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Umschulung Rettungssanitäter – Ausbildung Quereinsteiger

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Die Umschulung umfasst 520 Stunden und dauert mindestens 13 Wochen
  • Förderung über Bildungsgutschein nach § 81 SGB III möglich
  • Medianentgelt liegt bei 4.165 € brutto monatlich
  • Gesundheitliche Eignung und polizeiliches Führungszeugnis erforderlich

Die Umschulung zum Rettungssanitäter beziehungsweise zur Rettungssanitäterin kann sich aus gleich mehreren Gründen lohnen. Grundsätzlich dient eine Umschulungsmaßnahme stets einem Berufswechsel, sodass die Teilnehmenden der Aussichtslosigkeit in ihrem bisherigen Job entfliehen und beruflich noch einmal durchstarten können. Darüber hinaus handelt es sich beim Rettungssanitäter um einen sehr erfüllenden Beruf, denn man gehört zu den ersten Rettungskräften, die im Notfall Hilfe leisten. Dass im gesamten Gesundheitssektor Kräfte fehlen, ist ein weiterer Aspekt, der Beachtung finden sollte.

All diejenigen, die sich für die Rettungssanitäter-Umschulung entscheiden, verschaffen sich selbst neue Perspektiven und tragen zudem zur Qualität des Rettungsdiensts bei. Dass es sich um einen verantwortungsvollen und zugleich erfüllenden Beruf handelt, wird so schnell deutlich. Wer darin seine berufliche Zukunft sieht, sollte beim Arbeitsamt vorstellig werden. Zunächst ist es aber sinnvoll, sich eigenständig mit der Rettungssanitäter-Umschulung zu befassen. Nachfolgend können sich Interessierte einen Eindruck verschaffen.

Berufsbild Rettungssanitäter/in – Berufsaussichten und Verdienstmöglichkeiten

Rettungssanitäter/innen gehören zu den Einsatzkräften, die sich nach einem Notruf umgehend auf den Weg machen. Bei Unfällen oder auch medizinischen Notfällen kümmern sie sich um die Versorgung der Patientinnen und Patienten. Sie ergreifen Maßnahmen der ersten Hilfe, unterstützen den Notarzt und begleiten den Krankentransport. Ohne kompetente Rettungssanitäter ist das Rettungswesen in seiner heutigen Form undenkbar.

Als Rettungssanitäter/in ist man eine wichtige Einsatzkraft und kann insbesondere in den folgenden Bereichen beruflich Fuß fassen:

  • Rettungsdienst
  • Krankentransportdienst
  • Katastrophenhilfsdienst
  • Feuerwehr

Obwohl die meisten Rettungssanitäter ihre Tätigkeit als Berufung empfinden, müssen sie ihren Lebensunterhalt finanzieren. Der Job dient dem Broterwerb, sodass sich die Frage nach den Verdienstmöglichkeiten stellt. Im Durchschnitt bewegt sich das Gehalt zwischen rund 30.000 Euro und 40.000 Euro brutto im Jahr.

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Per Umschulung Rettungssanitäter/in werden

Die Ausbildung zum/zur Rettungssanitäter/in ist keine klassische Berufsausbildung im dualen System. Es handelt sich eher um einen Qualifizierungslehrgang mit praktischen Einheiten. Die Regelungen können in den Bundesländern variieren, aber grundsätzlich muss die Ausbildung einen Umfang von mindestens 520 Stunden haben. Die folgenden Teile bilden gemeinsam die Rettungssanitäter-Ausbildung:

  • theoretische Grundlagen
  • klinisches Praktikum
  • Praktikum auf einer Rettungswache
  • Abschlusslehrgang

Auch Berufswechsler/innen müssen diese Qualifizierung durchlaufen, sodass es faktisch keinen Unterschied zwischen der Ausbildung und Umschulung gibt. Im Zuge dessen befassen sie sich unter anderem mit den folgenden Inhalten:

  • Grundlagen der Medizin
  • Arzneimittelkunde
  • Erste Hilfe
  • Krankentransport
  • Hygiene
  • Dokumentation
  • Organisation
  • Recht
  • Kommunikation

Voraussetzungen, Dauer und Kosten der Rettungssanitäter-Umschulung

Die Modalitäten der Rettungssanitäter-Umschulung können je nach Anbieter und Bundesland variieren. Trotzdem wollen sich Interessierte zunächst einen ersten Eindruck verschaffen. Im Folgenden finden sich daher einige pauschale Angaben:

  • Voraussetzung: keine besondere Vorbildung erforderlich
  • Dauer: beispielsweise 3 bis 12 Monate
  • Kosten: unterschiedlich

Die Finanzierung der Umschulung zum Rettungssanitäter

Die Lehrgangsgebühren können für angehende Rettungssanitäter/innen zu einer echten Belastung werden. Außerdem müssen sie sich auch um den laufenden Lebensunterhalt kümmern. So kann der Berufswechsel zu einer echten finanziellen Herausforderung werden. Mit der Unterstützung des Arbeitsamtes kann dieses Unterfangen aber trotzdem gelingen. Der Bildungsgutschein kann für die Übernahme der Umschulungskosten sorgen, während die Hilfen zum Lebensunterhalt zumindest das Existenzminimum sichern.

Checkliste: Das macht die persönliche Eignung als Rettungssanitäter/in aus

Formale Voraussetzungen sind in Zusammenhang mit der Rettungssanitäter-Qualifizierung zu vernachlässigen. Es kommt vielmehr auf die persönliche Eignung an, denn jeder Einsatz ist einzigartig und kann zu einer echten Belastungsprobe werden. Wer sich zum Rettungssanitäter umschulen lassen möchte, sollte sich daher fragen, ob er den Anforderungen des Berufs gewachsen ist. Die folgende Checkliste kann hier als Orientierungshilfe dienen und fasst die geforderten Eigenschaften zusammen:

  • körperliche Fitness
  • mentale Stärke
  • Einfühlungsvermögen
  • Flexibilität
  • Geduld
  • Offenheit
  • Einsatzbereitschaft
  • Stressresistenz
  • Belastbarkeit
  • Organisationsgeschick
  • Kommunikationsstärke
  • Durchsetzungsvermögen
  • medizinisches Interesse
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Zuverlässigkeit

Welche Weiterbildung kommt nach der Rettungssanitäter-Umschulung?

Qualifizierte Rettungssanitäter/innen sollten zu gegebener Zeit über eine Weiterbildung nachdenken. Online-Kurse, Workshops und Seminare sorgen für eine Auseinandersetzung mit verschiedenen Themen aus dem medizinischen Bereich oder Rettungswesen. Ansonsten ist ebenfalls eine Fortbildung zum/zur Ausbilder/in oder Qualitätsbeauftragten eine spannende Option.

Außerdem können ambitionierte Rettungssanitäter/innen auch berufsbegleitend studieren. Die Hochschulen setzen vermehrt auch auf Studienformen für Berufstätige, wie zum Beispiel ein Fernstudium, Abendstudium oder Teilzeitstudium. Die folgenden Fächer passen zudem perfekt zu einer Laufbahn als Rettungssanitäter:

  • Sanitätswesen
  • Gesundheitswesen
  • Rettungsingenieurwesen
  • Medizinische Assistenz

Welche Alternativen gibt es zur Umschulung zum/zur Rettungssanitäter/in?

Rettungssanitäter ist ein wichtiger Beruf, aber trotzdem nicht alternativlos. Vor allem Berufswechsler/innen, die die Weichen für den beruflichen Neustart stellen wollen, sollten auch an die folgenden beruflichen Möglichkeiten denken:

  • Notfallsanitäter/in
  • Pflegefachmann/-frau

Gesetzliche Grundlagen und rechtliche Rahmenbedingungen

Kurz gesagt: Die Rettungssanitäter-Ausbildung ist landesrechtlich geregelt. Die Förderung erfolgt nach § 81 SGB III durch die Bundesagentur für Arbeit. Mindestens 520 Stunden Ausbildung sind bundesweit vorgeschrieben.

Die Ausbildung zum Rettungssanitäter ist eine landesrechtlich geregelte Weiterbildung im Rettungsdienst. Das bedeutet, dass jedes Bundesland eigene Verordnungen für die Ausbildung und Prüfung von Rettungssanitäterinnen und Rettungssanitätern erlassen hat. Trotz regionaler Unterschiede ist der Mindestumfang von 520 Stunden bundesweit einheitlich festgelegt.

Die Förderung der Umschulung basiert auf § 81 SGB III, der den rechtlichen Rahmen für berufliche Weiterbildung schafft. Das Sozialgesetzbuch regelt dabei sowohl die Anspruchsvoraussetzungen als auch die Art der Unterstützung durch die Arbeitsagenturen.

Bildungsgutschein und Förderungsmöglichkeiten

Kurz gesagt: Der Bildungsgutschein nach § 81 SGB III übernimmt alle Kosten der Umschulung. Sie erhalten zusätzlich 150 € Weiterbildungsgeld monatlich. Das Arbeitslosengeld läuft während der Maßnahme weiter.

Die Bundesagentur für Arbeit fördert die Rettungssanitäter-Umschulung über den Bildungsgutschein, wenn die Weiterbildung notwendig ist, um Arbeitslosigkeit zu beenden oder drohende Arbeitslosigkeit abzuwenden. Der Gutschein ist zeitlich befristet, regional begrenzt und auf das spezifische Bildungsziel beschränkt. Die Voraussetzungen werden in einem persönlichen Beratungsgespräch geprüft.

Bei abschlussorientierter Weiterbildung zahlt die Arbeitsagentur ein Weiterbildungsgeld von 150 € monatlich zusätzlich zum fortlaufenden Arbeitslosengeld. Die Förderung umfasst Lehrgangsgebühren, Lernmittel, Prüfungsgebühren, Fahrkosten und bei Bedarf auch Kinderbetreuung. Wenn das tägliche Pendeln nicht zumutbar ist, werden auch Unterkunft und Verpflegung übernommen.

Anbieter und Termine für die Umschulung

Kurz gesagt: Umschulungen werden bundesweit angeboten, beispielsweise bei der Haema GmbH ab März 2026. Die Ausbildungssuche der Bundesagentur für Arbeit zeigt aktuelle Termine und freie Plätze.

Quereinsteiger-Umschulungen zum Rettungssanitäter finden bundesweit bei verschiedenen Bildungsträgern statt. Die Haema GmbH bietet beispielsweise Lehrgänge in Städten wie Schwerin, Freiberg und Berlin an. Der nächste Starttermin in Schwerin ist der 09.03.2026, mit einem Anmeldeschluss am 29.08.2026.

Weitere konkrete Angebote können Sie über die Ausbildungssuche der Bundesagentur für Arbeit finden. Die Datenbank zeigt Ihnen verfügbare Plätze, Termine und die jeweiligen Bildungsträger in Ihrer Region. Wichtig ist, dass der gewählte Anbieter von einer fachkundigen Stelle zugelassen ist.

Gesundheitliche Eignung und persönliche Voraussetzungen

Kurz gesagt: Sie benötigen eine ärztliche Bescheinigung über die gesundheitliche Eignung und ein polizeiliches Führungszeugnis. Ein Hauptschulabschluss oder gleichwertige Schulausbildung ist Mindestvoraussetzung.

Vor Beginn der praktischen Ausbildung müssen Sie Ihre gesundheitliche Eignung für die Ausübung der Tätigkeit als Rettungssanitäter nachweisen. Diese Bescheinigung darf nicht älter als 3 Monate sein und wird von einem ermächtigten Arzt ausgestellt. Die körperlichen und psychischen Anforderungen im Rettungsdienst machen diese Prüfung unverzichtbar.

Zusätzlich ist ein polizeiliches Führungszeugnis erforderlich, um die persönliche Zuverlässigkeit zu belegen. Als formale Bildungsvoraussetzung gilt mindestens ein Hauptschulabschluss oder eine gleichwertige Schulausbildung beziehungsweise eine abgeschlossene Berufsausbildung. Die genauen Anforderungen können je nach Bundesland und Bildungsträger variieren.

Detaillierter Aufbau der 520-Stunden-Ausbildung

Kurz gesagt: Die 520 Stunden gliedern sich in Theorie, Klinikpraktikum, Rettungswachen-Praktikum und Abschlusslehrgang. Mindestens 160 Stunden entfallen auf praktische Erfahrungen in Klinik und Rettungsdienst.

Der strukturierte Ablauf der Rettungssanitäter-Ausbildung umfasst vier aufeinander aufbauende Module. Den Grundstein bildet der theoretische Unterricht, in dem angehende Rettungssanitäter innen die Grundlagen der Notfallmedizin erlernen. Hier werden Anatomie, Physiologie und die praktischen Grundlagen des Rettungsdienstes vermittelt.

Das Klinikpraktikum ermöglicht erste praktische Erfahrungen in der Versorgung von Patienten unter ärztlicher Anleitung. Anschließend folgt das mindestens 80 Stunden umfassende Praktikum auf einer Rettungswache, wo der direkte Einsatz in Krankentransport und Notfallrettung trainiert wird. Den Abschluss bildet ein 40 Stunden umfassender Abschlusslehrgang mit der staatlichen Prüfung.

Gehalt und Verdienstmöglichkeiten im Detail

Kurz gesagt: Das Medianentgelt für Rettungssanitäter beträgt 4.165 € brutto monatlich. Je nach Einsatzbereich und Berufserfahrung sind auch höhere Gehälter möglich.

Nach erfolgreichem Abschluss der Umschulung können Sie mit einem Medianentgelt von 4.165 € brutto monatlich rechnen. Diese Zahl stammt aus der offiziellen Statistik für Berufe im Rettungsdienst mit fachlich ausgerichteten Tätigkeiten. Das entspricht einem Jahresgehalt von knapp 50.000 € brutto.

Die tatsächlichen Verdienstmöglichkeiten hängen von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören der Einsatzbereich, die Berufserfahrung und der Arbeitgeber. Rettungssanitäter finden Beschäftigung bei Rettungsdiensten, der Feuerwehr, im Katastrophenhilfsdienst oder bei privaten Krankentransportdiensten. Der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit bietet aktuelle regionale Gehaltsvergleiche.

Weiterführende Informationen

Das BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit bietet detaillierte Informationen zu Ausbildungsinhalten, Voraussetzungen und Karrieremöglichkeiten als Rettungssanitäter.

Aktuelle Informationen zum Bildungsgutschein und zur Förderung finden Sie auf den offiziellen Seiten der Bundesagentur für Arbeit mit allen Antragsvoraussetzungen.

Das Bundesjustizministerium stellt alle relevanten Gesetzestexte zur Verfügung, insbesondere die Paragraphen des SGB III zur beruflichen Weiterbildung.

Wie lange dauert die Umschulung zum Rettungssanitäter?

Die Umschulung dauert mindestens 13 Wochen und umfasst insgesamt 520 Stunden theoretischen und praktischen Unterricht. Je nach Anbieter kann die Dauer variieren.

Übernimmt das Arbeitsamt die Kosten für die Rettungssanitäter-Umschulung?

Ja, bei Förderung durch Bildungsgutschein nach § 81 SGB III werden alle Kosten übernommen. Zusätzlich erhalten Sie 150 € Weiterbildungsgeld monatlich.

Welche Voraussetzungen muss ich für die Umschulung erfüllen?

Sie benötigen mindestens einen Hauptschulabschluss, eine ärztliche Bescheinigung über die gesundheitliche Eignung und ein polizeiliches Führungszeugnis.

Wie hoch ist das Gehalt als Rettungssanitäter nach der Umschulung?

Das Medianentgelt beträgt 4.165 € brutto monatlich. Je nach Arbeitgeber und Region können die Gehälter variieren.

Wo kann ich die Rettungssanitäter-Umschulung absolvieren?

Umschulungen werden bundesweit angeboten, zum Beispiel bei der Haema GmbH. Die Ausbildungssuche der Bundesagentur für Arbeit zeigt aktuelle Angebote.

Was ist der Unterschied zwischen Rettungssanitäter und Notfallsanitäter?

Notfallsanitäter haben eine dreijährige Ausbildung und erweiterte Kompetenzen. Rettungssanitäter absolvieren eine 520-Stunden-Qualifikation und unterstützen bei Einsätzen.


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