Präsenz- vs. Fernstudium

Menschen, die einen akademischen Grad anstreben und sich aus diesem Grund mit der Studienwahl befassen, müssen nicht nur hinsichtlich des Fachs eine Entscheidung treffen, sondern erst einmal festlegen, ob es ein Präsenzstudium oder doch ein Fernstudium sein soll. Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile, so dass sich pauschal gar nicht sagen lässt, welche Option die bessere Wahl ist. Die jeweilige Lebenssituation ist vielmehr entscheidend und erfordert ein individuelles Abwägen.

Wer berufsbegleitend studieren möchte, schließt ein Präsenzstudium oftmals kategorisch aus und nimmt wohl oder übel mit einem Fernstudium Vorlieb. Wenn diese Studienform aber nicht den persönlichen Bedürfnissen und/oder Vorstellungen entspricht, könnte der Erfolg des berufsbegleitenden Studiums durchaus gefährdet sein. Dies ist einerseits nicht Sinn und Zweck der Sache und andererseits auch gar nicht nötig, da auch ein Präsenzstudium durchaus berufsbegleitend stattfinden kann.

Das klassische Präsenzstudium in Vollzeit ist längst nicht die einzige Option, wenn es darum geht, ein wissenschaftlich fundiertes Studium an einer anerkannten Hochschule zu absolvieren. Die Hochschullandschaft hat sich längst auch für das lebenslange Lernen gewappnet und hält aus diesem Grund spezielle Studiengänge für Berufstätige bereit.

Dies gilt es grundsätzlich zu nutzen, schließlich zeichnet sich in vielen Bereichen eine zunehmende Akademisierung ab. Die Vielfalt an Studienmöglichkeiten hat aber auch ihre Tücken, denn Studieninteressierte laufen zuweilen Gefahr, den Überblick zu verlieren. Aus diesem Grund ist es wichtig, sich im Vorfeld mit den Möglichkeiten vertraut zu machen und das Fernstudium mit dem Präsenzstudium zu vergleichen.

Fernstudium – Berufsbegleitendes Studium mit maximaler Flexibilität

Kennzeichnend für ein klassisches Fernstudium an einer Hochschule ist die Tatsache, dass auf Vorlesungen, Seminare und ähnliche Präsenzen verzichtet wird. Die Studierenden erhalten stattdessen zu Beginn eines jeden Semesters umfangreiche Unterlagen und müssen sich das darin enthaltene Wissen mehr oder weniger per Selbststudium aneignen. Der wesentliche Vorteil besteht in der Flexibilität, denn im Zuge eines solchen Studiums ist man weder örtlich noch zeitlich gebunden. Allerdings fehlt der regelmäßige Austausch mit Kommilitonen und Dozenten, während zugleich gemeinsame Lernerlebnisse ausbleiben.

Online-Studium

Mittlerweile hat die moderne Technik längst im Bereich des Fernstudiums Einzug gehalten und macht dieses immer öfter zu einem Online-Studium. Die Unterlagen sowie multimediale Angebote stehen über das World Wide Web zur Verfügung und sorgen trotz örtlicher und zeitlicher Unabhängigkeit für vielfältige Lernerlebnisse. Online-Tests, virtuelle Vorlesungen, Podcasts und PDF-Skripte sind typische Lernmedien im flexiblen Online-Studium.

Blended Learning

Das Blended Learning nutzt einerseits die Möglichkeiten eines online-basierten Fernstudiums, verzichtet andererseits aber nicht gänzlich auf Präsenzen. Folglich handelt es sich dabei um einen interessanten Kompromiss für all diejenigen, die berufsbegleitend studieren möchten und sich dabei nicht zwischen einem Fernstudium und einem Präsenzstudium entscheiden können.

Präsenzstudium – Vielfältige Möglichkeiten für ein Studium neben dem Beruf

Wie der Name schon sagt, setzt ein Präsenzstudium auf regelmäßige Präsenzen. Gemeinsam mit Gleichgesinnten nimmt man so an Studienveranstaltungen teil und kommt in den Genuss von Frontalunterricht. Im Gegenzug muss man jedoch pünktlich zu den festgesetzten Terminen vor Ort erscheinen, was sich für Berufstätige als recht schwierig erweisen kann. Die Anbieter sind sich dessen bewusst und setzen daher auf spezielle Studienformen für Berufstätige.

Abendstudium

Das Abendstudium gehört zu den absoluten Klassikern im Bereich der berufsbegleitenden Präsenzstudiengänge und setzt auf Lehrveranstaltungen am Abend. Da die Vorlesungen nach Feierabend stattfinden, ist der Job für ein solches Präsenzstudium folglich kein Hinderungsgrund.

Wochenendstudium

Das Wochenendstudium macht es möglich, dass Berufstätige trotz Job an regelmäßigen Präsenzen im Rahmen des Studiums teilnehmen können. Da diese an den Wochenenden stattfinden, ergeben sich in der Regel keine Probleme bei der Vereinbarkeit mit dem Job.

Teilzeitstudium

Die Präsenzen eines berufsintegrierenden Teilzeitstudiums finden an festen Wochentagen statt, an denen der Teilnehmer dann nicht auf der Arbeit erscheint, sondern stattdessen an der Hochschule studiert. Der Arbeitgeber muss folglich mitspielen und seinem Mitarbeiter ausreichend Freiräume geben. Ansonsten lässt sich ein solches Teilzeitstudium mitunter auch parallel zu einer Teilzeittätigkeit bewerkstelligen.

Duales Studium

Viele Abiturienten können sich nicht zwischen einer Berufsausbildung und einem Studium entscheiden und haben angesichts der Tragweite ihrer Entscheidung Probleme, eine Wahl zu treffen. Das duale Studium erweist sich dann immer wieder aufs Neue als perfekte Lösung, denn einerseits studiert man in Teilzeit und andererseits absolviert man eine Ausbildung im Betrieb.


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