Option eignet sich vor allem für Menschen mit Familie.


Sie fanden diesen Beitrag hilfreich?
4.4/564 ratings